Hallöchen ihr zwei!
Steffi :
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Ich weiß ja mittlerweile, dass ich einen totalen Donner hab
Mit dem Spruch hast du mir eben den Tag gerettet, Steffi
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Also, was mich an dem Buch auch ein bisschen enttäuscht hat, war, dass nicht richtig gezeigt wird, wie man was dran ändern kann.
So gehts mir eben auch. Ich hab ja nicht erwartet, eine "Und so lösen Sie ihr Problem in 10 Tagen"-Strategie auf dem Silbertablett serviert zu bekommen (wobei, geschickt wärs ja schon 8)), aber hätte mir gewünscht, noch ein bisschen mehr rausziehen zu können.
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Zum Glück hab ich irgendwann mit dem Schmarn aufgehört
Und wie geht das? Schätze mal, es reicht nicht, wenn ich das jetzt auch beschließe 
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Haste wieder was Spannendes vor??
Nein, hatte ich so gar nicht. Am Freitag war ich nur kurz mit ner Freundin nen Kaffee trinken und hab über Unwichtiges gequatscht. Samstag war ich den ganzen Tag in meiner Heimatgegend unterwegs und war abends dann zu fertig um wieder in meinen Studienort zu fahren. Da hab ich mich dann bei meinen Eltern aufs Sofa gehauen und die halbe Nacht ferngesehen. Bis ich am Sonntag dann wieder in meinem Studienort war, wars schon Abend. Und dann wurds etwas stressig, weil ich eigentlich den ganzen Sonntag für Unikram eingeplant hatte, für den jetzt nur noch der Abend blieb. Ja, ja, wenn man schon so in die Woche startet
Hab aber soweit alles ganz gut rumgekriegt. Blöderweise fühl ich mich aber schon wieder nicht so ganz fit. Bei uns geht grade schon wieder was an der Uni rum und meine Unifreunde sind alle schon krank
Ich trink auch schon wieder ganz fleißig Tee und schon mich grade heute Abend bei diesem Date mit mir selbst 
@Marya:
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vor allen, dass Du so viele Leute an der Uni kennst und einige schon weiter sind...
Das liegt aber nicht daran, dass die die totalen Überflieger sind und ich der kleine Idiot bin. Die studieren nur eben in der durchschnittlichen Zeit und ich aus diversen Gründen etwas länger....
1. weil ich anfangs überhaupt keine Ahnung hatte, wie man Stundenpläne zusammenstellt. Zugegebenermaßen hat mich die Studiererei auch gar nicht intressiert und ich bin darum auch nicht auf die Idee gekommen, nen Blick in die Prüfungsordnung zu werfen, nen Dozenten zu fragen oder die ganze Geschichte überhaupt in irgendeiner Form organisiert anzugehen. Ja, frisch von der Schule weg hat man sich halt erstmal über soviel Freiheit gefreut...
2. war ich recht häufig krank und hab so allein zwei Prüfungszeiträume nicht nutzen können
3. bin ich mit mir selbst überhaupt nicht zurecht gekommen und hatte dann heftige Durchhänger, in denen ich gar nix mehr gepackt hab
4. und kürzlich hatte ich noch das Problem, dass eine Vorlesung, die ich gebraucht hätte, in dem Semester einfach nicht angeboten wurde.
Ja, und zudem wollte ich das ganze Studium ungefähr 3 Mal ernsthaft schmeißen, weil ich mir sicher war, es einfach nicht hinzubekommen.
So braucht eben jeder seine Zeit. Ich habe auch Bekannte, die haben nach mir angefangen zu studieren und waren vor mir fertig. Die waren eben vorher schon mit sich im Reinen, hatten ihr Leben schon im Griff und Pläne für die nächsten 5 Jahre. Mit dem Langzeitpartner zusammen ziehen, Studium durchziehen, heiraten, Kinder kriegen, ...
Aber offen gesagt: ich kann jetzt schon sagen, dass ich alles richtig gemacht hab
Wenn ich mir anschau, wie und wer ich vor anderthalb Jahren war und wie es mir im Vergleich dazu heute geht - da liegen Welten dazwischen. Und da bin ich einfach froh, dass ich mein Studium nicht durchgeknüppelt hab, sondern mir die Zeit genommen hab, mir über alles mögliche klar zu werden. Und jetzt hab ich auf jeden Fall alles besser im Griff und werd so auch im Job die bessere Figur machen 
Ah, da fällt mir ein: ich habe mich gestern erst mit einer Bekannten unterhalten, die sogar noch länger studieren wird als ich. Natürlich hatten wirs auch davon, dass wir unser Studium jetzt endlich mal abschließen wollen. Sie meinte dann noch (hinsichtlich ihrer langen Studiendauer): das hätt ja auch alles anders laufen können, aber da ging halt ne Beziehung in die Brüche und dann war sie noch beim Psychologen und ach, überhaupt. Das wäre nämlich schon wichtig, dass da sonst alles stimmt...
Zum einen hat sich da bestätigt, was ich schon länger geahnt habe, nämlich dass dieser kleine Mensch auch einen großen Packen Probleme in der Gegend rumschleppt. Zum anderen hat das aber auch mich irgendwie bestätigt, weil das hieß: wenn du Probleme hast, ist es verständlich, dass das mit dem Studieren nicht so hinhaut.
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So wirklich arbeiten daran ist verdammt schwer, weil man das meistens in so einer Situation es schon wieder nicht bewusst hat.
Das stimmt schon. Aber wenn man sich dieses Verhalten vorher schonmal bewusst gemacht hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit dazu auf jeden Fall wesentlich höher, als wenn es einem überhaupt nicht klar ist
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Da denke ich mir echt, der Wahnsinn, wie sehr sich das ganze auswirkt...
