Beiträge von Maria

    Guten Morgen ihr Lieben,

    wollte eigentlich gestern abend noch reinschauen, war aber einfach zu platt und war deshalb um 21.00 h schon im Bett verschwunden.

    Der Tag gestern ist ganz gut gelaufen. Ich war ja arbeiten und hab es einfach mal ein bisschen langsamer angehen lassen. Ich kann das meisterhaft mehrere Dinge auf einmal zu tun und mich so total zu überfordern. Gestern hab ich also anstatt - wie sonst üblich - eine Stunde länger zu bleiben, eine Stunde früher Schluß gemacht. So konnte ich zu Hause noch mal meine Joggingschuhe anschnallen und bin wieder eine Stunde gelaufen. Die Gleichmäßigkeit der Schritte in Verbindung der Natur läßt mich immer gut runter kommen.

    @Mandy,
    dein Posting könnte ich fast komplett zitieren, so spricht es mir aus der Seele.
    Das kommt meiner Motivation und meinem Entschluß es dieses Mal entschlossener anzugehen ganz nahe.

    Zitat

    Ich versuche Sie anzugehen und schiebe Sie nicht mehr weg, ich gehe offener mit der Sache um.

    Bei meinen bisherigen Alkoholauszeiten hab ich nicht konsequent gehandelt. Mir war das Problem schon bewußt, aber ich habe nicht wirklich was geändert. Ich habe halt einfach nur nichts getrunken.

    Zitat

    Aber ich bin ebend zufriedener, weil ich merke, wie viel ich erreichen kann, wenn ich nicht trinke.

    Ohne Kater morgens aufwachen und "nüchtern" den Tag angehen! Pläne zu schmieden, wobei ich nicht abwäge, trinke ich dort oder lieber nicht... Das ist eine Befreiung und wir sind der Auslöser.

    Für mich Tagebuch hab ich schon öfter geführt. Immer in meinen Lebenszeiten, in denen ich was verändern wollte. Denke drüber nach in den geschlossenen Bereich zu wechseln, da man dort offener über manche Dinge schreiben kann und etwas mehr ins Detail gehen kann.


    Laufschnecke

    Zitat

    Wen du aufklären möchtest und wen nicht, wirst du mit der Zeit herausfinden, nicht jeder muß ausführlich bescheid wissen.

    Ich bin jetzt noch gar nicht gefestigt, deshalb fällt es mir noch schwer mich zu outen. Bin noch sehr unsicher und dann kippe ich leicht um. Ich versuche mich deshalb gar nicht in solche Situationen zu bringen, wo ich mich erklären muß. Und hoffe, daß mit jedem Tag ohne Alkohol meine Gedanken klarer werden und somit die Entscheidung, wer was wissen darf oder nicht.


    Gotti ,
    dein Mann kann sich glücklich schätzen, daß du ihn so toll unterstützt. Ich denke deine Freundin mag dich, weil du es wirklich wert bist . Sie hat deine Entschlossenheit gemerkt und das wird ihr imponiert haben.


    Werde mich jetzt mal ein bisschen um den Haushalt kümmern und anschließend ein neues Teil zum Anziehen kaufen
    :wink:


    Wünsche einen schönen Dienstag,

    lg Mieken

    Hallo Mandy,

    wie schön, daß du wohlbehalten wieder da bist :)

    Unser Tag war okay, aber doch viel zu hohe Temperaturen. Können wir alle nicht gut haben. Sohn 2 reagierte mit Kopfweh, somit waren wir um 16.00 h wieder zu Hause.
    Jeder macht dann seine Dinge. Ich habe gebügelt. Habe momentan immer ganz gerne was zu tun :wink: , mein Haushalt freut sich.

    Um sieben bin ich ´ne Runde joggen und habe mächtig geschwitzt dabei...ja - bloß raus das zeugs :wink:

    Ehrlich gesagt, weiß ich jetzt gar nicht so genau wie es weitergeht. Ich fange jetzt an in 24 Stunden-Intervallen zu denken, denn alles andere überfordert mich und macht mir Angst.
    Ich guck mir von nun an einfach mal jeden Tag an wie er so läuft. Bin den Druck los mich zu Hause verstellen zu müssen und das ist für doch Gold wert.

