Beiträge von Plejaden

    Hallo zusammen,

    zum Fotohändler hab ichs noch nicht geschafft, was aber nicht schlimm ist weils seit Tagen regnet und ich das meiner Kamera eh nicht antun würde :? . Ich hab aber ein paar von den alten Aufnahmen rausgesucht, von denen ich mir Poster machen lasse. Seit er weg ist, hab ich hier viel ausgedünnt und die Wände sind kahl und leer, da muss mal was neues hin.

    Aufräumen tue ich gerade sehr viel. Ich habe einfach das Gefühl, das ist gerade sehr wichtig, ohne dass ich genau sagen könnte warum. Es hat sich hier viel Ballast und Zeug angesammelt, das ich einfach loswerden möchte. Ich bin damit schon seit einigen Wochen beschäftigt, habe aber immer irgendwie das Gefühl, dass neues Zeug aus immer neuen Ecken quillt. Aber ich denke einfach, wenn ich damit fertig bin, habe ich es erstens schön hier und fühle mich wohl, habe zweitens weniger stress die Wohnung ordentlich zu halten und drittens für den Umzug vorgebaut.
    Leider stolpere ich nach wie vor beim Aufräumen immer wieder über Überbleibsel meiner Beziehung, was die Sache schwer macht für mich. Es ist, als habe ich einen Garten der mit Rosensträuchern überwuchert ist. Ich weiß, wenn ich sie weg kriege wirds wieder schön aussehen, aber es ist sehr schmerzhaft es erstmal so hinzubekommen.

    Eine Sache ist noch komisch: Ich habe seit Wochen, eigentlich seit ich in diese Depression hineingerutscht bin das Gefühl, als würde ich auf irgendwas warten. Ich weiß nur nicht auf was, nur dass es wohl wichtig sein muss. Auf der einen Seite finde ich den Satz aus einem berühmten Film mit einem berühmten Archäologen schon sehr richtig, dass der Mensch zuviel Zeit seines Lebens mit Warten verbringe. Andererseits wüsste ich wirklich gerne, worauf ich eigentlich warte. Und mit was ich anfangen soll, wenn ich beschließe mit dem Warten aufzuhören. Es ist ein sehr sehr komisches Gefühl, aber es ist wichtig. Ich werde mal genauer schauen, was dahinter stecken könnte.

    Ansonsten beginnt für die Industrie die Weihnachtszeit (für mich erst Anfang Dezember) und mit ihr das ganze Naschwerk mit Rum oder Rumaroma oder dergleichen. Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, einen Haufen Plätzchen zu backen wenn meine Eltern Ende November für ein Paar Tage weg sind. Das soll dann bis Weihnachten halten und es ist nur drin was ich will :lol: .

    Ach ja - da es sich mit meiner Therapeutin wohl eventuell etwas hinzieht wollte ich Freitag mal zum psychologischen Dienst der Uni gehen. Kann ich machen, weil die Depression grad dabei is mein Studium ernsthaft zu gefährden. Ich möchte einfach mal mit jemanden reden, und schauen was dabei herauskommt... hauptsache nicht stehen bleiben und nichts tun.

    LG
    Plejaden

    Fotografieren wollte ich tatsächlich gestern gehen, allerdings rührte sich die Kamera nicht. Als ich das Batteriefach aufmachte, um zu sehen was denn da für Zellen reingehören, kamen mir zwei Dinger entgegen, die eher ähnlichkeit mit Benzinkanistern als mit Batterien hatten. Ich muss die heute mal zum Fotohändler meines Vertrauens tragen um mir sagen zu lassen, was das ist und wo ich es neu bekomme :lol: .

    Ansonsten bin ich dann bald wieder unterwegs.

    Ach ja, wegen VHS-Kursen, Kinobesuche etc... ich hab dafür leider derzeit kein Geld, weil mir auch noch mein Job an der Uni gekündigt worden ist. Aber mir kam grad der Gedanke, dass ich mir sowas ja zum Geburtstag/Weihnachten schenken lassen kann. Meine Eltern wissen ja eh nie, was sie mir schenken sollen, da is sowas doch genau das richtige ;)

    Hallo zusammen,

    danke für die Antworten :) . Du hast Recht Paddy, dein Beitrag hat mich daran erinnert, dass ich mit einem Menschen lebenslang selbst klar kommen muss - mir selbst. Ich möchte deshalb erst lernen mit mir selbst zurecht zu kommen, bevor ich dann andere Menschen in mein Leben treten lasse. Ich möchte nicht den Fehler begehen jemand anders als meine Krücke zu bestimmen, weil ich nicht alleine laufen kann...

    Ich habe mir in dem vergangenen Jahr die Tatsache zu Eigen gemacht, dass meine Heimat in mir liegt. Ich bin nicht mehr an einen bestimmten Ort gebunden. Ich kann überall hingehen. Z.B. macht mir der Gedanke, mit meinem guten Freund zusammenzuziehen in einem fremden Ort, keine Angst mehr. Vielleicht schaffe ich das auch im Bezug auf das Alleinsein. Wenn ich allein zufrieden bin, dann kann jeder Mensch in mein Leben treten.

