Beiträge von Maria

    Hallo k3n,

    herzlich willkommen im Forum.

    12 Wochen ohne Alkohol - herzlichen Glückwunsch.

    Bei dir ist die zusätzliche Belastung sehr hoch.
    Wie gehst du damit um, wenn er trinkt?
    Kannst du dich dem entziehen?

    Lg Mieken

    Hallo Eisbär,

    du möchtest trocken bleiben und das ist deine Ausgangsposition. Du befindest dich in keiner einfachen Situation und grad erhöhten Druck am Anfang ist nicht gut.

    Mein Ansatz war unter allen Umständen eine Ruhe herzustellen, die mir ermöglichte klare Gedanken zu fassen. So wie du schreibst, wirst du unter Druck bei deinem Mann eher das Gegenteil erreichen.

    Gibt es für dich die Möglichkeit, dich zurück zu ziehen und für dich zur Ruhe zu kommen?

    Ich hatte und habe zeitweise auch mit Unverständis zu kämpfen. Mein Mann hat mir zwar geholfen die Wohnung alkfrei zu machen, doch meine Krankheit anzuerkennen, damit tut er sich auch heute noch schwer. Ich versuche mich nicht von seinem Verhalten beeinflussen lassen und laufe stur weiter Richtung stabile Trockenheit.

    Bzgl. eines Hobbies ist es nie zu spät. Hast du etwas was du schon immer machen wolltest, aber immer verschoben hast, weil der Pegel schon zu hoch war? Dann ist es an der Zeit damit zu beginnen.

    Ich bin grad mit meinen Kindern noch spazieren gewesen und anschl. ein Eis kaufen. Da habe ich für mich noch so gedacht, das wäre nie möglich gewesen, weil ich zu diesem Zeitpunkt sonst schon zu voll war.

    Auch kleine Dinge können unendlich gut tun.

    Ich wünsche dir, daß bei dir etwas Ruhe einkehrt. Mir hat das Schreiben hier auch sehr geholfen,

    lg Mieken

    Hallo Eisbär,

    herzlich willkommen im Forum.

    Hast du dir Gedanken gemacht, wie du deine "kritische" Zeit überbrücken kannst?

    Für mich durfte es auch ab einer bestimmten Uhrzeit losgehen. Deshalb habe ich mir gezielt etwas für diese Zeit vorgenommen. Das hat mir Druck erspart.

    Hast du vlt. Hobbies, die du neu oder wieder aktivieren kannst?

    Lg Mieken

    Hallo Jacky,

    komme grad vom Spaziergang wieder und habe dran gedacht, wie es war als ich am Anfang stand.

    Ich möchte dir hierlassen, daß es nicht die Absicht von den Schreibern ist, dich zu verunsichern oder gar unter Druck zu setzen.

    Ich schreibe dir, wovon ich nun weiß, was mich trocken bleiben lässt im Gegensatz zu den Versuchen, wo ich nach 4, 5 oder 6 Wochen wieder angefangen habe zu trinken.

    Versuche zur Ruhe zu kommen und herauszufinden, was dir gut tut.

    Du hast schon zwei wichtige Schritte unternommen, mit dem Arztbesuch und der Anmeldung hier. Das sind die ersten Schritte in die richtige Richtung.

    Ich hoffe, dir geht es gut und freu mich von dir zu lesen,

    lg Mieken

    Hallo Jacky,

    nein - in 4 Wochen habe ich auch nicht so viel geschafft.

    Dennoch war für mich - als ich mir eingestanden hatte Alkoholikerin zu sein - sofort klar, daß ich keine Chance habe, wenn ich so weiter mache, wie in meinen zahlreichen Trinkpausen zuvor. Die bin ich nämlich so angegangen, daß ich niemandem was gesagt habe und mich still und heimlich aus meiner Sucht schleichen wollte. Mit dem Ziel jedes Mal viel schwerer den Neuanfang zu schaffen.

