Beiträge von Gotti

    :D Da hast du recht, Sunshine!
    Ich habe es auch fast nicht mehr geglaubt, noch irgendwie aus der Sache herauszukommen. Und schöngeredet habe ich natürlich immer wieder, und immer öfter, ....
    Wenn ich dran denke, was ich mir alles erspart hätte, und wie schön jetzt die "Freiheit" ist - naja, ich war eben auch sehr krank und musste erst ganz "auf dem Boden liegen" bevor ich aufwachte.
    Zuvor ging es mir anscheinend noch zu gut.
    Wer hört schon gerne auf die "Ach so immer beser wissenden" ? :lol::lol:

    @ Hartmut: Ich habe mich lange mit den Gedanken gequält, dass mein Mann es doch sehen muss, wie ich leide. Es musste ihn doch berühren. Er hat mich doch schließich aus Liebe geheiratet, wir haben die Kinder gemeinsam gewünscht....
    Die Einsicht dazu, dass alles egal ist, brauchte eben auch Zeit.
    Euch einen sonnigen Tag! LG Gottil

    Nach über 20 Jahren regelmäßigem Alkoholgenuß wurde mein Mann "plötzlich trocken", weil ich ihm mit Scheidung gedroht hatte. Er hielt diesen Zustand ca. ein halbes Jahr durch ( oder ich BILDETE es mir wenigstens ein, dass er es war ) , bis ich den ersten offiziellen Rückfall nicht mehr leugnen konnte. Mir gegenüber leugnen konnte.
    Es ist sehr traurig, inwieweit Alkoholiker sich selbst und vor allem den anderen gegenüber schauspielern - lügen können.
    Meine Liebe und Hoffnung für ihn haben mich in den vielen langen Jahren unserer Ehe immer wieder alles überdecken lassen. Hilfe, war ich krank!!!
    Ich habe ihm immer wieder vertraut, ihm geglaubt. Sehr oft habe ich mir auch die Frage gestellt, wer jetzt hier verrückt - shizophren ist, ob ich es am Ende bin ??? Man sieht, riecht, erlebt doch den Trinker mit seinem betrunkenen Verhalten.
    GsD bin ich da jetzt endlich raus und am gesund werden und bleiben!
    LG Gotti.

    Ganz genau so muss es sein!!!
    Ich bin froh, nicht auf dem Erreichten sitzenzubleiben, stehenzubleiben, sondern immer wieder ein neues zu finden, was mein Leben noch erfüllter machen kann. Ohne Hektik, oder den Zwang, unbedingt etwas tun zu müssen. Es ergibt sich einfach so im Leben, wenn man die Augen offen hat.
    Dir eine gute Woche!

    Gerade mal wieder reingeguckt, und - ja auf die letzte Antwort muss ich mir eingestehen, dass Alkohol für mich wohl immer eine Rolle spielen wird. Muss er, denn auch durch das Alleineleben bin ich noch nicht soweit gekommen, dass ich je wieder einen Mann lieben könnte, der trinkt. Und was heißt denn: trinkt????
    Auf einer Feier mal lustig werden? Abends 1 - 2 Biere ??? Oder ein Gläschen Wein?
    Und ich habe auch nie wieder vor, mich soweit selbst zu benebeln, dass es mir nichts mehr ausmachen könnte, wie ich es lange Jahre mitgemacht habe.
    Mich schüttelts gerade.

    Das war sicher auch für deinen Sohn ein wunderschönes Erlebnis!
    Will mich eigentlich nicht so viel hier einmischen, aber für deine Freundin wäre es gut, wenn sie sich auch Hilfe suchen würde.
    Mir hat es damals sehr geholfen, direkt mit einer Frau zu reden, die ganz alltäglichen Probleme anzusprechen, und zu hören :!: , dass ich nicht DIE Einzige mit den Sorgen bin.
    In meiner SHG- Gruppe kamen dann so Gespräche wie: wie feiert ihr?, was machst du wenn? Kochen ohne Alkohol? ...
    Auch wenn man NICHT mehr helfen soll, im Zusammenleben muss man doch gemeinsame neue Wege finden.

    P.S. Ich finde es aber sehr gut von dir, nicht zu der Feier mitgegangen zu sein, und deiner Freundin das auch so gesagt zu haben! Großes Lob!

    Liebe Aurora, ich fühle so mit dir!
    Sein Kind zu verlieren ist wahrscheinlich wie einen Teil des Herzens aufgeben zu müssen. Ein Stück Leben.
    Ich habe Angst, dass mir mein Kind, mein Enkel, durch Manipulationen verloren gehen.
    Mir hilft der Beruf als Ablenkung, andererseits denke ich aber auch : Das würde ich gerne auch mit meinem Enkel machen.
    Hast du schon mal an so eine "Leihoma" gedacht? Die werden ja überall
    gesucht und gebraucht. Vielleicht könntest du da deine Liebe und Zuwen-
    dung loswerden, und vielleicht ein bisschen Trost finden?
    Ich wünsche dir für heute und die kommende Woche ganz viel Kraft und Ideen, wieder nach vorne schauen zu können, und dort Lichtblicke zu ent-
    decken, die dir wieder Mut und Spaß machen!
    Liebe Grüße, Gotti.