    Ich hab mal ein paar neue Sachen ausprobiert gestern; neben dem Spaziergang im Wald (mache ich inzwischen täglich, auch wenn es sehr anstrengend ist weil ich immer noch zuwenig esse) habe ich mal weniger Kaffee getrunken - das hat mir echt gut getan. Ich war weniger aufgekratzt. Keine Ahnung warum ich angefangen hab soviel davon zu trinken, jetzt reduziere ich das jedenfalls wieder. Ich würde auch sehr sehr gerne wieder mit Sport anfangen, aber solange ich nicht ordentlich essen kann lasse ich das lieber.

    Und Sabine, danke fürs Drücken... das tut immer gut, auch wenns nur virtuell ist :)

    LG
    Plejaden

    Hallo Lütze, schön dich zu lesen :D . Ich hab in den letzten Tagen wirklich viel geschaut und nachgedacht und was soll ich sagen, du hast recht - ich bin nicht allein. Es haben sich ein oder zwei Wege aufgezeigt, die ich mal ausprobieren möchte; aber erst, wenn es mir wirklich besser geht. Das Problem war bisher, dass ich in Phasen wo es mir gut ging alte Kontakte habe aufleben lassen... die Leute haben sich gefreut wieder von mir zu hören, wir haben was unternommen etc. ... und dann ging es mir wieder schlechter und ich habe alles einschlafen lassen. Das kann man nicht oft mit einem Menschen machen, eh man ihn vergrault hat. Ich möchte es diesmal langsam angehen, damit es nicht wieder so wird.

    Das mit den Linien habe ich mir überlegt, weil ich 1. in der Retrospektive auf mein Leben den Eindruck habe, dass es tatsächlich stimmen könnte und 2. den Gedanken nicht mag, nicht selbst über mein Leben bestimmen zu können. Der Hauptknackpunkt ist meistens: Die Wege, die einen glücklich machen (könnten), sind meistens schwerer gangbar als die "einfachen", die jedoch unglücklich machen. Es war einfacher, bei meinem Ex zu bleiben. Es wäre einfacher gewesen, sich nicht dem Studium zu stellen und statt dessen zu Hause zu verrotten. Es ist schwerer, zu versuchen die Einsamkeit zu überwinden, sie positiv zu sehen und schließlich neue Leute zu finden, als einfach hier sitzen zu bleiben und zu jammern. Generell konnte ich bisher immer sagen - wenns schwer wird, bin ich auf dem richtigen Weg.

    Ich habe gerade das Fenster auf: Heute ist wirklich ein schöner Tag. Ich werde nacher ein bisschen spazieren gehen ;) .

    LG
    Plejaden

    Hallo zusammen,

    heute geht es mir wieder etwas besser, es ist nicht mehr alles ganz so schwarz. Ich weiß, dass es im Moment so is dass sich meine Stimmung jederzeit ändern kann, also versuche ich zu genießen dass es mir gerade besser geht :) . Ich habe ein wenig nachgedacht und gemerkt, so allein bin ich nicht. Jemand meinte gestern zu mir, egal ob hier oder sonstwo im Internet, ich dürfe nie vergessen, dass nicht das Internet oder der Chat mit mir redet, sondern die Menschen dahinter. Die denken an mich, ich denke an sie, und da sind wieder Fäden, die mich mit anderen verbinden.

    Ich werde tun was du vorschlägst doro: wir haben hier überall um uns rum und quasi direkt vor der Haustür viel Wald, wo es wirklich sehr schön ist. Ich hab es schon immer gemocht da herumzuspazieren. Wer mich kennt weiß, das Wetter is mir dabei egal. Mein Problem ist, dass mir im Augenblick einfach eine Energiequelle fehlt. Ich nehme nur und fülle nicht mehr auf, weil ich einfach nicht weiß wie ich wieder auffüllen soll. Vielleicht eben dadurch, dass ich einfach ein paar Minuten still im Wald sitze und die Natur um mich herum genieße.

    Es wird mir auch gerade klar, dass ich wahrscheinlich zu große Erwartungen in die Zeit gesetzt habe, wo er endlich weg ist. Das ist wohl aus meiner Erfahrung mit dem Trockenwerden erwachsen, wo jeder Tag ohne Alkohol ein kleines Wunder für mich ist, das ich mir selbst verwirklicht habe. Ich habe wohl gedacht, dass wird in diesem Falle genauso. Doch nun ist nichts anders, nur er ist nicht mehr da.

    Oliver : Genau solche Gedanken habe ich schon lange. Nichts passiert aus Zufall. Ich habe einfach das Gefühl, irgendjemand zeigt mir durch dünne, fast unsichtbare Linien einen Weg durchs Leben; nur ob ich diesen Linien folge, oder sie ignoriere, liegt an mir. Wenn ich diesen Linien gefolgt bin, war das bisher immer gut für mich. Z.B. mit dem Studium - ich hatte fürchterliche Angst davor, weil er mir damals auch nicht gut ging, aber ich hatte das starke Gefühl das richtige zu tun. Dagegen habe ich mich entschieden, damals trotz seiner ganzen Affairen und Nebenfrauen und Respektlosigkeiten bei meinem Ex zu bleiben.
    Ich bin auch der Meinung, wofür etwas gut gewesen ist erkennt man oft nicht sofort, sondern erst hinterher. Ich bin gespannt, was es in diesem Falle sein wird.

