Beiträge von Gotti

    Ja, danke ihr fürs Antworten.
    Hab mich auf jeden Fall mal auf die Warteliste setzen lassen. Habe jetzt sogar 2 !! Chancen. Bei einer bin ich die erste. Vielleicht hab ich ja Glück. Beide klingen am Telefon sehr nett.
    Mein Sohn hat mir heute in einem sehr guten Gespräch erzählt, dass sein Kummer, den er jetzt rumzerrt, nichts mit seinem Vater zu tun hat.
    Ist das normal, das man als Co sofort die Schuld für jedes Problem im Alkoholkonsum und deren Folgen sucht.?
    Jetzt könnte ich schreiben: Wenn ich doch früher so ein Forum gehabt hätte!
    ZU SPÄT! Wir müssen heute damit leben und bearbeiten.
    Da gibt es auch einen guten Spruch:
    Gott hilft uns nicht immer am Schmerz vorbei,
    aber er hilft uns hindurch.
    Damit auch Grüße an Daffi :!: und alle, die auch an diese Höhere Macht glauben, Gotti.

    Hallo Stiefmutter,
    vielleicht kannst du seiner Frau und den Kindern helfen.
    Wenn du sie unterstützt, in dem sie sich von ihm distanzieren, wie schon gelesen, ihn in seiner Verantwortung alleine lassen, vielleicht hilft es ihm weiter.
    Wahrscheinlich wird er noch ringsherum gehalten. Warum sollte er sich ändern? ER hat doch kein Problem!!!
    Erst als ich meinem Mann praktisch alle "Felle" genommen habe, hat er das Denken angefangen und sich zum Glück für uns entschieden.
    LG Gotti.

    :? Endlich eine, die auch Kassenpatienten nimmt, aber Wartezeit bis 8 Wochen :!:
    Soll ich mich darauf einlassen, falls nichts anderes machbar ist ? Eigentlich schon, denn wer 24 Jahre und vlt. länger schläft, dem machen doch lumpige 8 wochen nix aus.
    :roll: Gotti.

    He, Hut ab, du reagierst aber schnell !! Aber gut so, nicht erst so lange warten wie ich.
    Hast du ihm jetzt alles Geld entzogen? Das hätte ich mich sicher nicht getraut.
    Na und gut finde ich auch, dass du doch einen Weg zu Al - Anon findest.
    Weiter so :!:
    LG Gotti.

    So, jetzt ist erst mal ein Schritt weitergemacht.
    Ich war bei meiner Hausärztin und habe wegen einer Therapie angefragt.
    :shock: So hat sie ausgesehen, nachdem ich ihr erzählt habe, dass ich wegen meines Mannes, der 24 Jahre als Alkoholiker neben mir gelebt hat, jetzt seit vier Monaten!!! trocken ist, in einer "Lebenskrise" stecke.
    Sie hat das ja nicht gewusst. Klar, denn auf der einen Seite bin ich ein fröhlicher, starker Mensch. Die andere Seite, innen drinnen, habe ich (wie wir hier doch alle ??) versteckt.

    Sch... schon wieder am Telefon eine Absage, keiner nimmt hier Kassenpatienten an. "Da ist ... schon ein bisschen unterversorgt." - Aussage des "sympathisch-klingenden Psychologen, den ich angeklingelt habe.
    Na, das baut gleich wieder auf. :(
    Aber eine Nummer ist noch im Rennen. Da hab ich auf Band gesprochen, ruft hoffentlich bald zurück.

    Werde nochmal das Telefonbuch wälzen. Vielleicht habe ich ja wen überlesen.

    Hallo Stiefmutter,
    gut, dass du dich hier eingeklickt hast.
    Willkommen im Club, aber
    so traurig es klingt, aber: da kannst du nichts machen. Wenn derjenige, um den es geht, keine Einsicht hat, dann kannst du nur das Beste für dich raussuchen, und ihn machen lassen.
    Ein guter Spruch von Heinrich hier aus dem Forum:
    Ein Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos,
    jedes Wort zuviel
    und jede Anstrengung vergebens.

