Beiträge von Maria

    Hallo und danke schön!

    Zeitdruck hinsichtlich nie wieder, habe ich nicht. Denn das ist für mich klar, ein Glas geht nicht und deswegen lasse ich gar keine Gedanken in diese Richtung zu.

    So wie Backmaus es beschreibt, da finde ich mich recht gut wieder. Was die besonderen Anlässe angeht oder die Verknüpfungen mit bestimmten Situationen.

    Sylvester oder Weihnachten könnte ich mir denken, wenn ein paar ins Land gezogen sind, wird der Umgang mit solchen Tagen einfacher.

    Doch heute z. B. Wochenende nach einer recht stressigen Woche, prompt schlagen die Gedanken an. Ich bilde mir ein (oder es ist die Hoffnung darauf), daß nach x-solchen Situationen, die ich ohne Alkohol gemeistert habe, mein Gedächtnis sich drangewöhnt haben dürfte und mir diese Gedanken gar nicht mehr zu schicken braucht.

    Damit produziere ich mir vlt. sogar den Druck selbst, weil ich mich zeitlich unter Druck setze... kann schon sein.

    Etwas kompliziert... ich weiß, aber deswegen hatte ich ja auch gefragt, ob es jemand anderen auch so ginge ;) und mir nun sagen kann... nur Geduld... das wird schon ;)

    Wobei ich sagen kann, daß ich diese Gedanken nicht mehr so regelmäßig habe, wie am Anfang. Schon oft genug habe ich verwundert festgestellt, daß ein Wochenende (das fällt mir halt schwer) vergangen ist, ohne daß irgendwelche Gedanken aufgekommen sind.


    Lg Mieken

    Danke schön.

    Ich wäre nicht Ich, wenn ich nicht nochmal nachhaken würde ;)

    Diese Erkenntnis hattet ihr sofort?
    Oder hat das eine gewisse Zeit der Nüchternheit vorausgesetzt?
    Oder kommt ihr immer mal wieder an den Punkt, wo der Gedanke aufkommt - und nach gewissem Nachdenken klar wird... es geht nur über die 24 Stunden, weil der Blick bis ans Lebensende eher behindert und sogar die gutgemeinten Vorsätze blockieren?

    Lg Mieken

    Kreuzstich... habe ich auch gemacht. Eine zeitlang wie eine Bessene. Meine langjährige Freudin fand mich zu der Zeit ziemlich merkwürdig *lach*

    Meine Idee für dich wäre eher die gewesen, etwas unter die Leute zu kommen. Zwanglos irgendwie, aber doch so, daß es dich bereichert.

    Backen tust du gerne. Vielleicht ist das ausbaufähig. Es gibt doch auch so Kochkurse, die nur mal über einen Abend gehen. Ist das auch nix? So mal zum wieder reinschnuppern und von zu Hause weg sein.

    Ich bin Läuferin. Doch mit Sport war das nix bei dir... also schweige ich in diese Richtung ;)

    Lg Mieken

    Hallo espoir,

    mir geht es wieder gut. Danke der Nachfrage. Ich war zuwenig bei mir und zuviel bei meinem Mann in seinem Kopf. Jetzt konnte ich wieder loslassen und gleich geht es doch viel besser - so habe ich den Platz für mich selbst ;) in meinem Kopf.

    Meinen Thread hier im offenen Bereich habe ich geschlossen, weil ich gemerkt habe, daß ich so irgendwie für mich stehenbleibe. Er hat mich immer daran erinnert wie es war, als ich hier angekommen bin. Doch in der Zwischenzeit ist ja ganz viel bei mir passiert, weil ich weitergegangen bin.

    Ich habe für mich vermehrt die Erkenntis erhalten, daß ich erst was loslassen muß, um weitergehen zu können. Und da war der Thread halt fällig ;) Außerdem ist es sehr schwierig zwei intensive Threads zu führen und hier im offenen Bereich eine abgespekte Version zu liefern. Ich meine - ich bin ja hier, weil ich an mir arbeite.

    So nun aber wieder zu dir ;)

    Backen ist ja nicht schlecht. Hast du dir denn mal Gedanken in die Richtung Sport oder Kurse oder irgendwas regelmäßiges gemacht, wo du auf Leute triffst? So wie ich dich hier kennengelernt habe, ist dir Austausch wichtig und bereichert dich... das kann man real doch auch gut haben. Nicht so sehr verpflichtend - aber doch so, daß man was anderes vor die Augen bekommt.

    Lg Mieken

    Hallo,

    ich lese hier öfter von Zeitdruck beim Trockenwerden . (mir selbst geht es oft genug auch alles nicht schnell genug)

    So setze ich mich selbst oft unter Druck und produziere mir Suchtgedanken quasi selbst.

    Wie war oder ist es bei Euch?
    Was wendet ihr an, um runterzukommen bzw. euch wieder klar zu machen, daß das trockene Leben ja keine Zeitbeschränkung haben soll und eine gesunde Portion Gelassenheit hilfreich wäre?

