Danke Xenica für deine Erklärung,
auch aus dem was du in dem anderen Thread geschrieben hast, ist es verständlicher geworden, wie du diese Aussage meinst.
Ich habe dich richtig verstanden, dass du dich in erster Linie nicht als Alkoholikerin siehst?
Das würde es wiederrum für mich verständlicher machen, warum du dich von einigen Antworten genervt, bevormundet oder gar bedrängt fühlst.
Bei mir ist es so, dass ich allen Ursprung in meiner Suchterkrankung sehe. Ich habe zwar auch andere Probleme, doch erst nachdem ich die Sucht für mich annehmen konnte, wurde mein Blick auf eine ganz andere Angehensweise meiner Probleme frei.
Ich hatte dafür mein nasses/altes Denken zu hinterfragen und sukzessive aufzugeben. Dabei hilft mir die Einhaltung von gewissen Regeln in meiner Trockenheit - die Grundbausteine.
Für mich steht als oberste Priorität wie ich mich vom Alkohol entfernen kann. Ich habe es mehrfach geschrieben (ob hier im offenen Bereich auch mal... weiß ich gar nicht) begleitet mich der Alkohol seit frühester Kindheit, als Kind eines vor Jahren an seinem Konsum verstorbenem Vater. Was die angelegten Strukturen meines Erachtens noch heimtückischer macht. Ich habe gesundes / erwachsenes Denken niemals mit auf dem Weg bekommen. Wie sicherlich viele andere hier auch.
Jeder hier im Forum hat - hinter dem Alkoholkonsum - eine eigene Geschichte. So habe ich 2 Therapien mit mäßigem Erfolg gemacht. Bei der ersten war ich voll drauf und bei der zweiten habe ich zumindest eine Trinkpause gemacht - nachdem mich die Therapeuten davon überzeugt hat, dass davon ein möglicher Therapie-Erfolg abhängt.
Es will dir niemand zu nahe treten - lediglich zum Nachdenken anregen. Meine Auffassung nach brauchst du dich auch nicht rechtfertigen - denn das kann in der Tat die Nerven überstrapazieren.
Vielleicht bringt es dir aus meinem Geschriebenem näher, warum einige hier hartnäckiger nachfragen und kritisch nachbohren. Weil sie in erster Linie hier sind, um zu erfahren, wie sie Alkohohl vermeiden können. Dafür gehört jetzt die andere Auseinandersetzung. Das ist richtig.
Ich reduziere mich nicht auf meine Suchterkrankung. Was ich versuche ist, sie so in meinen Focus zu stellen, dass ich sie wichtig genug nehme, um mich vor möglichen Gefahren zu schützen, aber es mir trotzdem oder genau deswegen erlaubt, ein Leben aufzubauen, was mich - innnerhalb eines sicheren Rahmens - frei bewegen lässt.
Ich möchte dir danken, dass du hartnäckig dabei bleibst und dich nicht zurückgezogen hast und weiter schreibst.
Maria