Huhu Steffi!
Uff, war ja klar, ich habs direkt wieder verschrien. Heute hatte ich eine Unterhaltung mit meinem Vater. War selbstredend von vornherein aussichtslos, aber diese Selbstgefälligkeit, mit der er sein falsches Tun verteidigt, und diese Skrupellosigkeit samt fehlendem Unrechtsbewusstsein hat mich doch sauer gemacht. Fakt ist aber, dass ich selbst Schuld bin. Klingt jetz alles sehr mysteriös, ich weiß
Folgendes: wir hatten vom Festival noch Bier über, das noch im Kofferraum verstaut war. Wohlgemerkt nicht mein Bier, sondern das eines Freundes. Klar, was macht mein Vater? Macht sich über das Bier her. Als ich ihn mit der ersten Dose gesehn hab, hab ich ihn noch gebeten, die Finger davon zu lassen, weil es nicht meines und erst recht nicht seines ist. Ich wollte das restliche Bier wegräumen, hab das aber mit der Zeit wieder vergessen. Heute Nachmittag seh ich ihn wieder mit ner Dose. Auf meine Nachfrage hin krieg ich zu hören, dass das das letzte war, Palette leer
So hab ich geguckt und mich erstmal danach erkundigt, ob das sein Ernst wäre. Sicher. Ob er sich noch dran erinnert, dass ich ihn gebeten habe, es nicht zu trinken. Natürlich. Und ob ich ihm nicht gesagt hätte, dass das nicht meines war, sondern das meiner Freunde? Doch, doch. Prima, und was sagen ich denen nun? Ach, er bezahlts doch.
Das ist aber verdammt noch mal nicht der Punkt! Hast du gar keine Skrupel mehr, dich sogar über fremder Leute Sachen herzumachen?... Folgendes hab ich heute dazu gelernt: was sich in seinem Auto befindet, gehört ihm. Das könne ich gerne recherchieren, das is so. Außerdem kriegen sie ja das Geld und können Neues kaufen. - Wenn sie aber nun nicht irgend ein neues, sondern eben genau dieses Bier wieder wollen? Das haben sie schließlich sonstwo in Österreich besorgt. - Was in meinem Auto liegt, gehört mir auch...
Wie nett, is sich mein werter Alkoholikervater sogar schon zu fein, sein eigenes Bier zu kaufen. Dafür hab ich ihn seither wieder nicht mehr gesehen, erst hat er hier gepennt, dann is er verschwunden.
Ja, schon wieder gibts Geschenke
Wobei ich mir grade ehrlich gesagt nicht sicher bin, ob es den Aufwand wert ist... Sagen wir so, wenn ichs nicht ohnehin für mich machen wollte, hätt ichs längst geschmissen. Eben hab ich noch überlegt, was ich von der Person bekommen habe, also die Rechnung würde nicht aufgehen. Glücklicherweise bin ich niemand, der Geschenke aufrechnet. Aber grade heute bin ich doch latent verärgert wegen dieser Person. Ich sags ja, kaum haben die Mädels mal nen Freund, werden sie exakt so, wie sie nie werden wollten
Obwohl ich schon keine Lust mehr drauf habe, melde ich mich brav in regelmäßigen Abständen und frag, was so los is, schlage dies, das und jenes vor, obwohl ich praktisch nie eine Antwort drauf bekomme. Frei nach der Definition ein Freund = jemand, den du nachts um halb drei anrufen kannst, hat sich die Freundschaftskiste erledigt. Was hab ich denn davon, wenn ich berichte, dass es mir sch***e geht und ne Woche später trudelt eine SMS ein, ob ich Lust hätte baden zu gehn!? Prima, ver.....en kann ich mich auch alleine. Ein Glück habe ich andere Menschen, die ich mitten in der Nacht anrufen kann. Nun gut, zur Freundschaft taugt das so nicht mehr, aber alles andere is auch nix. Man sieht sich alle paar Jubeljahre, ich erkenn sie kaum wieder, die Unterhaltung stockt. Schade, aber anscheinend nicht zu ändern 
So, genug "Frust" losgeworden für heute. Langfristig konnte mir beides nicht die Laune verderben. Das erledigt akutell quasi mal wieder der Gesundheitszustand
Nun ja, ich lebe noch, also werden wir mal nicht melodramatisch. Danke für Erfolg-, Geduld- und Ausdauerwünsche
Aber soo viel Arbeit ist das glaub ich gar nicht. Der Feinschliff wird sicherlich wieder am längsten dauern - elender Perfektionismus
Im Prinzip tippe ich nur meine Aufzeichnungen ab und übersetz sie derweil quasi in "Romanform", soll sich ja doch halbwegs unterhaltsam lesen lassen und nicht nur Gedankenstütze sein. Das ging mir bislang ziemlich leicht von der Hand, macht aber ja auch ungeheuren Spaß. Und da der ganze Trip schon ein paar Jahre zurück liegt und ich ein relativ miserables Gedächtnis hab, is es spaßig, das alles mal wieder zu lesen. Ab und an noch ein Bildchen in den Text, das mir spontan zu den Szenen wieder einfällt, und gut is. Erhebt ja keinen Anspruch auf Vollständigkeit und alle Bilder können ohnehin nicht zum Einsatz kommen. Ganz hinten häng ich dann für mich noch ein Kapitel mit Anekdoten an, wo alles reinkommt, was mir zwischendurch wieder eingefallen is, ich aber leider nimmer zuordnen kann. Ein Drittel des Textes hab ich jetzt schon auf dem Rechner, die letzten paar Seiten davon auch schon in "Romanform", an denen vermutlich kaum noch was geändert wird. Jetz muss ich nur noch rausfinden, ob es nach was aussieht, wenn ich die Fotos drucke. Ansonsten muss ich sie nachmachen lassen. Also nur: Text fertig machen, paar Fotos raussuchen und fertig 
Zitat
Warum fragst du?? Hast du selbst auch ein Projekt am laufen?
Ich hab quasi immer zig Projekte laufen. In meinem Hirn folgt schließlich eine Schnapsidee der anderen, da komm ich kaum hinterher
Nein, es liegt nichts Konkretes an. Jedenfalls nicht der Plan: ich schreibe jetzt ein Buch. Andererseits hab ich in meinem Leben schon genug geschrieben, um daraus ein Buch machen zu können. Schaun wir mal.
Ja, was das Bloggen angeht muss ich mich mal informieren, ich glaube, das könnte mir gefallen. Wenn ich abends im Bett liege und mir was einfällt, dann komm ich gar nicht drumrum, es aufzuschreiben, das geht gar nicht anders.
Ich bin mal gespannt, ob ich morgen fit genug bin für meine schwere Klettertour. Hm, dabei hätt ich auch eigentlich grade andere Sachen zu erledigen. Aber davon komm ich nicht mehr los, bis ichs ausprobiert habe 
Hab einen schönen Tag!