Beiträge von Grazia

    Hallo Orlando

    Natürlich sind die Gedanken von Melanie richtig.
    Und da habe ich mir schon auch Gedanken darüber gemacht. War ich auch ziemlich schnell verliebt.
    Ich sehe es so...ich war lange lange Zeit nicht da. Ich war innerlich tot. Gefühle? Tja, ich glaube bei mir lief Programm : Überleben, da gibt es kaum Freiraum für Gefühle.
    Sich verlieben fühlte sich wie neugeburt. Ich war wieder DA, ich fühlte das Leben, ich fühlte mich wieder als Frau, als Mensch, ich fühlte wieder mein Herz, ich lebte!.
    Das war gut, das hatte ich nötig. Gut war auch, dass ich trotzallem doch auf mich aufpassen konnte. Irgendwann war mir klar, dass ER mir nicht das geben kann was ich jetzt vom Beziehung erwartet habe. Ich habe schluss gemacht, auch wenn Gefühle noch da waren, und das machte mich stark. Ich habe mich für mich eingesetzt, das war eine neue Erfahrung für mich.
    Ich lebe jetzt seit über zwei Jahren mit einem Partner zusammen, wo ich sagen kann - so will ich es, so ist es richtig.

    Ich habe Zeit für mich gebraucht, aber gleichzeitig wollte ich Jemand haben, weil ich seit vielen Jahren seelisch einsam war. Ich kann für mich sagen, für mich war es richtig.

    Ich wünsch Dir was

    LG GRazia

    Hallo Emma

    Mein Ziel war/ist es für mein Leben verantwortlich zu sein. D.h. ich möchte dass es mir gut geht, und das beinhaltet, dass ich meine Co-Abhängigkeit nicht mehr leben will. ich möchte einen Partner der auf meiner Augehöhe steht, und das kann (für mich) kein nasser Alkoholiker. Für mich will ich ein Leben ohne sich für andere zu opfern, sich selber hintenanstellen.

    Wenn Du Deine Partnerschaft sich so vorgestellt hast, wenn Du die so leben willst, ist es ja ok.
    Du hast ja auch recht dazu. Dir geht es aber nicht wirklich gut, und deswegen glaube ich wirst Du auch hier nicht verstanden. Ich habe den Eindruck, dass Du das beste aus der Situation machen willst.
    Ich für mich wollte das nicht mehr. Weil das beste war mir nicht gut genug.

    LG Grazia

    Hallo Emma

    Ich glaube der punkt wo sich hier die Geister scheiden ist der, dass wir hier die Co - Abhängigkeit nicht mehr ausleben möchten. Wir möchten genesen.

    Mein Eindruck ist, Du möchtest MIT Co-Sucht so gut wie möglich leben.
    Das ist etwa wie kontrolliertes Trinken bei Alkoholikern. Das es nicht funktioniert, wissen wir hier alle.

    Du hast Recht so zu leben wie Du es möchtest. Ich glaube aber austausch über Co-ausleben ist hier falsch am Platze.
    Deine geschichte ist für mich persönlich nicht nachvollziehbar, aber das ist meins.
    ich glaube Dein Ziel stimmt mit dem Ziel des Forums nicht überein und so kann Dir keiner Helfen.

    LG Grazia

    Hallo LM

    Du bist eine starke Frau, wow. Wenn es ganz schwer ist, denk daran wie es war, wo er getrunken hat und Du bei ihm wars, das hilft Dir bei Deinem entschluss zu bleiben.
    Er weisst jetzt, er kann nicht beides haben, Dich UND Alk.
    Jetzt ist er an der Reihe, sich zu entscheiden. Du hast ihm diese Chance gegeben.
    Bleib stark

    Noch etwas - wahre Freunde sind dazu da, um sie genau in SOLCHEN Situationen zu "belästigen".
    Wäre es ein Versuch wert, einer guten Freundin sich anzuvertrauen?. denk darüber nach.

    LG Grazia

    Liebe Aurora

    ja, die lieben Wehwehchen. ich habe meine Einlagen letzte Woche geholt samt Schuhe, hoffe die helfen und die Schmerzen wieder weg sind.
    Und heute darf ich meine Brille abholen - endlich.
    Ist es nicht schön - dieses stinknormalle, langweilige Leben? ;)

    liebste Grüße

    Grazia

    Hallo Clärchen

    Das kann ich alles gut nachvollziehen was Du schreibst. Wichtigste ist, dass Du Dein wohlergehen und Dein Glück nicht von Deinem Mann abhängig machst. Das ist schwer, aber machbar.
    Jeder Tag ist ein wertvoller Tag, mach das beste draus.

