Beiträge von Grazia

    Hallo Ihr Lieben

    Es waere Zeit fuer ein kleines Update.
    Die letzten Monate waren sehr turbulent und auch Unruhig.
    Ich uebe immer noch ein glueckliches Leben. Das Leben ist ewige Arbeit. Obwohl ich gluecklich und zufrieden bin, kommt immer wieder eine Situation vor, die mir zeigt, dass ich jeden Tag was dafuer tun muss, um weiterhin ein gutes Leben zu fuehren.

    Nachdem meine Coabhaengigkeit mir die Energie nicht mehr raubt, musste ich mir ein neues Ziel suchen, der mich ausfuehlt.
    Und nach einigen ueberlegungen habe ich angefangen zu Studieren.
    Habe auch viel Angst, dass ich das evtl nicht schaffe, aber die Familie steht hinter mir, und mir macht es sehr viel Spass. Viel mehr als damals in der Schule.

    Im September habe ich in Venedig einen Antrag bekommen und bin offiziell verlobt :D Jeden Tag denke ich daran, wie schoen das Leben mit IHM ist, es hat einfach ganz andere Dimension.

    ich werde versuchen mich wieder hier mehr anzubringen, muss mich erstmal durch die vielen Beitraege durcharbeiten

    Liebe Gruesse
    Eure Grazia

    Ja, es ist schön zu erfahren, dass man (Frau) sich selbst auch genügen kann.
    Vielleicht hat es bei mir schon leicht schizophrene Züge, aber ich bin gerne mit mir zusammen. Achte auf die Wortwahl!! Nicht "alleine" sondern MIT mir.
    Ich pass auf mich auf, die Erwachsene beschützt das Kind. Das tut gut. jemanden zu haben, der uns unendlich und ohne jegliche Zweifel liebt.

    Gehe behutsam mit Dir um,

    Das Kind in uns.

    Ich habe lange gebraucht um den Kontakt mit meinem Inneren Kind zu haben. Es war schwer für mich, dahinter zu kommen, wie das gehen soll.
    Ich habe es geschaft. Es war heilend und wichtig und ich bin endlich erwachsen worden. Das tat gut, bis jetzt habe ich mein Leben lang hilflos gefühlt und im Angst gelebt. Jetzt habe ich Jemanden der immer für mich da ist, nämlich MICH. Auf MICH ist verlass. Die Angst ist weg, ich bin in Sicherheit, ich bin erwachsen

    Thema: Helfen

    Ja, helfen und unterstützen sollte man. In der Tat ist es sehr sehr wichtig.
    Knackpunkt ist - was? Wenn er sich um seine gesundung wirklich bemüht, und ich meine WIRKLICH, dann ja. Dann ist Unterstützung wichtig. Bis dahin helfen wir nur das saufen zu verlängern.

    Sucht hat solche Macht, was haben wir dagegen zu setzen? Unsere Liebe? Ehe, Kinder, Gesundheit, Arbeitsstelle, Zuhause? Das ist alles nicht genug.

    Liebe Miriel

    Ich kann jetzt nur von mir reden, obwohl ich glaube, die meisten hier meinen das gleiche.

    Du musst Dich für nichts rechtfertigen, es ist DEIN Leben, und Du kannst tun und lassen was Du willst.
    Ich will und kann Dir nichts vorschreiben.

    Wie schwer das alles ist....das weiss ich ja selbst.
    Schau, ich habe mit meinem Ex fast 25 Jahre verbracht, 25 Jahre habe ich nichts unversucht gelassen, um ihn vom saufen wegzubringen.
    Ich bin nicht weggegangen, eben weil es so schwer war. Ich habe gekämpft, so viele Jahre und es wurde nur noch schlimmer.
    Erst wo ich anfing für mich zu kämpfen - dazu habe ich meinen persönlichen tiefpunkt gebraucht, hat sich mein Leben geändert.

    Von all den geschreibsel, was ich hier lasse, wenn Jemand vielleicht ein Satz für das eigene Leben mitnimmt, bin ich schon zufrieden.

    Wir machen selten was die anderen uns sagen, das musst schon aus unseren Inneren kommen, und deswegen schreibe ich es.
    Wenn ich schreibe, Du sollst auflegen - heisst es noch lange nicht, Du musst auflegen. Die Entscheidung liegt einzig und alleine bei Dir. Aber das lesen hier bewirkt was. Es ändert sich was in uns, drinnen. Und darum geht es ja.

