Kontaktabbruch

  • Liebe Trine,

    erstmal herzlich Willkommen hier.

    Du hast ganz grossen Mut bewiesen und hast das gemacht wovor sich viele der Angehoerigen scheuen. Du gibst ihm damit die Moeglichkeit seine Sucht im vollen Umfang zu erkennen, dass musst Du Dir vor Augen halten. Du warst konsequent, hast verstanden, dass es Dir nicht gut geht, er ist fuer sich verantwortlich.

    Halte durch, das was Du gemacht hast ist richtig, die einzige Moeglichkeit ihm wirklich zu helfen.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Guten Morgen trine,

    erstmal möchte ich Dich auch beglückwünschen, für Deinen Mut, ihn zu verlassen. Es ist ein sehr harter Weg bis dahin, sich zu entscheiden, zu gehen. Es dann auch zu tun, ist bestimmt noch härter, aber in einiger Zeit wirst Du die positiven Auswirkungen spüren. :)

    trine, da Du in Deiner Zeit mit ihm schon körperliche Symptome entwickelt hattest, möchte ich Dich darauf hinweisen, daß auch Du Züge unserer Krankheit zeigst, die Co- Abhängigkeit. Auch diese Krankheit kann ganz schlimm ausgehen, wie Du es hier bei ganz vielen lesen kannst. Mach es Dir bewußt, daß Du jetzt ein *bißchen* leidest, aber wenn Du bei ihm bleibst, wieder zurückgehst, immer weiter leidest und vielleicht mit ihm untergehst.

    Versuche jetzt etwas für Dich zu tun, z.B.eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen, eine Therapie zu machen, damit Du gesunden kannst. Für ihn kannst Du nichts tun :!: Das muß er ganz allein tun. Du bist nicht verantwortlich für seine Rückfälle, für seinen Abstieg.

    Du bist hier nicht allein mit dem Gefühl, Dich von seinen Gefühlen abhängig zu machen. Lies viel hier, tausche Dich aus, um stark zu sein, Dein eigenes Leben zu retten.

    Liebe Grüße

    Melina P.

  • Liebe Trine,

    lass Dir gesagt sein, es wird besser, ganz bestimmt. Du hast jetzt erstmal die Verbindung gekappt, hast einen dicken Schlussstrich gezogen, hast Dich einfach ausgeklinkt. Das war richtig so, warum solltest Du Dir denn sein nasses Gelaber anhoeren, solltest Dir wieder die Luegen anhoeren? Du wirst sehen es wird von Woche zu Woche besser und Du kannst Dir ein Leben ohne ihn gestalten und das wird zu Deiner neuen Routine und irgendwann mal denkst Du daran zurueck und kannst Dir gar nicht vorstellen, warum Du so lange das mitgemacht hast.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hi Trine,

    klar scheint das alles soweit entfernt. Du musstest Dir ja gerade erstmal den Frosch den Du Dir eingetreten hast....sorry fuer diesen Ausdruck.....loswerden, so einfach ist das nicht. Das Problem ist ja auch generell nicht damit geloest, dass man sich trennt, das ist ja erstmal die Vorstufe zu all dem was Du noch an Erkenntnis gewinnst. Wichtig ist, dass Du an Deiner Co-Abhaengigkeit arbeitest und Dein Verhalten, was Dir diesen Partner eingebracht hast, erkennst und aenderst. Du fuehlst Dich fuer Sachen verantwortlich, die Du nicht aendern kannst und fuer andere Menschen, irgendwo muss dieses Verhalten herkommen. Manchmal helfen Therapien ganz gut oder SHG's, aber manchmal weiss man schon tief im Inneren selbst warum man dieses Helfersyndrom hat.

    Du bist also jetzt in einer Umprogrammierungsphase, nutze die, dass Du Dir ja nicht den naechsten Frosch mit dem gleichen Problem einfaengst.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hallo Trine!

