Beiträge von Maria

    Hallo Xenica,

    Zitat

    was ich tue, tue ich ganz oder gar nicht

    Ich finde, das ist ja grundsätzlich nicht verkehrt.
    Versuch´s mal dazu mit Hingabe zu dir selbst.
    Dann wird ein wie draus und lässt es vielleicht etwas leichter und druckloser werden für dich.

    Liebe Grüße
    Mieken

    Hallo Xenica,

    keiner weiß was morgen sein wird... jedoch können wir doch HEUTE schon für morgen vorbereitend tätig sein.

    Ich kann dir nichts über einen Rückfall sagen, denn seit dem ich ernsthaft kapituliert habe und meine Abhängigkeit angenommen habe, bin ich trocken. Vorher habe ich auch immer wieder versucht mit dem Trinken aufzuhören, doch nun erst im nachhinein weiß ich, das dieses lediglich Pausen waren.

    Aus heutiger Sicht ist das ein wesentlicher Unterschied für mich: Es gibt kein Wenn und Aber für mich. Auch wenn die Rückfallquote ihre eigene Sprache spricht, bin doch ICH dienjenige, die in alte Verhaltensweise rutschen muss, um wieder zum Glas zu greifen. ICH bin diejenige, die an irgendeinem Punkt die Verantwortung abgegeben hat. ICH bin diejenige, die nicht achtsam war.

    Ich versuche seitdem ich mein letztes Glas weggestellt habe, mich Schritt für Schritt vom Alkohol zu entfernen, so vorausschauend zu handeln, daß mich so manche Situationen gar nicht erst einholen können. Und auch nicht wieder zurück zu gehen aus dem Irrglauben heraus, mittlerweile müsse ich das abkönnen, z.b. bin ich heute zu unserer verspäteten Weihnachtsfeier eingeladen worden, da gehe ich nicht hin, weil es mir rein gar nichts bringt.

    Meine Hauptarbeit für mich liegt darin, HEUTE trocken zu sein, mit den Erkenntnissen, die ich gestern sammeln durfte. So kann ich gelassener dem Morgen begegnen, habe ich für mich festgestellt.

    Kommst du denn konkret in Situationen, die gefährlich für dich werden könnten oder ist es eher eine unbestimmte Angst, die du hast?

    Schöne Grüße
    Mieken

    Hallo Susi,

    ich schicke dir auch gerne die ganze Woche positive Gedanken :P

    Ich finde eben es funktioniert schon ganz gut mit deinem positivem Blick. Guck mal selbst... du schreibst:

    Zitat von Susi

    Die Gedanken an Alkohol werden auch weniger.


    Negativ ausgedrück wäre das: Ich denke immer noch an Alk... :roll:

    oder schreibst du:

    Zitat von Susi

    Am Dienstag werde ich wieder zur SHG gehen. Freue mich schon darauf...


    Hört sich doch schon ganz anders an, als: Ich mag noch gar nicht an Dienstag denken... da ist wieder SHG :roll:

    Und vor allem:

    Zitat von Susi

    ...ich werde es sicherlich schaffen...

    :arrow: so geht´s.

    Wünsche dir einen schönen Abend,

    lg Mieken

    Hallo Susi,

    du hast was großes vor dir. Dein Körper wird dir für deine Abstinenz danken.

    Ich wünsche dir alles erdenklich Gute für die OP. Vlt. magst du ja den Termin mitteilen, denn ich bin von der Kraft der positiven Gedanken überzeugt und würde dir gerne welche schicken, wenn auch nur virtuell :)

    Schöne Grüße
    Mieken

    Hallo OPA,

    Zitat

    Nun habe ich doch den Weg gewagt und bin zur Suchtberatung gegangen.
    Ich muß sagen, ich bin sehr erstaunt, welch positiven Impuls dieses Gespräch für mich hatte.

    Das ist schön zu lesen, das ist eine wichtige Erfahrung auch für mich gewesen. Ich muss den ersten Schritt tun, mich neuen Dingen öffnen und dann kann ich den Genuß kommen, positive Erfahrungen zu machen. Verschließe ich mich hingegen, kann gar nichts ankommen. Weder so noch so.

    Zitat

    Ich tue mich zur Zeit immer noch schwer, meine Situation in meinem näheren Umfeld öffentlich preis zu geben.

    Das geht übrigends auch hier ;) Wobei ich selbst auch meine Zeit dafür gebraucht habe.

