• Hallo,

    ich habe heute dieses Forum beim googlen gefunden, und mich gleich angemeldet.

    Bin die Ehefrau eines nassen Alkoholikers, und Co - Abhängig.
    Schreibe auch noch in einem Psychosomatikforum, uind habe dort den Co - Abhängigentest gemacht. Dieser hat mir das bestätigt, was ich schon wußte.

    Ich kann eigentlich gar nicht sagen, wie lange mein Mann schon trinkt, weil ich immer wieder, so sehe ich es heute, die Augen verschlossen habe.
    Der einzige der mich immer wieder mal darauf angesprochen hat, war mein Vater, aber leider kann ich mit ihm nicht mehr reden, da er verstorben ist.
    Damals habe ich immer noch gemeint, ich müsse meinen Mann schützen.
    Aber ich will und kann es nicht mehr, ich spüre, wie meine Kraft immer weniger wird.

    Mein Kopf sagt mir eindeutig, ich muß mich trennen, aber diesen Schritt schaff ich nicht.
    Die Verletzungen und Lügen von seiner Seite, sitzen sehr tief, ich weiß, dass ich ihm nicht mehr vertrauen kann. Seine Lügen werden weitergehen.
    Was in meinen Augen schlimm ist, ich habe das Gefühl, ihm keine Achtung mehr entgegenbringen zu können.


    Er selbst leugnet dass er den Alkohol braucht, er könne jederzeit aufhören, usw. ich denke, das kennt ihr, und wenn dieses Wort nur im Ansatz fällt, wird er agressiv, bis jetzt nur verbal, und rastet aus.
    Er beschimpft mich in übelster Form, und gibt mir die Schuld.

    Habe ihn jahrelang geschützt, Ausreden erfunden, warum man zu dieser und jener feier nicht erscheinen kann, immer hatte ich die Angst, er würde vor anderen ausrasten, und mich blamieren.

    In einer 8 -wöchigen psychsomatischen Kur habe ich an einer Angehörigengruppe teilgenommen, und mir ist einiges bewußt gworden.
    Fange langsam an, offener damit umzugehen, und ihn vor anderen nicht mehr zu schützen.
    Bin sehr überrascht, dass einige dieser Menschen, es schon lange geahnt haben, und mir dies auch so offen sagen.

    Jahrelang hab ich mich auch bemüht, es vor meinen Kindern zu verbergen, wie mies es mir geht.
    Jetzt sind sie erwachsen, und sehen selbst was mit ihrem Vater ist. Sie haben mir aber auch versichert, es schon viel früher gespürt zu haben, dass vieles nicht in Ordnung ist.
    Dann kamen meine Schuldgefühle ihnen gegenüber, weil ich doch nicht alles getan hatte.

    Komme mir vor wie auf einem Hochseil, und an jeder Seite ist der Abgrund, zumal ich auch noch den Spagat zwischen meinem Beruf, und der Sucht meines Mannes schaffen muß.
    Ich habe beruflich auch mit abhängigen zu arbeiten, und mir fällt der profiessionelle Umgang damit immer schwerer.

    Das soll es erstmal gewesen sein.

    lg Lämmchen

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hi Laemmchen,

    erstmal herzlich Willkommen hier.

    Erkenntnis fuer uns Co's ist der erste Schritt diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

    Ich kann Dich gut verstehen, dass Du Dich so unwohl fuehlst und das alles ziemlich schlimm fuer Dich sein muss.

    Was denkst Du denn, was fuer Dich derzeit das richtige ist?

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hallo Lämmchen,
    deine Geschichte könnte auch meine sein. Wir passen auch vom Alter zusammen, habe auch erwachsenene Kinder.
    Wenn du meine Geschichte im Forum lesen möchtest, wirst du einiges von deinen Problemen finden.
    Durch das Lesen hier habe ich aber gemerkt, dass ich dringend mehr Hilfe brauche, um wenigstens anfangen zu können, mit den vielen versauten Jahren fertig zu werden. Es kostet mich schon noch ein bisschen viel Kraft mit meiner Hausärztin über unsere Probleme zu reden, aber sie wird mich sicher verstehen und kann mir weiterhelfen.
    Bin heute etwas angeschlagen (Stirnhöhlenvereiterung, ...) und mach dann mal Schluß. Wünsche dir gute Gedanken, und viel Kraft für die nächsten Schritte, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo,

    ich danke euch für die liebe Begrüßung. Es tut gut verstanden zu werden.