    Ich kann im Augenblick nicht gelassen oder positiv in die Zukunft sehen; das liegt an der Depression die ich gerade habe. Das Einzige worin ich gerade ein bisschen zuversichtlich bin ist, dass ich da wohl wieder raus kommen werde, weil ich erkannt hab dass ich alleine nicht mehr weiter komme und mir Hilfe geholt habe. Alles weitere wird sich dann von selbst ergeben.

    LG
    Plejaden

    Huhu doro,

    keine Angst, das tue ich nicht. Ich will erstmal die Depression überwinden, die macht mir derzeit am meisten zu schaffen und schränkt mich in meiner Handlungsfähigkeit ein. Allein die Tatsache, dass ich nicht mehr richtig essen kann, raubt mir natürlich alle Energie. Ich warte erstmal das Erstgespräch bei der Therapeutin ab. Den Rest mache ich dann Stück für Stück, wenn es mir wieder besser geht.

    Und nein, den Schuh dass er mich bei seinen Freunden schlecht macht zieh ich mir nicht an, keine Bange ;) . Er vergisst ja auch immer zu erwähnen, dass er eiiiigentlich seit Anfang Mai hätte ausziehen sollen - unbedeutende Kleinigkeiten, die eh niemanden interessieren :twisted: .

    Du hast Recht, ich werde versuchen meine Ruhe zu genießen, erstmal mit mir selbst ins Reine kommen. Es wäre nicht gut sich jetzt in eine überstürzte Partnerschaft zu stürzen, nur um wen zu haben. Ein Partner soll das Leben bereichern, und nicht eine Krücke sein, weil ich allein nicht gehen kann...

    Mein einer Freund hatte mir gesagt, ich soll mich auf den Tag freuen an dem mein Ex endlich weg ist und ich meine Ruhe und meinen Frieden habe. Ich fange mal damit an.

    LG
    Plejaden

    Hallo zusammen,

    schön so viele bekannte "Gesichter" zu lesen. Vielleicht habe ich doch nicht alle Fäden verloren, ihr habt an mich gedacht und ich tatsächlich auch oft an euch. Das macht mich glücklich, auf eine seltsame Art und Weise :) .

    Ich hatte letztens einen Satz gelesen (den ich hier aus Copyrightgründen nicht wiedergeben kann, er ist von Foucault) wonach jeder Mensch mal an einen Punkt kommt, an dem er versuchen muss weiter zu sehen, als er sehen kann und weiter denken, als er denken kann, und dass dies durchaus möglich ist. Für mich war es das nicht, weil ich in meinem Käfig gefangen war. Von daher bin ich über die Denkansätze von doro und Emma wirklich dankbar. Die Einsamkeit genießen, zu einem positiven Alleinsein finden... und klar doro, du hast recht, die Leute merken es, wenn jemand depressiv oder traurig ist. Schließlich laufen 80 % der zwischenmenschlichen Kommunikation über die Körpersprache ab.

    Und ja kommal, ich bemühe mich nach Kräften meinen weg geradeaus zu finden. Weil ich gemerkt habe, dass alle Umwege und Ausflüchte mich nur davon abhalten endlich zufrieden und glücklich zu werden. Manchmal kommt man eben allein und in Selbsttherapie nicht weiter...

    Was du geschrieben hast Skye, berührt mich wirklich, es geht mir haargenau genauso. Ich habe nie gelernt wirklich auf andere Menschen zuzugehen und Freundschaften zu knüpfen, weil ich von meinen Mitmenschen von klein auf immer auf die Klappe bekommen habe. Irgendwann passiert dann was mir passiert ist, ich entwickelte so mit 14 Jahren eine schwere Sozialphobie und irgendwann ab Mitte 20 war ich dann allein. Das habe ich nur nie wirklich wahrgenommen, weil ich ja ihn noch hatte. Trotzdem denke ich, dass ich es unterbewusst gespürt habe, denn sonst hätte ich nicht so lange an dieser Beziehung festgehalten.
    Wahrscheinlich habe ich auch viele Menschen um mich herum und sehe es nicht, was du schreibst passt genau auf mich. Ich weiß einfach nicht, wie ein "normaler" (ich mag dieses Wort nicht, ich hoffe ihr wisst was ich meine) Mensch mit seinem Freundeskreis ist, weil ich nie einen hatte. Ich werde nochmal in Ruhe eine Inventur führen, wer denn wirklich noch alles da ist...

    Und summer, Harti und Karsten, danke für die nette Begrüßung :) .

    Ich mein, ich hab sogar zwei sehr gute Freunde, die mir viel bedeuten. Nur leben die beide am anderen Ende der Republik.