    Nimm´ dir nicht zuviel auf einmal vor, mach´ langsam und höre gut in dich. Scheinst gute Antennen für dich zu haben,

    lg Mieken

    Hallo espoir,

    ich hoffe du erlaubst ;)

    Hartmut :

    Zitat

    Zu zweit wieder eins sein und nicht allein in der Beziehung. Liebe wieder spüren und nicht nur gesagt bekommen. Die gleiche Wellenlänge zum Partner finden.


    Genau das ist es. Du hast echt eine Art, die Dinge auf den Punkt zu treffen. Vielen Dank Hartmut... hilft mir in meiner Situation auch weiter.


    Zitat von espoir

    Er hat es sooo sehr verdient, glücklich zu sein und jetzt - mit einer trockenen Frau an seiner Seite - sein Leben zu genießen.

    espoir, DU hast es genauso sehr verdient, glücklich zu sein und nicht deine Bedürfnisse herunterzuschrauben vielleicht aus alten Schuldgefühlen heraus.

    Zitat

    Es tut so weh, nicht zu hören: "Boah, cool, mit dir kann man ja wieder richtig was anfangen!" sondern: "Frau, du nervst!"

    .

    Ich schätze dich so ein, daß du deine Entscheidungen ganz alleine treffen kannst und große Ratschläge von außen gar nicht brauchst. espoir, versuche mal deine eigenen Worte, mit einem inneren Abstand zu lesen... dich etwas von den Gefühlen frei zu machen, die das geschriebene begleiten oder hervorrufen.

    Ich drück´dich mal und wünsche dir den Mut weiter hinzusehen und danke dir für deine offenen Worte hier, die mir helfen und mich bestärken,

    schöne Grüße
    Mieken

    Hallo Susi,

    Zitat

    ...dass ich wieder vermehrt an Alkohol denke obwohl ich keinen Suchtdruck habe verstehe also nicht warum aufeinmal die Gedanken an Alkohol wieder mehr werden.

    Das kenn ich auch von mir. Wenn ich eine zeitlang unter großen Druck gestanden habe und diese Zeit dann vorüber ist, habe ich auch so eine Art Belohnungsverlangen. Für mich heißt es auch da, besonders achtsam zu sein, weiter gut in mich hören und schauen, was mir gut tut.

    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute im KKH-Alltag,

    lg Mieken

    Hallo Manfred,

    Zitat

    Aber das hat natürlich etwas mit dem Verhältnis zu meiner Mutter zu tun.

    Ja... oder auch mit der Gleichheit unserer Vornamen :P

    Zitat

    Der Umgang mit den Mustern unserer Eltern ist aber schon wieder ein neues Thema …

    Vielleicht finden wir eine andere Stelle, an der wir darüber sprechen können …

    Nur Mut... für sowas eignet sich die Rubrik: Sonstiges zu Alkoholsucht und Selbsthilfe im Alkoholiker Forum

    Bin gespannt.

    Lg Mieken

    Hallo Murmeltier,

    Zitat

    ich weiß das alles ist sehr verlogen, aber ich kann nicht anders!

    Letzten Endes entscheidest sowieso du, wie du mit deinen Dingen umgehst :)

    Dein Thread Titel heißt: "will nicht mehr alleine kämpfen"

    Ich schätze wenn du selbst offener zu dir stehen könntest, würde dir deine Trockenheitsarbeit nicht wie ein Kampf erscheinen, sondern eher in die Richtung gehen, daß du aus deiner inneren Überzeugung handelst. Das bekommt eine andere Wertigkeit und hilft manchen schweren Anstieg viel leichter zu erklimmen.

    Wie sollst du so angenommen werden wie du bist, wenn du dein Selbst versteckst?

    Bei mir selbst war es anfangs lange so, daß ich mich trocken mehr für meinen Abhängigkeit geschämt habe, als zu den Zeiten wo ich noch gesoffen habe. Bis mir irgendwann aufging, daß ich ab diesem Tag keinen Grund mehr hatte mich wegen des Alkohols zu schämen, denn ich bin ja aufgestanden und angefangen, aktiv etwas gegen meine Sucht zu unternehmen. Das Versteckspielen sollte und durfte ab da für mich ein Ende haben. Mir gelingt das auch nicht immer und bei jedem. Doch ich unterscheide für mich ganz deutlich, wo ich meine Trockenheit in Gefahr bringen könnte. Welche Dinge mich später einholen können und mich so ggf. von hinten überrollen können. Solche Dinge entwickeln oft eine eigene Dynamik, die dich dann handlungsunfähig machen, wenn du es am wenigsten gebrauchen kannst.

