Beiträge von chaosimleben

    Hallo Pia

    sie hat ja geschrieben, ihr fällt kein Grund mehr ein zum saufen.
    Jetzt hat sie einen.
    Jeder regt sich über ihre Texte auf, keiner versteht sie und alle machen falsch was man nur falsch machen kann. Frage ich mich nur warum so viele hier noch trocken sind, und warum sich so viele untereinander austauschen und auch noch positive Eindrücke mitnehemen und aus all den geschilderten Erfahrungen noch lernen.
    Sorry aber der Sarkasmus musste jetzt sein.

    LG Cora

    P. S. noch ein Grund zum saufen. :twisted:

    Hallo Pia,

    ich wusste ja das es kommen würde, und ich habe mir auch schon einiges für die nächste Woche vorgenommen damit ich ein bischen abgelenkt bin. Ich denke das ich mich schnell dran gewöhnen werde, aber jetzt ist es für mich ein sch.... Gefühl.
    Und ich glaube ich will jetzt einfach mal in Selbstmitleid zerfließen :oops:
    Wenn ich Morgen Abend wieder zurück bin, werde ich mich erst mal hinsetzen einen Kaffee trinken und Bericht erstatten.
    Dann geht es mir sicher wieder besser und ich versuche alles positiv zu sehen. Kein Chaos mehr und ich kann mich wieder frei in meiner Wohnung bewegen. Und wenn ich will kann ich auch mal FKK machen. :roll:
    LG Cora

    So, jetzt ist es 5 vor 12
    Alles gepackt und morgen um 10 steht der LKW vor der Tür und dann ist mein Sohn unweigerlich weg. Mir ist zum heulen zumute. Aber mein Sohn freut sich. Was soll ich also tun? Mich beherrschen und einfach ein paar Zeilen hier schreiben. Dann schnell ins Bett und hoffen das morgen alles ganz schnell vorbei ist. Dann nach Hause und heuelen.
    oh Mann ich dachte nicht das mir das doch so nahe geht.
    Liebe Grüße Cora

    Hallo Vera,
    ich bin seit 30. Januar 2008 trocken. Habe meine Entgiftung in Oktober 2007 gemacht. Und in dieser Zeit habe ich das Forum für mich entdeckt. Ich habe diese negative Erfahrung nicht gemacht, aber war auch mal ne Zeit nicht hier. Ich finde es toll das dein Mann sich ebenfalls für dich Abstinenz entschieden hat. Das war bei meinem Partner nicht der Fall. Ich habe mich von ihm getrennt. Besser für mich. Aber es geht mir gut so wie es jetzt ist und ich erlebe jeden Tag aufs Neue mit einem Lebensgefühl wie ich es in meiner nassen Zeit nie erleben konnte.
    Und wenn ich an meine nasse Zeit zurück denke dann schüttelt es mich einfach nur. Nein mein jetziges Leben will ich nie wieder aufgeben.
    Liebe Grüße Cora

    Hallo Susanne,
    jetzt muss ich doch auch mal auf deine provokante Art hier was sagen.
    Ich verstehe dich nicht. Was willst du eigentlich hier? Du sagst du willst dich hier austauschen, aber was du hier machst ist einfach nur im Mittelpunkt stehen und alle anderen Maßregeln. Du redest von wir und sprichst aber von dir. Was hast du vor? Willst du uns sagen, das wir nach den falschen Prinzipien und Regeln leben? Alles das was hier abgeht ist falsch und sinnlos?
    Ich fühle mich von dir angegriffen auch wenn du mich nicht persönlich ansprichst. Ich bin jetzt ein Jahr trocken und war froh und dankbar das ich hier Menschen gefunden haben die mir Denkanstöße gaben und Hilfestellung leisteten.
    Wenn dir das alles nicht gefällt, warum bist du dann hier? Lass doch deine provokanten Sticheleien. Keiner hat dir Vorschriften gemacht oder dich in irgend einer Weise angegriffen. Ich finde das völlig daneben was du hier abziehst. Sorry das geht echt zu weit. Ich habe das Gefühl du stellst dich hier über alles und jeden. So kommst du sicher nicht weiter. Und über kurz oder lang findest du sicher wieder einen Grund zum saufen, und wenn es nur das Forum ist das dich nicht versteht.
    Gruß Cora

    Hallo guten Morgen, auch ich bin schon fit und habe mal gelesen was du geschrieben hast.

