Beiträge von Grazia

    Hallo Julia
    Willkommen hier.
    frag ich mich, ob Du Dir im klaren bist, dass es hier um Dich geht nicht um ihn. Wir wissen jetzt was er sagt, was und wie er trinkt, was in seiner vergangeheit war, sein Beruf, seine familie sein leben. Was ich in Deinem Post vermisse bist DU.
    Wo bist DU denn?.
    Wie fühlst Du Dich, was willst Du, was für Hilfe erwartest Du hier?

    LG Grazia

    Hallo Nici

    Ich versteh Dich vollkommen. Auch ich kann nur den Kopf schütteln, was ich alles mit mir machen ließ. Nun ja, lieber die späte Erkenntnis als gar keine.
    Ich wette, Dein Ex hat gar nicht verstanden, was er da mit seiner Frage angerichtet hat. Aber es ist egal, auch wenn es vlt irrational ist, für Dich ist das wichtig (für mich wäre es genauso) und nur das zählt.

    LG Grazia

    Hallo Sagara

    Ja, so ist es leider, und...die anderen haben auch ein recht dazu.
    Ich habe den Eindruck, dass Du von anderen das erwartest was Du selber Dir nicht gibst, und so funktioniert das nicht.
    Erst wenn Du für Dich sorgst, wenn Du Dir wichtigste bist, wenn Du Dir selber hilfst, erst dann kannst Du das auch von anderen Menschen das erwarten.
    Das ist meine Erfahrung

    LG Grazia

    Hallo Rumpelchen

    Wenn Du das für Dich brauchst, dann mach es.
    Ich möchte nur aus meiner Sicht was zu "Wasser predigen..." sagen.
    Das sehe ich anders. Ich haber nichts gegen Alkohol an sich, ich habe was gegen Alkohol-Mißbrauch. Wäre ein "normales" trinken für einen Alkkranken möglich, hätte ich nichts dagegen, dass mein Ex sich ein Bier am Abend gönnt. Das geht nicht, was ich damit sagen möchte, es gibt keine Discrepanz zwischen meiner abneigung gegen die Alksucht und dem, dass ich ab und zu was trinke.

    LG Grazia

    Hallo Melanie

    Mir hilft es immer, wenn ich mir bewusst werde was Hilfe ist. Hilfe ist das für den anderen zu tun, wozu der andere nicht imstande ist. Alles andere ist keine Hilfe. Dann kann ich sehr gut abgrenzen, will/kann mir Jemand helfen, oder will er was gaanz anderes - Kontrollieren, bevormunden, was auch immer.

    LG Grazia

    Hallo Melanie

    Bei mir persönlich fängt die Eigenliebe mit annehmen.
    Ich versuche immer aufs neue, jeden Tag, mich so anzunehmen wie ich bin. Mit allen guten und schlechten Seiten. Es ist schwer, weil ich im Hinterkopf immer die Stimme hab - das gehört sich nicht, Du musst ein liebes Mädchen sein, undundund.
    Das so zu akzeptieren, dass auch ich meine dunkle Seiten, meine Macken haben darf, dass es OK ist, das war das schwerste.
    Noch heute muss ich mir noch oft ganz bewusst laut sagen, MÄDEL; DU BIST OK SO WIE DU BIST! Du darfst auch vorlaut sein, Dickköpfig was auch immer, das bist DU und es ist ok. Trotzdem bist du liebenswert.
    Das ist für mich Eigenliebe, damit fängt die an.

    LG Grazia

    Hallo Joanne
    Leider ist es so, dass wir die Hoffnung haben, wenn er nur aufhört zu trinken wird es alles gut. So ist es aber nicht.
    Auch mein Mann hat Therapie gemacht, es war für mich, für uns zu spät. Ich hab gewusst, in mir ist kein Funken Liebe mehr, und ich hatte so eine...vlt naive oder romantische...vorstellung von einer beziehung, die auf Liebe, Vertrauen, Geborgenheit basiert. Und zwischen uns war schon zu viel kaputt.

    Du fragst wie man das macht? Mir hat die Vorstellung geholfen an das ANDERE Leben.
    ich habe mir vorgestellt, wie es sein könnte, wenn ich wieder ohne Angst nach Hause kommen konnte, wenn ich wieder unbeschwert was planen konnte, wo Ruhe und Frieden ist. Und...vlt klingt es komisch...aber meine Entscheidungen und Veränderungen habe ich mit Tellern und Kleiderbügel angefangen.
    Ihr könnt lachen, aber es war mein Traum, dass ich buntes, fröhliches Essgeschirr habe und dass jedes Kleidungsstück auf den eigenen Kleiderbügel hängt. Und das war das erste was ich verändert habe. Neues geschirr und jede menge Kleiderbügel :)
    Ich habe damit eine richtige Lawine losgelösst. Ich habe mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt, aber angefangen hat es mit diesen kleinen Schritt.
    Was ich damit sagen will, fang an zu leben, so wie Du es möchtest. Schau nicht mehr nach ihm. Fang klein an, mit neuem Kleid oder einem Sticker an der Wand...versuch Dir vorzustellen, wie Dein leben aussehen könnte, wenn Du es wählen könntest. Manches wird nicht machbar sein, aber vieles liegt in Deiner Hand.

