Beiträge von Lütze

    Hallo Karotte
    Ich habe mich mal wieder eingelesen in deinem Thread.Du klingst mir irgendwie sehr traurig...Ich hab dich schon mal wesentlich aktiver und zukunftsorientierter gelesen.Ist nur ein Gefühl,ich hoffe schon,das ich mich da täusche.
    Pass immer schön auf dich auf.Du bist hier und in echt der wertvolle Mensch!
    Ich finde,auch mit Fuego hast du einen guten Gesprächspartner.Ja,Fuego,du hast Ansichten ,die ich nachempfinden kann und auch nicht besser hätte formulieren können.
    Karotte,geh heute mal raus,an die Elbwiesen von mir aus und lass dir den Wind um dir den Wind um die Nase wehen.Tank ein wenig Sonne(wenn sie bei mir scheint,müsste sie das ja auch bei dir tuen,soweit weg biste ja nicht...).
    Und pass auf DICH auf.
    Wie gehts mit deiner Therapie voran?Also mit den Gesprächen mit deiner Therapeutin?
    Ich wünsch dir einen schönen Tag und ein schönes WE.
    Mach was draus!

    LG Lütze

    PS:Mit Mr. Mail komme ich auch nicht klar...Von dem haste noch gar nicht geschrieben.Inwiefern ist der auch ein Problem für DICH?
    Ach ja:Ich lass mal wieder ne Umärmelung da...

    Es gibt Tage,da will ich mich gar nicht mitteilen.Da suche ich die Ruhe und Stille.Wo ich mich anfangs noch zu einem Statement quälte ihr gegenüber,da sage ich jetzt:Ey,lass mal.Ich will heute nicht reden.Ihr gehts da ähnlich,fiel mir dann später auf.Sie hat ihre eigenen Sorgen und ihr ist manchmal genug geholfen,wenn ich nur da bin und sie eben nicht darüber reden muß,soll,kann und will.Um dann von mir aus ein Tag später zu erzählen darüber.Früher fühlte ich mich einfach zurückgesetzt,wenn sie mich nicht teilhaben lässt an ihrem Leben,fühlte mich ausgeschlossen.Jetzt weiss ich,das sich alles nur in meinem Kopf abspielt und ich meine Einstellung darauf ändern kann und das dann auch tue.Die Sicherheit und die Gelassenheit sind in mir,das sie schon erzählen wird ,wenn sie (oder auch andere,ich will das gar nicht nur an ihr fest machen...)das Bedürfnis dazu hat.Natürlich frage ich,wenn ich merke,das etwas nicht stimmt.Wie sie auch.
    So fragte sie mich unlängst,ob denn die Bierwerbung im TV mir was ausmacht.Ich antworte ehrlich,im Moment macht sie mir nichts aus,da ich mich mit mir im Reinen fühle.Aber das kann auch mal anders kommen.Es gibt keine Sicherheit.
    Bei der Therapie wurde mir letzten Mittwoch erzählt,das ein Rückfall ziemlich sicher dazu gehört zu uns Alkis.Eine These,die mir Sorge macht und die ich gar nicht teile.Ich äußerte mich dann auch dementsprechend.
    Erfahren habe ich noch vom Kleinen,das der nur wegen seiner Mutter damals mich und den Großen verliess,damit seine Mutter nicht so alleine ist.Zum Beispiel.Ihn hat öfters aufgerichtet,das ich ihm sagte(am Tag des Auszuges),er sei jetzt der Mann im Hause...
    Der Kleine ist übrigens gaaanz eifrig dabei beim Helfen,beim Umbau.Ich mache mir inzwischen schon immer vorher einen Kopf,was ich ihn helfen lassen kann.Lasse bestimmte Arbeiten ruhen,da ich sie für ihn "aufhebe"....

    So,das soll es erst mal gewesen sein.
    Ein schönes Wochenende wünsch ich euch allen.

    Lütze

    Über die sich ändernde Beziehung zwischen trockenen Alkis und ihren Partnern könnte man Bücher schreiben.Meine anfängliche Sorge,meine Frau und ich könnten sehr schnell wieder dorthin gelangen,wo wir waren,erwies sich als unbegründet.Auch das mmh Nachtrauern des Singlelebens ist vergangen.Im Moment jedenfalls und schon seit längerer Zeit.Ich hab natürlich keine Ahnung,ob das noch mal wieder kommt.Ich hatte anfangs,als wir wieder zueinander fanden,immer noch so eine Schere im Kopf.Was sagste jetzt?Was kannst du ihr erzählen?Ohne,das sie sich einen Kopf macht und mmh,ihre Entscheidung bedauert.

