Hoppla, Trine, das klingt ja wie meine Story. Ich habe meinen Partner in unseren Ferien alleine (sogar ohne Auto) zurückgelassen und bin abgefahren. Ich weiss was schlechtes Gewissen heisst, zumal er sich dann komplett zugeschüttet hat und in einem lebensgefährlichen Zustand in einer "Nacht- und Nebelaktion" via Krankenwagen in sein Heimatland repatriiert wurde.
Und für sein Umfeld gab es natürlich eine Schuldige - das war ich! Aber ich habe mich entschieden, mir diesen "Stiefel nicht anziehen" zu lassen. Er hat mich belogen, nicht nur einmal, nein mehrmals und das obwohl er wusste, dass dies für mich eines der belastenden Sachen in einer Beziehung ist. Und als ich dann ging und ihn zurückliess, glaubte er mir nicht und dachte er könne mich schon dazu bringen, dass ich ihn dann zumindest wieder abhole, etc. 
Aber ich blieb stark - viele Gespräche mit Freundinnen, Nachbarn, meiner Familie etc. halfen mir dabei...nicht auch zuletzt dieses Forum hier in dem ich sehr vieles gelernt habe und heute dankbar bin, dass ich nicht gewartet habe bis noch schlimmeres passiert ist. 
Es ist nicht unsere Schuld, dass unsere Partner trinken! Sie greifen selbständig zur Flasche und indem wir liebevoll, aber KONSEQUENT 

unsere Entscheidungen umsetzen helfen wir ihnen mehr als Du denkst. Danach sagte mein Partner, dass er mich dafür bewundert, dass ich das durchgezogen habe und das dass der einzig richtige Entscheid gewesen sei.
Momentan hat er den Kontakt jedoch abgebrochen und jedesmal wenn ich mich ertappe, dass ich mir wieder Gedanken über ihn mache, stoppe ich sie und wende mich ganz bewusst einer Tätigkeit zu, die mir Spass macht...mit dem Hund spielen, in die Natur gehen, ein Buch lesen, einen feinen Tee trinken, ein Bad nehmen, ausgiebige Körperpflege, Massage-, Friseurtermin,....
Das hilft und ich bin entschlossen, mein Glück oder Unglück nicht mehr von ihm und seinem Verhalten und seinem Wohl- oder Schlechtergehen abhängig zu machen. Egal, wie es ausgeht - momentan haben wir eine Auszeit vereinbart und seitdem höre, lese und weiss ich nichts mehr von ihm...
Also, liebe Trine, hab Mut und schmeiss die Schuldgefühle in die Ecke. Schuld an seinem Zustand ist er selbst. Es gibt einen Unterschied zwischen Mitfühlen und Mitleiden - das erste ist ok, das zweite tut weh und hemmt Dich in Deiner eigenen Entfaltung!
Liebe Grüsse und weiterhin viel Kraft!
Skybird