Lieber Lieber Lütze, ach das freut mich das Du schreibst, ehrlich gesagt hab ich drauf gewartet. Weißt Du, so ne Herbstdepression liegt doch gar nicht so fern. Das ganze leuchten und der Sommer, das schöne Wetter, das Licht..das nimmt nun ab. Es ist oft grau und schnell am Abend dunkel. Mir hat der Wetterwechsel echt Kopfschmerzen bereitet und das Grau macht mich müde. Das ist nun mal die Zeit wo es wieder Richtung Innen geht und man sich manchmal ein wenig verkriecht.
Wahrscheinlich wäre es gerade jetzt wichtig raus zu gehen. Letztes Wochenende habe ich die Kinder mit Ihren Drachen an der Elbe beobachtet. Das war schön. Im Herbst fängt man an sich für den Winter einzurichten. Habe auch schon angeheizt. Und Du?
Heute würde ich gern mit Dir mal telefonieren.
Es wird auch wieder anders gehen. Vielleicht muß man sich in solchen Zeiten Punkte setzen, einmal die Woche oder so wo man sich ganz konkret was anderes vornimmt. Das macht es einfacher das durchzuziehen als es spontan anzugehen und dann zu müde zu sein.
Ich werde Ende des Monats wieder zum malen gehen. Das ist dann ein fester Termin. Und am übernächsten Sonntag gehe ich zur Vorstellung von einem Theaterprojekt, mal schauen was das wird. Vielleicht mach ich mit. Ich bin grad ganz froh wenn ich zu Hause sein kann. Zu tun ist hier genug. Will noch die Küche renovieren und das Schlafzimmer streichen. Fange wieder an zu stricken...etc.
Mach Dir nicht allzu sehr einen Kopf das was falsch ist. Es ist eben grad so, vielleicht brauchst Du da. Es ist ja auch eine extreme Umstellung nun in Familie zu wohnen. Wie gehts denn eigentlich so? Gehst Du auch mit deinen Jungs Drachensteigen?
Sei ganz lieb gegrüßt und Danke für deine Wünsche
Fühl Dich gedrückt, und Hey, Kopf hoch...Ja?
die Karottine
Beiträge von Karotte
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Hallo Aurora, danke für deine Worte. Es tut gut zu refelktieren und Feedback zu bekommen, da sich dann doch hin- und wieder etwas klärt, bzw. ich mehr durchsicht bekomme. Den neuen Namen habe ich von Kaltblut, gefällt mir auch gut.
ZitatEin optimales Verhältnis zwischen Alleinsein und Gemeinsam sein ist, glaub ich, nicht immer einfach.
Ja, finde ich auch. Und mir fällt es sehr schwer da eine Balance zu finden und das so zu nehmen wie es im entsprechenden Augenblick ist. Vorallem da mir bei den gemeinsam sein oft die Art und Weise nicht ausreicht. Klar, ich habe auf Arbeit z.B. ständig Leute um mich und Abends will ich dann am liebsten auch meine Ruhe haben, manchmal mag ich gar nicht mehr reden... doch fehlt mir halt manchmal ein gemeinsam wo man über Gott und die Welt reden kann, offen sein kann oder zusammen Spaß haben kann. Manches mache ich lieber mit anderen zusammen z.B. Ausflüge, macht einfach mehr Spaß. Und da frustriert es mich oft das da fast nie jemand ist mit dem ich das machen kann...ZitatHauptsache ist doch, nicht sich selbst, die eigenen Bedürfnisse hinten an zu stellen, nur aus Angst, was zu verpassen, um unbedingt immer dabei sein zu wollen. Um Anderen einen Gefallen zu tun.
Ich glaube das ist auch noch ein recht großes Thema für mich. Manchmal denke ich das ich so anders bin wie die anderen oder nicht normal. Da ist mal wieder ein tolles Konzert und ich bin wieder mal zu groggi um hinzugehen (bei mir auf Arbeit komme ich ja auch immer umsonst rein). Und dann krieg ich am nächsten Tag erzählt wie toll es war und bin so sauer auf mich das ich das nicht hinkriege mich nochmal aufzuraffen.
Ich frag mich immer wie machen das die anderen. Ich bin so oft so müde... Und da ist dann schon dieser Gedanke: Sachen verpassen, bzw. wenn man nicht rausgeht kann man ja auch nicht gesehen werden...
