Guten Morgen Lulija,
wollte gerade bei Dir gucken und mal nachfragen, wie es Dir geht und siehe da, Du hast geschrieben. Viel Erlebtes, starke Bilder, die da noch in Dir wohnen. Du erzählst uns aus Deinem Leben - einem Leben, dass ich niemandem wünschen würde. Und doch musstest Du es erleben.
Es ist gut, sich der Bilder bewusst zu werden, sich bewusst zu werden, was alles an Leid und Täuschung / Enttäuschung im Leben passierte. Dein Vater war / ist ein kranker Mann. Vielleicht war / ist Alkohol nicht seine einzige Krankheit. Dies ist überhaupt keine Entschuldigung, sondern eine sachliche Feststellung, nachdem was ich hier von Dir lesen durfte.
Zitat
und ich fange auch endlich an zu kapieren, daß ich gar nicht so schlecht und wertlos bin wie mein Vater es mir immer eingeredet hat.
Ein ganz wichtiger Schritt. Die Erkenntnis, dass das, was Dir eingeredet wurde von einem kranken Menschen, aus einer nassen und selbstzerstörerischen Denke, entsprang. Also wieviel Wahrheitsgehalt wird wohl in so einer Aussage liegen? 0% 
Jedoch suchen Kinder im Laufe ihres Heranwachsen die Bestätigung von aussen, brauchen sie geradezu, um ein eigenes Selbstbild entwickeln zu können. Und sie glauben, was kommt, zumal es ja von einem Elternteil kommt, also den Menschen, die dafür sorgen und verantwortlich dafür sind, dass ein Kind so etwas wie Liebe erfährt, Geborgenheit und Schutz.
Diese Erfahrung wollen wir doch alle machen und bekommen wir sie nicht in der Kindheit, dann schaffen wir uns immer wieder ähnliche Situationen (Alkoholiker als Mann zum Beispiel) um endlich irgendwann diese Erfahrung zu machen.
Jetzt liegt es an Dir, ob Du weiterhin in der Vergangenheit und Gegenwart leiden willst, oder ob Du beginnst die Weichen für eine glückliche Zukunft zu stellen. Und ich finde, die Weichen hast Du schon gestellt. Du beginnst aufzuarbeiten, zu hinterfragen und ich möchte Dir gerne noch einen Gedankenanstoss mitgeben. Was brauchst Du, damit Dein Leben ein glückliches Leben werden kann?
Liebe Grüsse
Skybird