Beiträge von Maria

    Hallo Wolfgang,

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    Mir tut das Schreiben gut

    Dann mach' das mal schön weiter. Mir tut das auch gut - damit kann ich 'ne Menge Druck abbauen bzw. erkenne dadurch eher, dass ich da still was aufbaue. Ist für mich eine ganz wichtige Stütze. Ich tue das ja im erweiterten Bereich ausführlicher - weil da nicht gleich das ganze www mitlesen kann. Vielleicht wäre das mal eine Überlegung für dich ;)

    Zitat

    sonst weiss ich zur Zeit nicht was mir Spass macht oder gut tut

    Was hast du denn schon ausprobiert?

    Liebe Grüße
    Maria

    Hallo Wolfgang,

    du siehst und zählst auf, was bei dir nicht richtig läuft.
    Fang an und ändere es nun. Das geht selbstverständlich nicht von heute auf morgen. Aber jeden Tag beständig dran arbeiten und jedesmal wenn es dir auffällt, wieder dran denken, und dich wieder herunterholen. Jeden Tag... wie eine neue Programmierung bzw. ein Überschreiben des "alten" Programms... irgendwann greift das.

    Ich habe persönlich gute Erfahrungen damit gemacht, dahin zu sehen, was mir gelungen ist an dem Tag. Mein persönlicher Leitspruch ist... immer gelingt es mir nicht... aber heute... heute da ist es mir gelungen. (und wenn es mir nicht gelungen ist... wie z. B. nett mit mir umzugehen... dann versuch ich es halt morgen wieder).

    Versuch' mal deine persönliche Messlatte niedriger zu legen.... so wie ich dich lese... liegt die verdammt hoch. Du darfst liebevoll mit dir umgehen. Wir sind Menschen und keine Maschinen ;)

    Maria

    Hallo Wolfgang,

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    ...ich habe das Gefühl ich Entwickle mich zurück, gehe einen Schritt vor und zwei zurück.

    es könnte daran liegen, dass du in allem bzw. in dem meisten eine Last siehst.

    Zitat

    Ich muß einen Weg finden um mit meiner Vergangenheit, mit meiner Biographie abzuschließen.
    Mit meinen Körper Akzeptieren mit all seinen schwächen, gutes steckt in ihm nicht mehr.
    Zu Akzeptieren, dass ich nicht mehr funktioniere, dass ich nicht mehr Arbeiten kann.

    Akzeptanz... da wählst du ein gutes Stichwort.

    Vielleicht steht das an erster Stelle - ja ... ohne Frage ist das wichtig. Aber guckst du auch dahin - was du trotz deiner "Einschränkung" alles nun machen kannst? Oder bist du so sehr gefangen, dass du nur noch das siehst, was nicht mehr drin ist? Das ist ein erheblicher Unterschied.

    Zitat

    ...gutes steckt in ihm nicht mehr...

    Sorry - das glaube ich dir nicht! Jedoch wird sich das wohl erst zeigen, wenn du bereit bist es zu sehen und es dann behutsam zum Wachsen bringst. (das weiß ich aus eigener Erfahrung ;) )

    Liebe Grüße
    Maria

    Hallo Hartmut,

    ich würde es für mich als Zeichen sehen, dass da irgendwas falsch läuft und bei mir genauer hinsehen.

    Denn ich denke - wenn ich mich gelöst habe - "dürfte" diese Art der Verbindung nicht da sein.

    Allerdings denke ich zudem, dass es zeitlebens Momente geben kann, wo ich dem Alkohol wieder näher kommen kann und als Option gesehen werden könnte.
    Vorher gelöst hin- oder her. Das ist nunmal die Suchterkrankung.

    Lieben Gruß
    Maria

    Hallo Wolfgang,

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    Ich will und werde trocken bleiben, wie lange ich das Leben noch ertrage, weiss ich nicht.

    Das was du da schreibst ja kann einige Bedeutungen haben.

    Konkret kann das heißen; dass du handlungsfähig werden muss, damit sich deine Umstände ändern und du dir ein Leben schaffst, was du tragen kannst.

    Du schreibst:

    Zitat

    Aber von einer zufriedenen Abstinenz bin ich noch weit Entfernt

    Was müsste für dich anders sein, damit du zufrieden trocken sein kannst? Was würde dir jeden Tag etwas Last nehmen und dir das tägliche Leben erleichtern?

    Lieben Gruß
    Maria

    Hallo Wolfgang,

    Zitat

    ich spüre Wut und Hass und Trauer, kann aber damit nicht umgehen

    Das wird solange hochkommen - bis du die Kraft findest gezielt dahin zu sehen... und solange wird eine unterschwellige Gefährdung da sein.