    Zitat von Lebenslust-1


    Im Ernst, manchmal habe ich zwar das Gefühl, es sei Zeitverschwendung, da ich doch jetzt auf dem richtigen Weg bin und soviel vor habe.

    Der Satz könnte fast von mir stammen. Ich wollte sogar die Therapie abbrechen weil ich so dachte. Aber lass das mal schön sein. Schnell streichen diesen Gedanken. Du wirst erstaunt sein was sich in der Therapie alles tut wenn du wirklich aktiv mitarbeitest. Und wenn du die Option auf Verlängerung hast, dann nimm es mit. Denn acht Wochen sind schnell um. Und versuch immer bei dir zu bleiben. Kontakte sind gut, aber lass all die Schicksale nicht an dich ran, das wird dir nicht gut tun und behindert nur deine Therapie. Und das mit dem Partnerverbot geht nicht auf die Sexsucht zurück, sondern eher dahin, das es schwierig ist, dort eine Beziehung zu pflegen und sich gleichzeitig auf das Wesentliche, nämlich auf die Therapie zu konzentrieren. Ich war in einer sehr großen Klinik mit 50/50 Männer und Frauen. Dort habe ich den Männern gleich die Grenzen aufgezeigt und signalisiert das ich dort nur Therapie mache und keinen Mann fürs Leben suche. Das hat super geklappt und heute habe ich noch zu einigen Männern Kontakt die mir echte Freunde wurden.
    Ich wünsche dir sehr das du dort zu dir findest und den Sinn der Therapie erkennst. Ich bin nun über ein Jahr abstinent und ich sage dir, bei allen Schwierigkeiten die das Leben auch nach der Therapie noch mit sich bringt, es ist ein tolles Gefühl die Sinne beisammen zu haben und klar denken und handeln zu könnne.
    Ganz liebe Grüße Cora

    Hallo Susanne,
    auch von mir alles Gute für die Therapie.
    Nimm sie ernst und denke immer dran das du es für dich tust. Ich war im vergangen Jahr vom 07.02. bis 26.06. in Therapie und mir konnte nichts besseres passieren. Was ich dir noch mit auf den Weg geben möchte: Viel Eigeninitiative und Motivation. Das ist wichtig, denn wenn du in einer großen Klinik untergebracht bist, kannst du leicht in der Menge verloren gehen. Das soll dir keine Angst machen. Ich hab das auch geschafft. Und immer an den Therapeuten kleben, damit sie sich auch intensiv mit dir beschäftigen. :lol:
    Alles Liebe Cora

