Lieber Matthias!
Ich hoffe,dass Dein Hexenschuss längst verflogen ist!
Ist von dieser Seite alles wieder gut?
Nun,am Mittwoch war ich nicht bei Georg in Merlischachen,sondern Georg brachte mir Aika.Er hat vier Hunde in den Ferien.Darunter einen Riesenschnauzer x Appenzeller,auch eine Hündin.Und die Beiden,Aika und sie, kommen nun gar nicht aus miteinander.Die können ganz laut streiten,was nicht immer einfach zu ertragen ist. Ich freue mich natürlich meinen Hund bei mir zu haben!
Leider muss ich gestehen und zugeben,dass ich dann gar nichts anderes mehr tun kann.
Eine Stunde mit Aika,dann eine Stunde liegen um Rücken,vor allem die Rückenmuskeln zu entspannen.Dann brauche ich nicht immer Medikamente zusätzlich zu schlucken.
Am Nachmittag nochmals das selbe. Aber es macht Freude!Wir spielen,üben,geniessen.
Gestern habe ich eine ganz andere,schmerzliche Erfahrung gemacht.
In der Bibliothek habe ich ein Buch eines schweizer Autores gefunden.Wolfszeit.Der Titel sprach mich an,ich sah,dass es sich um einem alten Mann handelt. Am Anfang war es für mich sehr gut beschrieben.Etwas düster,aber ich begann den alten zu mögen. Er erinnerte mich an den Vater von meinem Ex-Mann.
Dann wurde es immer hoffnungsloser.Der Alte wohnte allein in seinem Haus.
Seine Kinder wollten ihn ins Altenheim abschieben,er wusste das.
Das Ganze spitzte sich irgendwie für mich in einen Albtraum zu. Der Alte konnte kaum gehen vor Rücken und anderen -Schmerzen. Und das war natürlich immer sehr gut beschrieben.
Ja,und zum Schluss hatte ich das Buch zu Ende gelesen und erschauerte.Ich war ganz verzweifelt innen drin,ohne zu wissen wieso denn genau.
Der Autor hatte zuletzt ja noch etwas Licht gebracht.Aber ich war total durch den Wind,ja es war mir wind und weh.
Ich versuchte ,mich mit dem Tatort abzulenken.Es ging mir aber nachher nicht besser.So legte ich mich schnell einmal schlafen.
Schlecht geschlafen geht es mir heute besser.
Alkoholsucht.Saufdruck,Suizidgedanken (wäre alles möglich bei mir,leider!) haben mich verschont.Da habe ich mich auch gleich abgesichert,indem ich zuerst daran gedacht habe,bevor ich überrascht wurde davon.
Diese Taktik hat mir auch schon mehr als einmal geholfen.
Der Alte im Buch konnte auch für mich noch so viel Schnaps saufen wie er wollte,mich störte das nicht.
Ja,und jetzt gehen Hundi und ich wieder an die frische Luft.
Schon so lange wollte ich hier auch wieder mal was schreiben,endlich ists so weit!
Liebe Grüsse an alle
Yvonne