    Ich denke was mich so umgehauen hat ist die Tatsache, dass ich vom Opfer zum "Täter" geworden bin. Solange er immer neue Affairen angeschleppt hat und mich respektlos behandelt hat, konnte ich schön vor mich hin leiden und Mitgefühl einheimsen. Doch als ich ihn dann rausgeworfen hab, hab ich die Rollen vertauscht. Und er hat vor ALLEN seinen Bekannten keinen Hehl draus gemacht, wie assozial ich sei ihn "einfach so aus heiterem Himmel" rauszuwerfen. Dabei wollte ich einfach nur meine Ruhe haben, und anhand seiner komischen Anwandlungen habe ich gemerkt, dass er mit der Trennung nicht so klar kommt. Z.B. wollte er ne WG mit mir gründen; oder als ich mir endlich mal ein vernünftiges Bett gekauft hab (ich hatte vorher auf diesem Luftmatrazen-Dingen geschlafen, was zuletzt defekt war) wollte er mit mir darin schlafen. Wie ich es drehe und wende, es war die richtige Entscheidung ihn rauszuwerfen. Auch wenn ich dadurch nun gemerkt habe, wie einsam ich bin...
    Was mich besonders fertig macht ist das Aufräumen. Ich bin damit an sich schon fast durch, aber ich finde einfach ständig irgendwelche Dinge, die mich erinnern... Fragmente der Liebe, die wir einst füreinander hatten. Es tut einfach nur weh...

    Und meine Gedanken drehen noch um ein anderes Thema: Als er mit seinen ganzen Geliebten angefangen hat, das war vor 6 Jahren. Da war ich 24. Hätte ich damals schon Schluss gemacht, mir hätte die ganze Welt offen gestanden... Nun bin ich 30, habe eine 12-jährige Beziehung beendet und stehe vor dem Nichts. Ich habe mein Leben verschwendet...

    Ich mache erstmal kleine Schritte: Die Thera hat sich gemeldet, ich soll nächste Woche nochmal anrufen, weil sie dann ihren Terminplan klar hat. Da ich aber Vormittags Zeit hätte, würde ich wohl bald etwas bekommen.
    Dann will ich bald endlich von daheim ausziehen. Mit oben genannten Freund ist wohl eine WG in Aussicht, er kann mir jedoch noch nicht versprechen, dass es was wird, es hängt davon ab ob er hier in meiner Nähe einen Job bekommt. Er weiß über meine Alkoholkrankheit Bescheid, hat selbst einen schwer alkoholkranken Verwandten und es würde kein Alk in die Bude kommen.
    Derweil durchforste ich schonmal den Wohnungsmarkt um einen Überblick über die Mieten etc. zu bekommen. Leider wurde mir mein Job an der Uni gekündigt, so dass ich mir erstmal einen neuen suchen muss. Ich möchte erst abwarten wie sich meine Stimmung entwickelt (vor allem wegen der Gesprächstherapie), denn im Augenblick schaffe ich es ja schon kaum das Studium auf die Reihe zu kriegen. Aber es ist ein Anfang...

    Sorry nochmal für die konfuse Schreibe, mir geht es im Moment immer noch nicht wirklich gut. Ich gehe nun erstmal bisschen raus, einkaufen und spazieren...

    LG
    Plejaden

    Hallo,

    da bin ich wieder, nach langer Abwesenheit, für die ich ein sehr schlechtes Gewissen habe :( . Nein nein, keine Angst, ich komme nicht wieder weil ich rückfällig geworden bin... Es ist eher so, dass die letzten Monate mir aufgezeigt haben, dass ich alleine bin. Im Folgenden könnte es etwas konfus werden, ich bitte dies zu entschuldigen.

    Nun, seit meiner Abkehr vom Forum lief eigentlich alles gut. Ich hatte einen schönen Sommer, es gab eine Exkursion nach Berlin, die mir viel gegeben hat, ich hab wieder mit dem Inline-Skaten angefangen, fotografiert uvm. Und ich hatte ja noch meine komische, verkorkste Beziehung. Der eine oder andere mag sich erinnern.
    Nun, nachdem mir weiterhin einige Leute zugeredet hatten, habe ich seit Anfang Januar diesen Jahres wirklich wirklich ernsthaft darüber nachgedacht mich von ihm zu trennen. Ich hab auf ein Zeichen von ihm gewartet, das doch noch alles retten könnte, aber das kam nicht. Schließlich hab ich Anfang Mai das Herz in die Hand genommen und die Trennung eingereicht. Es lief alles völlig undramatisch ab, wir sind auch weiterhin Freunde. Ich sagte ihm zu, dass er bei mir wohnen bleiben kann bis er was eigenes gefunden hat.
    Nun, der Sommer kam, es wurde August und - er wohnte immer noch bei mir. Keine Anstalten auszuziehen. Ich wurde immer gereizter, genervter, zickiger, weil er mir schlicht und ergreifend begann auf den Sack zu gehen. Seelisches Gleichgewicht dahin. Wieder redeten mir einige Leute zu, ich solle ihn rauswerfen, von alleine geht er nicht. Ich wartete wieder ab, und oh wunder, nichts passierte. Er hatte allen ernstes vor, einfach wohnen zu bleiben.
    Schließlich zeigte ich ihm dann Mitte August die rote Karte, die er jedoch nicht ernst nahm, und Anfang September machte ich dann ernst. Jetzt kam es zu einem heftigen, hässlichen Streit, in dessen Zuge ich beinahe die Polizei gerufen hätte... Er besorgte sich dann so schnell wie möglich eine Wohnung, und ist nun seit Anfang Oktober weg.