    LG GRazia

    ja, manövrieren uns da rein, weil wir es erlauben. Ein gesunder Mensch hätte gesagt, "mach dein Sch... selber" ein Co macht alles was von ihn erwartet wird, und findet noch Gründe und rechtfertigungen dafür...er kann es nicht weil.......

    Natürlich haben wir wünsche, vorstellungen wie unsere beziehung, unserer Partner sein sollte. Was wir brauchen was wir erwarten. Es zu erkennen : kann/will er mir das alles geben?
    Sich von unseren Wünschgedanken zu verabschieden ist schwer.
    Ich habe meinem Mann kennengelernt als ich 16 war, es war meine große Liebe, mein erste Mann und sollte auch der einzige bleiben. Ich brauchte aber Jemanden dem ich vertrauen kann, an dem ich mich anlehnen kann, der auf meiner Augenhöhe steht, ich habe 20 Jahre versucht aus ihn solchen Menschen zu machen. Das bezeichne ich als Macht haben zu wollen. Ist er Jemand derjenige, der mir das was ich brauche geben kann, oder versuche ich ihn in diese Rolle zu zwingen. Mir war alles recht, schimpfen, betteln, drohen, weinen, machen und tun. Alles nur um ihn da zu haben wo ich ihn haben möchte.
    Wir tanzen beide diesen Tanz - der Alkoholiker und der Co. Keiner von uns ist der Bessere oder der Schlechtere, wir sind beide abhängig voneinander, wir brauchen einander um unsere Sucht zu befriedigen.
    Was erwartest Du von Deinem Partner? Kann er Dir das geben was Du erwartest. Wenn nicht, was kannst DU machen um das zu ändern?

    Mir hat die Psychotherapie sehr viel gebracht, und auch Bücher zu diesem Thema. Das würde ich wirklich Jedem empfehlen.

    LG Grazia

    Hallo Sagara

    Wir können uns auf uns selber besinnen und hoffen, dass es auch in unseren Partner was beiwrkt. Es ist nicht ausgeschlossen, nur...wir dürfen uns nicht davon abhängig machen.
    Für mich persönlich war/ist die Kontrolle aufzugeben. Weil ich Angst habe, weil mein Urvertrauen nicht vorhanden ist...Ich versuchte mir selbst Sicherheit zu geben, indem ich alles unter Kontrolle haben wollte. Sich auf unerwartete einzulassen, auf unbekannte, es ist so unendlich schwer, darauf zu vertrauen dass eine Obere Kraft es regelt, es liegt nicht auf unseren Schultern. Manche nennen es Gott, manche Schicksal, es hat viele Namen, wie auch immer wir es nennen, es ist gut sich drauf zu verlassen, Vertrauen zu haben, es ist so schwer, und tut sooo gut.
    Ich habe verantwortung mir gegenüber, ich muss mich um mich kümmern, ich darf mich um mich kümmern, es ist ok. Das zu wissen tut mir gut.

    LG Grazia

    Hallo
    Ein Co-Merkmal: wir manipullieren gerne andere menschen und wollen kontrolle über andere haben. Auch das mussen wir erkennen. Wir lieben uns in der Rolle als Opfer und wir die Guten. Auch wenn es uns schmerzt und krank macht, es ist auch schön, gebraucht und unersetzlich. Wir erwarten von anderen dass sie uns dankbar sein müssten, für das alles was wir für sie getan haben.
    Wir sind enttäuscht, dass sie sich nicht so verhalten wie wir das erwarten.
    Das zu erkennen, erfordert viel Mut und Kraft, wir müssen sich von den Bild von uns verabschieden, den wir bis jetzt hatten.
    Loslassen, sich auf sich konzentrieren, wenn ich mich trenne, soll ich das meinetwegen tun und nicht, weil ich den anderen dadurch zwingen will das zu tun was ich möchte. Nämlich dass er sich für uns entscheidet und gegen das Alk.
    Für mich war es das schwerste Part. Aufhören zu manipullieren, zu kontrollieren, aufhören Macht über den anderen haben zu wollen.
    Aber es geht...