    Liebe Grüße
    Grazia

    Hallo Clärchen

    Geduld?? Kenne ich nicht. ;)

    Ja, es gibt Tage und Tage, und es fällt mir immer leichter sie einfach zu leben. Und das tut gut.
    Das Lichtlein am ende des Tunnels wird immer größer und heller, und ich kann immer mehr Dinge sehen und erkennen.
    Mein Zusammenbruch, mein Tiefpunkt war vor fast genau 4 Jahren. In dieser zeit, denke ich, habe ich viel erreicht. Es geht mir gut, ich fühl mich gut (auch wenn es mir schlecht geht) und das ist das wichtigste was ich erreicht habe.
    Wieder DA zu sein. ICH-MICH-MIR-MEINS es ist wichtig für mich.

    Ich wünsch Dir was :)
    LG Grazia

    Hallo Ihr Lieben

    Sind wieder sehr gute Tage bei mir :)
    Und ich merke wieviele neue Verhaltensweisen bei mir schon im Bauch verankert sich. Das es so ganz natürlich geworden ist z.B. nicht immer automatisch für andere Verantwortung übernehmen. Das tut soooooo gut.
    Ich kann immer besser mich selber wahrnehmen und anzunehmen, und...sehr wichtig...richtige Balance zu finden.
    Ich geniesse es zu wissen, was ich will.
    Das klingt soooo einfach, und war sooooo schwer zu erreichen.
    Es wird............ :)

    LG Grazia

    Liebe Nici

    Oh, ist das schön langweillig ;) ;)

    Grade habe ich mir gedacht, mit unseren Veränderungen ist es wie mit unseren Kindern.
    Wir merken gar nicht wie die wachsen, erst wenn das Hosenbein mitten in der Wade aufhört, dann wird es für uns sichtbar.

    Ich denke manchmal (vor allen an den schlechten Tagen), Mensch Grazia, du bist so'n hoffnungsloser Fall, bei dir ändert sich nie was.
    Aber das stimmt gar nicht, wenn ich wirklich nachschaue, dann gibt es GROSSE Veränderungen, nur die schleichen sich so unbemerkt in mein Leben dass ich es gar nicht bemerke.

    In dem Sinne
    Liebste Grüße
    Grazia

    Hallo Thomas

    Solange Deine Frau nicht richtig Trocken ist ( und da meine ich nicht nut nichttrinken) da ist jedes vernünftige Gespräch umsonst.

    Was ist ein Mann? Wenn er zur seinen Schwächen und Fehlern steht, für mich das ist ein MANN.

    LG Grazia

    Hallo Waldliebende

    Gut hört sich es an.
    Weiss Du, es ist im Prinzip nicht anders als bei einem Alkoholkranken. Da heisst es auch, entweder/oder. Es geht nicht - nur ein kleines Bierchen zum Mittagsessen, oder nur ein kleines Weinchen am Abend. So auch bei uns, wir müssen uns ganz trennen (und da meine ich nicht unbedingt die Trennung von dem Menschen) von unserem "Stoff".

    Unsere denkweise muss sich ändern. Dieses: ICH WILL DASS ER.........
    Das muss weg. Wir müssen dafür sorgen dass es uns gut geht, dass wir glücklich sind.

    Ich lebe jetzt in einer "gesunden" Partnerschaft und ich merke wie ver-rückt mein handeln und meine Gefühle damals waren.
    Das hat mit Liebe und Partnerschaft NIX zu tun. Auch wenn wir glaubten, wir konnen nicht ohne, es ist unmöglich...Sucht war das, nicht Liebe, nicht Verantwortung, nur krankhafte Sucht.

    Ich wünsche Dir viel Kraft. Es lohnt sich.

    LG Grazia

    Hallo Waldliebende

    Es ist Teil und Sinn des Forum, feedback von anderen "Aussenstehenden" bekommen. Und den auch so annehmen.

    Ich habe auch den Eindruck, dass Du Dich gegen Sachen die zu schwer sind, sich wehrst und sie nicht wahr haben willst. Das hilft aber nicht weiter.
    Du musst sie nicht in Eingriff nehmen wenn Du nicht dazu bereit bist, aber es ist hilfreich sie anzunehmen.
    Du hast andere Sicht auf viele Dinge, weil Du noch zu sehr Co bist, weil Du nicht Objektiv sein kannst.
    Es ist hier keine Kritik, Du hast Recht dazu und musst Dich nicht verteidigen.

    Ich habe Dir was geschrieben wegen Respektlosigkeit. Ich habe auch nicht behauptet dass Du ständig so mit Deinem Mann umgehst.
    Tatsache ist, Du hast kein Respekt vor Deinem Mann. Punkt. Das ist keine Abwertung für Dich.
    Nimm als Tatsache an. Ob Du Konsequenzen daraus ziehst ist eine andere Sache. Klare Worte, klare Tatsachen - das hilft, wenn man bereit ist diese Hilfe anzunehmen.

    Auch wenn Du schreibst, dass Du ALLES versuchen willst, um ihm zu helfen, da schrillen bei Jedem die Alarmglocken. Das ist ein "nasses " Co-denken.
    Noch mal - es ist keine Kritik an Dich. Ich war ja auch an diesem Punkt.