Das finde ich auch immer wieder erschreckend...
Mir ist heute noch aufgefallen, dass ich schon wieder "vergesse", mir irgendwas Gutes zu tun. Wie eben, da dudelte hier noch der Fernseher, nebenher bin ich ein bisschen durchs Netz gesurft. Und musste erst irgendwo was über irgendjemandes Lieblingsbeschäftigungen lesen und denken, au ja, da hätt ich auch mal gern wieder die Zeit dazu, lesen! Bei dem schlechten Wetter aufs Sofa kuscheln, Wollsocken und Duftkerzchen an, was Leckeres zu trinken und dann schmökern
Bis ich dann dachte: ähm, mal langsam. Was zum Kuckuck tu ich denn da eigentlich?? Wieso lass ich mich denn von diesem nervigen Fernseher volldudeln, statt mir mein Buch zu schnappen und es mir gemütlich zu machen? Manchmal bin ich echt doof
Denn wie heißt das noch so schön, man muss sich die Zeit nehmen, um sie zu haben.
Ich hab auch erst vorhin sinniert wie das war, als ich meine Haustierchen recht frisch hatte. Da hab ich mir freilich Zeit genommen, für deren Auslauf und damit für mich. Da saß ich bei meinen Flitzern, hab ihnen zugeschaut, sie bespaßt, nachgedacht, gelesen. Und überrascht festgestellt, wie toll das ist. Und spontan an Michael Endes "Momo" gedacht. Wenn ich mich recht entsinne, sitzt da ein Mann jeden Abend eine Stunde am Fenster, denkt über den vergangenen und den kommenden Tag nach und genießt einfach nur die Zeit. So war das. Mein kleines Zeitfensterchen jeden Tag. Das hat sich geändert, bei dem Mann im Buch wie bei mir. Weil ich irgendwann nicht mehr diese ganze Zeit "unnütz" vertun wollte, sondern nebenher Internetkram erledigen oder den Fernsehr laufen lassen wollte. Was für ein Quatsch. Grade dadurch wurde es dann wieder so hektisch und ungemütlich. Na jedenfalls: jetzt so ganz ohne meine Haustiere ist es noch schwerer, diese Zeit für mich selbst aufzubringen, weil ich es einfach vergesse. Gelegentlich fällt es mir dann wieder auf und ich kann nur den Kopf über mich schütteln. Hm, ich glaube da hat es dann auch mit meinen Spaziergängen angefangen. Die haben mir meine abendliche Stunde ersetzt.
Das WG-Leben fasziniert mich übrigens immer noch. Vor allem einer unserer neuen Mitbewohner scheint ganz ähnliche Eigenarten zu haben wie ich. Neulich hatten wir eine Diskussion geführt, da ist mir das aufgefallen. Es ging jedenfalls um zuviel Nachdenken. Er kenne das von sich selbst, manchmal wird er tagelang richtig unsozial, lässt sich kaum noch blicken und steckt denkenderweise in seinem Zimmer. Bis er sich dann irgendwann sagt, dass ihm das nicht gut tut und er sich wieder zur Gruppe gesellt.
Und da fällt mir noch was ein. Ich hab mich ja schon häufiger darüber gewundert/beschwert, dass meinen Eltern nicht auffällt, wenn es mir schlecht geht. Offenbar ist ihnen jetzt aber aufgefallen, dass es mir gut geht, also auf jeden Fall besser als früher. Am Wochenende war ich ja wie gesagt bei meinen Eltern zu Hause, dort hab ich irgendwann ein bisschen hier vom WG-Leben erzählt. Bis mein Vater sich äußert. Sinngemäß war es so etwas wie, dass das wohl das Richtige für mich sei, oder aber das vorher nicht ganz das Wahre, irgendwas in der Richtung. Solche Feststellungen sind für meinen Vater schon mehr als nur untypisch. Dann meinte er noch, ich wäre irgendwie so locker und gut drauf. Und er hat recht: wie ich früher gewohnt habe, das war ganz und gar nicht das Richtige für mich. Denn da, und deswegen ist mir das eben eingefallen, hatte ich viel zuviel Zeit zum Nachdenken. Jetzt grübel ich weniger. Das liegt einerseits daran, dass ich einige Antworten schon gefunden habe, andererseits aber auch daran, dass hier so viele Menschen sind, mit denen man Filme guckt oder Gesellschaftsspiele ausgräbt.
Ich kleiner Eigenbrödler verkrieche mich immer noch ganz gerne und hacke hier Beiträge ins Forum ;), sinniere oder setz mich einfach mal allein vor den Fernseher, wenn mir nicht nach Gesellschaft ist. Aber im Gegensatz zu früher sind hier eben immer Leute verfügbar, sollte mir wieder nach Gesellschaft sein. Und ich glaube das Verhältnis ist auch recht ausgewogen, zumindest wird sich hier keiner beschweren können, dass man mich nie zu Gesicht kriegt. Höchstens darüber, dass ich mich zu wenig in Diskussionen einmische. Aber irgendwann kommt das auch noch 
Okay, nachdem ich jetzt seitenweise zusammenhanglose Romane geschrieben habe, werd ichs damit für heute erstmal gut sein lassen
Jetzt bin ich auch glatt zu müde geworden zum Lesen, aber das vertage ich dann eben auf morgen. Nur ein letzter Kommentar noch: so klingt mittlerweile übrigens ein Beitrag, nachdem ein Tag absolut sch**** war 
Beste Grüße und nicht vergessen: es geht schon wieder Richtung Wochenende!