    Ich weiß noch nicht wie mein Weg weiter geht, aber ich kann nicht mehr lange so weitermachen.

    Habe es satt, diese ständigen Lügereien, die Drohungen mit Selbstmord, wenn ich wirklich gehen sollte.
    Er schafft es immer wieder mir Schuldgefühle zu machen, das beherrscht er sehr gut.

    Habe mir mal die Frage gestellt, was wäre wenn er eine Therapie machen würde. Könnte ich dann wieder etwas mit ihm aufbauen?
    Meine Anwort für mich hat mich erschreckt. Nein ich könnte es nicht.
    Die jahrlangen Lügen, Verletzungen und die verbalen Angriffe auf mich, die durchaus sehr oft unter die Gürtellinie gehen, all das könnte ich glaub ich nicht vergessen.
    Manchmal kommt es mir so vor, als müsse ich auf Samtschuhen durchs Leben gehen, nur um ihn nicht zu reizen.
    Aber das kann doch kein Weg sein, ein Leben in dem man seine eigenen Gefühle und Wünsche so unterdrücken muß.

    ich bestehe nur noch aus Selbstzweifeln und Unsicherheit, und im Beruf muß ich umschalten, was aber auch immer schwerer wird.

    lg Lämmchen

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Bin noch mal da.
    Was du da schreibst, ist doch eigentlich schon die Antwort auf dein Problem:
    Du kannst nicht mehr mit deinem Mann zusammenleben.
    Du glaubst selbst nicht mehr an eine Besserung, falls er eine Therapie macht.
    Von diesen Selbstmorddrohungen kann man hier im Forum überall lesen. Meinst du er macht sie wahr? So wie er sich bessern wird? So wie er mit dem Saufen aufhören wird? So wie,....??? Bis auf die Selbstmorddrohungen (oder halt - ich glaube irgendwann hat mein Mann auch mal sowas geäußert ) kommt mir alles bekannt vor.
    Er hat bis letzten Oktober nichts davon wahrgemacht.
    Ich wünsche dir alles Gute beim Nachdenken und Entscheiden und viel Kraft und Stärke für das, was noch kommt,
    Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo Lämmchen,
    die Zeit, die du bei ihm bleibst, wird Gewißheit bringen, daß du so nicht leben kannst, denn das kann keiner (naja, die wenigsten).
    Du wirst aber auch immer verletzter, wenn du nicht umdenkst.
    Du könntest z.B. anfangen, dir Stärke anzueignen, indem du besser verstehen lernst, was mit ihm los ist.
    Alles , was er tut, was dich so verletzt, sind Symptome. Er lügt, beleidigt, verdreht Wahrheiten, weil er nicht anders kann!
    Das Problem ist, du kannst ihn nicht trockenlieben. Du kannst ihm nur helfen, wenn ihr beide begreift, daß er es nur selbst kann.
    Er muss hinfallen, sonst kann er nicht lernen, aufzustehen, aktiv zu werden.
    Es ist unfaßbar schwer, scheinbar unmöglich, ihn loszulassen, es wird eines der schwersten Dinge in deinem Leben sein. Aber es ist machbar. Und ich fürchte, das einzige, was euch beiden hilft.
    Im anderen Fall, wenn du hoffst, es löse sich von selbst, hast du diese Aufs und Abs immer immer immer wieder!
    Ich wünsch´Dir Kraft! Lies dich ein wenig hier durch. ... Du bist nicht allein. Und hier kannst du dich immer austauschen, egal, was du gemacht hast, ob du ungerecht warst, rückfällig, wieder hoffst, kein Vertrauen hast, ob du nicht stark genug bist (deiner Meinung nach), ob du vorankommst, oder zurückgehst, es ist alles vollkommen okay.