    Was hat das alles mit mir zu tun? Nun, seit dem Streit Anfang September geht es mir einfach nur noch schlecht. Ich leide, ich schmerze, ich kann nicht mehr. Er meint, ich sei eine assoziale Schlampe dass ich ihn einfach so vor die Tür setze. Ich mache mir Vorwürfe... wir haben uns so gut verstanden, und ich tue ihm das an. Ich weiß, das stimmt nicht. Er hätte ausziehen sollen und hatte mehr als genug Zeit dafür gehabt. Ich esse fast nichts mehr, ich weine fast jeden Tag, es tut weh, ich selbst zu sein... Seit er dann ganz weg ist habe ich schließlich gemerkt, dass ich völlig allein bin. Alle meine Bemühungen, Freunde oder Anschluss zu finden, waren vergebens. Und ich habs wirklich versucht, aber nie ist etwas dabei herausgekommen.

    Nun denke ich öfter... wenn ich mich nicht getrennt hätte... wenn ich nicht so gemein zu ihm gewesen wäre... dann hätte ich noch wen. Aber so habe ich niemanden mehr. An der Uni, klar, da bin ich bekannt wie ein bunter Hund. Aber das sind alles nur Bekannte, sie haben alle ihre eigenen Freundeskreise, soziale Umfelder etc. Ich habe alle Fäden zum Leben verloren, es gibt nichts mehr was mich mit dieser Welt verbindet. Ich bin einfach nur in einem Vakuum.

    Aufgrund dieser Tatsache bin ich dann heute tätig geworden... Termin beim Hausarzt, Überweisung für die Psychologin geholt, da auf den AB gesprochen. So kann es nicht weitergehen, und alleine komme ich da nicht raus.

    Aber eine Sache macht mir Mut: In der ganzen Zeit wo es mir so schlecht geht, habe ich nicht ein einziges Mal daran gedacht zu trinken. Alkohol ist keine Alternative mehr. Nichtmal mehr um mich zu betäuben - denn was ich fühle, diesen ganzen Schmerz, auch das bin ich. Und ich will ich sein.


    Liebe Grüße
    Plejaden

    Hallo und danke für die Beiträge! zerfreila, ich denke ich werde die Buckelwale wohl meiner nächsten Bestellung hinzufügen, denn ich bin da auch sehr geneigt. Danke für den Tipp ;) .

    Günter : Im Chat war das gestern nun auch etwas schwierig zu erläutern, drum hier nun ein wenig ausführlicher. Im Prinzip hat doro schon vieles geschrieben, was wichtig ist.
    Du brauchst nur dich und ein ruhiges Plätzchen. Mach deine ersten AT-Schritte am Besten auch noch ohne Zeitdruck - also wenn du weißt, dass du in 10 min. zur Arbeit musst, dat wird nüx. Man kann AT im Liegen oder Sitzen machen, schau einfach was dir besser gefällt. Dann, wie doro schrieb, sieh zu dass Störungen durch Hausgenossen/innen (egal welcher Art) ausgeschlossen sind.

    In der ersten Stufe geht es einfach nur darum den Geist zu "entspannen" und (wie doro wiederum schrieb ;) ) ein wenig störungsresistent zu werden. Richte dich im Sitzen oder Liegen ein, bis du das Gefühl hast, dass es bequem ist. Dann schließ die Augen (wenn du dann Angst bekommst, was passieren kann, dann lass sie einfach offen) und versuche in deinen Gedanken Ruhe einkehren zu lassen. Lass dir Zeit dafür. Die Kunst besteht darin, die ganzen Gedanken an den Alltag zwar zuzulassen, aber auszublenden. Ich stelle mir immer vor, dass die Gedanken wie Wolken am Himmel vorüberziehen. Ich höre sie, aber sie tangieren mich nicht.

    Wenn du das Gefühl hast, dass deine Gedanken halbwegs zur Ruhe gekommen sind, dann beginne damit dir deinen Ruheort vorzustellen. Darüber haben wir ja im Chat geredet: Das ist dein persönlicher Ort, den du mit Ruhe und Frieden verbindest. Er kann ein real existierender Ort sein, oder einer aus deiner Phantasie, völlig egal. Ein stiller Bergsee, vielleicht eine schön ausgeleuchtete Grotte, in der man nur leise Wasser tröpfeln hört, ein Kornfeld, über das leise der Wind streicht... jedem das Seine. Versuche die Ruhe dieses Ortes in deinen Geist aufzunehmen und unterstütze dies durch ein paar kurze Worte. Z.B. "in mir sind Ruhe und Frieden" oder "ich bin ganz ruhig". Versuche dich darin zu versenken.

    Diese Übung solltest du eine oder zwei Minuten durchhalten (gerne länger), wenn du das Gefühl hast, dass du genug hast, dann kommt die Rücknahme: Bevor du die Augen wieder öffnest, spanne deine Muskeln ganz bewusst an, dehne und strecke dich, schnaufe tief durch, dann öffne die Augen. Ansonsten könntest du dich einige Zeit etwas... verpennt fühlen.

    Irritationen sind vor allem am Anfang normal. Die Nase juckt, die Lider flattern, Muskeln zucken, du musst irgendwie immer schlucken und meinst jede Stecknadel fallen hören zu können - völlig normal. Das ist kein Grund zur Frustration und legt sich, je mehr Übung du hast.