    Hm, zum Thema Hund könnte ich auch ein Buch voll schreiben. Das war für meinen Mann dann auch der Hauptgrund, keine Langzeittherapie zu machen. Einer der Gründe.
    Als er nach einer OP laufunfähig war, habe ich den Hund auch alleine versorgt, und überhaupt sehr oft.
    O.k. Arbeitstermine lasse ich gelten, aber dafür gehts eben einen anderen Tag. Und - wie ich schrieb - man findet Personen aus den Gruppen, die für einen vielleicht auch mal nach 20 Uhr, oder am WE telefonisch erreichbar sind. Mein Mann hätte die Chance gehabt!
    Bis zu meiner Trennung hatte ich JEDE MENGE Gründe, nicht auszuziehen!
    Das Elternhaus, die Eltern drin, die Kinder, die Hunde, mein finanzieller Verlust.....
    MIt HIlfe meiner Therapeutin in der Reha sind diese Gründe Punkt für Punkt aufgeschrieben und gelöst worden. Plötzlich ging ALLES.
    Jetzt habe ich eine eigene Wohnung für mich und meinen Hund, mit einer lieben Nachbarin, die diesen bei Bedarf bestens versorgt.
    Es ist nicht alles perfekt, aber viiiiiiiiiiieeeellll besser als je zuvor!

    Gruß, Gotti.

    Die Therapeuten sind natürlich das A und O wenn man sich wirkliche Hilfe sucht.
    Glückwunsch für dich! und ich bin auch sehr froh, sehr gute gehabt zu haben! Meine Rehaklinik kann ich wärmstens empfehlen!

    Wenn ich meine Therapie nicht auf die Zukunft ausgerichtet hätte, mit dem Verarbeiten von Vergangenem und Jetzigem, hätte ich wohl nie eine Veränderung meines Lebens geschafft. Ich habe selbstverständlich auch zurückgeschaut ( auch ohne EKA habe ich genug Altlasten - Sch.. die mich belasten ) aber losgelassen, und in die Zukunft geschaut, andere Wege für mich zu gehen. So habe ich es versucht meinem Mann und meinen Kindern weiterzugeben. Bei letzteren hat es gefruchtet.
    Es passiert immer wieder, dass Situationen entstehen, die mich auf mein altes Lebensbild hinweisen, wo ich zurückblicken MUSS, aber das belastet nur kurz, denn ich schaffe es, mich "umzudrehen" und wieder auf Schönes zu schauen. Dabei meine ich nicht nur meine Co - abhängigkeit, sondern auch z.B. die Probleme, die sehr viele mit ihren "Normalen" Eltern durchmachen. Aber - und das mache ich mir echt zum Lebensmotto : Was nicht gut tut, lasse ich los!
    Wenns manchmal nicht gleich klappt, gebe ich nicht auf. Dranbleiben ist wichtig!

    Hallo und Willkommen liebe Ratlose!
    Deine Gedanken habe ich auch sehr lange gewälzt. Mir überlegt, wer hier denn die Wahrheit spricht, oder ob ICH vielleicht shizophren bin, und mir alles einbilde - aber es halt nichts. Erst mein Auszug brachte mir Ruhe und Entspannung und wieder Freude im Leben.
    Ich wollte auch meinen Kindern den Vater nicht wegnehmen, aber was habe ich ihnen geboten?
    So wie du deine Situation schilderst, ist es schon wirklich schlimm für dich und deine Tochter, überhaupt einen guten Tag/ Nacht zu haben. Er wird nichts daran ändern, denn er sieht keine Schuld und ihm geht es so gut.
    Nur du kannst für deine Tochter und dich etwas ändern.
    Schau ringsum, wer dir helfen kann, wer dich unterstützt - wenn auch nur mit Gesprächen usw. Selbsthilfegruppe, Arzt, Freundinnen... - und dann
    ja dann mach dich auf den WEG.
    Dazu möchte ich dir ganz viel Mut machen, und euch beiden Frauen alles Gute wünschen! Gotti.

    Hallo Cielo!
    Ich wünsche dir weiterhin die Kraft dranzubleiben, und für dich und deine Tochter ein glücklicheres Leben zu bekommen!
    Es ist der richtige Weg, das hast du ja selbst gespürt und erkannt, dass er nichts, und vor Allem sich, nicht ändert.
    Liebe Grüße, Gotti!