    Ich war vor ein paar Monaten in der Situation, daß beides alptraumhaft schien, das Bleiben und das Gehen. Immer, wenn ich mich für eins entschieden hatte, dann schien es vollkommen unmöglich! Es war bisher ein monatelanger Alptraum! Es sind ungeahnte Höhen und Tiefen, aber immer mehr gerät in den Focus, daß ich jetzt weiß, daß ich ihm nicht helfe, mit Bleiben! mit Lieben! mit Helfen-Wollen und doch nicht können! Und: für mich! habe ich entschieden, so nicht leben zu wollen, mit den Abgründen der Sucht, mit den Verhaltensrückfällen, mit den Trink-Tagen, mit der Bewußtseinsveränderung, den Beleidigungen, dem Unvertrauen, der Eifersucht, dem Verlust von Freunden, mit den Enttäuschungen. Zusehen, wie der Mann, den ich von ganzem Herzen liebe, sich zerstört, das ist noch schlimmer! als Trennung. Aber leider nur ein bißchen schlimmer. Ich muss leider sagen, daß das Zusammensein mit einem Alkoholiker, falls man ihn liebt, einen in eine Position bringt, in der es nach allen Seiten nur noch Sackgassen zu geben scheint! aber eine davon hat einen ganz schmalen Ausweg und man kann sich durchdrücken.
    Ich muss sagen, mir geht es mittlerweile besser, es sind kleine Schritte vorwärts, und auch mal große zurück, aber es wird alles gut. Ich bin ganz sicher. Und da das kein Hexenwerk ist, kannst du es auch!
    viel Kraft!

  • Hallo,

    Pamina, ich danke dir für deine Offenheit, ich gebe zu, ich habe die gleichen Gedanken auch schon gehabt, und mich dafür in Grund und Boden geschämt.

    Ich kann zwar im Moment nicht in Urlaub fahren, aber was ich schon seit einiger Zeit tue: Ich fahre mal am freien Wochenende weg, oder auch mal in der Woche für 2 oder 3 Tage. Fahre dann zu Freunden, und spüre, wie ich dort in kurzer Zeit aufleben und ein wenig auftanken kann.
    Hätte es auch gerne, wenn ich mich an meine Mutter wenden könnte, aber ich kann bei ihr andeuten was ich will, es kommen von ihr keine Signale mir helfen zu wollen.
    Im Gegenteil, sie fragt mich, ob ich es für richtig halte öfter weg zu fahren, und ihn alleine zu lassen.
    Auf meine Erwiderung: Er trinkt auch, wenn ich zuhause bin, folgt dann das große Schweigen.

    Verstehe mein zögern ja eigentlich selbst nicht. Ich weiß nicht was noch passieren muß.
    Könnte jetzt viele Gründe aufzählen, wir haben ein Haus, und ich häng hier auch finanziell tief mit drin, arbeite nur halbtags, und kann mir von meinem Gehalt keine Wohnung leisten, will meinen Kindern das Elternhaus erhalten usw, usw. Ihr kennt das sicher alle nur zu gut.

    Letzte Woche hab ich es nach über einem Jahr endlich geschafft, unseren Hausarzt auf eine angebliche Äußerung im Bezug auf den Alkoholkonsum meines Mannes anzusprechen.
    Mein Mann hatte mir versprochen zu ihm zu gehen als ich zur Kur war, angeblich hätte er ihm gesagt, er sei kein Alkohoiliker, die Blutwerte sprächen dagegen. Er bräuchte auch keine Gruppe.
    Natürlich durfte mir mein Hausarzt nicht sagen, ob es eine solche Äußerung gegeben habe, aber ich mußte es einfach ansprechen, weil ich mir eine solche Aussage von ihm nicht voorstellen kann, so gut meine ich ihn zu kennen.

    Je mehr ich hier lese, umso mehr kommt bei mir hoch, und ich habe das Gefühl, die ganzen Jahre noch einmal zu durchleben, aber vielleicht brauche ich das, um irgendwann eine Entscheidung treffen zu können.

    Da tun deine Worte sehr gut, Kaddip, hier ohne " Vorleistungen " schreiben zu können. Danke


    lg Lämmchen

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Liebe Laemmchen,

    es tut mir leid, dass Du so leidest, es ist sicherlich schlimm fuer Dich und Du fuehlst Dich finanziell abhaengig, dass macht es noch viel schlimmer.

    Erstmal dazu, dass der Arzt gesagt haben sollte, dass er kein Alkoholiker ist, dass die Blutwerte dagegensprechen. Er luegt, Laemmchen, es gibt naemlich keinen Bluttest, der das nachweisen kann, es sei denn Du schuettest Dir Literweise Schnapps in den Hals, dann waeren die Leberwerte sehr schlecht. Mein Stiefvater z.B. hat "nur" Bier getrunken und er hatte keine schlimmen Leberwerte.