    Liebe Grüße
    Grazia

    Hallo Sagara

    Du hast einen Riesenschritt gemacht, Du hast die Realität erkannt, und Dein Leben in Deine Hand genommen.
    Klar, es ist nicht einfach. Ich war auch bei meiner Trennung schon über 40, zwei Kinder Zuhause, wobei mein Großer Schwerbehindert und Pflegebedürftig. Keine Familie hier die hilft, und trotzallem, alles wars leichter, als das Leben mit ihm.
    Für mich war es wichtig, mein Anteil an dem Disaster zu erkennen und anzunehmen. Das ist mir gelungen und ich bin dankbar dafür, weil es mir erlaubt mich in dieser Hinsicht zu ändern.
    Ein Beispiel, dass Du verstehst was ich meine...
    Jahrelang habe ich ihn "getragen" , ihm fast alles abgenommen weil ich dachte, er kann es ja nicht.
    Dann war ich wütend auf ihn, weil ich dachte, es ist seine Schuld, warum hat er sich nicht gekümmert?. Bis ich mein Anteil erkannt habe. Was war ich Großenwahnsinnig, dass ich dachte ich mache sowieso alles besser, er ist nicht fähig, er kann nicht, er ist nicht in der Lage. ich habe ihn ja keine Möglichkeit gegeben es zu lernen, weil ich wie eine Obermutter mich um ihn wie um ein Kind gekümmert habe. Ich habe ihn nie wie einen Partner behandelt und nicht gefordert was eigentlich richtig wäre.

    Mein leben hat sich geändert, ich komm finanziell gut klar, trotz nur halbtagsjob und teurer Miete, ich habe eine tolle Beziehung seit über zwei jahren (was ich niieeee für Möglich gehalten habe) ich bin glücklich. Endlich. es hat sich gelohnt.

    ich wünsche Dir alles Gute, Du schaffst es

    LG Grazia

    Hallo Gina

    Ob es geht? natürlich, alles ist möglich.
    Hacken dabei ist - wenn wir was ändern wollen, konnen wir nur uns selber ändern, den anderen nicht. So sehr wir uns das wünschen würden, wir haben keine Macht über andere.
    Auch mein Mann war liebevoll und süss, aber diese Zeiten wurden immer kürzer, zuletzt hatte ich den Eindruck, das er psychisch krank wurde durch seinen jahrelangen Alkkonsum. Ich war zwar mit ihm, aber doch immer alleine.
    Willst Du so leben wie jetzt? Wenn Deine Antwort NEIN heißt, muss DU was ändern. Ob ihr eine gemeinsame Zukunft habt, weiss ich nicht, auch das wäre möglich. Du musst den Anfang wagen, er will es nicht. Wenn Du nichts machst, ändert sich garnichts, es wird alles nur noch schlimmer.

    LG Grazia

    Hallo Rosita

    Auch mir ist es oft schon fast unheimlich, wie ähnlich die geschichten hier sind. Aber genau das gibt mir Mut und Kraft, weil ich weiss, ich bin nicht alleine, auch die anderen kennen das, schaffen das.
    Ich arbeite jeden Tag an mir, und ganz ganz langsam merke ich, wie alles einfacher wird.
    Auch wenn ich nach wie vor viele Probleme habe, so glücklich wie jetzt war ich noch nie in meinem Leben. Oft fühle ich mich so, als ob in meinem Leben alles möglich wäre, mir sind Flügel gewachsen, ich hab nie gedacht, dass sowas möglich wäre. Es ist einfach soooo schön.

    Alles liebe
    Grazia

    Hallo Gina
    Es geht mir sehr nahe was Du schreibst. ich habe das schon hinter mir, aber an diese Gefühle kann ich mich noch zu gut erinnern.

    "ich möchte ihn berühren, ihn umarmen, ihm alles verzeihen" - das wollte ich, auch, es war unsagbar schwer es durchzuziehen.
    Ich musste aber Mut haben, die realität zu erkennen, erkennen das alles andere mein Wunschdenken ist. Es ist ok sich das zu wünschen, aber das Leben ist kein Wunschkonzert, es zu begreifen und loslassen ist schwer, aber nur so ist es möglich was neues anzufangen.
    Nachhinein bin ich unendlich dankbar, dass ich die Chance hatte mein Leben neu zu beginnen, anfangen neues Leben zu leben. Es ist nichz einfach wenn man über 40 ist, aber es lohnt sich , so glücklich wie jetzt war ich noch nie im meinem Leben.
    Ich möchte Dir viel Kraft wünschen auf Deinem Weg. Auch wenn es nicht einfach ist, denk daran, was Du Dir selbst wert bist, was Di vom Leben erwartest, von einer Beziehung, von einem Partner. Wie sieht jetzt in Deinem Leben? willst Du so leben, kannst Du so leben? ES LIEGT IN DEINER HAND.