    Ich habe zunächst nur mit meinem Mann gesprochen, der unmittelbar vom alkoholfreien Umfeld betroffen war. Das hatte für mich höchste Priorität.

    Von dort aus - meiner sicheren Burg - geht alles weitere für mich in kleinen Schritten.


    Lg Mieken

    Hallo espoir,

    so Tage gibt es. Gestern hatte ich einen ähnlich gelagerten. Irgendwann gebe ich auf und hoffe, daß der neue Tag wenigstens ein kleines bisschen besser beginnt. Das klappt in aller Regel schon.

    Ich wünsche dir eine gute Besserung. Sei gut zu dir, egal wie du heute drauf bist,

    lg Mieken

    Hallo Susi,

    das sind ja gute Nachrichten. Das freut mich für dich.

    Das hast du gut erkannt, daß du alles zunichte machst, wenn du wieder trinkst. Es ist gut, dass du es selbst siehst. Weiter so!

    Lg Mieken

    Zitat

    Aber es waere unehrlich, diese Gedanken zu verschweigen.

    Oder zu ignorieren... das sehe ich auch so.

    Es ist gut, daß du drüber schreibst. Doch schau mal auf die Sichtweise.

    Wie Oliver auch schreibt: schöne Kneipe?
    schönes Glas Wein?

    Alkohol uns nichts schönes getan. Er vernichtet und tötet uns, wenn wir es ihm erlauben!

    Lg Mieken

    Hallo Jacky,

    herzlich willkommen im Forum.

    Ich erkenne doch viele Parallelen zu dir. Ich habe mich vor ca. 10 Monaten für das abstinente Leben entschieden und kann dir sagen, das war die beste Entscheidung meines Lebens.

    Auch ich bin immer wieder daran gescheitert, meinen Alkoholkonsum kontrollieren zu können. Habe immer wieder Trinkpausen eingelegt, um wieder und wieder zu scheitern. Seitdem es für mich klar ist, das erste Glas muss stehen bleiben, hat der innere Kampf aufgehört.

    Ich freue mich für dich, daß du den Weg hierhin gefunden hast.

    Meine erste Handlung (nach dem Arztbesuch) war mit meinem Mann drüber zu sprechen und die Wohnung alkoholfrei zu machen. Mein alkoholfreies Zuhause ist meine sichere Burg.

    Wie kann das bei dir aussehen, weil du schreibst, daß er dich nicht ernst nimmt?

    Lg Mieken

    Hallo Koko,

    ich stimme Kommal zu.

    Es ist deine positive (?) Verbindung, die du zulässt.

    Wenn sich bei mir mein unterschwelliger Suchtdruck meldet, schaue ich, wo kann der herkommen. Was ist geschehen, daß dieses Gefühl aufkommen kann?

    Und wie kann ich jetzt konkret dagegen steuern, damit der Gedanke wieder geht oder enttarnt wird.

    Das haben wir selbst in der Hand, wie wir mit den Gefühlen und Gedanken umgehen.
    Lasse ich sie zu und verstärke sie? Oder nehme ich sie zur Kenntnis und steuer dagegen?

    Lg Mieken

    Hallo Vogel,

    Es ist keine einfache Situation für dich, doch mit Alkohol wäre sie um ein vielfaches schlimmer und hätte die Beziehung auch nicht dauerhaft gerettet. Ich denke in solchen Momenten wieder in 24 Stunden - da ist überschaubar.

    Es ist schön, daß du dich deiner Mutter und auch Exfrau anvertraut hast.

    Zitat

    jetzt spiele ich ne runde menschärgere dich nicht

    Solche Momente geben mir auch viel Kraft,

    viel Spaß und ärgere dich nicht ;)

    Lg Mieken

    Hallo Isabella,

    herzlich willkommen im Forum.

    Fang langsam wieder an. Mit jedem trockenen Tag wächst die Kraft und die Zuversicht, wenn du das erlaubst.

