Hallo Pandadroom!
Du hast es sehr gut beschrieben, was mir damals, vor vielen Jahren, so durch den Kopf und das Herz ging, als mein Mann sich entschloss, trocken zu werden. Dieselben Gefühle hatte ich auch. Endlich!!! Endlich sollten alle meine Wünsche in Erfüllung gehen!
Ich machte ALLES möglich, dass er keinen Alkohol mehr sehen, riechen, hören, spüren... musste. Ich wurde zur Fanatikerin gegen alles, was damit in Zusammenhang stand. Begleiten brauchte ich ihn nicht. Das tat er alleine.
Aber ich erfuhr von seinen Versuchen, mit der SHG und Therapie klarzukommen. Leider nahm er sich nicht die Möglichkeit, einen stationären oder Langzeitentzug zu versuchen. Es gab eben immer "Gründe".
Inszwischen glaube ich aber auch nicht, dass da irgendetwas geholfen hätte. Er war einfach nicht soweit.
Wenigstens habe ich die Kurve bekommen. Lange Zeit noch an mir gearbeitet, noch ausgehalten, gelitten, meine Kinder leiden lassen....
Jetzt bin ich endlich weg, raus aus dem traurigen Alltag.
Ich wünsche es keinem!!! so lange aushalten zu müssen.
Liebe Grüße, Gotti.
Beiträge von Gotti
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Hallo Nocturna!
Herzlich Willkommen hier bist du richtig!
Jetzt bin ich schon über ein Jahr von meinem Mann getrennt, und immer noch heilfroh darüber! Das Gute überwiegt, weil ich doch (habe auch erwachsene Kinder ) immer wieder Kontakt habe, und dann den Unterschied sehe. So will ich nie wieder leben.
Wenn meine Tochter etwas erzählt bin ich freilich traurig, aber es vergeht sehr schnell. Das habe ich mir angelernt, und das "gute" neue Leben hilft mir da durch.
Nach Hause zu kommen, jederzeit, ohne denken zu müssen: Wie ist er denn heute drauf??? - das ist ein wunderbares Lebensgefühl und es macht mich jeden Tag wieder neu glücklich!
Einen schönen Tag und ein entspanntes Wochenende wünscht dir Gotti. -
Ja, Aurora, meine Geschichte ist traurig. Vielleicht liegt es auch an der Vorge-
schichte. Auch bei mir ist EKA im Spiel.
@ Hartmut: Enkelkinder machen keine Vergleiche.
Denke doch, wenn sie manipuliert werden.
Das befürchte ich. Da habe ich so viele Geschichten kennengelernt.....
Aber andererseits gebe ich die Hoffnung nicht auf!!! Mein Glaube hilft mir. -
LIebe Aurora!
Hauptmotiv ist wohl die Eifersucht und der Neid, dass wir Omas nur die "schönen Tage" mit unseren Enkeln erleben dürfen, wir ihnen NUR Liebe geben dürfen, und sie als Eltern eben alles andere bewältigen müssen.
Klar lieben die Enkel uns dann auch sehr, weil wir ihnen in den wenigen Tagen auch unsere ganze Liebe schenken. Schenken müssen, weil wir sie ja die ganzen vergangenen Wochen oder Monate gesammelt haben!!!
Wir haben da keine bösen HIntergedanken : Ich schenke ganz viel Liebe, dann kommen sie immer wieder gerne!.. Nein, es ist- einfach da!
Ich wünschte , ich könnte es meiner Schwiegertochter so rüberbringen, dass sie mich versteht.
Dir wünsche ich einen guten Start ins Neue Jahr mit allen Herausforderungen!!! -
Oh ja, so ein bisschen Bedauern, dass ich wirklich ausziehe, hätte ich mir schon gewünscht, nach all den langen Ehejahren. Aber da kam nichts. Es ist mir sehr deutlich geworden, WER an erster Stelle steht. Leider war es nicht ich, sondern eben der Alkohol.
Aber freu dich auf deine freie Zeit! Auf das Nchtsorgenmüssen für ihn, sondern nur nach deinen Wünschen!!! Schau auf deinen Körper und tu was ihm gut tut! Das macht dann sowas von glücklich!!!