    Hallo espoir,
    ich bin letztes Jahr im September umgezogen. Von einer 85 qm Wohnung in eine 50 qm Wohnung. Da hatte ich alle Hände voll zu tun. Streichen, ptzen, einricht usw. Dann ist mein Sohn vorrübergehend wieder bei mir eingezogen weil er erst jetz nach KL zieht um dort zu studieren. Also gerade als die Wohnung ihren individuellen Charakter erhalten hatte. So war alles fertig, ich hatte nichts mehr zu tun, mein Sohn kam, das Chaos war perfekt, und ich war glücklich :lol:
    Ich wusste das es nur eine Übergangslösung war und er über kurz oder lang wieder weg ist. Aber das habe ich vor mir her geschoben. Einfach verdrängt. Ich bin ja asuch einerseits ganz froh wenn ich mein Reich wieder für mich bewohnen kann, aber ich hänge eben sehr an meinem Sohn und KL sind eben auch 80 km von mir weg.
    und das mit den 2 Männern hat sich auch erledigt. Ich bin noch nicht bereit dazu mich mit einem Partner auseinander zu setzen, auch wenn er weiß wie es um mich steht. Und ich bin auch nicht bereit, einem Mann meine Lebensgeschichte zu offenbaren ohne fest mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen. Das ist mir alles zu anstrengend. Also bleibe ich lieber erst mal alleine.
    Wo wir wieder beim Thema wären. Auch ich bin nicht der Typ der sich alleine ins Cafe setzt oder abends in irgendwelche Lokalitäten geht. :roll:
    Ich habe Freunde mit denen ich reden kann und auch mal was unternehmen kann, auch meine Familie unterstützt mich, aber die kann ich ja auch nicht jeden Tag mit meinen Problemen nerven. Ich hoffe nur das ich jetzt noch ein paar Tage in der Firma arbeiten kann in der ich jetzt Vertretung mache. Dann gestaltet sich das alles ein wenig einfacher für mich.

    Liebe Grüße Cora

    Guten Morgen alle zusammen,

    da ich ein mitteilungsbedrtiger Mensch bin, will ich euch mitteilen, dass es heute mit dem Umzug von meinem Sohn los geht. Bis Sonntag soll alles vorbei sein. Mir ist schon ein wenig mulmit zumute.
    Dann muss ich mich wieder umstellen. Ich bin dann wieder alleine in meiner Wohnung. Das Chaos ist dann zwar beseitigt, aber wie geht es dann weiter? Es ist niemand mehr da mit dem ich mich abends unterhalten kann. Keiner mit dem ich über die unssinigsten Dinge diskutieren oder lachen kann. Ich war ja letztes Jahr schon alleine in meiner Wohnung, aber ich hatte mich einfach so daran gwöhnt das mir mein Sohn das perfekte Chaos in meiner kleinen Bude verusacht und das wir, seitdem ich trocken bin wieder so viele schöne Gespräche führen konnten. Ich habe schon ein bischen Angst davor, wenn er dann weg ist.
    Sicher das ist alles keine Grund wieder zu Saufen. Werde ich sicher auch nicht tun, aber ich habe Angst in ein Loch zu fallen, da ich psychisch auch noch nicht so stabil bin. Durch meine neue Arbeit, die ich zwar nur aushilfsweise habe, bin ich schon zwei Wochen nicht mehr bei meiner Psychologin gewesen. Das fehlt mir natürlich auch.
    Ich will nicht rumheulen, aber mir ist schon sehr seltsam zumute.
    Liebe Grüße Cora

    Hallo Boerni,
    auch ich möchte dich her begrüßen. War eine kleine Weile nicht hier, aber ich muss sagen. der Austausch hier hat mir gefehtl. Ich gehe aber auch in die reale SHG. Deine Laufbahn ist schon erschreckend, zumal du immer wieder alkfreies Bier konsumiert hast. Tust du das jetzt immer noch? Ich bin zwar erst ein Jahr abstinent, aber meine trinkpausen habe ich in den letzten Jahren auch gehabt. Nur zum Schluß ging es mir so beschissen das ich beschloß zu entgiften und LZ zu machen. In die Entgiftung ging ich erhobenen Hauptes mir 3,2 PRomille und erst nach einer Stunde fragte mich die Ärztin ob ich ein Alkoholproblem hätte. Das will ich nie wieder erleben. Darum sind Getränke wie das sogenannte alkoholfreie Bier oder auch Sekt und ähnliches absolut tabu. Ich freue mich jeden Tag aufs Neue das ich trocken bin. Gehst du denn regelmäßig in eine SHG? Wie gestaltet sich dein Alltag?
    Ich weiss jetzt das ich immer Alkoholikerin sein werde und wenn ich nicht höllisch aufpasse, bin ich ganz schnell wieder da wo ich nicht mehr hin will.
    Liebe Grüße Cora