    Hallo ihr!
    Möchte die Diskussion über die "Schuld" - Frage eigentlich nicht länger strapazieren, aber nur eine kurze Antwort für dich Hartmut:
    Meine Schuld ist getilgt - ganz einfach, weil ich ein gläubiger evangelischer Christ bin, und somit eben alles abgeben kann, Vergebung bekomme und auch vergeben kann. Letzteres übe ich immer wieder.
    In den vielen langen Jahren - die wir uns auch hier schon kennen :) - habe ich auch ganz viele therapeutische Sichtweisen gelernt, Loszulassen, Abzugeben, Sichtweisen zu verändern. Mir helfen auch ganz einfache "praktische" Blicke auf Verletzungen : z.B. Warum soll ich diese glühende Kohle festhalten? Wer sagt mir, dass ich das MUSS? - Wegwerfen, ein paar
    Schritte weitergehen, die Sache mit Abstand betrachten.... Wie sehe ich das Problem z.B nächste Woche, in zwei Wochen, ein Jahr... an ? wie sieht es meine Freundin, Nachbarin...- Denken!
    Sorry, schon wieder viel geworden. Bin auch schon wieder weg.
    LG Gotti.


    :lol:

    Hallo Milla!
    Vielleicht hilft dir der Gedanke:
    Meine Tochter macht mir Vorwürfe "WENN ICH NICHT GEGANGEN BIN"..
    weiter?
    Wenn sie erwachsen, oder zumindest soweit vernünftig ist, die Realität zu erkennen?
    Kinder haben für das "Ungute" in einer Beziehung sehr feine Antennen. Sie spüren, wenn sich Mama oder Papa anders verhalten, weil etwas nicht passt. Es wird klar sein, dass sie ihren Papa vermisst, aber sie vermisst sicher nicht deine Unruhe, dein Unwohlsein...
    Gib ihr die Chance, sowie auch dir, ein neues Leben auszuprobieren.
    Besuchst du eine SHG in deiner Nähe? Vielleicht ist da jemand, mit dem du dich öfter austauschen kannst - vis a vis? Ich wünsche dir viele stärkende Menschen vor Ort, damit du bald aus deinem Tief herauskommst!!!
    LG Gotti

    Hallo Maskottchen!
    Ich sehe die Vergangenheit inzwischen auch wie Lütte: Was vorbei ist,
    ist vorbei, und jetzt mach ich das Beste aus meinem Leben.
    Mein Weg neben meinem kranken Mann hat über 30 Jahre gedauert.
    Er hat mir und den Kindern sehr viel Trauriges gebracht. Wir hatten gute
    Stunden, Tage, aber auch sehr viel schlechte. Eine Zeit lang dachte ich
    genau wie du, dass er einfach nur "böse" ist, uns/ mir so viel angetan
    hat, und ich nicht verzeihen kann.
    Aber - es ärgert ihn überhaupt nicht, wenn ich mich ärgere!
    Er macht sich nichts draus, wenn ich/ wir weinen!
    ER gibt seine Krankheit nicht so einfach auf!
    Also! Wer hat den meisten Schmerz? Und wer hält sich daran fest?
    Ich nicht mehr, denn ich habe es gelernt, die "heiße Kartoffel" wegzuwerfen!
    Ich halt sie nicht mehr fest, damit sie mich verletzt.
    Okay, ich höre mir Geschichten über meinen - ach so schlecht- aussehenden
    Gatten an, aber ich lege sie gleich wieder weg. Ich denke nicht mehr drüber nach!
    Mein neues Leben ist so vielseitig! Es gibt so viel, was ich noch nicht
    getan, ausprobiert habe. Wohin ich gerne mal reisen möchte - sei es nur
    eine Städtetour, Besuch bei Verwandten - es ist alles so schön frei,
    ohne Sorgen: Wie ist mein Mann drauf? .... So viel, auf das ich verzichtet habe, weil.....
    Wie du siehst bin ich schon etwas älter, aber ich habe noch jede Menge
    Spaß am Leben! Denn es ist meines! Ich versuche es so oft und so viel zu genießen wie möglich. Und! es finden sich auch immer Menschen, die mit mir - mit dir sicher auch - Spaß am Leben haben wollen! Und sei es nur mal Essen gehen egal wohin, spazierengehen...
    Ich wünsche dir ganz viel Hoffnung und Freude am / im Leben!
    Jetzt erst mal ein schönes WE!
    LG Gotti.

    Klar bist du hier richtig!
    Du denkst immer noch, du musst bleiben, ihn unterstützen, ihm helfen, ihn nicht alleine lassen... Er trinkt zwar nicht, ist aber trotzdem "krank" und hilfebedürftig, und du lebst deine Co- abhängigkeit.
    Es hat mir klar wehgetan, als Andere mir von dem "schlechten Zustand" meines Mannes nach meinem Auszug erzählten. Es tut immer noch bisschen weh, wenn ich ihn sehe, aber ich "leide" nicht mehr "für ihn"!
    Meine langen Leidensjahre neben ihm haben mir lange gezeigt, dass er nichts ändern wird, auch wenn ich nebenbei zugrunde gehe. Also kann er auch alleine zugrunde gehen, und ich werde hoffentlich ganz gesund.
    Ganz einfach ausgedrückt.
    Was soll das für eine Liebe sein, wenn man nur gedemütigt wird?
    Wenn man nur den Gestank des Alkohols und keine Zärtlichkeiten bekommt? Wenn man mit allen Sorgen und Problemen des Alltags alleine fertigwerden muss?
    Nein! Das ist keine LIebe mehr! Daran MUSS man nicht mehr festhalten.
    Liebe Grüße, Gotti!