Beiträge von Grazia

    Hallo Flower

    Ich denke Du machst genau das gleiche wie er.
    Halbherzige Versuche aus der Sucht rauszukommen aber nicht WIRKLICH wollen.
    Du schreibst er respektiert nicht was Du willst. Wie denn? wenn Du Dich selber nicht respektierst.
    Ich kann Dir auch nichts anderes schreiben als all die anderen. Brauchst Du Hilfe für DICH? Die kannst Du hier bekommen. Ob Du sie annimst ist wieder eine andere Sache.
    Für ihn kannst Du nichts tun.
    Was muss noch passieren dass Du erkennst dass Du suchtig bist und Hilfe brauchst und die auch annimst?

    LG Grazia

    Liebe Saskia

    Na, sowas ist doch sehr schön zu lesen.

    Ich merke immer wieder, dass uns geholfen hätte, ein bisschen bescheidener zu sein. In dem Sinne, dass wir nicht alles haben konnen was wir wollen.
    Ich glaube, es hätte uns viel Leid erspart.
    Wir lieben, wir wollen geliebt werden, wir wollen dass er nicht trinkt, wir wollen mit ihn zusammensein, wir WOLLEN. Aber es ist nicht alles machbar was wir wollen. Das zu erkennen ist schwer, hilft aber viel.

    Du siehst ja, es tut weh, aber es geht Dir jetzt viel besser. Und das freut mich sehr.
    Es tut gut mit Liebevollen Menschen und Tieren umgeben zu sein. Es gibt so unendlich viel Kraft.

    Ich wünsch Dir was :)
    LG Grazia

    Liebe Nici

    Jaaaa, wir konnen Menschen sehr gut analysiere und einschätzen, und wir sehen gleich was schief läuft und wir wissen genau wie der Ausweg ist. Nur bei uns sehen wir es nicht, warum? Weil wir dann handeln mussten. bei den Anderen konnen wir Kopfschütteln und denken, man! wie kann man nur. Es fällt leicht weil wir eh da nichts tun können.
    Aber bei uns - da können wir, da sollten wir was tun wenn was schlecht läuft. Hmmm und das ist schwer.
    Es wäre schwerste Arbeit, und wer mag schon schwer arbeiten? ;)
    deswegen bewegen wir uns auch erst, wenn sich der Strohhalm voll Wasser gesogen hat.

    ich habe neulich bemerkt, wie "normal" es geworden ist mit Freude nachhause zu kommen.
    Dass ich nicht mehr Gedanken daran verschwinden muss, hat er ? und wieviel? wie ist er drauf?
    Es ist alltäglich geworden, einen liebevollen Mann zu haben, der nie trinkt. Der Gestern so war wie er heute ist. Und Morgen wird er auch derselbe sein.
    Es ist so unendlich SCHÖÖÖÖÖÖÖÖÖN!

    LG Grazia

    Hallo Ihr Lieben,

    Melanie, NIci, Monty - Danke für Eure Antworten. Die helfen mir mich ein zu sortieren.
    Ich habe bemerkt, es geht dabei überhaupt nicht um meinem LG. Ich denke nämlich, dass er ein Erwachsener, Hochinteligenter, Liebevoller Mann ist, der sowas auch verstehen und zurückstecken kann. Er hat sich für seine Worte entschuldigt und ich habe ihm erklärt, was hat es in mir ausgelöst.

    Also es geht nur um mich.
    das ich so heftig reagiert habe, liegt auch daran, dass ich mir erlaubt habe diesen Schmerz voll auszuleben. Ob es meinem I-Kind geholfen hat? weiß noch nicht. Schaumermal bei der nächsten Mine.
    Wichtig für mich: ich habe auf mich aufgepasst und erkannt, DAS darf er NICHT zu mir sagen.
    Da sehe ich sehr klar, wie sich meine Grenze verschoben hat.
    Das Problem sind meine eigene erwartungen an mich. Und mein inneres Bild von dem wie ich sein soll. ich habe bemerkt dass ich sogar gute Eigenschaften an mir hinterfrage. Häää? Warum bin ich mein größtes Feind.? <es ist so als ob ich mir nicht erlaube gut zu sein. Warum? Gut in dem Sinne, dass es ok ist wie ich bin.

