Beiträge von verflixt

    Danke für die Tipps.

    Ich habe von meinem Hausarzt das Diakonische Werk empfohlen bekommen, die würden mir auch weiterhelfen um eine Mutter Kind Kur in Anspruch zu nehmen, Richtung psychosomatisch und Rückenschule.
    Ebenso gibt es dort Selbsthilfegruppen.

    Mein Hausarzt schätzt auch ein, das meine Rückenprobleme und daraus resultierende Kopfschmerzen auch psychosomatisch bedingt sind. Weil ich verkrampft durchs Leben laufe. :cry:

    Zu guter letzt hab ich wieder ein Wochenende überstanden. Sein Auszugstermin steht nun fest für den 15. Gott sei dank, er ist wieder jeden morgen zwischen drei und vier besoffen heim gekommen und hat auf der Couch geschlafen. Wir gehen uns aus dem Weg, bei uns herrscht nur Stille.
    Auf der einen Seite fühle ich mich gut und stark auf der anderen Seite habe ich Angst, dann erst richtig in ein Loch zu fallen wenn er weg ist. Weil man dann mit sich alleine ist.
    Ich hoffe das ich bis dorthin in einer Selbsthilfegruppe bin um mich weiter aufrecht zu erhalten. Durch das Forum hier und durch meine eigenen Aktivitäten habe ich im Moment keine Gefühlsschwankungen mehr ihm gegenüber. Also wenn wir uns über den Weg laufen, o.ä. und er hat mich schlecht behandelt oder ignoriert, ist es mir kilometertief in den Magen gefahren und ich war unfähig den Rest des Tages noch gut zu gestalten.
    Mittlerweile hat sich das geändert und ich reagiere Gefühlsmäßig gar nicht mehr. Will aber nicht gleich juhuu schreien, die schlechten Tage kommen wieder, da bin ich mir sicher. Und irgendeine Aktion wird er schon vollbringen um mich wieder an einen Tiefpunkt zu bekommen.

    Und weiter werde ich jeden Tag der Woche meine Wege gehen
    So long....

    Eins muss ich noch loswerden.

    Das ganze Lesen hier, das selbst reflektieren, in die tiefen der Vergangenheit schweifen. Anfangen "aufzuwachen".

    Stelle ich mir echt langsam die Frage wer hier die gestörtere Persönlichkeit ist. Der Suchtkranke oder der Co

    Ich finde es unglaublich welchen "Kopfkinos" man hier ausgeliefert ist :shock:

    Welcher Therapeut ist den für einen Co der Richtige? Sollte dieser spezialisiert sein? Oder sollte man erst mal irgendwohin wo man sich wohl fühlt?

    Vielen Dank für die Antworten.

    @joya: Mich macht es nicht froh, das er keine Nähe zulassen kann und deshalb muss auch ich weiter und nicht dort fest hängen bleiben. Eigentlich wünsche ich mir genau das Gegenteil.

    @stellina: Ja so ist es auch bei ihm, er ist mit sich und das was er darstellt, ganz und gar nicht zufrieden. Kann aber nicht beurteilen, woher diese Leere kommt.

    Das gute ist, er hat jetzt wieder Termine bei seinem Therapeut vielleicht kommt er dort auf den Grund. Er hat mir gestern gesagt, er will sich ändern und will doch nur wieder froh und zufrieden sein.

    Die Trennung werden wir trotzdem durchziehen, jeder muss für sich sein Leben wieder neu ordnen ohne Druck, ohne Anforderungen des Anderen.
    Er möchte auch seiner Tochter mal was "bieten" können.

    Mal sehen was die Zukunft bringt. Ich hoffe er schafft es, egal ob wir nun ein Paar sind oder nicht, ich wünsche mir für meine Tochter einen gesunden glücklichen Vater.

    Hallo Zusammen,

    hier spricht ein Co, der dabei ist, seine Beziehung zu beenden und endlich "aufzuräumen". Meine Geschichte steht im Co-Bereich, falls dies zur Beantwortung der folgenden Fragen notwendig sein sollte.
    Ich brauche das, um meinen Inneren Frieden wieder zu finden.

    Mein Freund spricht dauernd davon, Zufriedenheit und Glück zu suchen, er hat eine innere Leere in sich, die er versucht mit allerlei Süchten zu kompensieren.

    In diversen Trennungszeiten die ich schon versucht habe durchzuziehen, war es dann so, dass er der Meinung war unsere Beziehung und ich bin Schuld, das er nicht glücklich und Zufrieden ist.

    Gibt es unter euch welche, die auch immer diese Unzufriedenheit auf die Partnerin und die Beziehung geschoben haben und jetzt im Nachhinein oder auch im Trockenen Leben bzw. Suchtfreien Leben das auch so eingetroffen ist.

