Hallo zusammen,
heute hab ich einen Schritt weiter in Richtung Prüfung gemacht. Montag werde ich die letzte Unterschrift abholen und dann hat's sich. Hab noch ein wenig in der Bibliothek gelesen, Literatur für das Projekt rausgesucht und dann ging es heim. Da habe ich erst ein bisschen gedaddelt, danach ein Mittagsschläfchen gemacht und mich danach nochmal für eineinhalb Stunden an den Mac gesetzt, was für die Uni getan. Danach eine Premiere: Ich hab meine Vokabelkarten Französisch rausgekramt und die ersten 60 Karten abgearbeitet. Ich will das wieder auffrischen, und hab festgestellt, dass mich Vokabelwissen akut weiter bringt als Grammatik... Jedes zweite Wort nachschlagen zu müssen nervt. Danach hab ich noch eine DVD geguckt, bis mein Freund nach Hause gekommen ist.
Leider geht es mir im Moment nicht gut. Ich kriege wieder diese seltsame Blasenentzündung und habe auch wieder Schmerzen im Blinddarm-Bereich (war damit schon ein halbes Dutzend mal beim Arzt, organisch ist da alles ok, ich denke das kommt von der Lendenwirbelsäule...). Das schränkt meine Aktivitäten ziemlich ein. Ich hoffe, das wird nicht wieder so wie letzten Winter, wo diese Blasenentzündung die ganze Zeit geblieben ist und trotz mehrmaliger Antibiotika-Attacke immer wieder gekommen ist...
Werde jetzt nochmal mehr Zink nehmen, mal sehen ob's hilft
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Dann hat mich ein anderer Thread in Sachen Träume inspiriert: Ich hatte ja auch schon zwei Alk-Träume, vor zwei Monaten. Da hat mich die ganze Sache um die Abstinenz sehr aufgewühlt. In beiden Träumen habe ich den Alk getrunken, ich hatte schlicht vergessen, dass ich keinen mehr trinken soll/will/darf. Das fiel mir erst hinterher ein, und dann bin ich vor lauter Panik aufgewacht. Beide Male habe ich mir auch selbst eingeschenkt und wurde nicht bedrängt oder überredet.
Ich denke, zu dem Zeitpunkt war die Abstienzentscheidung noch nicht "bis unten" durchgesickert. Ich war in der Kampfphase und wollte die Tatsache "nie wieder Alkohol" nicht wahrhaben. Mein Suchtmonster hat fieberhaft nach Möglichkeiten gesucht, wie ich DOCH wieder irgendwann mal etwas trinken könnte. Das hat sich denke ich in meinen Träumen widergespiegelt: Im Unterbewusstsein war die Abstinenz noch gar nicht angekommen!
Das hat mich nun auf den Gedanken gebracht, meine Träume künftig aufzuschreiben und mir anzuschauen. Durch Traumdeutung findet man imho zwar nicht zu Gott oder einer höheren, transzendenten Weisheit (wie es häufig propagiert wird), aber man lernt sich besser kennen. Ich finde die "Logik" des Unterbewusstseins, die sich in den Träumen manifestiert, total faszinierend, die schräge Art und Weise, wie es die Wirklichkeit interpretiert.
Andererseits: Ich wollte ja noch einen Anlauf mit AT machen. Das ist mir noch wichtiger. Also erst das. Eins nach dem anderen.
JoeDoe :
Zitat
Dennoch erkenne ich auch Grenzen, oder besser gesagt Wege, die ich wohl nicht mehr erfolgreich beschreiten werde.
Ich verstehe, was du meinst. Mir geht es ja zum Teil auch so. Damit fertig zu werden finde ich schwierig. Man kann es nicht einfach als "ist passiert" ablegen, denn es hat Auswirkungen bis in die Zukunft. Das für sich zu regeln - wie ich mit meiner Verbitterung - ist auch nur teilweise möglich, weil ja noch Dritte involviert sind (z.B potentielle Arbeitgeber, die meine Lücken im Lebenslauf sehen), die bei weitem nicht so nachsichtig mit mir sind wie ich es bin.
Ich persönlich fahre mit der Einstellung gut, dass ich immer zu mir halten werde, egal was andere sagen. Das schützt mich zwar nicht vor finanzieller Not, die mir aufgrund meiner Versäumnisse in der Vergangenheit erwachsen könnten. Aber durch indem ich mich selber fertig mache, wird es auch nicht besser. Ich wurde in der Vergangenheit genug fertig gemacht, ich habe die Nase voll davon, von Beleidigungen und Demütigungen. Also, ich halte immer zu mir. Seit ich keinen Alk mehr trinke, kann ich das auch wirklich leben!
Zitat
Wenn man beginnt, die eigenen Ziele zu verdrängen, nur um sich -von den eigenen Gedanken ungestört- gepflegt einen hinter den Knorpel zu schütten, dann hat man sicher die erste Stufe auf dem Weg in den Abgrund beschritten!
Ja, genau. Das perfide daran, je weiter man sich in den Abgrund bewegt, desto mehr verliert man die Achtung vor sich selbst. Bis es irgendwann egal ist, was mit einem passiert. Egal, Hauptsache Alk ist da.
Mein Gott, die letzten Zeilen klangen aber düster, dabei bin ich eigentlich vom Gemüt her gut drauf
. Bis morgen!
LG
Plejaden