    Diese Überzeugung tief in meinem Inneren, es kann doch nicht sein dass ich ein guter, liebenswerter mensch bin, ich bin BESTIMMT ein schlechter Mensch, ich kann es nur gut verstecken und mich verstellen.
    O man, ich weiss ja selber wie verstört, wie verrückt das ist.
    Und das ich so Angst habe andere Menschen zu verletzen liegt daran, dass ich mit den Gedanken und Gefühlen eher bei den Anderen bin als bei mir.

    Ihr glaubt gar nicht, wie Ihr mir hilft mich zu ordnern und sortieren. DANKE!

    LG Grazia

    Danke Nici für Deine lieben Worte, das tut sowas von guuut :)

    Hallo Ihr Lieben
    Nun sitze ich hier mit verquollenen Augen (echttoll *grrr*)aber doch um eine Erfahrung reicher.

    Gestern haben paar Wörter meines LG eine Mine hochgehen lassen - puuuuh

    Nachdem ich in das Kindliche verhalten gefallen bin (trotzig, weinerlich) habe ich angenommen es hat was mit meinem I-Kind zu tun.
    Tatsächlich, egal was mein LG sagen wollte, bei mir ist angekommen: Du bist nicht so wie du sein solltest, du bist ein schlechter Mensch, deswegen wirst du jetzt bestrafft, und zwar mit liebesentzug.

    So, nun, Fakt ist, andere Menschen hätten auf das gesagte nur mit der Hand abgewinkt, und nicht weiter darüber nachgedacht.
    Bei mir kam eine Bombe gleich.

    ich habe die halbe Nacht damit verbracht, mein I-Kind zu beruhigen und ihn zu sagen, dass jetzt ICH es lieb habe, und es ist nicht abhängig von Liebe der anderen.
    Ein bisschen hats funktioniert, tja. Ich glaube ich habe mich ein klietzekleines Stückchen weiterentwickelt und bin ein kleines Bisschen an mein I-Kind näher gekommen.

    So und jetzt zu meinem NOCH ungelösten Problem.
    Wie soll ich damit umgehen, wenn ich mit meinem Verhalten Menschen, die ich liebe, verletze?
    Ich weiss, es wäre besser wenn ich mich anders verhalten hätte aber ich kann/will es nicht.
    Soll ich darauf vertrauen, dass die anderen Kraft genug habe, es zu verkraften ohne Schaden davon zu tragen?
    Es geht dabei um alltägliche Dinge. Wie z.B. ich komm von der Arbeit oft total fertig nachhause.
    Ausser der Pause, muss ich da jede minute 100% im Einsatz sein, Hochkonzentriert.
    Danach brauche ich meine Auszeit, ich mach dann am liebsten meine Rätsel oder sowas, einfach Gehirn auf was anderes lenken.

    ich weiss dass es meinem LG verletzt, er hätte gerne mich für sich, er vermisst mich. Das tut mir weh, dass ich nich SO sein kann.
    Wie damit umgehen? Keine Ahnung. Ich habe es ihm zwar erklärt, aber ich sehe es trotzdem dass es verletzend ist. Wäre es auch für mich verletzend.

    Kann auch sein, dass ich Angst habe nachzugeben, das machen was für ihn schön wäre, weil ich mich nicht wieder verlieren will. Ich möchte vor allem für mich da sein, da muss er hintenan stehen. Was wiederum für mich sich fürchtbar anfühlt - was für ein schrecklicher Mensch ich doch bin.