    Co- Abhängigkeit ist kein Spiel, es kann sehr wohl tödlich enden, darüber hinaus betrifft es nicht nur uns sondern auch unseres Umfeld und im schlimmsten Fall unsere Kinder.

    In meiner Forumkariere habe ich viel, sehr viel hier gelesen. Und manchmal war es ein Gedanke, ein Satz dabei, dass dieses berümte Klick bei mir gemacht hat. nach vielen Klicks bekam ich mein neues Leben, für das ich unendlich dankbar bin.

    Das wünsche ich auch Dir, dass Du glücklich und zufrieden leben kannst.

    Grazia die nicht schlafen kann ;)

    Hi

    Zum ersten diese Gespräche die so normal anfangen und im Disaster enden kenne ich zu genüge und die laufen immer gleich ab.
    Erst reden, schauen ob Du Dich beruhigt hast, ob Du wieder an diesem Laim ansprichst und dann BOOOOM, eins auf die Kappe.
    Glaub mir, egal wie Du Dich anstrengst, ein vernünftiges Gespräch zwischen Alk und Co kann nicht funktionieren.
    An besten auflegen. Er manipulliert Dich und Du ihn, so wird es gar nichts.

    Polnische trinkkultur kenne ich auch , bin ja dort geboren und aufgewachsen. trinkst Du nicht mit bist Du nix.
    Aber.... es geht auch ohne. Man verliert den einen oder anderen "Freund" oder auch Familienmitglied, aber so einer kann einem echt gestohlen bleiben.

    Am Anfang meiner Ehe, hat meine SchwieMu meinem Mann immer eine Flasche mitgebracht, es gehört sich so, er ist ja schliesslich ein Mann.
    Gegen dieses System kommst Du nicht an.
    Ich war immer die böse, weil ich geschimpf habe.

    Mein jetziger Lebenspartner hat einfacher, weil er dazugekommen ist, er trinkt gar nichts und es wird dann vlt zwei mal gefragt und dann ist auch Ruhe.
    Allerdings besuchen wir nur die trinkende und nicht saufende freunde. Bei den anderen kannst Du das vergessen.

    Weisst Du, ich bin fast neidisch auf Dich. Du bist noch jung und kannst noch den Absprung rechtzeitig schaffen. Ich habe zu lange gewartet und gehofft, hab jetzt tolles glückliches Leben, aber meine Jungs haben keinen Vater. Nie gehabt. Und das tut mir am meisten weh.
    Ich hätte es mir gewünscht, mein Partner wäre Vater meiner Kinder, nun ist es zu spät.
    Du hast noch diese Chance. Vergeude sie nicht

    Ich glaube, es ist sehr schwer für uns, uns ein Recht einzugestehen wichtiger als alle anderen zu sein. Für uns wichtiger.
    Wir wurden ja dazu erzogen, sich hintenan anzustellen, alles andere war ja bäääh.

    Dass das nicht immer geht ohne andere zu verletzen, ist leider so. So ist das im Leben.

    Ich habe es mit meinem Schuldgefühlen nicht ausgehalten. Da half nur Augen zu und durch.

    Wenn Du gehen willst ohne ein Wort zu sagen.
    Das geht, warum denn nicht?.
    Wenn das dir gut tut, mach es.
    Das musst auch gelernt sein und geübt sein.
    Stell Dir vor, Du bist Dein eigenes Kind, was hättest Du dann für sich getan?

    Zitat von TimeIsAHealer


    koennte ich doch versuchen, das Ganze auf eine andere, nicht partnerschaftliche Ebene zu verlagern.

    Ich stelle mir das gut vor, wenn man es eben nur umsetzen koennte.
    Was haltet ihr davon?

    Ehrlich?? Davon halte ich nichts. Das ist etwa wie kontrolliertes trinken beim Alk.
    Kann sein dass es auch möglich wäre aber ich würde mit meinem Leben nicht experimentieren.


    Genau, eigentlich reicht es ihm ja, dass ich da hingehe, weil vermutlich hab sogar ICH ja sowieso das Problem mit dem Alkohol und nicht er. (Zitat Ende)

    Das musste ich mich sooo oft anhören und weisst Du was?... Er hatte recht.
    ICH hatte problem mit seinem Alkohol, nicht er. Und bei Euch wird es wahrscheinlich nicht anders sein.
    Fazit: Du hast ein Problem, also tu was dagegen.

    Ich habs getan, ich bin gesund und mein Ex säuft weiter, und zwar alleine

    Hallo Maggie

    Willkommen hier.