    So das ist erstmal alles was mir einfällt. Wenn du meinst, das alles recht gut drauf zu haben, frag einfach nach Stufe zwei ;) . Ach ja: Die Übung solltest du mindestens zweimal, besser dreimal am Tag machen. Wie es in deinen Alltag passt.

    LG
    Plejaden

    Guten Abend zusammen,

    zur Entspannung noch ein Thread von mir :lol: . Da das Thema heute abend im Chat auf große Resonanz gestoßen ist, möchte ich auf Anregung von einigen Teilnehmern eine Erfahrungsaustausch eröffnen. Fragen sind natürlich auch willkommen.

    Ich selber mache regelmäßig Autogenes Training; dabei handelt es sich gleichzeitig um eine körperliche wie auch geistige Entspannung, bei der man auch seinen Körper besser kennenlernt. In mehreren Stufen lernt man, sich immer tiefer zu entspannen, wenn man eine Stufe gut hinkriegt kommt die nächste dran.
    Zunächst lernt man geistig abzuschalten, den Alltag für ein paar Minuten auszublenden und sich selbst einen Ruheort zu erschaffen. Diese erste Phase ist erfahrungsgemäß die Schwerste, weil es am Anfang schwierig ist, den Alltag mal für einen Moment hinter sich zu lassen. Auch drängen sich Ablenkungen noch gerne ins Bewusstsein (vor allem Geräusche).
    Hat man diese Stufe halbwegs drauf, geht es an die körperliche Entspannung und auch Bewusstwerdung: Durch Schwere- und Wärmeübungen werden zunächst die Gliedmaßen entspannt (und mit ihnen auch der Geist - so kommt es mir zumindest vor), man lernt bewusst seinen Atem kennen und dringt schließlich auch zu Kopf und Bauchhöhle vor.

    Allerdings eignet sich Autogenes Training nur dann zur "akuten Stresskrisen-Intervention", wenn man es vorher schon einige Monate praktiziert hat. Ansonsten hat man einfach keine Routine und wird von der Stress-Situation selbst zu sehr abgelenkt. Also: Ihr habt grad keinen Stress? Dann ist es die ideale Zeit mit AT anzufangen.

    Gelernt habe ich AT durch ein Buch, auch wenn das nicht empfohlen wird. Besser soll es sein einen Kurs zu besuchen, z.B bei einer örtlichen Volkshochschule, einem Sportverein oder dergleichen. Das habe ich im Sommer vor, wenn es abends wieder länger hell ist.

    Ich hoffe meine knappe Einführung war Anregung für Euch selbst etwas zu schreiben, denn es gibt noch viiiiel mehr Entspannungsmethoden. AT muss nicht für jeden etwas sein, derjenige findet dann sein Glück bei etwas anderem. Und wer Erfahrung mit etwas anderem gemacht hat kann dies hier natürlich sehr gerne berichten :D (Progressive Muskelentspannung, Yoga, Tai Chi, Meditation....).

    Über Antworten, Anregungen, Fragen und auch Verbesserungen freue ich mich. Und nun gehe ich ins Bett, entspannt schlafen 8) .

    LG
    Plejaden

    Guten Abend und danke für die Feiertagswünsche :D . Die Familie hat mich ziemlich in Beschlag genommen, aber nun hab ich wieder etwas mehr Zeit. Weihnachten eben :roll: .

    Alles in allem hab ich ruhige Feiertage verbracht; nach dem Stress an der Uni in den vergangenen Wochen rumgegammelt, spazieren gegangen, gelesen, mit meinem Freund zusammen sein neues Spiel gespielt und die Filme geguckt, die ich zu Weihnachten gekriegt hab. Ein paar ruhige Tage eben 8) .

    Es hat mir auch gut getan, dass ich mich noch mehr als letztes Jahr vom Alkohol ferngehalten habe. Habe mich gleich nach dem Essen bei meinen Eltern an Heiligabend wieder zurück gezogen, damit sie sich alleine betrinken können. Am ersten Feiertag hatten sie dann so einen Kater, dass sie gar nichts getrunken haben, also habe ich den ganzen Abend mit ihnen verbracht. Meine Schwiegereltern haben mir zuliebe nur sehr wenig getrunken. Allerdings durfte ich mir von Schwiemu eine von den berühmten Geschichten anhören "sie kenne da einen, der habe eine Therapie gemacht und könne nun wieder normal Alkohol trinken". Gut. Ich bin aber nicht dieser eine ;) .

    Silvester werde ich allein zu Hause feiern, bzw. nicht allein, denn ich werde im Chat sein :D . Nach meinen Erfahrungen vom Vorjahr werde ich den Fernseher diesmal auslassen und statt dessen Musik hören.*

    So ich werde nun in den Chat huschen und wünsche einen schönen Restabend, bis morgen!

    LG
    Plejaden

    *Für alle, die es nicht gelesen haben: Ich habe letztes Silvester eine von diesen Silvestersendungen im TV geguckt und dann kurz nach Mitternacht Suchtdruck gekriegt. Darum - kein TV diesmal.