    So, das wars für jetzt

    Liebe Grüsse
    Grazia

    Liebe Nici

    ich kanns Dir sagen...wenn ich heute mir die Bilder anschaue vom KiGa (da war ich 4) spüre ich genau dieses Gefühl von damals. Ich war IMMER diejenige die den schlechtesten Pupenwagen abbekam. Weil ich nie die Ellenbogen benutzen konnte.
    Zum Opfer gemacht, Eigenlob stinkt blablabla.

    Gut dass wir es jetzt bemerkt haben, wir haben die Chance und wir nutzen sie. Darauf kommt es an.

    Liebste Grüße
    Grazia

    Hallo Maria

    Willkommen hier.
    Ich kann Dir mit meiner Erfahrung zu Seite stehen.
    Ich war fast 25 Jahre mit einem Alk verheiratet.
    In diesen Jahren habe ich alles versucht um gegen die Sucht zu gewinnen. Ich habe auch alles erlebt, verstecken, anlügen, Tee in Flaschen zu füllen, da überrascht mich nichts mehr.

    Ich habe das solange mitgemacht bis mein Körper aufgegeben hat. Mein Bauch hätte da noch weiter gekämpft, aber meine Seele war so gut wie tot, und mein Körper hat den Dienst qiuttiert. Ich konnte mich nur entscheiden zwischen Leben und Sterben - und das meine ich nicht in übertragenen Sinne.

    Ich würde Dir raten klare Grenze zu ziehen, entweder Du oder Alk. Ich sehe da keine andere Möglichkeit. Viele "neue" sagen, wir raten nur die Trennung. Ja. Das ist die einzige Möglichkeit, dass der Alkoholiker in der Lage kommt sich entscheiden zu können/müssen. Familie oder Alk.
    Die Trennung gibt die Chance auf mögliches Zusammenleben.

    LG Grazia

    Hallo Kedvelt

    Willkommen hier.

    Du weisst dass Du nicht helfen kannst also mach das einzige was noch möglich ist - nämlich Dich zu retten. Ich weiss, es wäre für Dich zu schwer eine alte Dame ihren Schicksal zu überlassen. Möglich wäre es aber den Kontakt zu beschränken. Lass sie trinken wenn sie das möchte, komm kurz vorbei schau nach den rechten und geh wieder. Wäre das eine Lösung für Dich? Wenn nicht, was wäre das beste FÜR DICH?

    LG Grazia

    Hallo Faithfully

    willkommen auch von mir.

    Zitat

    Er ist doch neben der Tatsache, daß er Alkoholiker ist, ein liebenswerter Mensch


    Genau das war einer der Grunde, weshalb ich 2 Jahrzehnte bei meinem Ex augehalten und gelitten und gehofft habe. Jetzt weiss ich: "er ist Alkoholiker ABER trotzdem ein Liebenswerter Mensch" - das ist falsch, richtig ist : "Er ist ein Liebenswerter Mensch ABER Alkoholiker" - und das macht die Beziehung unmöglich.
    Das zu verinnerlichen lohnt sich allemal und ich hoffe Du verstehst was ich meine.

    Zitat

    merke aber, daß er da angreifbar ist, nimmt gegen die Krämpfe Magnesium, puscht sein Immunsystem mit Zink und wirft sich sonstige Vitaminpillchen ein. Seine Gesundheit scheint ihm also prinzipiell nicht egal zu sein...


    Meiner meinung nach, hat es nur mit dem "Nicht sehen wollen/müssen" was wirklich das Problem ist. Es hat mit Sorge um die Gesundheit nichts zu tun.

    Zitat

    hab ich es dann doch nicht fertig gebracht, ihn alleine auf der Terasse sitzen zu lassen

    Zitat

    Zum Abschied krieg ich dann nen Kuss

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    Wenn er so am Ball bleibt, glaube ich wohl, daß das was mit Liebe zu tun hat


    Das alles ist Manipulation, damit Du wieder "fugig" bist. ich habe lange das nicht glauben wollen, aber es ist leider so. Sollte es nicht funktionieren kommen andere Geschütze.