    Erstmal musst Du einiges entheddern, versuche Dich Hilfe bei der Caritas oder Pro-Familia zu holen, manchmal gibt es auch Suchtberatungsstellen, die Du zu Rate ziehen kannst, gerade wenn Du finanziell nicht weiterweisst, die koennen Dir helfen und die wiederrum kennen auch sicherlich Rechtsanwaelte, bei denen Du Dir eine Beratung abholen kannst. Irgendjemand hier hat mal geschrieben, dass Du sogar Unterstuetzung vom Staat bekommst in Sachen Rechtsberatung, da gibt es wohl einen Schein dafuer, bei dem Du fuer eine Beratung bei Anwalt "nur" 10 Euro bezahlen musst.

    Wichtig ist, dass Du verstehen lernen musst, dass es Dir nicht weiterbringt, wenn Du bei ihm bleibst, Deine Kinder werden sich unwohlfuehlen, dass tun sie sicherlich schon jetzt und irgendwann schwinden auch mal Deine Kraefte. Selbst wenn Dein Mann mit Selbstmord droht, das Trinken was er macht ist Selbstmord auf Raten, Du lediglich kannst durch eine Trennung ihm nur eine Chance geben, dass er sein Verhalten und seine Krankheit erkennt und was dagegen tut, es ist zwar nur eine Chance aber Du gibst ihm damit eher die Moeglichkeit zu erkennen als wenn Du bei ihm bleibst.

    Hast Du vielleicht Freund bei denen Du erstmal unterkommen kannst? Wenn nicht, wird Dir der Staat sicherlich helfen und daher solltest Du aktiv werden und Dich zumindestens mal bei Suchtberatungsstellen erkundigen.

    Du bist nicht alleine!!!

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hallo Jenny,

    es gibt einen Blutwert, an dem du feststellen kannst, ob jemand regelmäßig, oder zumidest die letzten 14 Tage Alkohol getrunken hat.
    Der wird bei uns auf Station bei den Alkoholikern immer kontrolliert, um einen Verlaufswert zu haben.
    Aber darum gehts mir ja auch nicht nur, es ist eher wieder die Tatsache, ihn wieder " erwischt " zu haben beim Lügen.
    Warum kann ich mir diese Illusion nicht aus dem Kopf reißen, das er vielleicht doch mal die Wahrheit sagen könnte.

    Jetzt zu deinem entheddern. Du hast vollkommen recht, da gibt es viel zu entwirren, und das muß ich erst mal anpacken.
    Ich habe schon mal telefonisch Kontakt zu einer Gruppe für Angehörige aufgenommen, es fehlt mir leider nur noch der Mut hinzugehen, es ist für mich wie eine endgültige Bloßstellung. Wie ein endgültiger Verrat.
    Aber ich weiß, ich muß auch an mich denken, zumal sich ein Freund bereit erklärt hat, mich zu begleiten, und mir Rückendeckung zu geben.
    Alleine dieses Angebot hat mich schon sehr beschämt. Fühle mich ja so dermaßen wertlos, und dann ist da jemand, der dies für mich tun würde, damit kann ich im Moment auch noch nicht umgehen, obwohl ich mich darüber freue.

    Meine Kinder sind erwachsen, die Tochter lebt schon nicht mehr bei uns, aber sie wissen beide was mit ihrem Vater ist.
    Sie haben mir beide gesagt, dass sie es schön früher geahnt haben, und fragen sich, wie ich das solange aushalten konnte.

    Weißt du, ich habe das Gefühl, dass ich mir erst einmal alles von der Seele schreiben muß, um wieder klare Gedanken zu bekommen. Aber dann kommen auch gleich wieder Gedanken hoch, dass ich hier nur jammere, und das möchte ich auch nicht.

    Mein geliebter Beruf hilft mir da leider auch nicht weiter, ich bin Krankenschwester, und dann noch in der Psychiatrie, und habe ständig mit süchtigen aller Art zu arbeiten.
    Muß mich also im Beruf anders verhalten als zuhause, und diesen Spagat halte ich nicht mehr lange durch.

    Ich brauche unbedingt wieder einen klaren Blick auf die Dinge.

    lg Lämmchen

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Laemmchen,

    ich weiss, es ist schwer. Seh es mal nicht als Verrat an, sondern, dass Du versuchst die Situation und Dein Leben fuer Dich wieder in den Griff zu bekommen und bitte uebenimm nicht die Verantwortung dafuer, wenn Dein Mann sich etwas antun will. Scham ist eine wichtig Huerde zu ueberwinden. Scham brauchst Du nicht zu haben, die Welt ist nicht perfekt und jeder hat seine Probleme in dieser Welt, wichtig nur ist, dass wir daraus lernen, um wieder gluecklich zu sein.