    Zu unserem Bekanntenkreis: Ab und an treffen wir uns auf Parties oder auf Geburtstagen. Sie kennen es schon von mir, daß ich schonmal nix trinke. Ob sie wissen das ich Alk.Probl. habe? Kann schon sein, daß der eine oder andere dachte... wow die kann nicht schlecht kippen... Glaub aber nicht, daß sich damit irgendjemand wirklich auseinander gesetzt hat. Angesprochen hat mich niemand. Außerdem hatte ich immer wieder Phasen, in den ich nicht getrunken habe, meist wenn ich mich sportlich auf irgendwas vorbereitet hab.

    Eine Freundin mit der ich mich häufiger zum Wein trinken verabredet hatte, möchte ich auf jeden Fall als nächstes einweihen. Wäre schön, wenn wir stattdessen Wasser und Tee trinken würden.

    Sonst warte ich einfach mal ab, denke mal es ergibt sich mit der Zeit, wem ich was erklären möchte und wem nicht.

    Was hat bei dir bewirkt, daß du es dieses Mal anders angehst?


    Nun schleich ich mich ins Bett hinein... war ´ne anstrengende Woche.

    Morgen ist arbeiten angesagt :). Freu mich drauf... mach meinen Job gerne.

    Ich wünsche dir eine gute Nacht und schöne Träume.


    LG Mieken


    P.S. Das hab ich alles 2 x geschrieben, weil mein böser PC zwischendrin abgestürzt ist. :evil:

    :oops: danke für die nette Grüße... das tut extrem gut.

    Dieser Weg wird bestimmt nicht einfach. Ich stelle ihn mir nicht easy vor... Aber es kann nur besser werden :!: Jede Veränderung beginnt mit einem Abschied und mit dem ersten Schritt. Erst dann ist Platz für Neues. Ich bin so froh, Nägel mit Köpfen gemacht zu haben.

    Ich fühle mich ein wenig gelöster und befreiter.

    Wünsche Euch einen schönen Sonntag. Wir wollen family-mäßig das schöne Wetter genießen und raus in die Natur :) .

    LG und bis später :wink:


    Hab ihm von diesem Forum erzählt.... jetzt denkt er nicht mehr, daß ich fremdchatte und auf der Suche nach nem anderen Kerl bin :P

    Hallo.

    Heute morgen hab ich das für mich schwerste Gespräch geführt. Und zwar das mit meinem Mann. Ich habe ihm meinen Entschluß mitgeteilt, von nun an ein Leben ohne Alkohol führen zu wollen. *Puh* das war ganz schön anstrengend.

    Nun bin ich doch sehr erleichtert, daß "es" gesagt ist.

    Er hat es für sich einen Moment sacken lassen und mir dann viele Fragen gestellt, worauf ich auch noch keine Antwort habe bzw. einen Weg habe.

    Ich habe ihn zunächst gebeten mit mir gemeinsam die Wohnung trocken zu legen. Das wäre für mich der erste ernorm wichtige Schritt, um überhaupt dauerhaft trocken zu bleiben.

    Er sagt, daß er meinen Schritt respektiert und mich unterstützen möchte; so gut er kann.


    LG

    Hallo nochmals,

    Kommal

    Zitat

    Ursachenforschung zu betreiben ohne Dir über deinen Status gewiss zu sein

    Sohn 1 ging es heute nicht gut. Ziemlich übel gelaunt war er, weil Sohn 2 mehrere Freunde zum Spielen eingeladen hat und Sohn 1 nicht ganz so kontaktfreudig ist. Also wollte er heute und jetzt sofort sein Zimmer aufgeräumt haben. Daß es das wirklich nötig hat, weiß er seit einigen Wochen. Immer wieder hat er es aber vor sich hin geschoben, aber so richtig aufraffen konnte er sich nicht. Ich habe ihm Hilfe angeboten, weil ich gesehen habe, daß es ihm alleine sehr schwer fallen würde. Habe ihm allerdings auch gesagt, daß er aber mal nicht meinen sollte, daß ich es für ihn erledigen würde.

    Gut - also heute sollte der Zeitpunkt sein.

    1.) Wir beide in sein Zimmer und haben uns die ganze Bescherung angesehen (Status aufgenommen :idea: )

    2.) Wir haben besprochen, welche Veränderungen in seinem Zimmer möglich sind und welche unbedingt notwendig sind.