    Trotzdem liebe Grüße, Gotti.

    Hallo Sunny,
    auch von mir ein WILLKOMMEN hier!
    Ach , ich finde es so schade, deine Geschichte zu lesen, die meiner so ähnlich ist. Nur war ich die Dumme, die so lange ausgehalten hat.(kannst du gerne nachlesen).
    Wenn deine Tochter jetzt schon (wie alt ist sie) merkt, was alles schief läuft, dann rette sie. Dich natürlich auch, aber für andere macht man vielleicht eher was.
    Die anderen haben schon viel geschrieben, was ich auch geantwortet hätte, denn ich bin ein bisschen "aufgewacht". Ich wünsche dir auf jeden Fall jemanden - persönlich - zum Reden. Bei mir war es eine ältere Frau von Al - Anon. Die hat mir gute Starthilfe gegeben. Frag nach, vielleicht können sie auch auf deine Tochter aufpassen, solange du mal aus dir rauskannst.
    Mein Mann hat auch "nie" getrunken. Die Flaschen waren immer alt, von anderen, ......
    Liebe Grüße, Gotti.

    Danke Lämmchen und Juliane,
    ihr seht das ganz richtig. Mir bleibt nur übrig, weiterhin versuchen, gute Gespräche mit ihm zu führen, die ihn dann - hoffentlich - auf den richtigen Weg bringen. Aber! Bis jetzt hats ja geklappt. Da darf ich die Flinte nicht ins Korn werfen.
    Sorgen mache ich mir jetzt zwischendurch um meinen Sohn. Er hat schon vor einem halben Jahr mal mit der Lehre pausiert, psychologische Gründe angegeben. Heute kam er wieder nach Hause. Magenkrämpfe. Ich will und darf ihm dabei nicht dreinreden, aber er hat zum Glück mal auf mich gehört und gleich bei seinem Therapeuten einen Termin ausgemacht. Ich denke, er muss doch auch noch sehr viel abbauen.
    Es wird nicht langweilig bei uns.
    LG Gotti.

    Hallo Heinrich,
    du sprichst mir aus der Seele :!: Das sind genau die Sorgen, die mich jetzt schon quälen, obwohl unser Fest erst im Sommer ist.
    Wir (mein Mann UND ich) haben an meiner Geburtstagsfeier gemerkt, wie laut und langweilig - weil immer wiederholt - Gespräche im Suff werden. Jetzt , da wir nicht mehr trinken, sehen wir sowas deutlich.
    Mir (!!!!) ist auch hundertprozentig klar, dass er an der Feier unheimlich unter Druck gestellt wird. Aber ich bin guter Hoffnung, dass wir eine Lösung finden. Gründe, sich zu verabschieden (wir haben z.B. zwei Hunde) , finden sich bestimmt. Auf keinen Fall möchte ich dann auf "einem Pulverfass" sitzen. DAS Gefühl kenne ich nur zu gut. Wieviele Feiern so abgelaufen sind - unzählbar - nur furchtbar.
    Lieber Heinrich, vielen Dank noch mal für deine Antwort. Deine Sicht der Dinge klingt am Anfang etwas hart, aber du bist uns ja einen - oder zwei - Schritte weiter, da sieht alles ganz anders aus. Und - das merke ich doch wenigstens langsam - von deinen Erfahrungen können wir lernen. Wir alle.
    Tschüß, Gotti.

    Mensch, das ist wirklich super :!::!::!:Nicht mehr rauchen und nicht mehr trinken zu müssen, alles beide - echt stark. Mach bloss weiter so!!!!Mein Mann raucht jetzt im Trockenstadium ein wenig mehr. Mal sehen, ob sich das wieder gibt.
    Aber dein Sodbrennen kenne ich auch bei ihm. Er verträgt außer Kaffee und Cola so ziemlich keinen anderern Saft. Tee mag er nicht. Wasser trinkt er selten. Im Lauf der Monate habe ich so ziemlich das ganze Repertoire an Alk-freien Getränken ausprobiert. (Richtig formuliert, denn das meiste musste ich austrinken). Vielleicht liest hier jemand mit Erfahrung und hat noch den! Tip.
    Bleib weiterhin so stark und liebe Grüße, Gotti.