Manchmal habe ich das Gefühl da so viel verpasst zu haben. Auch in meiner Jugend. Ich hatte nie so ne richtige Party/Weggehphase.. dabei würd ich sogern mal richtig tanzen gehen und ein bisschen ausflippen. Aber dafür muß für mich einiges stimmen um mich wohlzufühlen... und das kommt mir dann so unnormal vor.ZitatWovor hast du Angst, in den Situationen, die du beschreibst. Was kann dir passieren?
Das ist eine sehr gute Frage. Das frage ich mich auch. Bin ja froh überhaupt schonmal festgestellt zu haben das da Angst da ist.
Ich glaube es ist wirklich so wie Du schreibst: Angst vor den Konsequenzen meines Handelns, davor, mich unbeliebt zu machen...
Auch Angst vor Kritik, Angst zu streiten, streiten zu müssen... Angst untergebuttert zu werden, Angst wieder die MeckerZikke zu seinZitatWie hoch ist dein Selbstvertrauen darin, dass du dich verteidigen kannst, deine Interessen vertreten kannst
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Eher sehr niedrig. Mir fehlen manchmal echt die Worte oder gerade die Gespräche mit dem Chef, da werd ich immer leiser und kleiner irgendwie...
Und stimmt vielleicht hat das auch was mit der Angst vorm Alleinesein zu tun. Ich habe da auch so eine tiefe Angst als einsame verbitterte Frau zu enden.
Und was das vertrauen in mich angeht und mein Bauchgefühl... man das ist echt schwer das zu fühlen.. gerade in solchen Momenten.ZitatStoppschildern
JAJAJA
Da ist bei mir anscheinend immer noch dieses Kindmuster stark ausgeprägt: sich anzupassen, gut und brav zu sein, da sonst nicht wert(voll)...etc. Und so was wie "darf ich das jetzt"...manmanman in mir sitzt echt noch so ein verschrecktes nicht gesehenes kleines einsames Kind.
Danke Dir.
Liebe Grüße und noch nen schönen Sonntag
Karottine -
Hä? Hier steht doch gar nichts von Doro...asl Antwort???
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Liebe Dagmar, manchmal habe ich so das Gefühl das Wir beiden etwas aneinander vorbei schreiben. Aber Danke für Deine Worte und dein Statement.
Das mit dem gefühl des anderen Voranstallen das habe ich bestimmt noch manchmal, die Fragmente des Co. Bzw. klar ist es mir wichtig wie es anderen geht auch wenn das manche anders sehen. Und ja, mir ist Beziheung wichtig, nicht nur Partnerschaftliche sondern auch beziehungen zu anderen Menschen auf Arbeit, Nachbarschaft, Freunde etc.Momentan geht es eigentlich langsam wieder etwas besser mit der Kraft und der Energie. Wie ich schon schrieb kann ich jetzt langsam innerlich Abschied nehmen von Mr. Mail. Da arbeitet was in mir und lässt so nach und nach immer mehr los. Auch wenn das manchmal traurig ist tut es gut. Vorallem auch das ich heute soviel Selbstgefühl habe um es auch zu spüren und nicht wie früher im Hamsterrad zu laufen.
Gerade an meinem Geburtstag habe ich festgestellt das es manchmal auch einfach besser sein kann allein die Zeit zu verbringen, auch wenn es vielleicht grade der Geburtstag ist. Hab ja grad ein bisschen frei. Und genieße die Ruhe hier zu Hause.
Mit meinem Ex (Mr. Alki) das ist so ne Sache. Ich bin gern mal mit Ihm zusammen, solang er nichts trinkt. Wir kochen was oder quatschen...
Hab dann auch überlegt warum ich nicht einfach am Telefon sage "wenn Du getrunken hast will ich nicht mit Dir reden".. und dann fällt mir auch ein und auf wie ich so oft Sachen in eine Richtung "gegen" nicht sagen kann. Ich glaube es hat was mit Angst zu tun.
Die Nichtbeziehung zu meinem Vater schwehlt auch so in mir rum. Ich habe Ihm eigentlich noch nie gesagt wie Scheiße ich so vieles fand und wie sehr er meine Kindheit, Jugen und Erwachsenenzeit negativ beeinflußt hat, und was ich manchmal wirklich von Ihm halt. Irgendwie würde ich das schon gern mal loswerden.