    Vielen Dank Andi,
    ich weiss das jeden Tag aufs Neue vorsichtig sein muss. Das nehme ich mir auch zu Herzen. Die Einrichtung in der ich jetzt arbeite, kennt mein Problem und die Personalsachbearbeiterin hat mir letzte Woche auch noch mal gesagt, das ich dort nicht alleine bin wenn ich mal Probelme bekommen sollte. Das hilft mir sehr. In der freien Marktwirtschaft hatte ich diese Hilfe und Sicherheit nicht. Es wäre ein riesen Schritt, wenn ich dort fest anfangen könnte. Ich bin sehr zuversichtlich das mein Leben endlich in die Bahnen läuft die ich mir doch so sehr gewünscht habe. Ich sehe ja wie ich mich das letzte Jahr verändert habe. Natürlich läuft nicht alles rund, aber das ist kein Grund wieder mit der Sauferei anzufangen. Ich kann wieder klar denken und handeln. Das ist einfach ein tolles Gefühl.
    So, jetzt muss ich aber los, sonst verpass ich meine Bahn.
    Bis bald, Gruß Cora

    Hallo alle zusammen!
    Ich habe mich lange nicht mehr hier sehen lassen. Es waren turbulente Zeiten bei mir. Eine schwere Grippe die mich fast ins Krankenhaus brachte. Probleme mit meiner Mama die schwer an Krebs erkrankt ist, sich aber wieder sehr gut erholt hat, der Vater der an Demenz leidet, und der neue Mann, mit dem ich jetzt doch gebrochen habe.

    Aber auch positives gibt es zu berichten. Habe eine neue Arbeit. In einer kirchlichen Einrichtung in der ich letztes Jahr nach meiner Therapie ein Praktikum absolviert habe. Erst mal zur Krankheitsvertretung, aber eine halbe Stelle wird jetzt frei und alle fordern mich auf mich auf diese Stelle zu bewerben, weil sie so zufrieden mit mir sind. Ein schönes Gefühl, hebt mein Selbstvertrauen ungemein. Habe ich auch nötig. Und vor zwei Wochen hatte ich mein Einjähriges. Ja, ich hab ein Jahr Abstinenz geschafft. Bin ganz stolz auf mich. Ich kann es selbst kaum glauben. Ich weiss ich darf nicht übermütig werden, aber was kann jetzt noch schief laufen. Gut, mein Sohn zieht am Wochenende aus, aber das hatte ich ja schon. Er war ja nur noch mal übergangsweise bei mir. Also kenne ich das Alleinsein ja. Und mir hat es gut getan. Und ich habe meine SHG, meine Freunde und Bekannte und meine Familie. Meine Katze nicht zu vergessen :)
    Ich werde mich jetzt wieder öfter hier sehen lassen, denn bei allem Stress habt ihr mir gefehlt. Der Austausch, die Unterstützung und die Beiträge. Ihr gehört eben zu meinem Leben.

    Ganz ganz liebe Grüße Cora

    Guten Morgen Punker,

    wie ich aus deinen Zeilen entnehmen kann steckt schon eine starke Persönlichkeit mit Willenskraft in dir. Das ist eine große Hilfe für dein Vorhaben.

    Ich lese aber auch das dein Vater dem Alk wohl auch sehr angetan ist. Eine Tatsache die du oft hier findest. Meine Eltern und meine Großmutter hatten das gleiche Problem. Oma wurde immer belächelt, sie ist schon lange tot, darum kann ich mit ihr darüber auch nicht mehr reden. Meine Mutter ist seit vielen Jahren trocken. Mit ihr rede ich sehr viel über dieses Problem. Sie unterstützt mich wo sie nur kann. Ein Segen für mich. Mein Vater, na ja, der kapiert gar nichts. Da habe ich es aufgegeben. Sein Spruch mit 71 Jahren: Ich brauch das nicht, wenn ich nicht will dann lass ich es. Aber weit gefehlt. Na ja ich kanns und will es nicht ändern.