    Lg Mieken

    Zitat

    Hab mich zu oft verrannt und mag das net aber es ist eben unumgänglich

    Nö... das seh ich anders.

    Ich habe mich auch oft verrannt, denn ich habe eine sehr ausgeprägte Orientierungsschwäche. Die zeigt sich in allen Bereichen.

    Was ich lernen musste war, einfach nach dem Weg zu fragen ;)

    Was du beschreibst mit den Gefühlen... ja... sie können einem schon echt Angst machen - mit ihrer Wucht. Doch ich finde immer noch besser als nichts zu fühlen, weil alles tot oder betäubt ist.

    Ich sehe es mittlerweile so, daß wenn ich ehrlich sage, wie es in mir drinnen aussieht, niemanden weh tue. Ich tue nur weh, wenn ich nicht die Wahrheit sage und meine Leute im Glauben lasse, ganz anders zu sein. Das tut weh. Aber nicht nur meinen Leuten, vor allem tut es mir weh. Weil ich mich nicht zeige, wie ich bin.

    Lg Mieken

    Hallo Nine,

    es ist erforderlich, daß wir uns veränderm. Anders geht es doch gar nicht.

    Wir haben nie nach anderen Wegen gesucht, sondern nur nach Gründen das nächste Glas zu leeren. Nun suchen wir nach Wegen das Glas stehen zu lassen, dies muss uns sogar verändern - im positiven Sinne.

    Du liest dich hoffnungslos und das ist nicht gut.

    Mir hilft meinen Blickwinkel immer positiv auszurichten. Nicht darauf zu schauen, was nicht mehr ist oder nicht mehr möglich ist, sondern mir deutlich hervorzuheben, was ich erst jetzt kann.

    Und davon gibt es 1000 kleine Dinge, die zu etwas ganz großem werden können. Ich muss und darf das auch zu lassen und brauche mir nicht selber im Wege rum stehen.

    Was drückt dich für ein Gefühl? Was bildest du dir ein? Versuche das in Worte zu fassen, vielleicht kannst du dem so den Schrecken nehmen?


    Lg Mieken

    Hallo espoir,

    gelesen habe ich die letzten Tage bei dir... hatte mit mir selbst viel zu tun, da war ich ganz voll von.

    Habe mich viel im Kopf von meinem Mann aufgehalten - ähnlich gelagert wie bei dir :wink:

    Die Idee feste Paarzeiten festzulegen, finde ich persönlich sehr starr. Mir würde da die eigene Spontanität fehlen. Ich würde mich fühlen, als müsse ich auf Knopfdruck oder zum bestimmten Zeitpunkt gutlaunt, offen und gesprächsbereit sein. Uih... das ginge für mich gar nicht :wink:

    Was ich festgestellt habe (im übrigen auch in anderen Zusammenhängen) wenn ich mich auf mich alleine konzentriere und mich so davon löse im Kopf von meinem Mann herumzugeistern, ist der Platz und die Zeit für uns als Paar da. Von ganz alleine sozusagen. Ohne Termin - nur nach Bauchgefühl. Als hätte genau hierauf mein Mann gewartet. Schwer zu erklären... ist aber so.

    Verzeih mir, daß ich nicht auf dem aktuellen Stand bin... :wink: .
    Hast du ein Hobby oder etwas was du ganz alleine nachgehst unabhängig von deinem Mann? Für mich ist das enorm wichtig.

    Lg Mieken

    Hallo Mario,

    da hast du gut reagiert mit deinem Arztbesuch.

    Wenn dir die Medikamente nun erstmal helfen, ist es doch gut. Mach´ dir nicht zu große Gedanken rum. Irgendwann wirst du sie nicht mehr brauchen. Hast du mal überlegt, begleitend eine Therapie zu machen?

    Ich konnte am Anfang meiner Abstinenz auf Erfahrungen zurückgreifen, die ich in einer Therapie erarbeitet habe. Das hat mir ungemein geholfen.

    Es ist nicht einfach anfangs mit aufkommenden Konflikten umzugehen. Wir können es nicht mehr allen Recht machen - das gehört auch zu unserer Trockheit. Geschluckt haben wir doch lange genug.

    An aller erster Stelle stehen wir, um uns zu stabilisieren und erst dann ist es sinnvoll weiterzugucken.

    Ich reagiere auch mit unterschwelligem Suchtdruck bei Überforderung. Mittlerweile gelingt es mir besser damit umzugehen und ihn als Warnsignal zu beachten, um SOFORT einen Schritt herauszunehmen.

    Vielleicht hast du die Gelegenheit, wenn sich eure Gemüter beruhigt haben, nochmal in Ruhe ihr zu erklären, was mit dir passiert ist. Laß´ dir aber die Zeit, die DU brauchst und setz´ dich damit nicht unter Druck.

    Dein eigener Rhytmus zählt,
    lg Mieken

    Hallo Hans,

    vielen Dank für deinen Beitrag, der mir wiedermal zeigt, daß es viele Chancen in unserem Leben gibt.