    Hallo ihr
    Mir gehts gut.Fühl mich ein wenig erschöpft,da ich viel "rummurkse" auf meinem Bau.Vermutlich wie bei jedem Baulöwen;merkt man erst mittendrin,was für Arbeit drinne steckt.Da kommt dieses und jenes dazu,wovon ich keine Ahnung hatte.Überrascht bin ich von der Hilfsbereitschaft von Bekannten und Freunden.Für mich ist das noch immer nicht selbstverständlich.Neigte ich doch früher dazu,meinen Kram alleine zu machen und ja keinen zu fragen,auch und gerade wenn ich doch eigentlich Hilfe brauchte.Kam dann doch jemand ,wollte ich besonders cool sein,und ein besonders guter Gastgeber,tischte auf was der Keller und der Kühlschrank zu bieten hatte....
    Nach wie vor nehme ich mich manches mal,und das versuche ich täglich,mich bewust rauszunehmen aus meinem Leben:gucken,was geht momentan ab.Vogelperspektive....(lächel,kommal).Nun,letzte Woche hat ein Bekannter mir meinen PC "umgebaut".Ich traf ihn zufällig in der Stadt und wir sind beim Reden drauf gekommen,da er in der Branche arbeitet.Hatte ich zunächst noch Schwierigkeiten,alle Funktionen zu nutzen(kam aus irgendeinen Grund auch nicht ins Forum),so war ich doch begeistert hinterher,was jetzt alles geht,welche Möglichkeiten sich mir in der virtuellen Welt auftuen.Das war ein wenig wie Weihnachten und ich hab gespielt und gemacht am PC zwei Nächte lang...was mir ausser Augenringe und Schlafmangel ein überaus zufriedenes Gefühl brachte.
    Vlt erinnert ihr euch noch...zu Beginn meines trockenen Weges,schrieb ich viel von einem Freund,dem ich viel half.Dem ich geholfen habe,um mit ihm reden zu können.Dessen Nähe und Verständnis und Sicht auf meine Dinge mir immer sehr wichtig waren.Nun...ich treff ihn heute,und er hilft mir.

    Letzte Woche habe ich geschwächelt.Im Kopf nicht klar,mit Arbeit überlastet und doch der Meinung,ich müsse noch viel mehr machen.Anders als sonst,sage ich es ihr und meinen Söhnen.Sage:"Es läuft nicht besonders,legt nicht alles auf die Goldwaage."Ich habe aber auch gleichzeitig die Gewissheit,dass ich eines Tages aufwache,und alles läuft von selbst.Ganz von selbst.Und wetterunabhängig.
    Ich habe während dieser Tage nach Lösungen gesucht.Zuerst nach Gründen,warum ich mir selbst im Wege stehe.Habe es mit Ablenkung versucht,mit zeitig ins Bett gehen,mit Anrufen und mit Nachlesen,wie ich schon mal sowas meisterte.Hab in der realen SHG darüber gesprochen,wo ein Mensch in mein Leben getreten ist,dessen Entwicklung mich sehr an Lütze vor ...äh ,ähm...na vlt einem Jahr erinnert.Gaaanz viele Paralellen.

    So ,ich muß jetzt erst ma Abendbrot machgen für meine Jungs.