    Das einzige was Du tun kannst, Dich zu schützen, das machen was DIR gut tut, willst Du wniger Kontakt - sag es, willst Du kein Kuss - sag es. Sei für Dich mehr wert als er.

    LG Grazia

    Hallo Thomas

    Willkommen hier.

    Ich habe Dein Thread durchgelesen und kann nur eins sagen, bring Dich und vor allem Deinen Sohn in Sicherheit. D.h. so wenig Kontakt wie möglich, am besten gar keins.

    Du hast in einem Posting geschrieben dass ihr Kontakt nur über den Sohn habt. Wie schrecklich! Sowas darf nicht passieren!
    Du hast verantwortung Dir und Deinem Sohn gegenüber und NICHT Deiner Frau.

    Du entziehst Deiner Frau auch nicht Ihr Kind, Du entziehst Dein Kind dem Alkohol.

    Ich weiss dass viele, oder besser gesagt fast alle, die Trennung nicht wollen. ich wollte es auch nicht. Aber es ist die Voraussetzung für mögliche Heilung. Und das für beide Seiten. Das ist die Chance für Dich, für Deine Frau oder vielleicht auch für Euch als Paar.

    Zitat

    Mal sehen, was die Zeit noch so bringt.


    NEIN! Die Zeit wird es nicht richten, DU muss es tun. Nur DU bist dazu in der Lage.

    LG Grazia

    Hallo Julchenazul

    Ich freu mich dass es Dir gut geht und dass Du Dich gemeldet hast.
    Ich finde es Schade dass Du und verlässt.
    Ich persönlich habe mich entschieden hier zu bleiben, weil ich den anderen helfen will und weil ich selbst noch Hilfe brauche.
    Die trennung ist nämlich erst der Anfang.
    Also...wenn Du ab und zu hier reinschaust, würde ich mich freuen.
    Ansonsten wünsche ich Dir viel Glück auf Deinem Weg

    LG Grazia

    Liebe Nici
    Liebe Foris

    Ob ich hart zu mir bin?, vielleicht, vielleicht auch nicht, ist auch nicht wichtig solange es mir hilft. Und es hilftmir sehr, mich von der Opferrolle zu entfernen. Sozusagen sehe ich mich nicht mehr als Opfer sondern als Täter. Täter nicht in negativen Sinne, sondern als Jemand der die ganze Situation auch mitgestaltet hat.
    So gesehen bin ich und war ich immer in der Lage was zu ändern. Dass ich das viele Jahre nicht tat ist eine andere Sache, aber möglichkeiten hatte ich allemal.
    Ich hadere nicht mehr mit mir, dass ich so bin wie ich bin. Alles hat seine Berechtigung. Ich sehe jetzt aber klar Sachen die mir an mich nicht gefallen, und die kann und will ändern. Wie? Manchmal weiss ich es noch nicht, aber ich werde es rausfinden.

    Bei der Arbeit lerne ich ganz neu mich zu behaupten. Früher war es: "Och! Grazia! schön dass Du da bist" *küsschenküsschenumarmen*
    Da fühlte ich mich wie ein Fisch im Wasser.
    Jetzt habe ich es nicht mehr, und muss mich auf feindlichen Terrain zurechtfinden.
    "Feindlich" für meine Begriffe, für andere ist es ganz Normal. Mein Kopf weiss es auch dass es NORMAL ist, mein Bauch sehnt sich noch nach *tätscheltätschel* Zeiten.
    Ich bin aber stark genug um es mit Freude und Neugierde kennenzulernen und üben mich auch so gut zu fühlen. Das finde ich gut, das tut mir gut.