    Was ich damit sagen will, du wirst hier viele Betroffenen kennen lernen, die ebenfalls mit Alk behaftete Eltern oder andere Familienanghörige haben. Das können wir nicht ändern, nur akzeptieren. Und wenn es sich bei deinem Vater auch um einen Alkoholiker handelt, dann darfst du eh nichts auf seine Aussage geben. Er wird nie verstehen worum es dir in deinem Leben geht.

    Ich freu mich das du den Weg hier her gefunden hast. Und die Geduld stellt sich schon irgendwann ein.

    Lieben Gruß Cora

    Hallo Salome,
    auch von mir erst mal ein herzliches Willkommen.
    Den ersten Schritt hast du getan. SUPER!
    Es wird nicht leicht werden, aber das weisst du sicher. Das die Nachbarn dich meiden in einem kleinen Ort ist logisch, einer ist immer da der hetzt. Aber zieh erst mal dein Vorhaben durch. Wenn die Leute merken das eine Veränderung in dir vorgeht wird sich sicher der ein oder andere trauen mal wieder mit dir zu reden. Dann kannst du ja sagen was mit dir los ist und was du dagegen tust.

    Und übernimm dich jetzt nicht mit den vielen Vorhaben wie Umzug usw. Geh es langsam an.

    Was mich interessiert, hast du vor eine LZT zu machen? Da du ja schreibst das dich Ängste in den Alk getrieben haben wäre es sicher sinnvoll eine Therapie zu beginnen und auch nach den Ursachen zu forschen. Ist jetzt villeicht ein wenig viel für den Anfang, aber mir ging es ähnlich. Ich habe Borderline das aus der Kindheit und Jugend resultiert. Und das wiederum hat mich zur Alkoholikerin werden lassen, weil ich nicht an die Wurzel des Übels gegangen bin. Die Therapie die ich letztes Jahr gemacht habe, hat mir die Augen geöffnet und nun feiere ich am 30.01.09 mein einjähriges trocken sein. Es ist nicht immer einfach, aber wenn du weisst worum es bei dir geht, dann schaffst du es auch.

    Hier kannst du viel lesen und schreiben, und glaub mir, das hilft ungemein.
    Ich gehe auch in eine SHG, aber das Forum bleibt immer mein treuer Begleiter.
    Ich wünsch dir viel Kraft und Durchhaltevermögen.

    Lieben Gruß Cora

    Hallo Antonia,
    auch von mir ein herzliches Willkommen.

    Du schreibst das dich die vielen Menschen in der Entgiftung sehr berühren.
    Das ist schön das du dich um andere sorgst. Aber das ist völlig fehl am Platz. Jeder hat die Möglichkeit sein Leben zu ändern.
    Bleib bei dir. Du bist jetzt wichtig. Was andere mit ihrem Leben tun darf dich nicht berühren. Du möchtest keine weitere Entgiftung mehr machen. Die anderen hatten das wohl weniger im Kopf. Arbeite an dir und für dich. Zu viel Sorge um andere, ganz besonders wenn es Alkis sind, tut dir nicht gut. Soll keine Maßregelung sein. Nur ein Tipp damit du die Kraft die du jetzt benötigst ausschließlich für dich verwendest.
    Ich drück dir ganz fest die Daumen.
    Ganz liebe Grüße
    Cora

    Herzlich Willkommen Elli,
    schön das du hier her gefunden hast.
    Du schreibst:

    Zitat von misselli

    aber manchmal ist es doch sehr schwierig, ich habe allerdings der Familie ( Familie von meinem Mann, wo wir oft zu Besuch sind) noch nichts gesagt, so dass bei Besuchen, jetzt z.b. zu Weihnachten mir immer noch Alkohol angeboten wird, aber ich wollte da nichts sagen, weil sie nichts von meinem Problem wisse und ich nicht will, dass sie schlecht über mich denken, ist vielleicht quatsch, aber zur Zeit mache ich das fast nur mit mir alleine aus und rede wenig darüber, nur mit meiner Schwester, die mir aber keine Hilfe ist, weil sie selbst trinkt und mit einem Bekannten, der allerdings auch trinkt, wahrscheinlich ist das nicht gut, aber ich muß mir selbst erstmal klar werden und ich bin zur zeit sowieso sehr in mich zurück gezogen.