    3.) Wir haben alle Dinge aus den Ecken gezogen. Chaos pur. Ein riesiger Haufen in der Mitte. Er hat nach und nach entschieden, welche Sachen er von nun an nicht mehr braucht und weg müssen oder dürfen.

    Nun ist das Zimmer erst einmal aufgeräumt und Sohn 1 ist gut zufrieden.


    Ist es das was du meinst, Kommal?


    Zitat

    Du musst es "nur" für dich akzeptieren und verinnerlichen.

    Das hört sich ja richtig easy an :wink:

    Hierfür gibt es ´ne Bedienungsanleitung ?


    LG

    Hallo Kommal,

    da ist was wahres dran.

    Ich bin sehr erleichtert mich jemand anvertraut zu haben und vergesse in der Euphorie, wie schwer mir genau dieser Schritt gefallen ist.

    Das muß ich erstmal einen Moment sacken lassen.

    LG

    Zitat

    Daran zweifelst Du für Dich gerade, richtig ?

    Genau so ist es.

    Stichwort: Tiefpunkterfahrung

    Ich bin ein mehr oder minder klar denkender Mensch, der abwägt was er tut oder lieber lässt.

    Dennoch kann ich mich vom Alkohol nicht klar distanzieren. Ich weiß, daß er mir nicht gut tut.
    Er hat mein ganzes Leben bestimmt. Ich möchte nicht, daß er das weiter tut.

    Er hat mir meine Kindheit und meinen Vater genommen und bedroht mich immer noch.

    Nun frage ich mich, was brauche ich noch um eine klare Grenze ziehen zu können?

    Wie muß ein Tiefpunkt aussehen, damit ich ihn akzeptiere?


    Oder sind das vorgeschobene Gedanken?


    LG

    Hey Biene,

    ich bin frustriert.

    Ich habe all meinen Mut zusammengenommen und hab bei der Ärztin die Hosen runtergelassen. Doch sie tut was ganz unerwartetes. Sie lenkt meine Probleme um. Sie sagt mir: Hey, ich weiß doch, wenn sie keine Probleme hätten, dann würden sie den Alk ja nicht trinken.

    Ich fühle mich in dem Moment unendlich befreit und denke *puh* da biste dem Teufel doch noch von der Schippe gesprungen...

    Aber wie lange?

    Hallo,

    Laufschnecke ,

    Zitat

    Da bist du weiter als ich, mit dem Weinen und überhaupt Gefühle rauszulassen tue ich mich noch sehr schwer

    Hab mich quer ausgedrückt, war nämlich ganz anders gemeint.
    Ich meinte damit, daß ich mich nicht ausgheult habe... sondern: als die Tränen schossen, ich alles dran tat damit wieder aufzuhören. Nach dem Motto: schnell wieder beherrschen, bloß nicht heulen hier... bist doch ´ne erwachsene Frau, da kannst doch nicht rumheulen.

    Ich tue mich sehr schwer damit, Gefühle zu zeigen. Ich meine damit echte Gefühle. Ich kann sehr gut Gefühle anpassen/schauspielern/vortäuschen. :evil: Daran möchte ich arbeiten. Ich möchte soviel Selbstbewußtsein haben, daß ich meine wirklichen Gefühle zeigen kann.


    Biene ,

    danke für deine Willkommensgrüße.

    Mir geht es heute nicht so gut.
    Hab viel nachgedacht über Tag und irgendwann eiskalt erkennen müssen, daß ich mir ganz schön nett was vormache. Ich tue so, als wüßte ich alles und baue mir so nebenbei `ne gute Entschuldigung für weiteres Trinken. Als würde ich eine Liste abhaken, a) erledigt, b) erledigt) c) ist nicht deine Schuld+wird später geklärt, d) brauchste nicht, denn du hast ja doch kein Alk-Problem.


    @Mandy,

    hey... wünsche dir ein schönes WE und freue mich, wenn du wieder da bist.


    LG

    Weißt du was ich richtig schade finde... ich würde dich jetzt umarmen und weinen lassen. Würde bestimmt mit heulen was das zeugs hält. aber sei´s drum... hab ich schon lange nicht mehr gemacht... heulen was das zeugs hält

    heute morgen: arztbesuch. es ging nix unter tränen, aber was hab ich gemacht? mich so auf einen level gebracht, dass ich reden kann.

    meinen kids sag ich: laß alles raus...heul solange geht.. hört dann wenn nicht mehr geht von alleine auf... und dann wird geredet

    du weißt ja, dass ich auch laufe... schnecke?


    vielleicht laufen wir ja mal zusammen?