    Hallo Oiseau,
    will mal versuchen auf deine Frage zu antworten.
    Was tue ich, um wieder mit mir ins reine zu kommen, glücklich zu werden?
    Ich glaube, nein ich weiss, dass ich das schon die ganzen Jahre versucht habe.
    Ich habe Sport getrieben, war in Kursen unterwegs, habe verschiedenes mit meinen Kindern unternommen, bin schlließlich im jahrelangen Ehrenamt hängengeblieben - alles Versuche, mich abzulenken, von zuhause weg zu kommen, für mich leben.
    Das ist jetzt nicht mehr das, was ich brauche.
    Abendliches Badevergnügen ist Gewohnheit geworden. Entspannt aber trotzdem immer wieder.
    Aber - glücklicher - ? - Ich denke glücklich macht mich im Moment nur das "richtige" Kommunizieren mit meinem Mann. So wie heute morgen, wo wir einen, wenn auch kleinen, Schritt weitergekommen sind. Da stört mich dann auch meine zur zeitige Schwäche nicht mehr.
    Liebe Grüße, Gotti.

    Heute Morgen haben wir ein gutes Gespräch geführt.
    Mein Mann sagt,dass er keine Probleme mit der Feier hat, weil es ihm egal ist, wieviel Alk getrunken wird. Es geht ihm nur darum, dass er seine Wohnung nicht zur Partyhöhle machen will.
    Finde ich in Ordnung, will ja auch nicht die ganze Arbeit bei uns haben.
    Also werde ich meine Schwester dabei unterstützen, wenn sie eine andere "Bleibe" findet / sucht.
    Aber, mein Mann geht so gelassen über das Saufen neben ihm hinweg, dass es mir große Angst macht. Er meint, dass er nicht mal mehr die SHG braucht, weil er ja keinen Alk mehr braucht.
    Daraufhin habe ich ihn gelobt, dass er so stark ist, aber auch (war das falscht?) meine Bedenken geäußert. Ich habe auch gleich dazugesagt, dass ich nicht so einfach alles wegstecken kann, sondern noch mehr Hilfe benötige. Die ganzen langen Jahre, die kann ich nicht so schnell vergessen und verarbeiten.
    Und wieder habe ich ihm vorgeschlagen, mal im Forum zu lesen. Seine Antwort: Geht ja nicht, du bist doch den ganzen Tag drin.
    Ich: Da werd ich eben mal ein Stündchen für dich freilassen.

    Mal sehen, wann er mitliest. Kann uns beiden nur guttun.

    Bin noch mal da.
    Was du da schreibst, ist doch eigentlich schon die Antwort auf dein Problem:
    Du kannst nicht mehr mit deinem Mann zusammenleben.
    Du glaubst selbst nicht mehr an eine Besserung, falls er eine Therapie macht.
    Von diesen Selbstmorddrohungen kann man hier im Forum überall lesen. Meinst du er macht sie wahr? So wie er sich bessern wird? So wie er mit dem Saufen aufhören wird? So wie,....??? Bis auf die Selbstmorddrohungen (oder halt - ich glaube irgendwann hat mein Mann auch mal sowas geäußert ) kommt mir alles bekannt vor.
    Er hat bis letzten Oktober nichts davon wahrgemacht.
    Ich wünsche dir alles Gute beim Nachdenken und Entscheiden und viel Kraft und Stärke für das, was noch kommt,
    Gotti.