Genauso auch mit meinem Chef. Es fällt mir schwer mal auf den Tisch zu hauen... und ich glaube irgendwo hat das alles mit Angst zu tun. Ich traue mich nicht... und da steht dann die Frage "Angst vor was" und Warum nicht trauen... tja.
Da ist dann wohl die Kleine Karolin wieder an forderster Front.Aber ja, ich werd mir mühe geben und mir Dich als Vorbild nehmen für das bei mir bleiben.
Ich denke ich sollte mir selbet viel mehr Zeit geben und einräumen. Ich habs immer so eilig und bin so ungeduldig, dabei ist doch so oft die Zeit die die es bringt.
Das Leben scheint mir so kurz, doch wahrscheinlich scheint es mir auch deshalb so kurz weil ich mir sowenig Zeit gebe...Heute Abend war ich kurz mal auf Arbeit, wollt mal in die Veranstaltung reinschauen. War gleich wieder drin im Arbeiten... Praktikantin nicht aufgetaucht, Mann für Einlass gefehlt..etc. War zwar erstmal Streß, aber auch schön gebraucht zu werden und wo reinzukommen wo Dich die Leute kennen und fragen wie es geht. Suppe gabs auch leckere.
Naja, und auf meinem Schreibtsich stand ein Geburtstagsgeschenk. So was von süß. Total hünsch eingepackt...und eine superliebe Karte dazu, hat sicher alles meine Kollegin rausgesucht. ich war hin- und weg. War bisjetzt mein tollstes Geburstagsgeschenk. Das steht jetzt alles ganz hübsch mit auf meinem Selbstgestalteten Geburtstagstisch.
Außerdem habe ich mir noch Blumen gekauft die ich früher nie so mochte, aber meine verstorbene Großtante schenke mir jedes Jahr einen Topf. Jetzt war Sie ja nicht mehr und als ich diese Blumen zufällig sah mußte ich so an Sie denken das ich mir den Topf selber gekauft hab.
Und an die Karte die meine auch letztes Jahr verstorbene Oma immer geschickt habe hab ich auch gedacht. Und wie Sie immer nur das beste für mich gewünscht haben und das es alles mal so klappt für mich...Jaja
Gute NAcht
die Karottine -
Hallo Ihr, Geburtstag vorbei. So ein richtiges Geburtstagsgefühl wollte nicht aufkommen. Und das Torteessen war dann auch eher stressig als schön. Die Migräne wurde immer schlimmer, ich hätte einfach zu Hause bleiben sollen... naja, zu spät. Heute ist es wieder etwas besser.
Ich merke das ich am Abschiednehmen bin von Mr. Mail. Es tauchen immer wieder Sachen in meinem Kopf auf, gute und blöde Momente. Trauerphase.
Mit meinem Exex dagegen habe ich ja noch öfters Kontakt. Immer wieder fällt mir am Telefon auf das er getrunken hat. Das ist echt schwierig für mich. Manchmal traue ich mir selber nicht zu das richtig einzuschätzen. Da ist die Überlegung ob ich auflege wenn er getrunken hat. Denn da entstehen oft Streitgespräche über mich die böse Ex...oder auch anderes langwieriges lamentiere.... ich finds schwierig mich zu verhalten... ich seh Ihn ja ganz gerne mal... aber mehr is da einfach nicht. Er hat nichts geändert...Nichts. Außer das er sich irgendwie um mich bemüht weil er wieder mit mir zusammensein will... soll ich den Kontakt minimieren...ich weiß es nicht.
K. -
Danke Ihr Lieben,
Kaltblut was meinst Du denn mit UR Geburtstag? Weil alles so auf Anfang steht? Im Nichts...und so?die Karottine (hübscher Name:-))
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Danke Ihr Lieben, interessant wer hier so vorbeischaut *freu*.
Ja, hab mir heut und morgen frei genommen. Werde mir nachher eine Ausstellung anschauen im schönen Pillnitz und danach zum besten Konditor der Stadt gehen, jipii.
Momentan sitz ich noch unter einer Kopfschmerzhaube...komisches Wetter...
aber das wird schon noch...
Heute Abend gibt es bei mir auf Arbeit wieder Literatur...vielleicht gehe ich da noch hin...