    Zitat

    ...ich fühle mich bei dieser Schwindelei auch nicht wohl, weiß aber nicht was der richtige Weg wäre.

    Der richtige Weg ist Ehrlichkeit und Offenheit. Fang bei dir selbst an :)

    Lg Mieken

    Hallo murmeltier,

    mir fiel das anfängliche Outen ebenfalls sehr schwer. Wobei ich das für mich so gehandhabt habe, daß ich ausnahmslos alle davon unterrichtet habe, die es sofort zu meinem eigenen Schutz wissen mussten. Dafür musste ich ebenso über meinen eigenen Schatten springen. Das fiel mir nicht leicht. Doch im nachhinein gesehen bin ich sehr froh, diesen Mut aufgebracht zu haben.

    Ich habe mich sehr zurückgezogen, um für mich meinen eigenen Tritt in der Trockenheit finden zu können. Habe mich keinen Situationen ausgesetzt, wo ich in Konflikte geraten konnte. Denn das habe ich für mich sofort erkannt, daß dies überaus gefährliche Situationen für mich sind. Entweder war ich soweit, daß ich mich klar zu erkennen geben konnte oder wenn ich noch nicht soweit war, habe ich mit Abwesenheit geglänzt.

    Nach und nach habe ich mir dahingehend Stärke aufbauen können, und stelle immer wieder erfreut fest, daß es mir wesentlich leichter fällt, mich heute klarer zu erkennen zu geben.

    Auch ich fühle mich in diesen "nassen" Atmosphären überhaupt nicht mehr wohl, deswegen entziehe ich mich ihnen weiterhin. Darüber bin ich für mich sehr froh, daß ich mich diese Situationen gar nicht mehr aussetze, sondern stattdessen Dinge tue, die mir guttun. Wo ich mich wohlfühlen kann, ohne diese Gefahr im Nacken zu haben.

    Welche Reaktion fürchtest du von deiner Freundin denn konkret, wenn du offen und ehrlich von dir berichtest?

    Schöne Grüße
    Mieken

    Hallo Manfred,

    danke für diesen Thread. Finde ich sehr spannend.

    Mein Nickname ist der Spitzname meiner Mutter, der ihr in der Schule gegeben wurde. Weil es zig Maria´s gab und alle Köpfe hochgingen wenn er eine davon ansprach, verteilte der Lehrer für jede von ihnen einen seperaten. Aus der einen wurde Mia, Mietzken, Mieken, Marie, eine durfte Maria bleiben usw. usf.

    Schöne Grüße
    Mieken

    Hallo Matthias,

    das musste ich nun erstmal ´ne Weile wirken lassen und muss sagen, damit hast du ja voll meinen Nerv getroffen.
    Denn ich denke, daß es ein wesentlicher Punkt ist - auch oder auch grade (wie du möchtest ;-))- bei der Trockenheitsarbeit, ein rechtes Verhältnis zu bekommen.
    Verharre ich zu stur oder ängstlich und mit zu großem Druck, löst es bei mir Suchtdruck aus. Bin ich zu nachlässig, laufe ich Gefahr, mich Situationen auszusetzen. von denen ich vlt. noch nicht weiß ob sie schadhaft für mich sind. Begebe ich mich stattdessen in die Mitte, wo ich um die Gefahren weiß, mich ihnen nicht nachlässig aussetze, aber mich nicht verschüchtert in die Ecke verziehe, bleibe ich offen und verschaffe mir einen Handlungsspielraum.

    Mein zentrales Thema für mich war heute, eine dankbare Einstellung zu finden. Ich habe ein bewegtes Wochenende erlebt, wo mir auf einmal
    klar wurde, daß ich zu der Zeit als ich noch Alkohol trank, verzichtete. Jeden Tag verzichtete ich auf die Klarheit des Lebens. Und nun wo ich
    täglich daran arbeite, meinen äußeren und inneren Abstand zum Alkohol zu vergrößern, ich in den Genuß einer Fülle komme, die mir mit
    Alkohol in meiner Nähe niemals erreichbar gewesen wäre.