    Vor einiger Zeit war dies schon genau dein Thema; daran kann ich mich erinnern. Du willst nicht trinken. Das ist gut.

    Jedoch sollte dir deine Trockenheit soviel wert sein, dass die Dinge, die sich in dir aufstauen, nicht zum Selbstläufer werden und dich gar nicht mehr wählen lassen, ob du trinken willst oder nicht.

    Deine Erlebnisse, die dafür verantworlich sind, dass du diese Gefühle hast, kannst du jetzt im nachhinein nicht ändern. ABER: Du kannst einen Umgang damit lernen. Doch dafür musst du dich bewegen und dich in den Focus setzen.

    Es ist gut, dass du in deiner Gruppe zuhörst und Hilfestellungen bietest.

    Doch meine ganz ehrliche Meinung dazu: Es verlangt niemand von dir, dass du deine eigenen Grenzen überschreitest - außer du selbst. Mal ganz davon abgesehen, welches Bild du damit von dir abgibst.... in deiner Gruppe. Ich finde das nicht gut und für niemanden hilfreich, nach außen hin so zu tun, als wäre alles okay... aber innen drin sieht es ganz dunkel aus. Das ist unehrlich - nicht nur dir selbst gegenüber!
    Schau mal auf deinen Eigendruck und wie du da gezielt ansetzen kannst.

    Schritt für Schritt, damit du deine aufgestauten Gefühle langsam lösen kannst.

    Und schreibe jetzt bitte nicht... ich versuch's ja... aber ich kann nicht ;)

    Wenn du willst - kannst du... gib' dir mal einen Ruck !

    Lieben Gruß
    Maria

    Hallo Wolfgang,

    warum hast du denn aufgehört zu trinken?

    Weil du es wolltest oder tust du es, weil du irgendeine Erwartung erfüllst?

    Was war denn ganz konkret so "schön" an dieser Zeit mit Alkohol? Was trauerst du hinterher? Vielleicht einem Hirngespinst?

    Ich kann mich nur an schalem Geschmack und eine Grauzone erinnern. Mich schüttelt es richtig, wenn ich daran zurück denke.

    Maria

    Lori, da geb' ich dir Recht... das hat mich auch fast zerdrückt... perfekt sein zu wollen oder dem Druck von außen entsprechen zu müssen.

    Was ich heute sehr genieße, dass ich mich immer mehr so unperfekt wie ich bin, annehmen kann. Und was ich dadurch festgestellt habe ist, dass wenn ich mich selbst so annehme wie ich bin, dass es die "anderen" meist auch tun.
    Und von denen, die mit mir gar nicht klar kommen, halte ich mich fern; weil sie mir nicht gut tun. Es ist mir sogar egal geworden, welche Vorstellungen ich zu entsprechen zu habe. Ich entspreche meinen Vorstellung - das reicht mir vollkommen.

    Perfekt sein geht nicht - für keinen von uns. Weil immer irgendjemand eine andere Vorstellung hat.

    Wie wäre es für dich, das zu tun, was du erreichen kannst? Nämlich dich dahin vorzutasten, dich mit dem was dich ausmacht anzunehmen?

    Maria

    Hallo Lori,

    du schreibst oft davon, dass du verstanden werden möchtest bzw. dass du nicht verstanden wirst.

    Durch Ehrlichkeit und Offenheit deinerseits machst du die erste Schritte dazu, dass dich die Menschen um dich herum die Möglichkeit dazu bekommen. So wie ich dich lese, verschließt du dich meinem Empfinden nach von vorne herein, so dass ein Durchkommen von Außen kaum möglich ist.

    Nimm' ihnen nicht durch Gute-Mine ab, damit zu lernen umzugehen. Auch du hast ein Recht darauf, dass es dir nicht gut geht. Das dürfen sie ruhig wissen und vielleicht bist du sogar überrascht, wenn du dich mitteilst, wieviel Verständnis du eben doch erhälst.

    Maria

    Hallo Lori,

    was versprichst du dir denn davon wenn du trinken würdest?

    Erleichterung?

    Was ist danach, wenn du mit schalem Geschmack im Mund wach wirst? Wären dann alle Probleme weg?

    Oder gehts dann nicht erst Recht los?
    Noch weniger Geld, weil Nachschub besorgt werden muss? Vielleicht sogar Arbeitsplatzverlust, weil du direkt wieder im alten Schema drin bist?

    Vielleicht - wenn es gut für dich läuft - Intensivstation, weil dein Körper ganz arg auf die ungewohnte Alkoholzufuhr reagiert? Wenn es schlecht läuft vielleicht doch keine Intensivstation?