    Guten Tag zusammen,

    ich möchte mich erstmal bei allen entschuldigen, die einer Antwort geharrt haben... Es tut mir sehr leid dass ich euch hab warten lassen :oops: . Mein langes Fortbleiben hatte keine dramatischen Gründe, keine Sorge: Ich bin weiterhin trocken, sorge mich jeden Tag um meine Trockenheit und auch um mich!

    Warum ich aufgehört habe zu schreiben; es war so ein Mischmasch aus mehreren Dingen. Zum Einen hat sich mein Tagesrhythmus verschoben, ich bin mit einem Mal immer sehr früh müde geworden (so um 20 Uhr teilweise :shock: ) und dann morgens um 5 oder 6 Uhr wieder wach. Hab dann versucht mein Forenschreiben dem veränderten Rhythmus anzupassen, aber irgendwie hab ich feststellen müssen: Computern am Morgen ist nix für mich.
    Dann hatte ich auch noch Stress an der Uni, keinen negativen Stress im Sinne von Überforderung, sondern sehr viel zu tun. Das ist aber nun auch vorbei, zum Glück :lol: .

    Vielleicht war auch noch ein Hauch von Perfektionismus dabei: Ich verwende immer recht viel Sorgfalt für meine Beiträge und irgendwie wollte ich sie nicht im Halbschlaf vor mich runter schreiben.

    Wie dem auch sei, ich möchte mich nun wieder regelmäßig beteiligen ;) . Den Zeitpunkt jetzt, zu Weihnachten, habe ich sehr bewusst gewählt. Ich weiß aus meiner Erfahrung aus dem letzten Jahr, dass ich nun emotional immer wackelig auf den Beinen bin - und somit auch was meine Trockenheit angeht. Nein, Saufdruck hatte ich keinen, aber ich möchte mich ein wenig stabilisieren, hier auftanken, um es nicht soweit kommen lassen. Denn ich weiß: Wenn ich Saufdruck bekomme, habe ich bereits vorher etwas falsch gemacht.

    In diesem Sinne möchte ich es ganz unperfektionistisch einmal dabei bewenden lassen und ich denke, ich melde mich später noch einmal wieder. Möchte mich nun ein bisschen hier durch lesen....

    LG
    Plejaden

    So ich mal wieder. Ich kriegs im Moment irgendwie nicht gebacken hier zu schreiben... war heute tatsächlich um 5.30 Uhr wach, aber bin dann meist zu müde. Irgendwie mag ich es nicht direkt nach dem Aufstehen auf den Bildschirm zu gucken :roll: .

    Ansonsten geht es mir prima, auch wenn sich das Semester dem Ende zuneigt. Ich kümmere mich gerade um das obligatorische Beratungsgespräch um mich umschreiben zu lassen, es ist ein ziemliches Chaos, wer ist für was zuständig? Das Übliche eben :lol: .

    Trocken überstanden habe ich die Geburtstagsparty meines Vaters am Samstag. Ich hab mich zum Kaffeetrinken gezeigt und mich dann verzogen, trotz massivem Protests der Verwandtschaft. Ja, die wissen dass ich trocken bin und nein, sie wollen nicht verstehen warum ich deshalb keinen Kontakt mehr zu Alk will. Und als das Gegröhle und Gekreische unten immer lauter wurde war ich froh in meinem eigenen Reich zu sein ;) .

    So ich mache es mir jetzt bequem. Wetten werden noch angenommen wann ich heute müde werde. Ich sage: 21 Uhr.

    LG
    Plejaden

    Huhu,

    ja es geht mir gut, allerdings kriege ich das grad mit dem Schreiben nicht so geregelt. Ich muss mich erst daran gewöhnen das morgens zu machen, irgendwie verpeile ich das immer :roll: . Dass ich jetzt noch wach bin ist echt die Ausnahme, und das nutze ich auch sofort wie ihr seht ;) .

    Ich werde mir morgen früh mal aaaalle Mühe geben und es schaffen. Ich wette wenn ich mich dran gewöhnt habe morgens zu schreiben bin ich wieder Abends länger wach :lol: .

    LG
    Plejaden

    Hallo André,

    herzlich willkommen im Forum ;) . Kämpfen gegen den Alkohol hat viele Aspekte. Viele frisch trockene Alkoholiker begeben sich in Situationen, in denen sie mit Alkohol und trinkenden Menschen konfrontiert werden. Sie lehnen "ein Gläschen in Ehren" ab und fühlen sich danach ungeheuer stark. In Wirklichkeit kämpfen sie gegen den Alkohol, und diesen Kampf verlieren sie auf lange Sicht.
    Oder jemand hört auf zu trinken, behält jedoch sein negatives Umfeld bei - eine destruktive Beziehung, ein Job der ihn quält. Und wundert sich immer wieder über Suchtdruck. Auch hier - Kampf gegen den Alkohol.