    LG Mieken

    Hallo Dagmar,

    der Impuls etwas ändern zu wollen muss in uns selber entstehen. Da gebe ich dir Recht, anders geht es nicht.

    Bei mir ist es mit einem kleinen leisen Impuls angefangen, den ich langsam nährte, in dem ich mich anfing zu informieren. Ich hatte so viele AHA-Erlebnissen und konnte dadurch erkennen, daß ich selbst aktiv werden musste. Solange ich auf das Umfeld wartete, verstellte ich mir selbst die Sicht darauf, daß ich selbst für mein Leben verantwortlich bin.

    Ich habe mich über Monate hier im Forum lesend aufgehalten und habe Beiträge über erfolgreiche erste Schritte ins suchtmittelfreie Leben verschlungen. Sie haben mich bestärkt, es ist niemals zu spät. Sofern ich anfange und loslaufe.

    Du schreibst aus einer anderen Sicht heraus, wobei das Erkennen und das Handeln danach, das gleiche ist. Wir sind für unser Leben selbst verantwortlich.

    Danke für dein Post,

    lg Mieken

    Ist schon okay, espoir.

    Wusste ich ja vorher, wenn ich vermehrt im Offenen Bereich schreibe, daß ich aufgespürt werde ;)

    Als ich später in den geschlossenen Bereich gewechselt habe, habe ich mir von den Usern auch die Anfangszeiten hervorgeholt. Aus deren Entwicklung habe ich eine große Motivation für mich schöpfen können.

    Übrigends verspüre ich seit Heute ein leichtes Kratzen im Hals ;) koooomisch

    lg Mieken

    Zitat

    Da nun der Übergang fliesend ist , wird es schwer zu unterscheiden sein, wann das freiwillige ,in ein Muss übergeht.

    In meiner trinkenden Zeit hätte ich das auch nicht unterscheiden können. Ich weiß es auch bis heute nicht; ist mir auch nicht ganz so wichtig.
    Auf jeden Fall war es lange Zeit bevor ich mir überhaupt Gedanken drum gemacht habe, daß was mit meinem Konsum in soweit nicht stimmt, daß die alleinige Abstinenz die einzige Möglichkeit ist.

    Falls ich Gedanken in dieser Hinsicht hatte, hab ich sie mir weggetrunken. Habe ich eh mit allen Gedanken oder Gefühlen gemacht, die mich in irgendeiner Form geängstigt haben.

    Zitat

    wo ist eigentlich der unterschied zwischen mißbrauch und süchtigem trinken? vielleicht sollten wir hier mal ein paar punkte zusammen tragen die für euch den unterschied ausmachen, wo seht ihr die schwelle überschritten?

    Jedoch führt regelmäßiger Mißbrauch zur Abhängigkeit.
    Ich war noch nicht körperlich abhängig. Bin aber nun im Zuge Abstinenz immer wieder extrem erstaunt, wie sehr ich psychisch abhängig war. Welche Macht der Alkohol über mich hatte und wie fest verwurzelt das ist.

    In unserem Pfarrheim gab es damals eine Aufklärung über Alkohol und den Folgen des Alkoholmissbrauchs. Unser Jugendleiter kam aus einer größeren Stadt und war entsetzt, wie sorglos wir Jugendliche auf dem Dorf mit Alkohol umgingen.
    Dort wurde auf die ersten Anzeichen aufmerksam gemacht, bei welchen Trinkgründen man hellhörig werden sollte. Ich habe mit 15 Jahren bereits die dringende Empfehlung gehabt meinen Konsum zu überprüfen.

    Zitat

    es ist ja niemand süchtig weil er sich mal total betrinkt.

    Ich weiß nicht. Auch wenn man sich (mal) total betrinkt, heißt es doch, daß keine natürlich Grenze vorhanden ist, die einen warnt. Somit muß doch eine gewisse Anlage da sein, zumindest für den Mißbrauch. Warum sollte ich mich sonst betrinken?

    Zitat

    Wenn mir aber jemand gesagt hätte ich wäre abhängig...