Mutter und Schwester haben mir Geburtstagskarten geschickt und sogar mein Herr Vater hat angerufen (den hab ich seit nem Jahr nicht gesehen).
Mein Chef meinte gestern: wie Du hast Urlaub, Aber Du hast doch Geburtstag...*g*...Liebe Grüße und vielen Dank
schön issesAurora , danke für die Worte, so hab ich das noch nicht gesehen und es klingt so tröstlich...
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https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…bhaenigkeit.php
Hallo Du, hier der Link zu den Grundbausteinen.
Ich verstehe deine Schmerzen gut. Ich habe das mehrfach durch, das ist noch gar nicht so lange her. Und es hat so verdammt wehgetan. Ich hatte schon Tage da habe ich mich deswegen zu Hause verkrochen weil ich unfähig war irgendwas anderes als diesen Schmerz zu fühlen.
Ich bin dankbar das ich diesen Schmerz fühlen konnte. Und ich habe mich dem auch für einige Tage vollkommen hingegeben. Und auschließlich getrauert und geweint.
Ich habe viel für mich geschrieben um das alles irgendwie in Worte zu fassen und aus mir rauszulassen.
Dann habe ich angefangen Übungen zu machen um mich nicht im Schmerz zu verlieren. Hab Ihn weggeschickt den Schmerz und die Trauer. Ich wollte davon nicht mein Leben bestimmen lassen. Es ist dann wichtig in Bewegung zu gehen und in Taten und kleine Entschlüsse zu fassen. Weitergehen und nach und nach das eigene Leben zurückerobern.
Das fängt bei mir immer mit regelmäig schlafen und essen an. Sich was richtig gutes kochen und putzen und entrümpeln find ich auch ziemlich passend und es lenkt ab, und gleichzeitig tust Du was für Dich.
Wenn Du jetzt ausziehst hast Du ja auch jede Meneg zu tun und Du kannst schonmal deine neue Wohnung planen und es Dir dort besonders hübsch machen, damit kann ich mich super ablenken.Denk an schöne Sachen wenn Du getrauert hast...Ja?
Liebe Grüße
Karotte -
Hallo, da haste ja meine Bewunderung das Du das geschafft hast deinen Chef mit ein paar Worten zum Schweigen zu bringen. Mir fehlen da bei allem irgendwie die Worte...
Und sag mal schaffst Du das deinem Vater gegenüber auch zu kommunizieren, oder bewahrst Du einfach den Abstand?Grüße
Karotte -
Liebes Löwenherz, das ist schön zu lesen. Mein Vater war nicht ganz so krass, doch im Nachhinein habe auch ich eine gewisse Herablassung dem Weiblichen gegenüber ausgemacht.
Sich seiner eigenen Stärke bewußt zu werden ist schön. Und damit kannst Du auch anders handeln.
Ich habe das in letzter Zeit auch öfters das ich mich trotz einiger Probleme den Dingen anders gewachsen sehe. Das innerlich einfach andere Überzeugungen am wach werden sind. Ich hoffe das wird noch mehr.LG die Karotte
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Hallo Jonathan, schön das Du hier bist. Und schreiben kannst Du wirklich gut...und das ja nun auch in Trocken...
Denkst Du es hätte was gebracht wenn Dir jemand gesagt hätte Du sollst aufhören? Ich glaube nicht das Du dann danach gehandelt hättest.
Meinen resepkt hast Du in dieser Hinsicht das Du schon in so jungen Jahren drauf kommst... das ist gut. Da ist noch nicht soviel kaputt.Deine Künstlervergleiche fand ich ja lustig. Hab da mit dem Rauchen auch so ähnliche Erfahrungen und ich mag Tom Waits ziemlich gern. Da war der Alkohol auch ein riesen Thema. Der trinkt jetzt nicht mehr und hat ne Familie mit 4 Kindern. Das fand ich erstmal richtig toll.
Vielleicht kommt das mit den Drogen und der Kunst auch daher das da ein menschliches Problem besteht und dieses dann im Kreislauf der Drogenkonsumierung und Kunstausübung unsichtbar wird.
Ich habe die Erfahrung gemacht das nicht besser und schwerer ist als einen wirklich klaren Kopf zu haben. (Meditation). Da hält keine Droge mit. Am Ende halten uns die Drogen ab vom wirklichem Leben und der ganz echten Realität und auch von uns selbst.