    Erstmal tut mir sehr leid für Deine Situation.
    Mein erster Gedanke, lauf so schnell Du kannst.
    Dass das nicht so einfach ist weiss ich auch.

    Mir scheint, Du bist emotional sehr abhängig von ihm. Klar, in einer Beziehung ist es in gewissem Maße gesund und normal.
    Aber...Dein Leben und Dein wohl darf nicht abhängig sein von seinem Trinken oder nicht trinken.

    Schau auf Dich, was willst Du? Kannst Du evtl auf Abstand gehen (Urlaub, Auszug) um im Kopf klar zu werden?

    Was sagt Deine Tochter dazu?

    Ich schicke Dir eine große Portion Mut und Kraft.

    Hallo Miriel

    Ich war 24 Jahre verheiratet und heute muss ich ehrlich mir selbst gestehen, dass es keine Liebe war.
    Es war ein mächtiges Gefühl, das, was ich für Liebe hielt, es hat mich ganz erfüllt mit Zwang und Angst, und doch war ich vollkommen leer.
    Es war alles nur nicht Liebe.

    Ob Du ihn liebst, kannst Du, glaube ich erst wissen, wenn Du aus Deiner Abhängigkeit raus bist.
    Lieben ist nicht Brauchen

    Zitat von frettchen

    Aus der Traum...in Wiklichkeit machte er sich nur Sorgen,

    Haushalt...Wäsche...Kinder...Kochen.....,ist das nicht verrückt!!!

    das zu erkennen war mit Anstand das schmerzlichste von all den vielen erkenntissen, die ich erfahren musste.
    War alles in meinem Leben auf Lügen aufgebaut. Lug und Trug und Pusteblume??
    Vieles ja, bedingt durch seine und meine Krankheit.
    Er hat gelogen ich habe gelogen, wir haben dieses Leben so gelebt.
    Mein Ex hat mir mal gesagt: wenn du sterben solltest, bringe ich mich um.
    Damals hielt ich es für den größten Liebesbeweis.
    Was für Ver-rückte Gedanke.

    Es tut weh, es wird noch lange weh tun, aber es wird auch heilen und, wenn wir was davon gelernt haben, dann war es auch nicht umsonst.

    LG

    Hallo Sally

    Wie auch Papi geschrieben hat, auf einen nassen Alk kann und sollte man sich nicht verlassen.
    Du schreibst, Du hattest kein Rückhalt in der Familie, da glaubt man gern dass Jemand für einen da ist. Weiss Du überhaupt wie es ist sich 100% auf Jemand zu verlassen?. Das fängt schon damit an, dass man Jemanden zum reden hat und zwar dann wenn man es braucht und nicht wenn derjeniger gerade mal nüchtern ist.
    Oder wenn was passiert - Blinddarm, Schnittwunde...kansst Du dann auf ihn zählen?
    Ich konnte das nicht.

    Ich habe da einen Satz den ich gerne schreibe - es geht ja nur um die Sichtweise.

    Wir sagen gerne ER IST ALKOHOLIKER ABER ER IST DOCH SO EIN TOLLER GUTER MENSCH.
    Diese Sichtweise bindet uns an ihn und lasst uns nicht gehen.

    Erst wenn wir es so sehen: ER IST EIN TOLLER GUTER MENSCH ABER ALKOHOLIKER
    Erst dann konnen wir uns befreien.

    Hallo Marion

    Ich bin hier um zu zeigen, dass es geht, dass es sich lohnt.
    Ich weiss wie hoffnungslos und leer sich alles anfühlt, dass man denkt es ist eh alles vorbei.

    Ich finde es schade um all die Jahre die ich verloren habe, aber es war noch nicht zu spät. Es ist nie zu spät um glücklich zu sein.

    Man muss nur erkennen, dass wir es ändern konnen, nicht die anderen, WIR.

    LG Grazia

    Hallo Ihr Lieben

    So, nun ist das vieeeeele Monate her seit meinem letzten Posting.

    Ich habe Pause gebraucht, vom Forum, vom Thema, vom Alk, Co usw.
    Theoretisch war schon eh alles klar, jetzt musste Praxis her.

    Ich habe das leben geübt.
    Kennt Ihr diese klitzekleine Glücksmomente, die nur ein Augenblick dauern. Die habe jetzt sehr oft. Ich fühle mich mit mir im Reinen.
    Das Leben ist das Leben. Es geht nicht darum dass es mir immer gut geht.
    Ist auch nicht.
    Hab gute und schlechte Tage, bin mal so mal so, mache ich manches richtig manches falsch - PERFEKT!