    Tschüss,Lütze

    Ich beobachte meine Frau.Und sie beobachtet mich.Es ist schön,Vertrauen zu bekommen.Aber ich merke auch ihr Erschrecken,wenn ich beiläufig erwähne;das ich samstags früh beim Bäcker eben nicht nur Brötchen holte,sondern auch Wein.Und der Meinung war,es merkt ja keiner.Ich sehe ihre Blicke,wenn,wie gestern,wir auf einer Geburstagsfeier sind,und sie gefragt wird,ob sie nicht ein Glas Wein trinken wolle.Sie sieht mich dann an,und fragt,ob mich das stört.Nein.Es stört mich nicht.Aber es ist schön,es ist gut;das sie fragt.War ich gestern doch ruhig und im Reinen mit mir selbst,so kann es doch auch Tage geben,wo mich die Nähe zum Alkohol nervt,stört.Diese Feiern an sich haben ihren Schrecken für mich verloren.Ich bleibe dort,also bei trinkenden anderen Gästen,solange ich es mag und "haue ab";WENN MIR DAS Gequatsche zu doof wird.Es ist mein Leben.Und ich empfinde es als ungemein befreiend,das ich meine eigene Lebensqualität über alle anderen vermeintlichen Verpflichtungen stellen kann.Und das dann auch tue.Zuvor sagte sie mir,wenn du den ... siehst,der trinkt auch keinen Alkohol mehr.Und zwar aus dem gleichen Grund wie du.
    Ich sah es als Kompliment.
    Ich habe sie auch gefragt,wie sie und ob sie Veränderungen wahrnimmt an mir.An der Art und Weise,wie wir miteinander umgehen.Mir ging es weniger darum,zu hören:Das ist aber toll jetzt mit dir,du bist ein Held...(ironisch gemeint).Viel mehr darum,ihr Bewustsein zu schärfen,das wir einen neuen Anfang erleben.Die Sinne schärfen,für den Moment,für das,was jetzt gerade abgeht in unserem Leben.

    Hallo Ihr
    Ja.Ihr habt ja recht.Ich bin selten da.Mir geht es gut und ich sehe keine Rückfallgefahr für mich.Ihr könnt es nicht beurteilen,da ich halt zu selten hier bin.Aber ich vermisse euch auch.Bin fast erschrocken,als ich las,wieviel Zeit vergangen ist,seit meinem letzten Besuch.Ja,mir fehlt selber was.Der Austausch hier ist mir noch wichtig.Auf jeden Fall.Es tut gut,vermisst zu werden.
    Mit dem Vorrichten der Wohnung ist es jetzt erst richtig losgegangen.Was heisst erst?Wir sind dabei und ich denke auf einem guten Weg.Denn der Weg ist ja das Ziel.Ich ziehe öfters mal Vergleiche für mich,wie so früher die Renovierungsmaßnahmen abgelaufen sind.Ich sehe da schon erhebliche Unterschiede.Ich bin ruhiger.Gelassener auch.Wenn auch ehrlicherweise noch nicht in dem Maße,wie ich mir das selber gerne wünschte.Aber eben auch immer mit dem Ohr nach drinnen gerichtet,was läuft gut,was läuft verkehrt.Zu wenig Pausen gemacht?Warum döst Sie(meine Frau) jetzt gerade in diesem Moment.Natürlich werden auch Erinnerungen wach,daran ,wie ich früher renovierte.Mit welchen Zielen und Erwartungen ich die Wohnung vorrichtete,in der ich jetzt lebe.In der Nähe meiner Eltern.Dann,wenn alles fertig ist,gehe ich fort von denen.Das ist schon ein komisches Gefühl.Trotz allem.Ich staune und freue mich auch darüber,wie die Eltern die ganze Geschichte so wegstecken.Schliesslich entspricht mein Weg ja mit Sicherheit nicht deren Vorstellungen.Der Vorstellu ng,mit dem" Jungen" in einem Haus alt zu werden.

    Hallo Rote Lampe,Hallo ihr
    Mich freut das immer,jedesmal aufs Neue,wenn du mir schreibst,das du meinen Weg schon lange beobachtest hast.Das ist schon in jedem Fall eine Bestätigung für mich.Ihr nehmt Anteil an meinem Leben.Fast wie ne Familie in die man,ich mich flüchten kann,wenn es mir mal nicht so geht.Ich finde auch gut,das du dir auch was mitnehmen kannst für deinen Weg.Lesen und Vergleichen,was war in dem Leben,wie lief es bei dem und bei der.So in der Art.
    Was unangenehme Dinge angeht,zwinge ich mich dazu ,anzufangen.Jeden Tag irgendwas abhaken von meiner gedanklichen Liste.Ich bin dann jedesmal froh darüber,wenigstens angefangen zu haben...Es stimmt schon,der Anfang ist die Hälfte des Ganzen.
    Das mit der Wohnung verzögert sich nun auch noch ne Weile.So das ich dahingehend auch noch ein wenig Ruhe habe.So richtig bewerten,kann ich das noch nicht.Da ich es nicht ändern kann,versuch ich mich damit zu arrangieren.Was mir ganz gut gelingt.
    Der Kleine hat schon lange nicht mehr hier geschlafen,was mich schon ein wenig wurmt.Irgendwie ist für den die Geschichte abgehakt,schliesslich hat er ja in absehbarer Zeit wieder den Vater ständig um sich. :wink:
    Mir ist aufgefallen,das sich in letzter Zeit einige Leute um mich und meine Gegenwart bemühen.Blöde ausgedrückt.Sagen wir mal so,Kontakt suchen.Das sind Leute,die ich zwar schon ewig kenne,wo aber der Kontakt völlig abgebrochen ist durch meine Sucht und das damit verbundene Versteckspiel meinerseits.Ich vergewissere mich dann jedesmal aufs Neue ,ob die auch Bescheid wissen von mir .Und warum ich eben nicht in die Gaststätte eingeladen werden will.