    Auch wenn Deine Kinder erwachsen sind, leiden sie immer noch an der Situtation, ich selbst bin ein erwachsenes Kind eines Alkoholikers und ich habe mir selbst als ich schon bereits seit Jahren ausgezogen war aus der Wohnung meine Eltern, mir immer gewuenscht, dass meine Mutti handeln wuerde. Du kannst Dir gerne mal meine Geschichte durchlesen.

    Ich wuensche Dir, dass Du tief in Dir drinnen wieder Dein Kaempferfeuer entfachst und fuer Dich anfaengst zu kaempfen, um wieder gluecklich zu sein.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hallo,

    ich glaube ich habe gestern abend einen Minischritt geschafft.
    Bin nach langer Zeit mal wieder zu meinem " Frauenabend " gegangen, von dem ich mich auch zurückgezogen hatte.
    Von dort kommen ja auch immer wieder Einladungen, und die wollte ich ja umgehen.

    Konnte auch einer Freundin etwas von dem erzählen, was ich zur Zeit erlebe, und weshalb ich mich wirklich zurück gezogen hatte.
    Die Antwort hat mich zwar umgehauen, weil es wohl mehr Menschen ahnen, als ich mir vorstellen konnte.
    Aber dadurch weiß ich auch, dass meine Beobachtungen richtig sind, und ich nicht spinne, wie mein Mann sagt.
    Sie hat ihn wohl schon einige Male beim einkaufen des Nachschubs gesehen, und da hätte er auch schon nach Alk gerochen, sei ihr aufgefallen, weil es noch so früh gewesen sei.

    Habe mir fest vorgenommen, wieder regelmäßig dorthin zu gehen.

    lg Lämmchen

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Lämmchen,

    schön das du beginnst den Schritt aus der Isolation zu machen. Das tut gut und du wirst feststellen das du viel öfter verstanden wirst wie du dachtest.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hallo Lämmchen,
    danke für Deine Antwort in meinem Sorgenbereich :)
    Hab Deine Geschichte gelesen, es hat mich tief berührt und ich bin immer wieder erstaunt, wie ähnlich sich doch die ganzen Geschichten sind.
    Ich wünsche uns genug Kraft aus diesem Kreislauf rauszukommen SMILE :)

  • Hallo smile,

    danke für deine lieben Worte, hab sie erst jetzt entdeckt :) .
    Ich schreib jetzt im erweiterten Zugang, deswegen bin ich nicht mehr oft im offenen bereich.
    Wo schreibst du denn, außer im Vorstellungsbereich?

    lg Lämmchen

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo, ihr lieben,

    Da ich ja überwiegend in der geschlossenen schreibe, möchte ich hier mal berichten was sich bei mir getan hat.

    Ich fühle mich auf dem Weg.
    Bin zusätzlich zum Forum hier, in einer realen SHG, und habe Einzelgespräche bei der Suchtberatung.
    Gerade diese zeigen mir, wie tief verwurzelt, die CO - Abhängigkeit ist.
    Sie tun mir gut, auch wenn es oft sehr weh tut.

    Ich gehe für mich einen Weg der Offenheit, das heißt, das ich ehrlich bin und für meinen Mann nicht mehr lüge.
    Das kam ja sehr oft vor, wenn wir zu Feiern gehen wollten. Aus Angst mich zu blamieren, wenn er getrunken hat, hab ich so oft abgesagt, aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen.
    Wie oft ich mir früher einen Virus eingefangen hatte, ich kanns nicht mehr zählen.
    Als eine Cousine eine große Feier hatte, hab ich im vorhinein mit ihr gesprochen, das ich alleine komme, und wieso.
    Ich habe diese Feier genossen, ohne Angst, das da jemand ist, der wieder ausrasten könnte.
    Das habe ich seitdem öfter gemacht, wenn ich auch nicht jedem den Grund auf die Nase binde.

    Inzwischen weiß auch meine Mutter davon, und einige gute Freunde.
    Nicht ich blamiere mich, sondern ER. Nicht ich raste aus sondern ER.

    Es ist ein harter Weg, und es gibt auch Rückfälle in alte Gewohnheiten, die mich ärgern, und wo ich mit mir hadere, aber die darf es geben.
    Am nächsten Tag versuche ich immer wieder weiterzumachen, ich will nicht mehr zurück in das alte Verhalten.