Ich wünsche dir ein recht glückliches freies neues Jahr!!!! -
Muss es denn immer wieder solche Diskrepanzen geben....???
Ja, wohl schon, denn "The evil is always and everywhere"..
Gut, dass du aber auch jemanden hast, der mit dir darüber reden kann, und du
wieder in die Spur kommst. Mir ging/ geht es genauso!
Oper hatte ich zwar nicht, aber gute Gespräche und leckeres Essen! Auch alles recht entspannt!
Bleib optimistisch!!!
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Liebe Dafina!
Vielleicht war ich schon zu lange vorher in der "Trennungsphase", so dass ich diese Trennungsschmerzen nicht mehr habe. Trotzdem ist Weihnachten immer wieder so ein Fest, an dem man eben besonders an der Familie hängt, und ein harmonisches Miteinander haben möchte. Dazu gehört natürlich in erster Linie der Partner. Auch ich hatte - wenn auch nur kurz - die Erinnerungen an schöne gemeinsame Feste. Es hat mich auch gefreut, meinen Mann für einen Nachmittag bei seinen Eltern zu wissen.
Aber er ist ja selbst dafür verantwortlich und zuständig, sein Leben in den Griff zu bekommen. Und "Sand in den Augen" habe ich lange genug gestreut bekommen! Ein paar trockene (oder scheinbar!!!) trockene Tage bedeuten mir nichts mehr!
Veränderungen in Menschen spürt man erst nach langer Zeit - vor allem Zeit des Getrenntseins.
Du darfst traurig sein! Das steht dir zu! Dein Herz ist schwer enttäuscht und verletzt, und schreit doch nach Liebe. Gib ihm Zeit zu heilen. Mit Geduld und Ablenkungen, die dir alleine Spaß machen, dein Selbstbewusstsein stärken und den Blick auf Neues, Spannenderes werfen, was du vielleicht vorher nie gesehen hättest!
Ich habe noch so viele Träume, Ideen, Ziele .....

Auch wenn ich sie mir vielleicht nie erfüllen kann, aber ich kann mich darauf freuen und hinarbeiten!
Ich wünsche dir einen guten Übergang ins Neue Jahr, dass dein Schmerz mehr und mehr nachlässt, und dann viele schöne Tage , Wochen und Monate für dich!!!
LG Gotti. -
Herzlichen Glückwunsch und noch Schöne Weihnachten!!!
Ab und an muss ich hier im Alkoholikerbereich von den Erfolgen lesen.
Ich bin zwar von der anderen Seite, aber auch ein kleiner "Gewinner".
Ich freue mich für dich!!!!! Du kannst echt stolz auf dich sein!!!!!
Gute Zeit im Neuen Jahr!
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Da schliesse ich mich doch gleich an!


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Du Ärmster!!! Dann wünsche ich dir recht gute Besserung und trotzdem
ein frohes Weihnachtsfest mit allen deinen Lieben !!!! -
Liebe Waldhaus!
Mhmmm???!!! Wieder in so einer Beziehung zu landen, in der ich immer auf mich achten muss - davor bewahre mich Gott!!! Dann lebe ich lieber alleine.
Ich denke, es ist schon gut so, dass ich viel Zeit und Ruhe habe, mich mit mir und meinen Schwächen und Stärken auseinanderzusetzen. Mir soll kein Mann mehr etwas "vormachen" oder mich einlullen, weil ich denke, ich brauche ihn.
Ok, manchmal wäre ein starker Mann nicht schlecht - Handwerker !!!


-aber das meiste schaffe ich doch alleine! 
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Was ich gerade bei Sandy geschrieben habe, beschäftigt mich leider immer wieder.
Was habe ich meinen Kindern angetan?
Meine Tochter hat sich aus dem Sumpf der Hilflosigkeit herausgearbeitet. Sie ist sehr stark geworden, und ich bin wahnsinnig froh und stolz darüber! Sehr oft findet sie Worte um mir zu helfen und mir Mut zu machen!
Mein Sohn hat es bisher nicht geschafft. Er steckt noch tief in seiner Harmoniesucht. Es macht mich unendlich traurig, wenn ich sehe, dass er sich selbst total verliert. Keine Zeit und Möglichkeit findet, für sich selbst auch nur einen Bruchteil für Seelenarbeit zu tun. Und wie meine Enkel darin mit verlorengehen.