    Laufschnecke

    Hab schon mal ein wenig in deinem Thema gestöbert und bewundere dich, daß du deinen Sohn beim Vater läßt. Hochachtung. Ich wäre dazu nicht in der Lage. Du hast erkannt... bei Papi ist grad jetzt besser. Toll.

    Dein Sohn wird stolz auf dich sein, wenn er das Erfassen kann. Jetzt grad natürlich nicht. Dafür hat er viel zu viel mit sich zu tun. Gut so! Er liebt dich. Und wird dir das wenn er das kann auch zeigen.

    Meine Pubertät war davon geprägt, meinem Vater Schnaps zu besorgen und deshalb mit Mutter Streß zu bekommen. Oder Vater keinen Schnaps zu besorgen und dafür lag Vater mir weinend in den Armen. Ich war 13 !

    Ich musste mich immer wieder entscheiden zwischen den Beiden... zwischen Mutterliebe/verständnis oder Vaterliebe/hass.

    Das hat mich erdrückt, weil keiner was wissen wollte, aber jeder hatts gewusst.

    @Mandy,

    du kennst dich aus hier. Danke für dein willkommen.

    Zitat

    Ich schreibe ja mehr in den Tagebücherbereich, aber nu habe ich ja Grund, hier auch mehr zuschreiben. Winken

    :)

    Ich hab mich zunächst entschieden, eine Weile im offenen Bereich zu sein.


    Ich war bislang so Ichbezogen, so dass ich auf deine Mitteilungen gar nicht reagiert habe. Würde ich gerne, weiß nicht ob dir das hier recht ist ...

    Denke mein Sport hat mich zumindest davor gerettet vollkommen abzustürzen. Diesem Therapeuten bin ich heute noch dankbar für seine Hartnäckigkeit mich zum Schwitzen zu bringen

    :)


    rg

    Zitat

    Ich hoffe, ich konnte dich motivieren, dich am Schopf zu packen und nicht den Alk als Gewinner siegen zu lassen.


    Ich habe mein bisheriges Leben lang den Alkohol als Gegner gekannt, gefürchtet und gehofft ihn besiegen zu können.

    Für mich war es als Kind eines Alkoholikers ein gefürchteter Gegner, den ich hoffte irgendwann besiegen zu können.
    Nun bin ich schon ne ganze Weile groß und kämpfe immer noch mit ihm. Meine Kämpfe sind andere geworden. Ich verändere die Taktik und die Geschwindigkeit, aber er ist doch viel größer und mächtiger als ich.

    Deswegen möchte ich kapitullieren und dem Alkohol den Sieg von ganzem Herzen gönnen. Ihm sagen... okay du hast gewonnen... herzlichen Glückwunsch.

    Aber gekriegt.... hast du mich nicht !!!

    Das wäre mir ein verlorener Kampf mehr Wert als der Sieg.

    Zitat

    Das größte Glück auf Erden ist die Familie!


    Ja das sehe ich auch so.

    Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit... danke für deine Worte.


    LG

    Hallo Mattie,


    Zitat

    Mir helfen am besten lange Spaziergänge im Wald, jedoch fängt das Rattern in meinem Kopf immer wieder an.


    Mein Therapeut hat mal gesagt... joggen wäre ne gute Möglichkeit
    a) frische Luft
    b) Natur
    c) Gleichmäßigkeit der Schritte
    d) Schwitzen = notwendiger Adrenalinabbau

    Vielleicht hilft dir das gleichmäßige Atmen, beim Abbau des Ratterns im Kopf

    LG

    Hallo Forenmitglieder.

    Nach meiner Zeit im Vorstellungsbereich möchte ich mich hier bei euch vorstellen.

    Bin 38 Jahre, habe zwei Kids und eigentlich müßte es mir blendend gehen. Ist aber nicht so, da ich meine Probleme mit Hilfe von Alkohol versuche zu lösen, oder zu ertränken... kommt auf die Stimmung an.

    Mir ist klar geworden, daß ich ohne Hilfe ein trockenes Leben nicht erreichen werde.

    Ich habe sehr große Angst davor, das gleiche zu tun wie mein Vater, der mit seiner Alkoholkrankheit unsere Familie mit vielen Verletzungen zurück gelassen hat.


    LG mieken