    Ich habe zuletzt drauf gewartet, daß es mir jemand sagt. Ich habe regelrecht provoziert, noch mehr getrunken. Habe mich (weil mich niemand drauf ansprach) noch mehr in mein Selbstmitleid begeben und wieder mehr getrunken.

    Es hat keine Erleichterung mehr gebracht.
    Aber vlt. dadurch die Erkenntnis, entweder weiter Selbstmord auf Raten oder endlich mit Leben beginnen.

    Mieken

    Hallo espoir,

    uih... jetzt ist mir grad ein bisschen komisch geworden.

    Habe vor kurzem noch hier drin gelesen und war bislang echt froh, daß er in der Versenkung verschwunden ist :wink:

    Auch grad beim nochmals Nachlesen. Ich weiß noch genau, wie ich mich gefühlt habe, wie die Gedanken waren, zäh und klebrig.
    Jetzt weiß ich, daß ich zu dem Zeitpunkt noch gar keine Ahnung davon hatte, daß trocken werden und trocken sein zwei unterschiedliche Dinge sind.

    Alleine die Überschrift schon... total groß...tzig :roll:

    Dennoch entsprach es meiner Art vor dem Alkohol zu kapitulieren. Es laut rauszubrüllen, um Hintertüren erst gar nicht zuzulassen.

    Ich habe mehrfach im meinem TB drüber geschrieben, daß ich überhaupt keine Ahnung davon hatte, wie mein alkoholfreies Leben aussehen könnte. Ich wußte eigentlich nur, daß es so nicht weitergeht. Aus diesem Grunde bin ich recht ahnungslos einfach los marschiert. Vlt. sogar gut so ;)

    Nun bin ich fast 10 Monate ohne Alkohol und lerne mich neu oder überhaupt erstmal richtig kennen.
    Ich fühle mich nicht mehr, als würde ich auf der Stelle festkleben und verharren. Ich bin in Bewegung und fühle mich frisch.
    Es fällt mir nicht immer leicht, ich stoße häufig an meine Grenzen, doch eines weiß ich immer noch ganz genau:
    ICH WILL TROCKEN BLEIBEN!

    Zitat

    Heute glaube ich, dass jener Neid eher eine ungute Form des Selbstmitleids war.


    Das stimmt wohl. "Warum können die und nur ich nicht? Sie haben nicht das durchgemacht, was ich erleben mußte..."

    Zitat


    aber ich bin da jetzt einfach mal hartnäckig ...


    Bin ich auch, weil ich festgestellt habe, damit komme ich weiter ;)

    Danke espoir.

    Lg Mieken

    Hallo Claro,

    mir scheint es, als würde ich den Spiegel vorhalten und mein Umfeld damit verunsichern. Ich muß mir manchmal auch auf die Zunge beißen, damit ich nicht mit meinem Wissen um mich schlage. Für mich eine gute Übung bei mir zu bleiben und mich abzugrenzen.

    Ich halte mich möglichst fern von diesen Gelegenheiten, weil solche Situationen für mich schlecht sind. Ich mag die Gespräche nicht mehr, die alkoholisierte Menschen führen. Da geht es mir so wie dir, ich bin genervt und fühle mich auch irgendwie unter Druck gesetzt. Ich habe es aber selbst in der Hand, ob ich mich dem aussetze oder nicht. Und wähle für mich das Wegbleiben von solchen Situationen.

    Du schreibst dein zuhause ist alkoholfrei, doch bringt der Besuch etwas mit? Ich finde das ehrlich gesagt, ziemlich unverschämt von deinem Besuch, sofern er um deine Krankheit weiß.

    Du hast geschrieben, daß deine Frau deinen Weg nicht mitgeht und du bei ihr scheinbar auf Unverständnis stößt. Weiß sie denn um die Dringlichkeit? Oder hast du in diesem Fall gar keinen Zugang zu ihr, um ihr das nahe zu bringen?

    Mieken