    Last es euch gut gehen.

    Lütze

    Hallo Spani

    Zitat von Spanijoggel


    Deine erste Reaktion ist die eines Menschen der ein schlechtes Gewissen hat und/oder sehr unsicher ist.


    Genau das trifft es,als hätte ich schlechtes Gewissen.Als wäre ich ertappt worden.Und da haste Recht,da muß ich mich erheblich zusammenreissen,um mir quasi selbst Bescheid zu sagen,das dieses Gefühl aus der Luft gegriffen ist.
    Ich nehme an,das das noch so die alten Muster sind,die da greifen.Schliesslich gab es früher Anlass zu schlechtem Gewissen.Da ich meine Sucht versuchte zu verbergen.Als ich mit meiner Frau noch nicht zusammen war,waren mir auch solche Gefühle fremd.

    Lütze

    Hallo Ivonne
    Ich gratuliere dir ganz dolle zu deinem ersten Jahr im abstinenten Leben.Mögen noch gaaanz viele folgen.
    Ja,ja,ich bin ein wenig spät dran,aber meine Wünsche kommen von Herzen.
    Na dann mal los,gemeinsam unterwegs ins 2. Jahr...

    LG Lütze

    Hallo Zeppeline

    Na geht doch...hatte ich mich doch letztens gewundert,von dir gar nichts mehr zu lesen. :lol:
    Solche gruseligen Nachmittage kenne ich auch.Gesoffen aus dem gleichen Antrieb:Ich war alleine,die Frau war arbeiten und ich völlig außer Kontrolle.War der Pegel zu hoch,bin ich nicht mehr ans Telefon;ja hatte fast schon Angst,wenn jemand was von mir wollte...
    Ich glaube aber,wir sollten solche Sachen nicht vergessen,um wach zu bleiben für uns und gegen unsere Sucht.
    Ich wünsch dir alles Gute.

    LG Lütze

    Hallo ihr,Hallo Zeppeline und Karotte
    Mein Tag war so einigermaßen in Ordnung.Irgendwie hat er erst mittag richtig begonnen.Ich war noch gar nicht da heute früh.Es ist jedesmal interessant,wie sich vermeintliche Probleme in Luft auflösen...Da mach ich mir ein Kopf,wie ich alles schaffe.Bin der Meinung,das ich zu langsam bin und dann:Verschieben sich 2 Termine zu meinen Gunsten und alles läuft wie geschmiert.Wenn ich das mal in meinen Kopf dauerhaft reinkriegen würde,das sich eben doch fast alle Probleme lösen wie von selbst.Naja,für heute wieder was gelernt.
    Einen Gedanken habe ich noch:Ich hab nun das Vertrauen von meiner Familie wiedergewonnen.Es wird nun schon fast zur fixen Idee bei mir,dieses ja nicht mehr zu mißbrauchen.Im Großen sicher,ganz sicher ok.Im Kleinen ist es manches mal eine Last für mich.Ich setze mich da ein wenig unter Druck,als müste ich Rechenschaft ablegen.Warum ich was wann und wie tat.Ich habe Angst,meine Leute zu enttäuschen.Dabei gibt es dafür keinen Grund.Ich glaube,ist das Vertrauen jetzt noch mal weg,wird es das dann wohl gewesen sein.Und genauso merke ich wie hinderlich und falsch diese Gedanken sind,beschränken sie mich doch in meiner Entscheidungsfähigkeit.Ich hoffe,diese Gedanken verschwinden mal ganz aus meinem Hirn.
    Es gibt keinen Grund dafür.
    Heute abend werd ich mich ein wenig auf mich besinnen:heute bin ich 16 Monate trocken.Seit langem mal wieder,das ich daran auf den Tag genau denke.