    Ich lese häufiger hier und weiß von mir selbst noch, wie ich anfangs dem Irrglauben erlag, nach dem Weglassen des Suchtmittels - würde
    eine Zeit des Verzichts vor mir liegen. Dabei stimmt das gar nicht und zeigt mir im nachhinein, wie tückisch der Alk vor sich geht und
    was er mir vorgegaukelt hat. Ich glaubte, die Welt würde mir gehören, wenn ich so täte, als wüsste ich alles. Doch erst als ich mir zugestand,
    daß ich niemals alles wissen werde und jeder klare Tag mir die Möglichkeit bietet zu lernen, fange ich an zu verstehen.

    Ich bin dankbar dafür, daß es Menschen gibt, die den Mut haben, ehrliche Worte zu sprechen. Denn das ist es was uns weiterbringt. Irgendwo hier habe ich mal gelesen, wahre Worte sind nicht immer schön, jedoch sind schöne Worte nicht immer wahr. Hat mich auch schwer beeindruckt.

    Ich bin dankbar für jeden noch so kleinen Zentimeter mehr Abstand zwischen Alkohol und mir. Dafür bin ich losgegangen, um mich von diesem Teufelszeug zu befreien. Und wenn ich aus dem alten jahrelang antrainiertem falschen Verhalten (in meinem Falle zusätzlich noch als EKA anerzogenem) in die falsche Richtung unterwegs sein sollte, bin ich denen dankbar, die den Weg vor mir gegangen sind und mich aufgrund ihrer gelebten Erfahrungen auf meinem Weg zurück bringen.

    Ich bin dankbar dafür, meine Entscheidungen heute selbstständig treffen zu können. Mir klare Gedanken darüber machen zu können, setze ich mich Situationen aus, weil ICH das so möchte oder weil ich meine im gesellschaftlichem Strom mitschwimmen zu müssen. Ich erlebe selbst, daß es nicht immer geradeaus geht, teilweise mitunter sogar recht hügelig zugeht. Jedoch weil ich lediglich die EINE Sache - den Alkohol - weggelassen habe, bekomme ich erst den Zugang zu so viel mehr.

    Für mich schließt sich somit immer wieder ein Kreis, zuerst steht das Loslassen und dann erst das Finden. Das Loslassen bezieht sich meines Erachtens auf so viele Dinge. Allen voran und an erster Stelle steht der Alkohol und zieht sich ab da weiter von altem falschen Verhalten über falsche Vorstellungen, alte Kompromisse, verbogene Wertvorstellung usw.

    Zitat von silberkralle

    ...die nächsten 2 sekunder oder die nächsten 2000 jahre...

    Da liegt ´ne Menge zwischen. Gefällt mir immer besser :)

    Schöne Grüße
    Mieken

    Guten Morgen Yvonne,

    deine Einstellung nehme ich heut´ mit in meinen Tag. Dankbarkeit soll mein Leitgedanke sein und dann lese ich deine Zeilen in diesem Moment.

    Damit hast du mir näher gebracht, was es bedeutet, es zu sein. Danke schön fürs Mitteilen.

    Liebe Grüße
    Mieken

    Hallo,

    das Thema des Weges beschäftigt mich halt doch immer wieder. Und meistens dann, wenn es bergauf geht. Wenn der Anstieg zu schwer erscheint, ist der Impuls schnell da, an der Richtigkeit zu zweifeln.

    Caroline, du sprichst Veränderungen an. Sie gehören ja unabdingbar dazu, wenn ich dabei bin mir ein trockenes Leben aufzubauen oder dabei bleiben möchte, weiterhin ein trockenes Leben zu führen.

    Anders geht das gar nicht. Doch in den Momenten, wo ich andere Menschen in meine Veränderungen einbeziehen muss, fällt es mir schwer, sie anzugehen. Solange ich still und wenig auffällig meine Runden ziehe, falle ich nicht auf, werde in Ruhe gelassen. Sobald ich aber einen anderen Tritt oder eine Richtungsänderung vornehme, reagiert das Außen. Und dann wird es unbequem oder in dem Moment ist es halt dran, Farbe zu bekennen. Für sich Verantwortung zu übernehmen.

    Jedoch gehe ich zu oft davon aus, daß der Weg eben und leicht zu gehen ist und das ist er ja nunmal nicht. Da hakt es ja dann schon :) und ab könnte Verwirrung beginnen.

