Mit Depressionen Leben ohne Alkohol!

  • Weis nicht mehr was ich machen soll, seit ich trocken bin komme ich nicht
    mehr mit meinen Depressionen klar. Mit dem Alkohol konnte ich meine Probleme deckeln. Mit dem Schneiden kann ich kurze Zeit Dampf ablassen.
    Das ist aber auf Dauer auch keine Lösung. Mit der Abstinenz habe ich keine Probleme, es ist einfach besser mit klaren Kopf durch das Leben zu gehen.
    Aber meine Suizidgedanken sind einfach da, immer wieder denke ich an den Freitod. Es fällt mir mir schwer nach meiner 30 jährigen Trinker Karriere wege zu finden um aus dem Loch zu kommen in dem ich bin.
    Grüße an alle im Forum, Kossi!

  • hallo kossi,
    ich weiß natürlich nicht, ob du schon einen psychotheapeuten aufgesucht hast. es gibt einige, die sich auf suchttherapien spezialisiert haben, denen dein problem- selbstmordgedanken- absolut nicht fremd ist im zusammenhang mit 30 jahre alkoholikerkarriere.
    du kannst aber sehr stolz auf dich sein, dass du diese gedanken zuläßt, und sie nicht durch alkohol "vertagst" bzw. verschlimmerst.
    es sind nur gedanken. und gedanken sind mächtige aber flüchtige gesellen!
    einen virtuellen schutzmantel für dich!
    isbeau

  • Hallo Kossi!

    Auch ich gratuliere Dir herzlich,dass Du trocken bleiben kannst!
    Weiter so!! Depressionen und Suizidgedanken kenne ich auch.
    Nicht jeden Tag,gottlob,hie und da.Aber immer weniger,seit ich konstant nichts mehr trinke.(Das sind jetzt 11 Monate,ein Anfang also)

    Ich lasse mir von einer Therapeutin helfen und wir haben Freude an meinen Fortschritten.

    Es ist eine stetige Arbeit.Für mich weiss ich,dass diese Arbeit,wenn ich sie richtig mache,bis zu meinem Lebensende dauern wird.Du hast sogar noch einige Jahre mehr als ich,das ist doch schön!

    Herzliche Grüsse
    Yvonne

    ichbinda123

  • Hallo Kossi,

    mein Gefühl beim Lesen ist, dass es gut ein könnte, wenn Du jemanden hättest, der Dir hilft, die vielen, vielen kleinen positiven Steinchen zu finden, die Du in Deine Alk-Lücken stopfen kannst. Ist vielleicht die Suche nach überhaupt einem oder auch einem neuen Therapeuten/in eine Möglichkeit ?

    Woanders schreibst Du : "Mich hält nur noch meine Familie". Dieses "nur" ist richtig aus dem Text rausgesprungen. Ist es wirklich "NUR" ??? :lol:
    Das mit dem Auto ist "schiefgegangen" ? Du hattest einen Riesen-Schutzengel, und damit Deine Kinder auch !!! :lol:
    Ganz toll, dass Du trocken bist. Hast Du Dir damit nicht allein schon ein großes Selbstwertgefühl verdient ? :lol:
    Was sonst hast Du trocken schon alles geschafft, worauf Du stolz sein kannst ?
    Gehst Du noch in eine SHG und kannst dort über Deine Themen reden ?

    Ich wünsch dir viel Kraft und Mut, um die Depressionen etwas aus dem Vordergrund zu verdrängen. Liebe Dich ( und Deinen Körper ) !

    Viele Grüße
    Spes

    Ganz liebe Grüße
    Spes

  • Hallo Kossi,
    ich bin keine erfahrene Fachfrau, was die Bewältigung der Sucht angeht.
    Aber mit Depressionen habe ich auch jahrelange Erfahrungen. Ich denke, dass die Bewältigung beider Probleme ähnlich ist.
    Wer spricht, dem kann geholfen werden.
    Häufige Selbsttötungsgedanken und Selbstverletzungen sollten ausreichen, um professionelle Hilfen in Anspruch zu nehmen.
    Auch bei Depressionen sollte man sich die Frage stellen, ob man sich noch selbst kontrollieren kann. Kannst Du das?
    Aus meiner Sicht kann man an der Depression wohl am besten "arbeiten", wenn man klar ist, deshalb ist das Trockensein eine Grundvoraussetzung.

    Alles Gute und ganz liebe Grüße
    Biti

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