    Als ich deine Geschichte las, kam es mir vor wie meine eigene!
    Ich habe mich erst gestern von meinem Freund getrennt, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe. Wir führten seit ca. 5 Jahren eine Wochenendbeziehung.
    Ich habe allerdings erst seit Oktober 07 den Verdacht, daß er ein Alkoholproblem hat und er hat es da auch das erste mal direkt zugegeben. Seit gestern liegt er nun wieder (zum 3. mal) in der Klinik und wartet auf eine Therapie. Diesmal allerdings mit Alkoholvergiftung. Was alles genau passiert ist, weiß ich nur aus Telefonaten mit Freunden und seinen Angehörigen. Wenn du magst kannst du dir den Thread "neu hier und frisch getrennt" gerne durchlesen. Dort steht meine Geschichte. Gefühlsmässig geht es mir richtig mies, ich kenn mich mit meinen Gefühlen nicht mehr aus.

    Alles Liebe, Maren

  • Hoppla, Trine, das klingt ja wie meine Story. Ich habe meinen Partner in unseren Ferien alleine (sogar ohne Auto) zurückgelassen und bin abgefahren. Ich weiss was schlechtes Gewissen heisst, zumal er sich dann komplett zugeschüttet hat und in einem lebensgefährlichen Zustand in einer "Nacht- und Nebelaktion" via Krankenwagen in sein Heimatland repatriiert wurde.

    Und für sein Umfeld gab es natürlich eine Schuldige - das war ich! Aber ich habe mich entschieden, mir diesen "Stiefel nicht anziehen" zu lassen. Er hat mich belogen, nicht nur einmal, nein mehrmals und das obwohl er wusste, dass dies für mich eines der belastenden Sachen in einer Beziehung ist. Und als ich dann ging und ihn zurückliess, glaubte er mir nicht und dachte er könne mich schon dazu bringen, dass ich ihn dann zumindest wieder abhole, etc. :evil:

    Aber ich blieb stark - viele Gespräche mit Freundinnen, Nachbarn, meiner Familie etc. halfen mir dabei...nicht auch zuletzt dieses Forum hier in dem ich sehr vieles gelernt habe und heute dankbar bin, dass ich nicht gewartet habe bis noch schlimmeres passiert ist. :wink:

    Es ist nicht unsere Schuld, dass unsere Partner trinken! Sie greifen selbständig zur Flasche und indem wir liebevoll, aber KONSEQUENT :!::!::!: unsere Entscheidungen umsetzen helfen wir ihnen mehr als Du denkst. Danach sagte mein Partner, dass er mich dafür bewundert, dass ich das durchgezogen habe und das dass der einzig richtige Entscheid gewesen sei.

    Momentan hat er den Kontakt jedoch abgebrochen und jedesmal wenn ich mich ertappe, dass ich mir wieder Gedanken über ihn mache, stoppe ich sie und wende mich ganz bewusst einer Tätigkeit zu, die mir Spass macht...mit dem Hund spielen, in die Natur gehen, ein Buch lesen, einen feinen Tee trinken, ein Bad nehmen, ausgiebige Körperpflege, Massage-, Friseurtermin,....

    Das hilft und ich bin entschlossen, mein Glück oder Unglück nicht mehr von ihm und seinem Verhalten und seinem Wohl- oder Schlechtergehen abhängig zu machen. Egal, wie es ausgeht - momentan haben wir eine Auszeit vereinbart und seitdem höre, lese und weiss ich nichts mehr von ihm...

    Also, liebe Trine, hab Mut und schmeiss die Schuldgefühle in die Ecke. Schuld an seinem Zustand ist er selbst. Es gibt einen Unterschied zwischen Mitfühlen und Mitleiden - das erste ist ok, das zweite tut weh und hemmt Dich in Deiner eigenen Entfaltung!

    Liebe Grüsse und weiterhin viel Kraft!
    Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

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