    Jürgen... laufen, laufen lassen, achtsam in Bewegung bleiben. Meine Worte ;-).


    Hallo keedry,
    ich antworte dir mal hier:
    28 Tage (+4) sind ein guter Anfang, denn jeder Weg beginnt mit den ersten Schritten (da ist es wieder mit dem Weg) Ich habe hier im Forum irgendwo mal gelesen, Trockenheit wird in Jahren gerechnet. Das hat mich schwer beeindruckt, seitdem zähle ich nicht mehr ;)

    Deine Überlegung dir zusätzlich keinen weiteren Druck aufzubauen, finde ich gut. Ich teile sie, bei schweren Wegen ist es wichtig, das Gepäck leicht zu halten. Denn oft müssen wir durch Stürme und über Stock und Stein, um zu dem zu kommen, wo wir hinwollen oder warum wir überhaupt losgegangen sind.

    Bis denne,

    Mieken

    Hallo liv,

    es ist möglich :) und finde ich schon eine gute Leistung.

    Ich habe mir immer gesagt, okay... wenn ich 1 Tag schaffe, dann geht´s auch 2 und wenn 2 schon, dann sind auch 4 möglich usw. usf.

    Weiter so :)

    Liebe Grüße
    Mieken

    Hallo OPA,


    Deine Überschrift hat es mir ja immer noch angetan: Heb´ich für dich nochmal hervor ;)
    Eigene Wege sind entstehende neue Wege durch dich selbst...

    Damit hast du es so gut getroffen. Neue Wege können nur dann entstehen, wenn du dich bewegst. Was tust... dich nicht auf deine erste Schritte ausruhst, sondern weitergehst. Vielleicht erstmal auch ohne die Antwort auf die großen Fragen des Lebens zu erhalten.... Und wenn du dann ´ne gewisse Zeit unterwegs bist, langsam an Stabilität gewinnst... blickst du zurück und bist ganz erstaunt, daß du Antworten erhalten hast. Andere wie du vielleicht erwartet hast. Das empfinde ich im übrigen als ein großes Geschenk in der Trockenheit, das Leben ist bunt, nicht immer mehr so vorhersehbar, in Bewegung und dadurch spannend.

    Zitat von OPA

    Ich habe das Gefühl, als ob ich einen 7. Sinn gratis seit meiner Abstinenz dazu bekommen habe

    Das hört sich in meinen Ohren gar nicht doof an. Deine Wahrnehmung ändert sich.

    Bleib´ dran, OPA.... es lohnt sich für dich. Versuche für dich DEIN Tempo zu finden, das dir erlaubt, stetig weiterzugehen. Nicht losrennen und stehenbleiben, sondern beständig laufen, verschnaufen und weiter geht´s.

    Du schreibst, daß du Probleme damit hast dich deinem Umfeld mitzuteilen. Für mich war es überaus wichtig, daß mein sehr nahes Umfeld sofort Bescheid wusste. Das gab mir die Sicherheit, mein eigenes Tempo finden zu dürfen. Ebenso mein alkoholfreies Zuhause. Ich habe mich sonst fast komplett herausgezogen, um auf deine Fragen

    Zitat von OPA

    Ich bin doch nur auf der Suche nach einem normalen alkoholfreien Leben. Villeicht bin ich aber nur auf der Suche nach mir selbst? ... nach meinem Leben?


    die ich mir ebenso gestellt habe, meine Antworten zu bekommen. Dafür benötigte ich einen freien Rücken, den ich mir durch Offenheit im direkten Umfeld verschaffte.

    Schöne Grüße
    Mieken

    Hallo Susi,

    ich drücke dir die Daumen, daß es gut wird. Im erweiterten Bereich werden den Forums-Daumen magische Kräfte zugeschrieben ;-). Die helfen bestimmt ebenso im offenen Bereich.

    Weinen kann ich auch wieder. Susi... ich bin froh drum, daß ich es kann. Mit den Tränen geht doch ´ne Menge Druck und Schmerz und manchmal auch die unbestimmte Angst vor großen Dingen.
    Bei mir ist es so, daß ich mich befreit fühle, wenn ich ´ne Runde geweint habe. Ich versuche nicht mehr zu unterdrücken, sondern zuzulassen. Mir tut´s gut und ich denke, das wird ja wohl auch seinen Sinn habe, warum es die Einrichtung bei uns gibt ;-).

    Schöne Grüße
    Mieken