    Erst wenn Du an dem Punkt bist : ICH MÖCHTE ALLES VERSUCHEN UM MIR! ZU HELFEN, erst dann bist Du auf dem Weg sich von Deiner Co-abhängigkeit zu lösen.

    LG Grazia

    Gut so Orlando :)

    So ist es richtig, und langsam kommen auch andere, schönere Dinge und Menschen die Dein Zeit "füllen" werden, wenn Du es zulässt.

    Pass auf Dich auf, die Sucht sucht sich gerne unsere schwache Momente, also immer genau nachschauen...

    Liebe Grüße auf den neuen Weg
    Grazia

    Hallo Flower

    Ich musste schmunzel gerade, weil mein Ex auch so ein Unikat war/ist.
    Er hat sich oft aufgeregt weil die Wohnung ist ja kein Bahnhof. Die Freude der Kinder waren ihn ein Greuel. Und ich sollte nur für ihn da sein. Und da war es kein Unterschied dass es seine kinder waren.

    Wegen der Wohnung lass Dich bitte beraten. Es gibt möglichkeiten. Er wird nie freiwilig ausziehen.

    Das die Beiträge hart sind und schmerzen...ja. Ich schreibe manchmal hart, das ist mir bewusst.
    Vielleicht weil mir solche Beiträge am meisten weiterbrachten? Weil ich mich dann geärgert habe und mich dann mit dem Thema auseinander setzen musste. Ich wollte ja dann eine Antwort schreiben, um zu beweisen dass das was man schrieb (in meinem Fall!) auf garkeinen Fall stimmt. Fast immer bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass diejenige doch Recht hat.

    Ich möchte noch anmerken, dass ich das alles aus meiner Eigener Erfahrung schreibe. ich war mit meinem trinkenden Mann über 20 Jahre zusammen, bis mein Körper aufgegeben hat. Bis ich fast gestorben bin. So muss es den anderen nicht gehen, deswegen meine Beiträge.

    LG Grazia

    Hallo Waldliebende

    Ich stütze mich auf das was Du schreibst, nämlich:

    Zitat

    Das "Meckern" von mir ist tatsächlich kein Meckern, sondern ein eher respektloses Behandeln, weil ich ihn nicht mehr respektieren kann. Ich habe ja keinen Respekt mehr vor ihm und das kommt leider manchmal durch

    habe ich das falsch verstanden?

    LG Grazia

    Hallo Waldliebende

    Ich möchte das Thema "Respoktlosigkeit" nochmal aufgreifen.
    Ich kenne es als Ehefrau, ich hatte null Respekt, ich war gehässig, gemein undundund. Das ist ja auch verständlich in der Situation.
    Ich bin aber auch ein EKA und aus dieser Position verstehe ich Deinen Sohn sehr gut.
    Ich war damals sauer. Sauer und wütend dass meine Eltern zusammen blieben und SO miteinander umgegangen sind.
    Solche Respektlosigkeit verdient kein Mensch auch Alkoholiker nicht.
    Es ist schlimm für ein Kind, die Eltern so zu erleben.
    Und...ein sehr schlechtes Vorbild.

    LG Grazia

    Hallo Sunshine

    Wichtig ist zu erkennen dass wir auch krank sind.
    Wir bleiben oft mit unserem trinkenden Partner nicht weil wir ihn lieben, sondern weil wir krank sind.
    Wir fallen immer wieder auf solche Partnerschaften rein, weil wir krank sind.
    Der einzige Ausweg aus dieser Spiralle ist, dass wir Anfangen sich um uns zu kümmern und an unserer Heilung zu arbeiten.
    Dazu braucht man m.E. profesionelle Hilfe, ohne geht es kaum.

    LG Grazia

    Hallo Zoey

    Mein Beileid. Das ist schrecklich traurig und ich kann mir nur denken wie es Dir geht.

    Du klingst sehr betroffen, ist ja kein Wunder. Lass Dir helfen. Wie wäre es mit einer Therapie? Die konnte Dir helfen dieses Trauma zu bearbeiten.
    Denk daran dass Du für Dich und Dein Wohlergehen verantwortlich bist. Auch für Dein Kind.

    Liebe Grüße
    Grazia

    Hallo Salbei

    JJa, das kenne ich. Wenn der Stress vorbei war bin ich erstmal zusammengesackt.
    Das ist gut und richtig. Auch wenn man sooooviel gleich machen möchte. Lass Deinem geschundenen Körper und Seele Zeit sich zu erholen.
    Die Energie kommt wieder wenn es Zeit dazu kommt.
    Ich habe mittlerweile gelernt, die (AUS)Zeiten anzunehmen. Manchmal fählt es schwer, das stimmt, aber gegen sich selbst zu kämpfen hat es keinen Sinn.

    Also lass Dich mal fallen. Nichts tun. Nichts schaffen.
    Nur SEIN. Auch das braucht Zeit und macht Sinn.

    LG Grazia