Du schreibst das Dir dein Leben leer vorkommt. Ich glaube das wird sich ändert wenn Du Dich mit der Zeit, und auch deine Umwelt, neu entdeckst...
Grüße
Karotte -
Zitat
Allerdings scheint das Interesse an der eigenen Person bei Frauen wohl ausgeprägter zu sein
Frauen haben eben mehr diesen Kümmerinstinkt, dann auch wieder für sich selber. Außerdem sind Sie von der Erziehungs ja auch immer angehalten wurden eher nach Ihren eigenen Fehlern zu suchen... sowas prägt.
Die Männer haben allg., so meine Erfahrung auch weniger Interesse dran sich mit Probleme zu beschäftigen und auch Gefühle werden oft mehr als Last gesehen...es fällt Ihnen schwer diese anzuschauen, für Frauen ist das meistens leichter...Biologisch, Evolutionär, wer weiß...
Grüße Karotte
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Was ich auch grad gesehen habe...ich habe ja darauf geantwortet ob die Schuldfrage uns am Aufarbeiten hindert.
Und nicht wie es gesetzlich ist.
K.
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Hallo Kwiep, Danke, ich habe auch schon viel von Dir gelesen. Und fands bisher immer sehr interessant. Strafrechtlich kann ich nicht viel sagen und will es auch nicht, da kenne ich mich nicht gut genug aus, es regt mich manchmal nur ziemlich auf.
Liebe Doro, sag Du doch mal was dazu...wie gehts Dir? Hast Du noch mehr Fragen...wie siehstDu das ganze? Haben Wir Dich verstanden oder nicht?Schönen Tag
Karotte -
Hallo, is ja spannend hier. Hier mal ein Versuch einer Antwort meinerseits ganz genau darauf:
ZitatWenn es der Suchtkranke in der Hand hat, dann hat er doch auch Schuld, wenn er rückfällig wird und nichts dagegen tut??????
Er hat keine Schuld, sondern er entscheidet sich für diesen Weg. So sehe ich das. Außerdem sind Wir uns doch alle einig das Alkoholismus eine Krankheit ist. Und wird man durch eine Krankheit zu einem Schuldigen?
Oder sind Wir hier wieder bei der Frage Alkoholismus = kein Willensstärke (gabs ja kürzlich auch nen Thread).ZitatZweite Frage:
Warum ist diese Schuldfrage überhaupt so ein Tabu?
Ich erlebe das hier im Forum regelmäßig, dass viele da sofort die Rolläden runterlassen, wenn das angeschnitten wird. Warum eigentlich?
Ist mir persönlich hier noch nicht aufgefallen...?ZitatMan kann ja zu dem Schluss kommen, dass niemand Schuld hat.
Aber kann man das wirklich bist zur letzten Konsequenz so sehen?
Ja, ich denke schon.Zitat
Nicht Schuld sein am Trinken - schön.
Ja, klar, was hat das mit Schuld zu tun? Jemand trifft die Entscheidung zu trinken und hat dafür ja meistens auch Gründe. Davon können ja auch viele Trockene berichten.ZitatNicht Schuld sein an Beleidigungen im Suff - okay.
Ja, auch hier die Frage....ZitatNicht Schuld an einer Straftat im Suff?????
dasselbe...Ich denke es geht einfach darum ob die Frage gestellt wird. Meiner Meinung nach ist es eine "unsinnige" Frage, die zu nichts führt.
Habe ich ja schon aus meiner Sicht beschriebenZitatAuf mich als Co bezogen:
Ich bin nicht Schuld daran, dass er trinkt - klar!
Ich bin nicht Schuld daran, dass ich mich nicht getrennt habe - okay.
...
Ich bin nicht Schuld daran, dass ich zugelassen habe, dass er eine Straftat im Suff begeht????Nö, biste nicht. Es ist jeder seines Glückes Schmid. Jeder für sein Leben selbst verantwortlich. Jeder tut das für was er sich entschieden hat.
Wenn es hart auf Hart kommt kannst Du die Polizei rufen oder einen Krankenwagen. Doch am Ende hast Du die Tat ja nicht begangen. Es ist eben deine Entscheidung wie Du mit dem was Du mitbekommst umgehst und wieweit Du deinem Gewissen folgst.