    Wir müssen zugreifen und sie nutzen.

    Es liegt an uns, was wir aus unserem Leben machen.

    Ich wünsche dir alles Gute und schließe mich Backmaus an, würde mich freuen, weitere Beiträge von dir zu lesen.


    Lg Mieken

    Hallo zerfreila,

    ich schalte gezielt um, wenn ich die Werbung als solche wahrnehme. Passiert mir häufiger, dass ich dahin gucke, aber gar nicht bewusst mitschneide, was ich da überhaupt ansehe.

    Mit dem Schluckreflex ist sehr interessant und ich denke auch, daß die Macher mit unterschwelligen Tricks arbeiten, um uns zu beeinflussen.

    Schlimm finde ich, die Nachrichten werden immer voller davon, weil sich junge Menschen ins Koma saufen und in der Werbung wird mit diesen jungen Menschen ein Sorglose-Welt dargestellt, wo Alkohol dazu gehört.

    Da steckt ein so großer finanzieller Apparat dahinter, es wird wohl noch dauern bis die Alkwerbung aus den TV verbannt wird. Ich denke aber, daß dies geschehen wird, wie es mit der Nikotinwerbung auch geschehen ist.

    Wir können dazu beitragen und mehr sensiblisieren, indem wir offen über unsere negativen Erfahrungen sprechen :)

    Meine Gedanken hierzu,

    Mieken

    Hallo Claro,

    mir ist es halt einfach aufgefallen, weil du anfangs noch eine andere Einstellung hattest.

    Ich stelle diese Entwicklung ebenso bei mir fest, dass meine Nüchternheit immer schützenswerter ist. Wo ich anfangs nur stur loslaufen bin, fange ich langsam an zu verstehen.

    Zitat


    Wenn diese Nüchterheit einfach zu erlängen oder zu wahren wäre, würde es diese Forum ja gar nicht geben. Es wäre überflüssig.

    Das stimmt. Deine Aussage hätte mir vor gar nicht so langer Zeit noch Angst ausgelöst. Nun langsam bekommt sie ein anderes Gewicht. Sie gibt mir nun die Gelegenheit mein Leben nach und nach wieder selbst in die Hand zu nehmen und verantwortlich damit umzugehen. So verschiebt sich langsam aber stetig die Relation. Von "ich darf nie wieder trinken" in "ich will nicht mehr trinken".

    Lg Mieken

    Danke Yvonne.

    Mir dient der Austausch noch zusätzlich, weil die Menschen in meinem Umfeld nicht nachvollziehen können, was es bedeutet suchtkrank zu sein und einen Weg daraus zu finden.
    Für Nichttrinkende ode Nichtsüchtige ist es selbstverständlich... dann trinkste halt nix mehr. Doch das dies nicht jeden Tag gleich einfach ist brauch´ ich hier gar nicht erklären, weil es vielen anderen ebenso geht. Das gibt mir eine Art von Gemeinschaftsgefühl, lässt mich einen Weg finden und etwas später oder am nächsten Tag sieht die Welt schon wieder etwas heller aus.

    LG Mieken

    Hallo Claro,

    da ist ja echt was in Bewegung bei dir.

    Mit deiner Frau das freut mich. Es ist auch für ihre frische Abstinenz gut, wenn bei euch etwas Ruhe einkehren kann.

    So heftigen Suchtdruck habe ich noch nicht erlebt. Mich plagt von Zeit zu Zeit das unterschwellige Gefühl, nun wäre Zeit einer "Belohnung". Das nervt mich, zeigt mir aber deutlich an, daß ich mich an irgendeiner Stelle überfordere. Ich versuche dann einen Schritt rauszunehmen und meist wird es nach kurzer Zeit besser.

    Mir ist der Abstand zu Alkohol in jeglicher Form sehr wichtig. Ich freu mich für dich, daß dir deine Trockenheit ebenso wichtig erscheint, als irgendwelche Feste. Es ist sicherlich nicht immer einfach. Doch mit Abstand und dem zu-mir-kommen fallen zumindest mir noch ganz andere Möglichkeiten ein, mein trockenes Leben weiter auszubauen.

    Wünsche dir einen guten Tag und sei achtsam mit dir,

    lg Mieken

    Hallo Hildegard,

    Zitat

    Damit ist ein riesengrosser Schritt für mich getan und ich bin dankbar dafür.

    Ja - das kann ich dir richtig nachempfinden. Mir fiel ebenso ein riesiger Brocken vom Herzen. Kann mich gut erinnern.

    Klasse. Gut gemacht.

    Denke aber trotzdem dran... schön langsam... eines nach dem anderen ;)

    Lg Mieken

    Hallo Nine,

    ein gewisser Abstand hat mir noch immer geholfen, um klarer sehen zu können.

    Allerdings muss ich mich auch immer so ein bisschen zwingen, den Abstand auch einzuhalten.
    Die Zeit wäre doch nun ideal gezielt zu schauen, was dir gut tun könnte. Nur dir allein.

    Lg Mieken