    Machst du dir auch dahingehend Gedanken? Oder malst du dir nur aus, dass dann alle Sorgen weg wären?

    Maria

    Hallo Lori,

    da hast du was wichtiges erkannt. Die Dinge, die im innern schwelen, müssen irgendwann mal raus... sonst erdrücken die.

    Und dafür bist du nun losgegangen und hast dir aktiv Hilfe gesucht. Das hast du gut gemacht !
    Das wird dich weiterbringen. Nur geht das natürlich nicht von Heute auf Morgen. Ein wenig Geduld erfordert das ganze.

    Mach dich nicht mit Vorwürfen fertig. Denn das kostet viel zu viel wertvoller Energie. Stecke diese lieber in was, was dir gut tun kann und dir zu Geduld verhilft. Unentwegtes Kopfkino und zerdenke können ganz schön zusetzen und dein Eindruck verschaffen nicht ganz normal zu sein.

    Hast du eigene Ideen, was dir gut tun und dich ablenken könnte? Zumindest, dass du mal für kurze Momente von deinen Gedanken kommst?

    Maria

    Hallo Lori,

    schön, dass sich was bei dir bewegt.

    Mach' dir nicht zu viele Gedanken und dich im vor hinein dadurch eventuell verrückt. Ich denke am hilfreichsten ist es, wenn du offen und ohne irgendwelche Vorbehalte hingehst und alles dann in Ruhe auf dich wirken lässt.

    Ich bin gespannt, was du zu berichten hast.

    Lieben Gruß
    Maria

    Zitat

    Was soll ich dem Artz schon sagen?Hilfe ich habe Depressionen?

    Guten Morgen Lori,

    ja so könnte ein Gespräch beginnen :-). Du könntest dazu fügen, dass du trockene Alkoholikerin bist, seit einiger Zeit an Depressionen leidest und Angst hast, rückfällig zu werden und Hilfe dafür benötigst.

    So wie du es hier ja auch beschreibst. Und dann kannst du mit deinem Arzt oder ggf. Ärztin (je wo dein Vertrauen größer ist) eine Art Programm erarbeiten, was dir Schritt für Schritt eine Stabilität verleiht.

    Mir sind depressive Phasen ebenso nicht fremd. Wo ich mir oftmals selbst im Wege mit stand war, dass ich in zu großen Dimensionen gedacht habe. Mir sollte es immer von jetzt auf gleich besser gehn. So funktioniert das aber leider nicht.
    Ich versuche mir kleine Lichtblicke zu schaffen, ähnlich wie es Melina beschreibt. Jeden Tag ganz gezielt irgendwas was mir echte Freude oder einen Moment der Ablenkung schafft. (Mittlerweile finde ich es sogar recht spannend herauszufinden, was mir gut tut).

    Bzgl. deines Kopfkino's fällt mir ein... würdest du eigentlich in jeden Film herein gehen? Auch in den, der dir gar nicht gefällt?

    Und so ähnlich ist es mit den Gedanken auch. Du bist Herrin deiner Gedanken und entscheidest wohin sie abdriften. Das ist anfangs nicht leicht umzudenken - das geb' ich zu - aber mit Übung, Ausdauer und mit Ablenkung kannst du deine Gedanken durchaus positiv ausrichten.

    Zitat

    Ich komme nicht weiter, denn wo bekomme ich die Hilfe die ich brauche ohne große Umwege zu machen?

    Davon musst du meiner Meinung nach echt versuchen loszulassen, Lori. Ohne große Umwege? Ich fürchte ganz so einfach funktioniert das nicht. Es wird immer wieder was geben, was du so nicht haben willst oder du dir anders wünscht. Das ist nicht realistisch zu glauben, dass das Leben ständig rosarot ist.

    Aber du kannst dir einen Umgang damit erarbeiten, dass es dich nicht von den Füßen haut und du trotzdem was das Leben bietet genießen kannst und sogar zufrieden damit wirst.

    Ich glaube da fest dran; dass dies für jeden von uns möglich ist.

    Maria

    Hallo Lori,

    Zitat

    Welche Hilfe brauche ich?

    Wie wär's mit Selbsthilfe?

    Du hörst jetzt mal auf mit deinem Selbstmitleid und jeden Tag nach Gründen zu suchen, damit du trinken kannst. Und guckst dahin, wie du dich aus den Klauen befreien kannst.

    Entscheidest dich gegen einen Rückfall... das hast nämlich nur du selbst in der Hand und niemand anderes. Jetzt und Heute.