    Elli

    Wenn du trocken bleiben willst, reicht es nicht nur zu dir selbst ehrlich zu sein. Ich weiss es ist schwierig mit der Wahrheit raus zu rücken, aber es ist zu deinem eigenen Schutz. Du hast ja schon gemerkt, das dir immer wieder Alk angeboten wird, weil dein Umfeld nichts von deinem Problem weiss.
    Viele werden anfangs nicht verstehen was mit dir los ist. Wenn du aber ganz klar die Karten auf den Tisch legst und darum bittest dich in deinem Vorhaben zu unterstützen, wirst du schnell rausfinden, welcher Umgang für dich gut ist und welcher nicht.

    Das du erst mal mit dir ins Reine kommen musst ist klar, mir ist es nicht anders gegangen. Aber du bist ja auf dem besten Weg.

    Liebe Grüße
    Cora

    Lieber Punker,
    mein bester Freund, heute 44 Jahre hatte in deinem Alter das gleiche Problem. Immer mit Kumpels on tour, die Saufgelage wurden immer schlimmer, bis er an einem Morgen aufwachte nicht wusste wie er dort hin kam wo er sich befand und auch nicht wusste was in dieser Nacht passiert war.
    Da hat er für sich den Entschluß gefasst, das er etwas ändern muss. Für sich. Da war er 21. Viele Freunde haben ihn belächelt und aufgezogen. Die sind alle auf der Strecke geblieben.
    Bis heute hätte er noch ein Glas Alk anzufassen. Er geht seinen Weg bis heute und ist ein super Freund und Kumpel. Ich kann mit ihm lachen, feiern, Blödsinn machen und ihn jederzeit um Hilfe bitten. Er ist ein wahrer Freund und das ohne Alk. Mit ihm habe ich auch mein erstes Alkfreies Silvester gefeiert, und ich habe schon lange nicht mehr so viel Spass gehabt.
    Was ich dir damit sagen möchte ist, auch er hat sich in deinem Alter für ein neues Leben entschieden und hat durchgehalten, trotz blöder Sprüche und Unverständnis in seinem Umfeld.
    Und heute ist er eine riesen Stütze für mein trockenes Leben. Du siehst hätte er weiter gemacht, würde mir heute ein wichtiger Mensch abgehen.
    Mach weiter, lass dich nicht verunsichern. Und wenn das Leben einfach wäre, wäre uns sicher langweilig. :P

    Ganz liebe Grüße
    Cora

    Hallo Andreas,
    ich feiere in knapp drei Wochen erst mein einjähriges Trockenjubiläum. Ich finde es schön das deine Geschichte auch im offenen Bereich zu sehen ist. Ich habe schon viele Beiträge gelesen und oft in einen Spiegel gesehen. Das Forum ist für mich zum täglichen "Brot" geworden. Bin froh das ich dieses Forum für mich gefunden habe und hoffe, nein glaube, das ich es mit viel Geduld und Hilfe auch schaffe auf Dauer trocken zu bleiben. Sogenannte Trinkpausen hatte ich in der Vergangenheit viele. Immer wieder ein Grund mir zu sagen das ich ja kein Alkoholproblem habe. Wenn ich doch so lange ohn Alk sein kann. Bis dann die Abstände immer kürzer wurden und zum Schluß der dreimonatige Absturz kam. Da wusste ich, wenn ich jetzt nichts tue saufe ich mich unter die Erde. Darum bin ich jetzt auch stolz auf mich wie bewusst ich den 30. Januar ansteuere. Nämlich mit dem Wissen das es keine Möglichkeit mehr für mich gibt noch mal Alk anzurühren.

    Liebe Grüße Cora