    Meine Partnerschaft - och och!
    Ich schlage mich gut durch, habe ich das Gefühl.
    Ich muss ja alles neu lernen, aber es macht riesen Spass.
    Schwer ist immer noch, meine Erwartungen laut und deutlich zu formulieren. Und das gehört eindeutig zum Erwachsenwerden. Ich lerne es zwar spät ;) aber besser als nie.
    Ich habe erkannt, dass ich den Zwang verspüre IHN zu ändern genau dort, wo ich selber Defizite habe. Weil ER die ausgleichen soll. Das zu erkennen war guuuuuut. Da kann ich jetz was machen und was ändern.

    Ich habe auch die Frage gelöst, wie kümmere ich mich um mein Inneres Kind. Das war für mich nicht so klar, in der Praxis, wie soll es funktionieren.
    Aber ich habe es rausgefunden.
    Da war eine Situation, die eine "Mine" hochgehen liess. Ich fühlte mich wie ein kleines Kind - ungeliebt, einsam, verletzt. Statt zu weinen und in der Ecke zu schmollen, hab ich mir, wie ein Liebevoller Erwachsener einem Kind, die ganze Situation "Erwachsen" erklärt, es erzählt, warum es ganz normal ist und nichts mit Liebe, Verlassen und Verletzen zu tun hat. Und dass ich immer noch geliebt werde und glücklich sein kann.
    Was soll ich sagen, es hat funktioniert!

    Vielleicht hört sich es für manche albern was ich da schreibe, aber ich freu mich darüber wie ein kleines Kind. Und wenn es Jemanden weiterhilft, ist es auch schön.

    Wunderschönen Sonntag wünsche ich Euch
    Grazia

    Hallo Lottemotte

    Das was ER macht, sagt, tut, kennen wir alle aus eig. Erfahrung. Es geht darum was DU machst, willst, tust.

    Dir geht es immer schlechter, wäre es nicht an der Zeit, einfach die Verbindung zu kappen und sich erstmal erholen? Wie lange willst Du noch warten und auf was?

    LG Grazia

    Hallo Sunshine

    warum passiert dass und immer wieder? Nun, Co-Abhängigkeit ist auch eine Sucht.
    Auch wir brauchen unseren "Stoff".
    Wir verlangen dass sich unsere Männer/Freunde von der Alk trennen, aber wir sind nicht bereit uns mit unserer Sucht auseinander zu setzen.
    Und so geht es nicht.

    Auch mein Ex war gleich wie mein Vater, ich hab ich kennengelernt und dachte sofort, dass wird mein Mann. Da war ich 16. ich fühlte mich bei ihm "angekommen" und "Zuhause". Ja klar, ich hab es ja gekannt. Ich habe es als Zeichen gesehen dass er meine Zweite Hälfte ist - was für ein Irrtum.

    Wenn wir was ändern wollen, mussen wir uns von unseren Stoff verabschieden, nicht ständig helfen, machen, verstehen, vergeben, leiden, hoffen, warten....
    Schwer? ja klar! Aber genau das erwarten wir von unseren Partner. Fangen wir bei uns an.

    LG Grazia

    Hallo Sunshine

    Genau: NICHT SCHON WIEDER!

    Du hast es erkannt und eigentlich weisst, was Du tun solltest. D.h. was am besten für Dich wäre.

    Was ist es was Dich davon abhält?
    Du schreibst, Du bist wegen Depri in Behandlung, hast Du auch was gegen Deine Co-Abhängigkeit getan?