    Das Forum z. b. im Bereich der Lebensgeschichten ist voller Erfahrungsberichte von Menschen, die sich aus den tiefsten Löchern in ihrem Leben befreit haben. Das ist nicht einfach, das sagt ja niemand, aber möglich, wie die vielen Beiträge zeigen. Liest du auch da? Zur Motivation, dass es JEDER schaffen kann, der sich gegen das Trinken entschieden hat.

    Hier bei dir steht schon alles drin, was du tun kannst, um aus deinem Loch zu kommen. Du musst nur endlich anfangen es zu tun.

    Ich weiß, dass du schon 3 Jahre trocken bist, aber kennst du die eigentlich die Gundbausteine ( https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php ) schon? Wenn ja, dann rufe ich sie dir hiermit nochmal in Erinnerung.

    Du schreibst, dass du nichts mehr Wert bist. Das sehe ich nicht so.

    Steck dich nicht selbst in ein Gefängnis.
    Steh' auf und vertrau dich deinem Umfeld an.

    Maria

    Hallo Lori,

    es geht dir immer schlechter und keinen Deut besser, seit deinem Hilferuf vor gut 4 Wochen... bemerkst du es selbst?

    Meinst du nicht auch, dass es nun sinnvoll und an der Zeit wäre, dass du dich Neuem öffnest?

    Dir und deiner Trockenheit eine echte Chance geben solltest ?

    In einer realen Selbsthilfegruppe sitzen Menschen mit den gleichen oder zumindest ähnlichen Ängsten + Problemen.

    Oder vielleicht doch eine ärztliche Betreuung, um wieder Boden unter den Füßen zu bekommen?

    Warum sperrst du dich nur so dagegen und verweigerst dir selbst die Chance darauf, das Leben neu zu erlernen? Schau' es dir nur einfach mal an, entscheiden ob es dann was ist für dich... kannst du doch immer noch.

    Es gibt so viele Hilfsangebote... doch eines haben sie alle gemeinsam: Hilfe kann nur dann ankommen, wenn du sie annimmst, Lori.
    Du musst die ersten Schritte dafür tun... und eben genau diese Schritte, die du dir am wenigsten vorstellen kannst oder wogegen du dich so sehr wehrst. Nur so kommst du aus deinem Loch heraus. Entscheidend ist, dass du selbst mit allem Willen den du hast, da raus willst.

    Ich wünsche dir sehr, dass du in Bewegung kommst.

    Maria

    Hallo Hasenpfote,

    ich würde dir empfehlen, keine Experimente zu machen und dieses Treffen in der Kneipe auf jeden Fall abzusagen. Das liegt dir doch jetzt schon im Magen und macht dir erheblich zu schaffen und setzt dich unter Druck. Da täusche ich mich doch nicht, oder?

    Du deutest an, dass sie selbst "unkluges" konsumiert. Von daher ist es vilt. sogar angebracht, das Treffen vorerst komplett abzusagen; bis du dir eine gewisse Stabilität erarbeitet hast.

    Bzgl. des Outens würde ich dir gerne eine Erfahrung von mir hierlassen:
    Und zwar habe ich das ganz am Anfang meiner Abstinenz genau wie du gesehen, als eine Art notwendiges Übel. Ich habe dann hier gelesen und gelernt, dass die diesbzgl. Offenheit zu meinem Schutz dient. So verlor im Laufe der Zeit das Outen für mich den Schrecken und ich verwende diese Begriff nicht mehr für mich.

    Heute erzähle ich von mir, um meine Trockenheit zu schützen. Denn sie ist etwas sehr wertvolles für mich, was ich auf keinen Fall durch eine Unachtsamkeit gefährden möchte.

    Meinen Glückwunsch, dass du so schnell mit deinen Eltern reden konntest, und nachträglich:
    Herzlich willkommen im Forum,
    liebe Grüße
    Maria

    Hallo Peter,

    ich danke dir für deine Beiträge.... das hat mich so berührt beim Lesen und machen immer wieder Mut. Ach und nun also Regensburg :) ... ich war ein paar Mal schon dort. Schöne Stadt, schönes Flair.

    Zu deinen Ängsten kann ich mir - so wie ich dich hier lese - nicht vorstellen, dass du nicht die passenden Worte finden solltest, um zu sagen, dass du trockener Alkoholiker bist, danach dein Leben ausrichtest und nicht in Betracht ziehst dein trockenes Leben zu gefährden. Denn das hast du doch grade wieder bewiesen mit dem Jobwechsel.

    Ich empfehle dir: Warte nicht zu lang, denn dies ist doch ein ganz wesentlicher Teil von dir und zulange warten und hin- und herwenden bringt mehr Ängste hervor (so isses jedenfalls immer bei mir). Es gibt keinen Grund dich zu verstecken.

    Ich wünsche dir das Beste dafür.

    Liebe Grüße
    Maria