Natürlich können Wir da dann zu gesetzlichen Festlegungen kommen wie: Unterlassene Hilfeleistungen und das das Gesetz dann Worte wie Schuld und Unschuld benutzt. Doch ist es nicht immer wieder so das Festlegungen und Tatsachen doch oft stark auseinander gehen?LG Karotte
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Hallo Gotti, ja die Eltern. DOch auch hier bliebt uns im Grunde nur der Weg des Annehmens, Liebens und akzeptierens, auch wenns schwer ist...auch ein Thema mit dem ich Kämpfe.
Bei mir geht so. Ständig saumüde von Arbeit, viel Konzentration die ich brauche aber soviel Leute im Büro...Nervenreibend... Hab Kopfweh, dolle.
Soweit gehts schon... am Donnerstag hab eich Geburtstag und leider niemanden der den Tag mit mir verbringen kann oder möchte. Werde wohl alleine nach Pillnitz fahren und mir eine Ausstellung anschauen, mit anschließendem Tortenessen... und dat wars dann mal wieder. Wieder ein Jahr älter...und nicht ins Sicht...
Sei gegrüßt
Ich bin übrigens der tiefen Überzeugung das da was dran ist mit den Knien. Ich habe in diesem Buch schon oft Rat gefunden, wenn auch manchmal schwer anzunehmen. Hatte lange Zeit schlimme Leistenschmerzen, die dann auf nimmer wiedersehen verschwunden sind als ich dahinter gekommen bin.
Knieprobleme sind auch deshalb oft so langwierig weil es schwierig ist innerliche Standpunkte zu wechseln... naja, vielleicht haste ja doch ne Anregung erhalten.
Liebe Grüße
karotte -
Hallo, ich habe länger als 3 Monate nach einer Wohnung gesucht und dann einen Nachmieter der die Wohnung schneller übernimmt. Und habe in dieser Zeit viel für mich gemacht und mich abgegrenzt.
Lg Karotte
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Zitat
Speziell in Alk & Co Foren sind die Fragen der Schuld, die Fragen nach dem "warum" allgegenwärtig.
Hallo Kwiep, für mich ist das nicht so. Die Frage nach dem Warum habe ich schon vor Jahren für mich relativ verbannt, weil es daruf weder eine befriedigende noch wahre Antwort gibt. Das Warum ist immer irgendwie auch eine Frage die eine Selbstschuld impliziert. Und für mich geht es eben nicht um Schuld oder Schuld sein, um einen Schuldigen etc.
Für mich geht es darum ganz bewußt nicht mehr Opfer zu sein und auch mich selbst in mancher Hinsicht als Täterin zu begreifen. Als Mensch der SelbstVerantwortung trägt und der Entscheidungen trifft oder eben nicht.Ich finde die Schuldfrage ist eine die das Weiterkommen, gerade hier blockiert. Denn darum geht es einfach nicht.
Für mich steht zuallererst am Anfang des Weges, ob Co oder Alk, die Sichtweise auf mich Selbst. Was bin ich, was tue ich, für was entscheide ich mich. Und das blendet für mich einen Schuldigen einfach aus. Weil es darum nicht geht und einen auch nicht weiterbringt.
Denn dann hätte man ja auch immer schon eine "Ent-schuldigung" parat.Wie das so gesetzlich ist, das ist ne andere Sache. Aber auch da gehe ich mit vielem nicht konform. Coabhängigkeit und auch Alkoholismus sind Gesellschaftskrankheiten. Und das spiegelt sich in vielem wieder.
Liebe Grüße
Karotte -
Hey Du, für einen möglichst problemlosen und vollwertigen Neuanfang würde ich Dir empfehlen die Wohnung aufzulösen... da kannst ganz neu und nur für Dich losmachen....
Hat mir gutgetan!grüße
Karotte
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Hey Howard, wenn Du jetzt wieder anfängst nach den Verstecken zu suchen, dann bist Du voll drin im Co. Lass es doch einfach sein und nutze die Zeit sinnvoller, z.B. mit deinen Jungs.
Und es geht nicht darum etwas zu machen und Sie dann mitzunehmen. Sondern darum das Du was für DICH machst!!!!!!Lg Karotte