    Ich wünsch Dir alles Liebe
    LG Grazia

    hallo Rosita

    Halte durch, es ist gut, glaube mir.
    Auch ich habe eine Therapie hinter mir. Die ersten Wochen habe ich nur geweint, es tat so unendlich weh, so weh. Ich wollte nicht dass es weh tut, ich hätte es am liebsten wieder alles unter den Teppich gekehrt. Ist doch so schön...sieht keiner es ist alles wunderbar, nur.......kann ich frei Leben wo ich weiss, dass da was lauert. Ich habe mien Leben lang soviel Energie werwendet, es verborgen zu halten, verborgen von mir selber.
    Vielleicht war ich zu diesem Zeitpunkt auch schon so verzweifelt, dass ich dachte, jetzt ist sowieso alle schon egal, jetzt kann ich auch unter dem Teppich nachschauen.
    Es war, glaube ich, nur noch reiner Überlebenswille, die mich da noch getrieben hat.
    Bei der Therapie habe ich geheult wie ein Schlosshund, Gott tat es weh. Dieses rumwühlen in den Wunden, auch jetzt habe ich noch Tränen in den Augen.
    Ich habe überstanden, ich habe eine gewisse Distanz gewonnen, zu dem was man mir auch als Kind angetan hat. Jetzt bin ich in der Lage zu sagen, das war Mist, das was die mit mir gemacht haben war Sch....aber....es war so, es gehört zu meinem Leben, und gut ist...

    Es befreit so ungemeint, also, liebe Rosita, halte durch, es ist schwer, aber nur so lohnt es sich.

    Ich wünsche Dir viel Kraft
    LG Grazia

    Hallo Ihr Lieben

    Ich bin wieder ein kleines Schrittchen weiter, und da bin ich soooo stolz auf mich.

    Gestern war mein Ex da und zum ersten mal habe ich ihn "normal" begegnen können.
    Mein Hass, meine Wut, der Ekel, es ist vorbei. Wo er da bei mir auf der Sofa saß, habe ich meine Gefühle "beobachtet". Da war nichts zerstörerisches dabei, er wird immer zu meinem Leben gehören aber ich muss ihn nicht mehr hassen, es tut nicht mehr weh. ich fühle mich wieder ein Stückchen mehr frei. Und das ist schön.

    Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende.

    LG
    Grazia

    Hallo Ronja

    Ich kämpfe auch mit diesen Gefühlen, immernoch.
    Aber es wird mit der Zeit leichter, es ist wie mit allem was wir lernen wollen.
    Auch ich habe Zweifel, und manchmal mache ich etwas, wo ich dabei mich einfach schlecht fühle, da ist dieses unbehagen da, und auch Angst, aber ich tue das , weil es sich "richtig" anfühlt, und mit der zeit verschwinden auch die schlechten Gefühle.

    Für mich, denke ich, bleibe ich mein Leben lang Co.
    Ich arbeite daran es zum Stillstand zu bringen, aber ich glaube nicht daran, dass ich irgendwann keine Co mehr bin.
    So ählich wie Alkoholiker, der trockener Alkoholiker sein kann.

    LG Grazia

    Hallo Nadine

    Was am meisten hilft ist, wenn Du Deine ganze Energie für Dich und Deine Kinder richtest. Und ich meine - wirklich die GANZE Energie.

    "Ich habe ihm gestern bei der Einweisung klipp und klar gesagt dass ich ihm keinen Tropfen Alkohol mehr kaufen werde, egal was passiert, dass ich ihm in Zukunft, falls er wieder einen Rückfall hat, sofort die Autoschlüssel abnehmen werde und dass ich in meinem Haushalt keinen Tropfen Alkohol mehr dulden werde."

    Das musst Du aber konsequent auch SO machen, sonst hat es keinen Sinn.

    Mir persönlich hat es sehr geholfen zu erfahren, dass ich NICHT für ihn verantwortlich bin. Das hat mir damals Kraft gegeben mich nur auf mich selber zu konzentrieren, und das war das beste was ich tun konnte.

    Ich wünsche Dir alles alles Gute, Du kannst es, Du hast die Kraft und die Möglichkeit, nutze sie, sei Egoistisch, sein Liebevoll zu sich selbst, wenn Du nicht wer sonst?
    Ich habe 40 jahre gebraucht um das zu erkennen, so schade um die Jahre, so Schade um mein Leben.
    Du bist wichtig, für Dich selbst sollst Du die wichtigste sein.

    LG Grazia