Hallo Nicole, Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.... Euer gemeinsamer Perfektionswahn (alos deiner und der von deiner Mutter) ist meines Erachtens schon typisch Co. Hier irrst du, lieber Insulaner... 
Wenn man mit einem Alki zusammenlebt und ebenfalls krank ist (und in der "geschlossenen" hab ich jetzt schon öfters davon gelesen, dass viele ihre Co-Abhängigkeite als mindestens so ernst ansehen wie den Alkoholismus selber), dann muss man ja immer wie der Hamster im Rädchen funktionieren. Alles muss nach außen schön sein. Damit auch ja kein anderer was merkt. Fassade ist alles. Außen hui, innen pfui.
Deine letzten zwei Postings könnte man glaube ich so zusammenfassen.
Wenn man dann so wie du weg ist davon, ist aber noch nicht alles gut. Die alten Verhaltensweisen sind wie hineinbetoniert in einen.
Aber frag dich doch mal, warum du dir (immer noch) nicht zugestehst, nicht perfekt zu sein. Jeder wurschtelt sich doch irgendwie so durch. Mit 2 kleinen Kindern ja sowieso.
Ich weiß, wovon ich rede.... (Auch das mit dem Perfektionismus....) Und wenn du alles immer selber erledigst, hast du einen Haufen Arbeit am Hals!!! Aber wir sind doch nciht nur zum Arbeiten da, oder?
Das mit der Liste ist deinem Mann gegenüber schon hart: Er hat es bestimmt als Misstrauensbeweis aufgefasst!! Andere machen vieles anders, oft nicht perfekt, aber sei mal ehrlich, sind wir wirklich perfekt?????? Als Co kann man natürlich schlecht den anderen was erledigen lassen, denn der erledigts nie, das ist klar. Aber dein Mann ist kein Alkoholiker. Und er ist erwachsen. Er hat bestimmt vor eurem gemeinsamen Leben auch irgendwie gelebt. Und genau so hast du dich ja in ihn verliebt, oder????
Ach so: Und wenn deine Mutter krank ist, sit sie krank. Und du? Du hast 2 kleine Kinder und eine Arbeit und einen Haushalt. Wenn du krank bist, musst du trotzdem aufstehen und deine Kinder versorgen. Deine Mutter muss niemanden versorgen. In ihrem Haushalt leben nur erwachsene Leute. Spiel da bloß nicht die Putze. (Ich leiste mir ab udn zu eine Putzfrau und zahle 10 Euro die Stunde - wenn du das kriegst, ok). Oder lässt du deine Kinder für dich putzen?
Ich glaube, so einige Ungeheuerlichkeiten deiner Mutter dir gegenüber werden dir jetzt erst so nach und nach bewust, oder? Denn wies daheim so zugeht, darüber redet man ja in der Regel mit niemandem. Erst recht nicht, wenn ein Elternteil Alkoholiker ist. Alles hübsch unter der Decke halten. Bei mir hieß es immer: " Was in der Familie vor sich geht, darf nie nach außen dringen. Eine Familie hält zusammne." Hört sich sooooooooo toll an....... war aber so besch......... Hätte doch nru einer mal was zu mir gesagt, hätte ich mich doch nur mal getraut, über meine Mutter mit irgendjemandem zu sprechen.....
Liebe Grüße, tini
Versuchs doch mal mit ganz kleinen Schritten: Auch mal