    Die Veränderungen spürt sicher auch mein Mann, nur nicht in der Form, wie ich es mir wünschen würde. Er sieht es weiterhin nicht ein, das er ein Alkproblem hat.
    Im Gegenteil, ich bin nach wie vor diejenige die an allem Schuld hat, und er wird zunehmend aggressiver, und letzte Woche hatte ich Angst vor dem ersten körperlichen Schlag, und nicht mehr "nur" vor den seelischen Schlägen, die ja häufig mehr schmerzen.

    Ich weiß, das eine Trennung immer näher rückt, nur weiß ich noch nicht, wann ich diesen Schritt schaffe. Ich sehe mir Wohnungsanzeigen an, etwas das ich vor kurzer Zeit auch noch nicht getan hätte.
    Einen ersten Beratungstermin bei einer Anwältin hatte ich diese Woche, das alles muß erst einmal sacken.
    Ich möchte gerne alles viel schneller schaffen, aber ich weiß, das ich auch Geduld mit mir haben muß.

    Was mir sehr gut tut, und wo ich das Gefühl habe zu leben, sind meine kurzen Auszeiten, die ich mir nehme.
    Dann fahre ich einfach mal für ein paar Tage weg, entweder zu Freunden, oder auch nur für mich alleine.
    Dadurch ist mir schon so einiges klar geworden, was ich will und was nicht mehr.
    An der Umsetzung arbeite ich weiter.

    lg Lämmchen

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Liebes Lämmchen!

    Schön, mal wieder hier von dir zu lesen!!! :D
    Als ich eben dein letztes Posting vom April und dann das Neue las, das war wie Tag und Nacht!
    Du liest dich gut! Hörst dich gestärkt an!!!
    Ich freu mich für dich und bin sicher, dass du auf einem guten Weg bist!
    Geh ihn weiter... FÜR DICH! :D

    Liebe Grüße

    fish

  • Hallo Lämmchen,

    ich möchte mich endlich mal wieder bei Dir melden. Hat lang gedauert leider!
    Hab vorhin Deinen Beitrag im offenen Bereich gelesen, da ist ja wirklich viel passiert bei Dir, GLÜCKWUNSCH!!!

    Bei mir ist gerade alles wieder beim Alten, wir packen das net ! Leider! Aber das man es net erzwingen kann, ist mir bewußt!
    Hoffentlich hab ich mich dieses Mal besser im Griff, nicht das meine Psyche wieder verrückt spielt! Ich melde mich wieder Liebe Grüße SMILE

    Bin z.Zt. nicht im erweiterten Forum vertreten leider.

  • Hallo Smile,

    schön, das du dich mal wieder meldest.

    Tut mir echt leid für dich, ich dachte ihr hättet es geschafft. :(
    Schreib doch hier wieder mehr, vielleicht hilft dir das. Ohne den Austausch hier, hätte ich das alles auch nie geschafft.


    lg Lämmchen

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Lämmchen,

    ich versuch hier gerade es dieses Mal besser zu machen!!
    Es darf einfach net sein, das dieses Rad sich immer weiter so dreht und es ändert sich nix.
    Ich ärger mich darüber, dass ich im April net stark genug war und wünsche mir nichts sehnlicher als das ich dieses Mal nicht wieder umfalle.
    Es tut mir und meinen Kindern net gut.

    Also Augen zu und durch............... hoffentlich hält mein Optimismus an.
    Ich werd mich sicher wieder im geschlossenen Bereich anmelden, aber zur Zeit bin ich bissel knapp. Werde also ab und an hier schreiben, PN geht zur Zeit leider mmeinerseits net. Liebe Grüße SMILE
    Bleib auch Du bitte tapfer, ich wünsch es Dir!!!!!!!!!

  • Hallo Smile,

    wir können ja hier schreiben, oder du machst einen eigenen Thread auf.

    Zitat

    Ich ärger mich darüber, dass ich im April net stark genug war


    Ärgere dich nicht, das ist jetzt vorbei, und das heute zählt.
    Das kenne ich doch auch, wie lange so etwas dauert, bis man es verstanden hat, was da so alles abläuft.
    Also starte neu durch, und schreib hier, wenn du kannst. Alleine für sich zu wurschteln ist nicht gut, durch das schreiben spüren auch andere, wenns wieder in die falsche Richtung geht, und können dich darauf hinweisen.

    lg Lämmchen

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

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