    Lütze

    Hallo Gotti und Dagmar
    Ich wäre nicht ehrlich,würde ich hier nur von Fiede,Freude,Eierkuchen schreiben.Meine Stimmungskurve ging bis gestern abend stark nach unten.Ich war gestresst, genervt und gereizt.Weiss nicht warum.Fühlte mich mies.Irgendwie keine Zeit für mich.Immer da für andere Familienangehörige,bei denen meine schlechte Laune auf Ablehnung stiess.Dabei hätten mich tröstende Worte oder einfach mal in den Arm nehmen irgendwie beruhigt und mir gut getan.Was solls.Reden konnte ich erst heute früh darüber.Es war ein verlorener Tag.Einer,von dem ich dachte,das er nur einsamen Menschen wiederfährt.Mmh.
    Heute früh zunächst das gleiche Bild.Die Kinder nerven,die Frau geht arbeiten und ich koche Mittag.Wiederwillig.Keine Lust zu irgendwas.Völlig ohne Trieb.
    Wie früher,als ich noch trank...
    Als mir das auffiel,bin ich raus an die frische Luft.Ignorierte die Geschirrberge und die vermeintlichen Verpflichtungen anderen gegenüber.Ich war einfach weg.War bei mir und war den Kopf auslüften.Hab nachgedacht,mir ins Gedächtnis gerufen,was mir auch in der letzten Woche gelang.Mich dazu gezwungen,aufzuzählen ,was gut lief.Es war dann doch ne ganze Menge.Die Aufzählung ging mir dann immer leichter von der Hand und beruhigte mich ungemein.Da ist die Frau,die ich im Supermarkt treffe,die mir sagt,das ich gut aussehe.Der Schulfreund,der wieder Kontakt haben möchte und ein Bekannter,der bedauernd feststellt,das wir uns zu wenig sehen.Allesamt informiert von meiner Abstinenz.Ich werd noch sehen,wie sich das alles entwickelt.
    Zuguter letzt ruft mein Freund an,benötigt meinen Rat und nur zu gerne fahr ich hin.Wir quatschen über meine neue Wohnung.
    Mmh.
    War dann doch ein gelungener Nachmittag.

    Lütze

    Hallo Cora
    Mir kommt das sehr bekannt vor.Ich hab in den ersten Wochen und Monaten meiner Abstinenz oft solche tierischen Durchhänger gehabt.Ich wußte nicht,woher die kamen.Mir gings einfach nur mies.Alles auch so hoffnungslos.Schien mir so.
    Und dann hab ich mit Hilfe des Forums gemerkt,das nach jeder Krise auch ohne eigenes Zutun ein Tag kommt,wo es einfach besser läuft.Wie von selbst.Solche schlechten Phasen hielten selten länger an.
    Wichtig ist,das du durchhälst.
    Jede überstandene Krise macht dich doch nur noch stärker!
    Manchmal mußt du solche Tage einfach nur abhaken.Und schreiben hier hilft.Schreib,wenn du magst.
    Lass was hören.
    Wie gehts dir heute?
    Ich denk an dich.

    Lütze

    Von da an gings besser,richtig gut.Auch wenn ich es nicht bewirken wollte,ich hab Bestätigung erfahren.Höre dann am Nachmittag bei der Thera ,das ich weit sei und der nächste "Entlassungskandidat".Stimmt schon irgendwie,ich will mich überall positionieren und "meinen Senf" dazugeben.
    Mir fällt auch das Reden mit fremden Leuten leicht inzwischen.Was mich früher nervte oder mmh fast ängstigte,vor einer größeren Gruppe zu reden oder auch vor dem Einzelnen ,das ist jetzt mehr ein Selbstläufer.Ich realisiere das dann erst viel später für mich,was da an positiven Dingen wieder passiert ist.So eine Art Bilanz ziehen am Abend,was lief denne gut...das bringt mir immer was.Paralell dazu fällt mir dann auch auf,was ich hätte anders machen können oder welche Entscheidung oder Handlung mir überhaupt nicht gut tat.
    Heute und morgen nachmittag ist der Kleine bei mir.Ich merke,er fühlt sich wohl.Ist ungezwungen und locker,was ja nicht immer so war.Mensch,wenn das nun endlich wird mit der neuen Wohnung und wir 4 alle zusammen sind,mache ich auch 3 Kreuze an den Schornstein...