    Was ich damit sagen will, war es dann wirklich im Nachhinein nicht der passende Partner oder lag es wirklich nur an euch.

    Mein Selbstbewusstsein ist im Moment im Keller von den Anschuldigungen und dem "Wegstoßen" und dem schlechten Gewissen machen, das ich ihn nicht glücklich machen konnte.

    Wir sind halt auch schon seit unserer Jugend ein Paar und vorher gab es keine gravierenden Beziehungen für uns beide, d.h. wir kennen es also auch nicht anders.

    Ich meine wir müssen uns trennen, um zu sehen ob es an uns liegt, das er so glücklos und leer und unzufrieden ist. Ich kann damit nicht umgehen jemanden angeblich nicht froh zu machen.

    Das ist es wahrscheins, ich zerbrech mir dauernd den Kopf und analysiere und mach und tu, aber im Endeffekt bringts ja nix.

    - Wieso will er es nicht besser machen, er hats doch in der Kindheit selbst erlebt wie es ist

    - Wieso kann er sich nicht an seiner Familie erfreuen und sieht diese eher als Belastung

    - Was sucht er denn? Warum kann er sich nicht zufrieden stellen, jeder andere wäre froh um das was er hat.

    - Woher kommt diese Unzufriedenheit? Vielleicht ist es ja ganz simpel alles und er liebt mich halt wirklich nicht.

    ...etc. etc.

    Wie kann man seine Gedanken denn abstellen am besten und wie bekommt man die "scheiss egal mach was du willst, interessiert mich nimmer" Phase.

    @Jenny2

    Ja du hast recht. Ich glaube auch noch nicht wirklich daran das er zu diesem Datum auch geht. Kann auch gut sein, das er sich einen Tag vorher umentscheidet. Echt schizophrene Züge.

    Ich hoffe du hast recht, das die zeit der Trennung nicht so schlimm ist.
    Im Moment kuck ich nur in ein Schwarzes Loch.

    Das schlimmste ist das Gefühl versagt zu haben, meiner Tochter nicht eine glückliche Familie bieten zu können und immer wieder vor Augen zu haben wie schön es doch sein könnte, wenn....... Blöd ich weiss.

    Ja es wird hart werden, schon in der Woche als ich ihn vor die Tür gesetzt habe ging es rapide mit ihm bergab. Ich hab gesagt zu ihm kuck dich doch mal an wie du aussiehst und säufst nur noch. Antwort: Was soll ich denn sonst machen....
    Ich glaub er weiss wirklich nicht, was er "nur" mit sich selbst anfangen soll.

    Ich versuche die Kurzfassung.

    Ich bin 28 und habe meinen Freund mit 15 kennengelernt. Er war 18.

    Er war schon damals nicht Suchtfrei. THC, Amphetamine, Ecstasy.
    Hab das damals auch mit ausprobiert und rauschende Partynächte gefeiert. Nicht jedes WE aber schon regelmäßig.
    Für mich hab ich schnell erkannt das das nichts für mich ist, und ich das körperlich auch gar nicht vertrage.

    Ich hab dann damit aufgehört und er hat "nur" noch Haschisch geraucht (Bong). Hatte da seinen Freundeskreis mit rauchen und Playstation spielen. Mir war das zu Langweilig und ich bin meistens mit meiner Clique weg.

    Ich hätte es mir damals schon anders gewünscht und natürlich gab es immer Stress und Streit und ich hielt predigen wie er sich doch besser verhalten soll, ich war ewig die keifende die ihn in seiner Freiheit einschrenken will und ihn in einen goldenen Käfig sperren will.

    Wir waren ja noch jung ich bin da mit reingewachsen und es wurde "normal" ich hab mich damit arrangiert und mein eigenes Leben nebenher weitergelebt. Auch waren wir bestimmt 3 mal getrennt in dieser zeit.
    Dann kam die Bundeswehr und die Zeiten des Haschisch Rauchens hörten auf. Juhuu dachte ich wir haben die schwere Zeit überstanden war auch dann wieder ne Phase die schön war bis die nächste Suchtverlagerung anfing. Er hockte nur noch vorm PC am Wochenende und wir führten zu dieser zeit eine Wochenendbeziehung.
    Wieder das selbe... ich versuchte zu predigen, meinen Weg allein zu gehen, ignorieren, streiten...volles Programm bis hin zur Trennung.

    Dann war auch das rum und dann fing exzessives Fortgehen an.
    Immer irgendwas anderes auch Hobbys betrieb er meines Erachtens total übertrieben, er hat sich da voll reingesteigert und nichts anderes hat mehr gezählt. Bis wohl das auch keine Befriedigung mehr gab und nach einer "Ruhephase" gings ins nächste Extrem über.
    Auch ich hab in diesen Zeiten immer nur eine Nebenrolle irgendwie gespielt.