    LG GRazia

    Hallo Clärchen

    Ich denke diese Gefühle sind total normal. Bei mir war/ist auch nicht anders.
    Ist ja für uns total neue Situation und wir müssen erst lernen damit umzugehen.
    Sich selber da zu finden ist mühsam. Ich habe lange gebraucht bis ich erst in meiner "nähe" gekommen bin.
    Es wird aber. Wir haben erwartet, wenn der Alk nicht mehr ist dann ist ALLES gut. Alk war ein gutes Mittel alle andere probleme beiseite zu schieben, heisst aber nicht dass sie nicht da waren. Jetzt ist der Alk-Schleier weg, und wir stehen vor dem Haufen. Sachen, die wir nicht bearbeitet haben, weil wir mit Alk beschäftigt waren.
    Ich stelle es mir vor wie ein Rumpelkammer.
    Ich mache die Tür auf und denke erstmal: das schaffe ich doch nie. Dann kommt nacheinander: wo soll ich denn anfangen? Dann fange ich vorsichtig an, mal hier mal dort, ich weiss noch nicht was ich mit dem Gerümmpel machen soll.
    Irgendwann geht es leichter, dann kommt die Zeit für: O Gott, ich arbeite und arbeite und es nimmt einfach kein Ende. Immer wenn ich denke ich bin fast fertig kommt nächste Kiste mit dem Müll zu vorschein.

    Eine Mühsame Arbeit, aber es lohnt sich allemal.
    Ab und zu setze ich mich hin, und betrachte den sauberen Teil und bin stolz auf mich.

    Lass Dir Zeit Clärchen. Das mit dem aufschreiben ist eine gute Idee. Mach das.

    LG Grazia

    Hallo Cidra

    WWir mussen uns bewusst sein, dass die Alkoholiker keine schlechte Menschen sind. Die haben sehr wohl gute Eigenschaften und sind liebenswert. Bei all dem sit aber für mich die Krankheit die es einfach UNMÖGLICH macht mit einem Alk zusammenzusein. Das zu erkennen hat mir viel gebracht.
    Nicht mehr in dieser Zwiespalt zu sein, dass ich doch nicht gehen kann weil er ohne Alk doch ein toller Mann ist. Sondern anerkennen dass ich mit diesem tollen Mann nicht zusammen sein kann wegen seiner Krankheit. Oder besser gesagt weil er nichts dagegen unternimmt.

    Leider ist Liebe nicht alles was zählt. Nicht diese Art von Liebe.

    LG Grazia

    Hallo Nici

    genau so ist es. Und da sag ich nochmal was ich in Deinem Thread gerade geschrieben habe, Mittelmaß zu finden...irgendwie scheint es bei mir sehr schwer zu sein. Ich neige sehr zur extremen, warum auch immer.
    Die Mischung machts nur irgendwie ist die Mischmaschine bei mir kaputt.

    Was positives zu berichten bei mir : die dritte Woche jetzt lebe ich mit meinem Schatz zusammen. Es zeigen sich Fehler in meinem Verhalten wo ich nur Kopfschütteln kann. Wie schlimm ich manchmal sein kann... rechthaberisch, herablassend, manchmal merke ich es nicht einmal. Oder eigentlich merke ich schon aber abstellen kann ich nicht. Das Gute ist, dass mein LG sich das nicht gefallen lässt, obwohl er da immer auf liebevollen Ebene bleibt. Das hilft mit mich selber zurechtzurücken. Ein "Normales" Miteinander zu lernen.

    Wenn ich so zurückblicke, wie schlimm ich meinen Ex behandelt habe. - Meine Anteile!

    Ich bin so unendlich dankbar, dass ich die Chance auf dieses neue Leben bekommen habe.

    LG Grazia

    Hallo Mädels

    Für mich liegt das Problem in meinem Alles oder Nichts verhalten. Und zwar in jedem Lebensbereich.
    Ich gebe immer 200% oder lasse es sein. Mittelmaß? Was ist das? Ich weiss noch nicht wie ich es ändern soll. Ich will es ändern weil es mir nicht gut tut.
    Ja, geben und nehmen 50/50. Nicht berechnend aber ausgewogen, das wäre mein Ziel.

    Das andere ist "meine Knöpfe". Die Menschen die lieb und zuvorkommend sind, da habe ich mein Problem weil ich nicht Nein sagen kann. Das ist eindeutig mein Co-Knopf. Bei den anderen Menschen kann ich mich behaupten und ich sein und "Mich" selbst bewahren.
    Und das ist das nächste was ich ändern möchte und noch nicht weiss wie.

    LG Grazia