    Guten Abend Oiseau und Lämmchen,
    vielen Dank für euere Worte. Die tun mir einfach nur gut.
    @ Oiseau: Ja, mein Mann ist dann doch noch zu seiner SHG gegangen, brummig, ist brummig heimgekommen und, na ja ...? Wir haben die letzten Tage ziemlich schweigend verbracht. Er kann mir einfach keine Antwort geben, auf meine Frage,was er eigentlich will. Wahrscheinlich ( ich höre da wieder Heinrich im Hintergrund) braucht er einfach noch viel Zeit und Geduld.
    Ich denke schon, dass er in der Gruppe auch über unser "Festproblem" (ist zum Glück erst im Juli) geredet hat. Vielleicht muss er einfach nur nachdenken.
    Soll er. Heute ist er ganz ausgeglichen. Hat sich um die Küche und Einkaufen gekümmert, weil ich stirnhöhlenmäßig krank bin. - War deswegen die letzten Tage etwas weg, auf der Couch -
    Ich weiss nicht, wovor er die meiste Angst hat: dem Alkohol gegenüber stehen zu müssen oder es den anderen verklikkern. Bis jetzt wissen es nur meine Eltern (leben bei uns im Haus), meine Schwester - der hat er es selbst erklärt :!::!::!: War ich sehr stolz auf ihn und habe es ihm auch gleich gesagt!!- und meine Freundin. Die wusste auch schon sehr lange Zeit von meinem / unseren Leiden.
    Wir müssen aber noch viel nachdenken und vor allem reden, wie wir , nicht nur dieses Fest, miteinander schaffen.
    Ich habe es ja schon geschrieben, dass ich mit meiner Ärztin über eine Therapie reden werde. Die wird uns allen weiterhelfen.

    @ Lämmchen:
    Für eine Paartherapie ist mein Mann bestimmt (noch) nicht bereit. So wie er diese Woche - ziemlich bockig - zu seiner Gruppe gegangen ist, --- ich weiss nicht so recht, ich glaube, manchmal denkt er vielleicht doch nicht, dass er das erst mal für sich alleine macht.
    Mir war das Lachen und Fröhlichsein auch vergangen. Mein Tiefpunkt war letzten Oktober erreicht. Es ist mir sogar selbst aufgefallen, dass ich manchmal nur noch "künstlich" lachen konnte. Und dann dachte ich darüber nach, worüber ich noch fröhlich sein kann, was mich glücklich macht.
    Da war nicht mehr viel. Wenn man sich permanent um die Situation im Haus Sorgen macht, hat man nur noch einen verbitterten Zug im Gesicht.
    Aber den lege ich langsam wieder ab. :) Der erste Weg zur Besserung.

    So, nun viele Grüße an euch beide. Nochmals Danke für euer MIT - Leiden. Habe viel mehr geschrieben als gedacht. Jetzt ruft die Couch wieder. Bin noch etwas angeschlagen,
    LG Gotti.

    Na ist doch immer wieder klar, Chris,, dass wir Co - Abhängige Ehefrauen Schuld sind, wenn das Haushaltsgeld nicht reicht. Ach, was geben wir auch immer wieder für Geld für unnütze Sachen aus :!::!:
    Ich finde es so schade, dass es für mich nicht schon vor 25 Jahren so ein Forum gegeben hat (Internet war ja auch nicht), vielleicht wäre ich schlauer gewesen und hätte das Chaos nicht mir und meinen Kindern zugemutet.
    Aber vorbei ist vorbei. Hier und jetzt können wir lernen, alles - viel - besser zu machen.
    LG Gotti.

    Hallo Lämmchen,
    deine Geschichte könnte auch meine sein. Wir passen auch vom Alter zusammen, habe auch erwachsenene Kinder.
    Wenn du meine Geschichte im Forum lesen möchtest, wirst du einiges von deinen Problemen finden.
    Durch das Lesen hier habe ich aber gemerkt, dass ich dringend mehr Hilfe brauche, um wenigstens anfangen zu können, mit den vielen versauten Jahren fertig zu werden. Es kostet mich schon noch ein bisschen viel Kraft mit meiner Hausärztin über unsere Probleme zu reden, aber sie wird mich sicher verstehen und kann mir weiterhelfen.
    Bin heute etwas angeschlagen (Stirnhöhlenvereiterung, ...) und mach dann mal Schluß. Wünsche dir gute Gedanken, und viel Kraft für die nächsten Schritte, Gotti.