    Ich hab mich dann auch mal richtig getrennt, bin ausgezogen und wir waren ein halbes Jahr auseinander, nachdem er sich einbildete das er sich in eine andere Verliebt hat.

    Nach diesem halben Jahr hat er mich dann wieder zurück gewollt und solang bearbeitet bis wir wieder zusammen waren. Und ja es war danach ein super schönes Jahr ohne jegliche Süchte und wir entschieden uns zu einem Kind.

    Zeitgleich der Schwangerschaft, trat aber ein Todesfall in seiner Familie auf (sehr nahestehende Person zu ihm) und die Bundeswehrzeit ging zu Ende. Das war der Ausschlag für eine große Depression bei ihm mit körperlichen Ausmaßen, so dass er zu nix mehr fähig war. Er bekam Antidepressiva und eine Therapie.
    Alles ging wieder bergab...

    Unsere Tochter wurde geboren und dann wurde es noch schlimmer.
    Er ging lieber in Kneipen jeden Abend anstatt nach Hause zu kommen.
    Heute nimmt er immer noch Antidepressiva und trinkt. In den letzten Monaten ist es unerträglich geworden.
    Unsere Beziehung ist auf dem Nullpunkt, alles reden bringt nichts mehr er blockt alles ab oder kommt so spät das ich dann eh schon schlaf. Um seine Tochter hat er sich auch noch nie wirklich gekümmert obwohl er beteuert sie über alles zu lieben und mich ja eigentlich auch.Er sagt, er kann nicht und auch keine Verantwortung übernehmen ihm ist alles zu viel und ich würde Anforderungen stellen, die er nicht erfüllen kann.
    Aber ich wünsche mir doch nur Sachen, die für andere schon selbstverständlich wären und ich gar nichts dazu sagen müsste.


    Er sagt er ist unzufrieden und auf der Suche "nach was weiss er selbst nicht". Er gibt unserer Beziehung die Schuld. Ich würde ihn zu "mehr" nicht motivieren. Immer stößt er mich weg, so viele Verletzungen und enttäuschungen hab ich ertragen alles verziehen und geduldet bin bei ihm geblieben, war trotz Beziehung immer einsam und allein und das ist nun der Dank.

    Ich hab ihn vor ein paar Wochen, die Schlüssel dann von unserer Wohnung abgenommen, ich war körperlich an meinen grenzen, 5 kg abgenommen und immer Kopfweh.

    Ich weiss so kann es nicht weitergehen. Er ist total abgesoffen und hat nach jeder durchzechten Nacht vor unserer Tür gestanden und wollte sich ausschlafen. Ich hab ihn wieder reingelassen ich trottel damit er sich ne Wohnung suchen kann und wir uns sauber trennen.
    Zum 01.03. läuft die Wohnung auf mich alleine und er ist schon dabei sich eine eigene Wohnung zu suchen.

    Er ist total sauer er lässt sich von mir nicht mehr "klein" machen und rausschmeisen. Ha was hat der denn die ganzen Jahre gemacht. Und ich Trottel habs auch noch zugelassen.

    Ich muss stark bleiben mich emotional wieder auf die Reihe bekommen mich um meine Tochter kümmern und wieder anfangen zu leben.

    Habe auch eine Überweisung zum Psychiater mir geholt, ich glaube ich bin auch mittlerweile Krank, wer lässt denn sowas mit sich machen? Wo ist denn meine Schmerzgrenze? Wieviel Leid geht denn Noch?
    Ich will wieder oder überhaupt mal LEBEN ! und vor allen Dingen froh und glücklich sein, dauerhaft und nicht nur Phasenweise.

    Ich lass ihn jetzt ziehen soll er eine Wohnung nehmen und weiterhin die Augen verschließen was eigentlich wirklich bei ihm nicht stimmt.
    Ach ja sein Vater war auch Alki und ist es immer noch und seine Kindheit war geprägt von Gewalt und Alkohol. Aber alles nicht mehr mein Problem er muss sich selbst mit sich auseinandersetzen wollen, das hab ich jetzt endlich mal kapiert.

    Ich brauch Stärke die ich sammeln muss um auch dann stark zu bleiben, wenn er merkt ich bin nicht die, die bei ihm die Unzufriedenheit auslöst, wenn er merkt das auch ohne mich uns seiner Tochter nichts ändert im Gegenteil wahrscheinlich alles schlimmer wird. Ich brauch Kraft und Selbstbwusstsein Mut und jegliche Hilfe um endlich aus diesem Teufelskreis daraus zu kommen. Ich bin doch nicht blöd, ich schäme mich so schwach zu sein.

    Verflixt