Hi phoenix!
Tatsächlich, du hast Recht. Ich glaub mein Thread wär längst in der Versenkung verschwunden, wenn du ihn nicht ab und an hochboxen würdest 
Erstmal: mir gehts gut, danke der Nachfrage 
Ich mach mich grade sehr rar, aber mir fehlt momentan die Zeit zum Schreiben. Ich bin kein Fan von 5 Minuten-Einträgen, also wenn, dann richtig, nur dauert richtig eben auch n Weilchen.
Soll aber nicht heißen, dass ich übermäßig gestresst bin. Bewegt sich alles innerhalb eines gesunden Pensums und is wenn überhaupt "positiver Stress", bin grade einfach etwas "arbeitswütig" - und faule Menschen wie mich soll man bekanntlich nicht aufhalten, wenns grade läuft 
Jetzt im Moment hat das Forum meine Anwesenheit eines etwas unglücklichen - wobei, eigentlich eher überflüssigen Umstands zu verdanken: Mir is was Schweres auf den Fuss geplumpst, selbiger is erfreulicherweise noch dran, aber halt blau und nur schwerlich in Schuhe zu stecken.
Meine ambitionierte Studiererei kommt daher, dass ich mal wieder meinen späteren Job ausüben durfte, nen unwahrscheinlichen Spaß dran hatte und jetz wieder weiß, wofür ich den ganzen - Verzeihung - Mist eigentlich mache.
Außerdem hab ich zur Abwechslung mal ein intressantes Hausarbeitsthema. In der Vorlesung gehts unter anderem um Familienereignisse und deren Auswirkungen auf die Schule, ich werd mich der Alkoholikerkinder annehmen.
Was könnte man noch berichten? Irgendwer oder irgendwas hatte einen positiven Einfluss auf meine Mutter.
Es sind so Kleinigkeiten wie: nach dem letzten Telefonat hab ich zum ersten Mal in meinem Leben gehört: Hat mich gefreut, dass du angerufen hast. Als ich sie am Wochenende besucht hab, hat sie mit mir gesprochen. Ja, Tatsache, sie hat von sich erzählt. Nicht zu fassen.
Oder wenn ich was erzähle, geht sie nicht mehr einfach plötzlich aus dem Zimmer - ihr könnt euch wohl vorstellen, wie sowas auf einen gewirkt hat
Jetz handhabt sie das, wie ich es immer tue: wurschtel ich grad an was rum und muss ins Nebenzimmer, sag ich: rede weiter, ich hör dich. Ansonsten: Moment, ich bin gleich wieder da, dann kannst du weitererzählen. Eben rückmelden, dass es von Interesse ist, was der Andere sagt.
Ach, da fällt mir grade noch was ein. Letzte Woche habe ich mich mit einer einige Jährchen älteren Bekannten unterhalten. Über ziemlich harten Tobak nenn ichs mal. Viele Parallelen zu meiner Geschichte, allerdings alles noch weit mehr als nur eine Spur heftiger.
War also mal ich in der Situation des Zuhörers. Ich war überrascht, dass sie mir all das erzählt. Weiß ich doch, wie schwer ich mich tue, mit meinen Problemen "rauszurücken". Nun, ich war also etwas überrumpelt und auch überfordert. Weil ich das meiste recht gut nachvollziehen konnte, aber eben alles noch viel heftiger war und weit jenseits meines Erfahrungshorizontes. Und ich echt nicht gut darin bin, die richtigen Worte zur rechten Zeit zu finden.
Da kam mir spontan das Forum in den Sinn. Und meine Überlegungen, von wegen "deine Freundinnen können dich nicht verstehen". Und ich dachte, das gleiche denkt sie sicher von mir. Und ich dachte auch selber, alles, was von mir Jungspund jetz kommt von wegen Verständnis kann sie doch nur müde belächeln, wie will ich auch wissen, in welcher Lage sie is.
Und wieder hab ich mich an unser Forum erinnert. Von wegen da sein und zuhören, von wegen Kommentare und Reaktionen braucht es gar nicht. Dem Himmel sei Dank haben wir uns hier darüber schon ausgetauscht, sonst wär ich völlig hilflos, fast schon panisch überfordert dagesessen.
Ich hab also versucht, ihr das Gefühl zu geben, dass ich ihr wirklich zuhöre, dass es wichtig ist, was sie zu erzählen hat. Wenn sie mich zweifelnd angesehen hat, hab ich ihr gesagt, dass es in Anbetracht der Umstände völlig normal ist, wie sie sich verhalten hat. Und ich sagte, wie toll ich es finde, das sie zum Arzt gegangen ist, weil letztendlich doch das Hilfeholen von Stärke zeugt. An der Stelle war sie dann wohl restlos davon überzeugt, dass ich nicht weiß, wovon ich rede, und hat mal eben ein fröhliches Gesicht gemacht und auf ein fröhlicheres Thema abgelenkt - wie man doch das Alkoholikerkind in gerade diesem Verhalten erkennen kann...
Soviel erstmal von mir, vielleicht hat ja der Eine/die Andere nen Kommentar dazu übrig, würde mich wie immer freun.
Abschließend: Und wie gehts dir, phoenix?
So long, die Loti