    Ich denke bei dir hat es einfach *Klick* gemacht ;) . Dafür braucht man mitunter ein paar Wochen oder Monate. Irgendwann kommt einfach der Moment. Ich hatte ein solches Klick auch. Trotzdem quälte mich noch ein paar Wochen lang eine ähnliche Unruhe wie du sie beschreibst. Aber die ist dann weggegangen. Du musst nur hartnäckig bleiben und deine neu gewonnenen Gedanken immer wieder der Unruhe und den nassen Gedanken entgegen setzen. Und natürlich, ganz wichtig und wie kommal schrieb, Situationen erkennen wo du früher gesoffen hast und die meiden oder ausschalten. Das bedeutet auch nicht mehr kämpfen.

    Letztendlich muss sich Routine einstellen. Du hast wahrscheinlich jahrelang getrunken. Dann kannst du von deinem Geist nicht verlangen, dass nach ein paar Wochen Abstinenz sofort alles rund läuft ;) . Denk immer daran: Dein Körper braucht den Alkohol nicht mehr, der ist entgiftet. Es ist alles in deinem Kopf. Niemand zwingt dich zu trinken, wenn du das nicht willst.

    LG
    Plejaden

    Guten Morgen,

    gestern war es wie angekündigt stressig, aber schön :D . Ich war zuerst arbeiten bis 11.30 Uhr, danach noch in der Bibliothek lesen und bin anschließend wieder dorthin gefahren, wo ich am Freitag schon war - für meinen Text wollte ich vor dem Original einige Notizen machen. Und auch hier wieder: Normalerweise hätte mir das Angst gemacht. Das Gelände ist mit hohen Zäunen umgeben, man steht vor einem Tor, muss klingeln. Dann zwischen nicht einladend aussehenden Gebäuden herumlaufen. Das hätte mir die totale Panik verpasst früher. Doch gestern war mir nur ein wenig mulmig zumute, mehr nicht.
    Ich habe dann noch eineinhalb Stunden gearbeitet und bin dann wieder heim. Bin sehr zufrieden wie der Tag gelaufen ist.

    Yvonne : Ich glaube du schreibst im geschlossenen Bereich, deswegen hoffe ich du liest mich hier: Ich denke heute an dich ;) .

    Oliver : Ja genau, du hast Recht. Niemand zwingt mich Alkohol zu trinken, ich habe es selbst in der Hand. Ich bin nicht darauf angewiesen, dass jemand von außen gnädig mit mir ist.
    Natürlich suggeriert mir der Saufdruck dass ich trinken "muss". Aber ich weiß ja, dass dem nicht so ist.

    Ich hoffe, dass ich heute den Text fertig kriege und zum Korrekturlesen verschicken kann. Dann habe ich ihn hoffentlich morgen Mittag fertig und somit Wochenende.

    LG
    Plejaden

    So, da bin ich also nun morgens. Also: Guten Morgen :lol: . Am Montag war der Tag in die Woche recht zäh, die Minuten auf der Arbeit wollten so gar nicht rumgehen. Ich war froh als es endlich wieder nach Hause ging.

    Gestern hatte ich meinen freien Tag, hab ihn mit meinem Freund verbracht. Schön gefrühstückt, einen Spaziergang gemacht (das allerdings alleine - er ist nicht so fürs spazieren gehen), aufgeräumt, gelesen, mit ihm ein Computerspiel gespielt.

    Heute wirds dafür wieder ein wenig stressig, der Text für die Autorenschaft muss in Kürze abgegeben werden. Werde wohl bis 17 Uhr oder so unterwegs sein, mal schauen. Aber ich weiß ja: Das Wohlgefühl stellt sich ein, wenn ich die Aufgabe geschafft habe 8) .

    Letztens habe ich einen Satz bezüglich Saufdruck gelesen, der mir doch einigen Mut gemacht hat. Er ist eigentlich völlig logisch: Selbst wenn ich Saufdruck bekomme ist es egal, denn ich will nichts trinken und bin froh nicht mehr trinken zu müssen. Klar, ich unterschätze Saufdruck auf keinen Fall :shock: . Aber andererseits ist da auch was Wahres dran - selbst wenn ich Saufdruck habe muss ich nichts trinken. Denn - sobald mein Körper entgiftet ist braucht er keinen Alkohol mehr. Dann ist alles nur in meinem Kopf, das dafür aber ein Leben lang...

    LG
    Plejaden

    Guten Morgen Diana,

    erstmal willkommen im Forum. Eine Antwort darauf ob dein Freund nun wieder trinkt oder ob die Symptome darauf hindeuten könnten wird dir hier niemand geben können. Nach 20 Tagen eine Veränderung zu erwarten ist jedoch tatsächlich reichlich früh. Und - ein nüchtern gewordener Alkoholiker wird sich nur dann besser fühlen, wenn er sich besser fühlen will. Wenn er mit zusammengebissenen Zähnen Frau und Kind zuliebe auf den Alk verzichtet dann kann sich kein Wohlgefühl einstellen.

    Auf keinen Fall solltest du anfangen ihn zu kontrollieren, nach leeren Flaschen zu suchen, dich anhauchen zu lassen etc. Dein Leben sollte sich um dich und deine Tochter drehen, nicht um ihn und was er tut oder nicht tut.

    Hast du dir schon überlegt wie du deine Konsequenzen wahr machen willst, sollte er doch wieder trinken? Es ist wichtig dass du angesagte Konsequenzen wahr machst, sonst wirst du von ihm immer weniger ernst genommen werden.

    LG
    Plejaden