Aber er ist genauso erwachsen wie meine Tochter. Er kann ALLES genauso erreichen wie sie, oder wie ich. Ich hoffe und bete nur, dass es nicht mehr so lange dauert. Für alle. -
Hallo Sandy!
Ich weiß nicht, wie mein / unser Leben ausgesehen hätte, wenn ich früher gegangen wäre, wenn ich meinen Kindern früher eine Chance und Abstand zu
seiner Krankheit gegeben hätte - ist ja vorbei, zu spät.
Nur denke ich immer wieder, dass ich dadurch meinen Kindern vielleicht einfach mehr Mut zum eigenen Denken und Handeln mitgegeben hätte, und dadurch selbst stärker geworden wäre.....
Ganz egal wie klein die Kinder sind! Sie spüren es sofort, welche Stimmung herrscht, ob du traurig oder glücklich bist. Und wenn Eltern sich nicht einig sind, werden Kinder reagieren. So oder so.
Keiner kann das Rad der Zeit zurückdrehen. Ist ja auch gut so, aber wenn ich denke, wie entspannt mein Leben jetzt ist - das hätte ich gerne schon länger so gehabt mit meinen Kindern!
Schönen Tag heute! -
Liebe Dafina!
Dein Ehemann ist geheilt? Ich würde es für ihn wünschen, aber glauben - tut mir leid - kann ich es noch nicht. Mein Mann hat mir so oft "Trockenheit" vorgespielt. Einmal sogar ein halbes Jahr. Solche Geschichten kannst du hier bei den Alkoholikern jederzeit nachlesen.
Verpasst hast du nur die Zeit mit ihm, die du nicht genießen konntest. Die Stunden, Tage, Nächte, wo du nur traurig warst, weil er den Alkohol lieber hatte als dich.
Tja, und die Familie .... da hat sich bei mir auch sofort herausgestellt, wer von ihnen mich schon vorher richtig gemocht hatte. Und wer meinen Mann schon vorher durchschaut hatte. Wir Co- abhängigen machen uns nämlich gerne was vor, dass keiner merkt, wie unsere Trinker drauf sind, wenn wir nur genug vertuschen und verheimlichen. Leider ist das Gegenteil der Fall, und ich wurde in dieser Richtung schnell aufgeklärt, nachdem die Trennung "öffentlich" war.
Ich würde dir aber doch sehr wünschen, dass du eine reale Gruppe findest. Es gibt eigentlich in jeder Stadt welche, von vielen verschiedenen Einrichtungen. Damit du richtig spürst, dass du verstanden und nicht alleingelassen bist.
Liebe Grüße! -
Leider erholen sich ältere Leute sehr oft nicht von so großen Verletzungen. Oder sie wollen gar nicht mehr hier sein, wenn der andere Partner schon vorausgegangen ist. Für dich schwer, und es tut mir sehr leid!
Ich hoffe, dass du das Weihnachtsfest trotzdem nicht alleine feiern musst, und du jemand neben dir hast, der mit dir weint, wenn es soweit ist.
Liebe Grüße, Gotti. -
Leider kam kein "Neuer" dazu, aber mit uns "Alten" war es trotzdem sehr gut.
Man erzählt von seinen gegenwärtigen Problemen - die anderen haben die Hintergründe im Kopf - und plötzlich tun sich Lösungen auf, die man alleine sicher nicht, bzw. nicht so schnell gefunden hätte.
Manchmal bleiben die Probleme, aber es tut gut, sie einmal offen auszusprechen. Im geschützten Rahmen vis a`vi! (Kann falsch geschrieben sein) -
Entspannt -ruhig (mein Mann redet nicht viel) und das Wichtige wurde besprochen und geklärt fürs Erste! Ich bin mit einem guten Gefühl nach Hause gefahren!
Das Schweigen meines Mannes hat viel zu unserer Trennung beigetragen. Da konnte ich auf ihn zugehen, Gespräche anleiern, immer wieder versuchen, alles hinzubiegen... Und es ist mir sehr oft sehr schwer gefallen. Weil ich selbst nur verletzt war, Angst hatte vor - erneuter Ablehnung, Erniedrigung...