    Ich habe mich angenommen. Das war schwer aber ich habs geschafft.

    In meiner Partnerschaft läuft es super. So eine Art Beziehung war immer mein Vorbild, mein Traum.
    Ich fühle mich von meinem ersten Leben Lichtjahre entfernt.
    Ich bin angekommen, Der Tunnel ist hinter mir und ich steh endlich im Licht.

    Das wünsche ich Euch allen vom ganzen Herzen.

    Eure Grazia

    Hallo Julia

    Zitat

    Wie seht Ihr das mit dem bloßen "Nichttrinken unter Druck"? Ich zweifle stark daran, dass dahinter ein ernsthafter Wille steht, vom Alkohol ferzubleiben. Ich denke, er müsste sich außerdem eine andere sinnvolle Beschäftigung suchen, über seine Sucht reden, freiwillig zur Suchtberatung und in die SHG gehen etc.

    Nur aufhören zu trinken bringt nichts, und nicht nur das, so ein kalter Entzug ist lebensgefährlich.
    Ich sehe nicht dass Dein Mann trocken sein möchte.
    Mindestens jetzt nicht.

    Denk an Dich und Dein Kind, wenn er dann mitziehen möchte, wird er es tun, wenn nicht, hast Du mindestens Dich und Dein Kind gerettet.

    LG Grazia

    Hallo Lindi

    Zitat

    Na, wenn hier nur die schreiben duerften, die ihre Co-Abhaengigkeit schon ueberwunden haben (zumindest grossteils), dann gibt das ja eine interessante Kafferunde zwischen Aurora, Grazia und Melinak.....

    Das wäre traurig, liegt aber oft daran, dass die trockenen Co's selten hier bleiben.

    Ich bin hier geblieben, weil ich zum ersten immer eine Co bleibe, und dieses Forum brauche, eben für mich.
    Zum zweiten versuche ich anderen zu helfen, weil ich weiss, dass Co-Sucht sehr wohl eine tödliche Krankheit ist.

    Ich habe dieses Forum gesucht, weil ich Rezept suchte, wie ich mit meinem Mann umgehen sollte.
    Ich wollte Hilfe und habe diese angenommen.
    Und das ist, glaube ich, der Punkt, wo sich die Wege trennen.
    Denn es kommen viele, die Hilfe nicht annehmen konnen/wollen.
    Ich lese dann immer wieder wie schlecht es denjenigen geht, aber sich ändern sind sie nicht bereit.
    Für mich persönlich ist das schwer zu ertragen, ich ziehe mich dann zurück, und werde nicht nur traurig sondern auch richtig wütend.
    Weil ich zusehen muss, wie sich ein Mensch zugrunde richtet.
    Dann kommt mir schon der Gedanke, Mensch, wenn Du hier kommst nur um sich auszuko..... und zu jammern, dann wäre es besser wenn Du wieder gehst.
    Es tut mir zu sehr weh, aber das ist mein Problem.
    Meine Konsequenz daraus ist, dass ich nichts mehr in solchen Threads schreibe und versuche auch wenig da zu lesen.

    Ich mochte auch nicht dass es so rüber kommt, Boah was für ein Held ich bin, ich habs geschafft.
    Ich bin dankbar dafür dass ich es geschafft habe, nicht zuletzt wegen diesem Forum, und möchte allen sagen, wie es sich lohnt, für ein Leben zu kämpfen.

    LG Grazia

    Hallo BC

    So habe ich das noch nie betrachtet.

    Wenn ich so nachdenke, hast Du natürlich Recht.
    Meines erachtens ist Co und Alk vom Struktur her gleich. Ich betrachte mich selber als trockene Co.

    Du meinst, hier dürfen nur trockene Alk schreiben, aber manche Co's leben hier ihr nasses dasein aus.
    Das stimmt, auch wenn man sich die Finger wund schreibt, es gibt welche die nicht soweit sind und die Hilfe nicht annehmen konnen/wollen.
    Was kann man da machen? weiss ich nicht.
    es liegt auch nicht (GsD) in meiner Verantwortung.
    Aber ich finde es gut, dass Du es geschrieben hast.

    Die Trennung vom Partner... eine heikle Angelegenheit. Für mich war es ein MUSS. Ohne die Trennung, hätte ich es nicht geschaft. Ich persönlich denke, ohne Trennung geht es nicht. Es muss nicht die Trennung für immer sein, aber erstmal sollte Jeder der Alk und der Co für sich gesunden.


    Auf jeden Fall bin gespannt auf die Diskussion hier.

    Liebe Grüße
    Grazia