Hallo Ihr Lieben,
bin mal wieder da... Weniger weil ich konkrete Fragen habe, eher fühle ich mich momentan... ja wie fühle ich mich eigentlich?- merkwürdig, unsicher, traurig
Es war nicht ganz einfach mein Leben zu leben, aber ich hab es versucht- und es ging irgendwie. Mal mehr, mal weniger gut- wie das halt so ist bis sich alles gefestigt hat.
Wir waren auf Wohnungssuche, haben aber bisher noch nichts für uns passendes gefunden- suchen halt was annähernd perfektes für den Krümel der Ende Januar geboren wird. Na gut, ist in Ordnung, wollten ja auch nicht flüchten, wenn ihr wißt wie ich das meine, und mittlerweile geht es erst mal nicht mehr- möchte nicht dass mein Mann alles allein machen muß. Also hatten wir unsere Auszugspläne verschoben aber nicht aufgehoben. Das ging auch, da ich es irgendwie geschafft habe mich von meinem Vater zu distanzieren, mir eine "mach was du willst" oder "scheißegal stimmung" zu zulegen. Kann ihm ja eh nicht helfen.
Jetzt ist es leider so, dass ich unser Auto zu Schrott gefahren habe, Totalschaden
!
Und unser Geld erst mal für ein neues herhalten muß,- also ade Auszugspläne! Zumindest für längere Zeit.
Ich weiß nicht wie ich das alles finden soll, einerseits fühle ich mich hier überwiegend wohl, und sicher ist es auch nicht verkehrt anfangs Hilfe mit dem Krümel zu haben durch meine Mutter, wir sparen ordentlich Geld durch Miete die wir nicht zahlen müssen und müssen auch unsere so schön gewordene Wohnung nicht schon wieder verlassen, zudem muß ich nicht auf meine Mutter verzichten. Müßte ich ja auch dann nicht, aber so ist es schon was anderes.
Mein Problem besteht darin, dass ich das Gefühl habe dass mein Vater mal wieder "gewonnen" hat. Sich vielleicht in Sicherheit wiegt. Die Drohung auszuziehen wenn er nichts ändert, bzw. sich keine Hilfe sucht ist leider durch die momentanen Umstände zu einer leeren Drohung geworden. Und ich hatte mir so fest vorgenommen das mir das niemals passiert.
Es tut mir nach wie vor sehr weh meinen Vater in trunkenem Zustand aus dem Weg zu gehen, zu mißachten, mich zu distanzieren- aber wie schon gesagt es geht irgendwie. Verstehe nur immer noch nicht warum es ihm scheinbar so schwer ist, seine Krankheit als Krankheit anzuerkennen und nicht als Charakterschwäche und sich Hilfe zu holen. Das will mir einfach nicht in den Kopf!!!!
Müssen wir uns jetzt in die "Schuldenfalle" stürzen, ausziehen, nur damit meine Drohung keine leere Drohung wird?
Muß/ Soll ich meinen Vater "informieren" warum wir nun erst mal doch nicht ausziehen obwohl sich nichts geändert hat?
( Mal so nebenbei: er entwickelt sich scheinbar zu nem "Phasentrinker". Mal trinkt er, mal länger nicht. Nur merke ich es ihm kaum noch an, bzw. bin mir total unsicher, ob er was intus hat oder nicht, da er sich nicht volllaufen läßt und bisher noch nicht wieder abgestürzt ist. Wahrscheinlich hält er seinen Spiegel, nur sehr gering..!?
Das verkompliziert mein Nähe/ Distanz Verhalten etwas, da ich es eben nie sicher weiß. Vorsichtshalber bleibe ich dann doch auf Distanz.
Jetzt habe ich so vielgeschrieben...
Aber es tat ganz gut 
Hoffe wieder auf hilfreiche Antworten, Ratschläge von euch länger Trockenen!
Ganz liebe Grüße Anna