    Lütze

    Hallo ihr
    Die letzten Tage waren wild durcheinander.So ring ich am Montag mit mir und meiner Verfassung.Ich meine ,das Wetter war mies und offentsichtlich auch alle Leute meiner Umgebung.Zumindest gleicherweise drauf.Ich versuchte das mit mir selbst auszumachen und in der Hoffnung,wenn ich selbst nur optimistisch und positiv bin,wird sich das schon alles regeln.Dabei gab es keine bestimmte Situation,die in mir einen Konflikt heraufbeschwor,sondern nervenaufreibend war für mich die Masse von kleinen Widrigkeiten.Dienstag gab ich meine Versuche,selbst was zu unternehmen, auf.Ich liess mich treiben,darauf vertauend,das der Tag morgen,oder das Tief an sich,von ganz alleine verschwindet.Bin zeitig ins Bett.
    Am Mittwoch bin ich dann schon gereizt aufgestanden.Ich grummelte so vor mich hin,bevor ich dann am Vormittag explodierte.Und rausliess,was mir tierisch auf den Keks ging:Dummes Gerede,sinnloses Drumherumreden,nur um den Mund auf zu machen,Worte ohne Sinn und Verdächtigungen über dritte Personen,fernab jeglichen Wahrheitsgehaltes...
    Was soll ich sagen,es war ungemein befreiend für mich.Gut,mein Ausbruch kam auch für mich überraschend,aber es mußte mal raus...Und siehe da,ich ernte Verständnis und bekomme gesagt,das die oben beschriebenen Punkte noch viel mehr Leute nerven,und das letztendlich einige Personen froh sind,das mal der Lütze seinen Mund aufgemacht hat.

    Hallo ihr 3
    Ich bin sehr angenehm überrascht,das ihr geschrieben habt.Und was ihr geschrieben habt.Das es Euch auch so geht,daß Kritikfähigkeit entwicklungsbedingt ist.Ich kenne das auch,Kommal,mit dem Essen;wo manche meinen,es sei dann nicht schlimm;wenn man es nicht wisse,wenn da Alk mit drin sei.Ich sehe es wie Du.Dazu gehört auch Mut beim Kellner zu fragen,ist da Alk drin.Ein Mut ,den viele noch nicht haben.Ich denke,wer sich nicht zu seiner Sucht bekennt generell und in aller Öffentlichkeit,der hat es früher oder später schwer...
    Ich freue mich Wish, das du hier bist und gepostet hast.In unserem Erleben ähneln wir uns tatsächlich sehr.Auch was die Empfindungen des Partners angehen.Vlt kann ich sogar soweit gehen und sagen,das manche Partner sich in bestimmten Situationen den funktionierenden Alki zurückwünschen.So hart wie es klingt.Ich merk manches Mal,wie sich meine Frau die Augen reibt(bildlich erzählt) und sich wundert,was ist denn jetzt mit dem los.Denn ich kann auch mal nach einer SHG ganz betroffen sein,zum Telefonhörer greifen und nochmal jemanden anrufen,mit dem rede um mich runterzufahren...und eben nicht mit ihr reden mag oder will zunächst erst einmal.(War ein Betroffener).Passiert erst gestern.Ist aber nur ein Beispiel von vielen.

    Ich hoffe ihr kommt mit meinen Schachtelsätzen heute klar....

    Mit der vermuteten ,selbst erdachten oder auch tatsächlichen Entfremdung habe ich Schwierigkeiten.Die Angst,den Partner zu verlieren,wieder zu verlieren ist schon gelegentlich da.Ja.Obwohl ich weiss,ich schaffe es wieder.Auch alleine.Dabei spüre ich ,wie unbegründet diese Angst ist....

    Die Sache mit der Bedenkzeit ist so einfach und banal,aber :echt,darauf gekommen bin ich nicht.Oder schon lange nicht mehr.Freilich,jemand anderes erwartet von uns,von mir ne Entscheidung;aber ich bin es,der sie trifft...und die Folgen trägt.

    Danke euch!
    Ich denk mal noch ein bischen drüber nach....

    Ciao,Lütze

    PS:Umärmelung zurück,Karotte.