Heute war ein sehr anstrengender, ereignisreicher Tag. Meine Schwiegereltern haben heute die Kinder abgeholt, damit ihr Vater sie sehen kann. Ich habe mich sehr distanziert ihnen gegenüber verhalten, dann hat sich meine Schwiegermutter dafür bei mir entschuldigt, wie ssie sich mir gegenüber verhalten hat. Ich habe die Entschuldigung angenommen, traue ihr aber trotzdem nicht. Ich denke eher, das hat sie getan, um mit mir wieder ins Gespräch zu kommen. Sie hatte nicht viel Zeit, den mein Ex hat zwei Straßen weiter am Strßenrand gewartet, weil ich ihm gemailt habe, daß ich ihn hier keinesfalls sehen will. (Bei uns war es saukalt heute) Ich bin ganz froh, daß sie schnell wieder gehen mußte, so blieb mir ein längeres Gespräch erspart.
Als die Kinder abends wiederkamen (1 Stunde früher, als abgemacht), war mein großer fix und fertig. Er war total heiß und hat sich erstmal übergeben. Ihn hat das wiedersehen mit seinem Vater sehr mitgenommen. Er hat mich gebeten, doch wieder zum Papa zu ziehen, der war heute gar nicht böse usw. Ich glaube, er leidet am meisten unter der Trennung.
Ich war in der Zwischenzeit in unserer Wohnung und habe einen Großteil meiner Sachen und die Katze geholt. Ich habe sogar alleine das Bett der kleinen zerlegt und ins Auto geschafft und mein Aquarium teilweise abgelassen und ins Auto geschleppt (Wollte ich erst nicht mitnehmen, da das unheimlich schwer ist, aber als ich gesehen habe, daß es total vernachläßigt ist, konnt ich es nicht da stehen lassen. Zumal meine Fische Nachwuchs bekommen haben!)
Es war ein sehr seltsames Gefühl, zum ersten Mal wieder in das Haus zu kommen. Obwohl es bis vor kurzem noch mein Zuhause war, kam mir alles sehr fremd vor, als ich reinkam. Trotz meines knappen Zeitplanes und einer Menge Arbeit bin ich erstmal rumgelaufen und habe mich überall umgesehen, so als wäre ich hier fremd. Das Haus befindet sich einem sehr ungeplegten Zustand, alle Pflanzen sind vertrocknet, der Fußboden und das Bad haben mit Sicherheit keinen Putzlappen mehr gesehen seit ich weg bin, im Kühlschrank Kartons vom Pizzaservice und überall stapeln sich leere Bierkisten und Flaschen.
Mir sind während der 2 Stunden, die ich da war tausend Gedanken und Erinnerungen durch den Kopf gegangen - negative und postive, aber wie zu Hause gefühlt habe ich mich nicht im geringsten.
Naja, Hauptsache, die Sachen sind jetzt hier, vor allem freue ich mich, das meine Tochter endlich wieder in einem richtigen Bett schlafen kann.
Morgen früh ist der Termin beim Jugendamt und mir ist schon ganz schlecht, wenn ich nur dran denke. Trotzdem schaffe ich es heute einfach nicht, mich wenigstens gedanklich darauf vorzubereiten. Mir gehen die ganze Zeit nur die heutigen Ereignisse durch den Kopf.
Ich habe rausgehört, daß er morgen auch zum Jugendamt muß. Jetzt weiß ich nicht, ob er einen eigenen Termin hat, oder ob wir gleichzeitig dort erscheinen müssen. Das macht´s um so schlimmer.
Aber es hilft ja nix, Augen zu und durch!
Über den Verlauf werde ich morgen berichten.
Liebe Grüße Lenjana