Fast hätte ich gestern wieder die Spirale gedreht, und für ihn geredet!!!
Blöd, gell???
Naja, ich habe mich beherrscht!
und abgewartet, die Anwältin reagieren lassen. Jetzt weiß sie auch, wovon ich immer geredet habe.
Heute Abend fahre ich zur SHG! Freue mich, denn da bin ich richtig Zuhause! Man kennt sich, interessiert sich für alle fröhlichen oder traurigen Erlebnisse, und spannend wirds immer mit Neuen!
Seit ich hier ins Forum gefunden habe, bin ich dabei, und kann es nur jedem empfehlen! Der direkte Austausch - ich kann nur ehrlich sein! - hilft mir jedes Mal wieder einen neuen Blick auf meinen Alltag zu werfen, und mich damit auseinanderzusetzen.
Voraussetzung ist natürlich - man will!
Ansonsten ist alles umsonst. -
Hallo Sandy, Herlich Willkommen!!!
Schön, dass du dich getraut hast, deine Geschichte hier abzugeben, und dir Zuspruch suchst! Das ist schon ein wichtiger Schritt für dich und deinen Sohn!
Bei mir hat es leider sehr lange gedauert, bis ich den Mut fand.
Es ist nicht leicht, das Herz zu stoppen, wenn es doch immer wieder nach dem Mann schreit, den man liebt. Wenn es immer wieder Hoffnung bekommt, dass dieser Mann doch ein lieber, guter Mann ist. Dass er doch ein fürsorglicher Papa ist, wenn er nüchtern ist.....
Und dann immer wieder die Abstürze: das Gegenteil. Die Demütigungen, das Runtermachen, die damit anfallenden Gefühle der Minderwertigkeit. Die Angst vor einer unsicheren Zukunft - vor Allem für das Kind!!!! Und, und, und....
Hast du jemanden, dem du dich anvertrauen kannst, vor Ort? Vielleicht auch eine Ärztin, Nachbarin, Freundin? Schau dich mal um. Die Menschen in deiner Umgebung wissen sicher von eurer Not. Ich habe auch lange Zeit gedacht, alles verheimlichen zu können. Falsch gedacht.
Vielleicht findest du Hilfe, wo du sie nie erwarten würdest.
Es finden sich immer Wege. Ich musste das lange Zeit erst lernen.

Aber jetzt weiß ich es, dass ich einfach mal "fragen" muss.
Ich bin auch inzwischen lange Jahre in einer guten Selbsthilfegruppe, die mir in jeder Lebenslage Mut zum Weitermachen gibt, wo ich aber auch ganz viel wieder zurückgebe.
Und wenn du zeitlich nicht in die Gruppe gehen kannst - vielleicht gibt es da jemand, der dich zuhause besuchen kommt, oder du ihn?
Ich wünsche dir ganz viel Hoffnung auf ein besseres Leben für dich und dein Kind! Und natürlich die Hilfen, die dazu nötig sind.
Deinen Mann lasse ich aussen vor, denn er ist für sich selbst zuständig. Du brauchst ihm nicht zu helfen. - Musste ich auch erst lernen. Aber zum Selbstüberleben lebenswichtig!!!
Liebe Grüße, Gotti. -
Danke, Slowly, für deine Gedanken, die meine auch ausdrücken!!!
Ich überlege meistens sehr lange, was ich schreibe, aber es ist eben nicht leicht, dabei nicht anderer Gefühle zu verletzen.
Ja, auch ich bin manchmal ganz schön "crazy"!!!
Wünsche dir einen schönen Tag! -
Sorry!!!! Ich habe mich falsch ausgedrückt! :
Meinte, dass vielleicht doch sehr viele geschauspielert haben, bevor sie eben die "neue Rolle" - Raus aus der (Co-) Abhängigkeit - gefunden haben.
Mein Mann spielte mir und allen anderen (spielt immer noch) lange die Rolle "Ich bin kein Alkoholiker" vor. Und meine Rolle war eben die, der vertuschenden, verheimlichenden Ehefrau.