Sucht Depression am Ende aller Kräfte

  • Ich versuche die Kurzfassung.

    Ich bin 28 und habe meinen Freund mit 15 kennengelernt. Er war 18.

    Er war schon damals nicht Suchtfrei. THC, Amphetamine, Ecstasy.
    Hab das damals auch mit ausprobiert und rauschende Partynächte gefeiert. Nicht jedes WE aber schon regelmäßig.
    Für mich hab ich schnell erkannt das das nichts für mich ist, und ich das körperlich auch gar nicht vertrage.

    Ich hab dann damit aufgehört und er hat "nur" noch Haschisch geraucht (Bong). Hatte da seinen Freundeskreis mit rauchen und Playstation spielen. Mir war das zu Langweilig und ich bin meistens mit meiner Clique weg.

    Ich hätte es mir damals schon anders gewünscht und natürlich gab es immer Stress und Streit und ich hielt predigen wie er sich doch besser verhalten soll, ich war ewig die keifende die ihn in seiner Freiheit einschrenken will und ihn in einen goldenen Käfig sperren will.

    Wir waren ja noch jung ich bin da mit reingewachsen und es wurde "normal" ich hab mich damit arrangiert und mein eigenes Leben nebenher weitergelebt. Auch waren wir bestimmt 3 mal getrennt in dieser zeit.
    Dann kam die Bundeswehr und die Zeiten des Haschisch Rauchens hörten auf. Juhuu dachte ich wir haben die schwere Zeit überstanden war auch dann wieder ne Phase die schön war bis die nächste Suchtverlagerung anfing. Er hockte nur noch vorm PC am Wochenende und wir führten zu dieser zeit eine Wochenendbeziehung.
    Wieder das selbe... ich versuchte zu predigen, meinen Weg allein zu gehen, ignorieren, streiten...volles Programm bis hin zur Trennung.

    Dann war auch das rum und dann fing exzessives Fortgehen an.
    Immer irgendwas anderes auch Hobbys betrieb er meines Erachtens total übertrieben, er hat sich da voll reingesteigert und nichts anderes hat mehr gezählt. Bis wohl das auch keine Befriedigung mehr gab und nach einer "Ruhephase" gings ins nächste Extrem über.
    Auch ich hab in diesen Zeiten immer nur eine Nebenrolle irgendwie gespielt.

    Ich hab mich dann auch mal richtig getrennt, bin ausgezogen und wir waren ein halbes Jahr auseinander, nachdem er sich einbildete das er sich in eine andere Verliebt hat.

    Nach diesem halben Jahr hat er mich dann wieder zurück gewollt und solang bearbeitet bis wir wieder zusammen waren. Und ja es war danach ein super schönes Jahr ohne jegliche Süchte und wir entschieden uns zu einem Kind.

    Zeitgleich der Schwangerschaft, trat aber ein Todesfall in seiner Familie auf (sehr nahestehende Person zu ihm) und die Bundeswehrzeit ging zu Ende. Das war der Ausschlag für eine große Depression bei ihm mit körperlichen Ausmaßen, so dass er zu nix mehr fähig war. Er bekam Antidepressiva und eine Therapie.
    Alles ging wieder bergab...

    Unsere Tochter wurde geboren und dann wurde es noch schlimmer.
    Er ging lieber in Kneipen jeden Abend anstatt nach Hause zu kommen.
    Heute nimmt er immer noch Antidepressiva und trinkt. In den letzten Monaten ist es unerträglich geworden.
    Unsere Beziehung ist auf dem Nullpunkt, alles reden bringt nichts mehr er blockt alles ab oder kommt so spät das ich dann eh schon schlaf. Um seine Tochter hat er sich auch noch nie wirklich gekümmert obwohl er beteuert sie über alles zu lieben und mich ja eigentlich auch.Er sagt, er kann nicht und auch keine Verantwortung übernehmen ihm ist alles zu viel und ich würde Anforderungen stellen, die er nicht erfüllen kann.
    Aber ich wünsche mir doch nur Sachen, die für andere schon selbstverständlich wären und ich gar nichts dazu sagen müsste.


    Er sagt er ist unzufrieden und auf der Suche "nach was weiss er selbst nicht". Er gibt unserer Beziehung die Schuld. Ich würde ihn zu "mehr" nicht motivieren. Immer stößt er mich weg, so viele Verletzungen und enttäuschungen hab ich ertragen alles verziehen und geduldet bin bei ihm geblieben, war trotz Beziehung immer einsam und allein und das ist nun der Dank.

    Ich hab ihn vor ein paar Wochen, die Schlüssel dann von unserer Wohnung abgenommen, ich war körperlich an meinen grenzen, 5 kg abgenommen und immer Kopfweh.

    Ich weiss so kann es nicht weitergehen. Er ist total abgesoffen und hat nach jeder durchzechten Nacht vor unserer Tür gestanden und wollte sich ausschlafen. Ich hab ihn wieder reingelassen ich trottel damit er sich ne Wohnung suchen kann und wir uns sauber trennen.
    Zum 01.03. läuft die Wohnung auf mich alleine und er ist schon dabei sich eine eigene Wohnung zu suchen.

    Er ist total sauer er lässt sich von mir nicht mehr "klein" machen und rausschmeisen. Ha was hat der denn die ganzen Jahre gemacht. Und ich Trottel habs auch noch zugelassen.

    Ich muss stark bleiben mich emotional wieder auf die Reihe bekommen mich um meine Tochter kümmern und wieder anfangen zu leben.

    Habe auch eine Überweisung zum Psychiater mir geholt, ich glaube ich bin auch mittlerweile Krank, wer lässt denn sowas mit sich machen? Wo ist denn meine Schmerzgrenze? Wieviel Leid geht denn Noch?
    Ich will wieder oder überhaupt mal LEBEN ! und vor allen Dingen froh und glücklich sein, dauerhaft und nicht nur Phasenweise.

    Ich lass ihn jetzt ziehen soll er eine Wohnung nehmen und weiterhin die Augen verschließen was eigentlich wirklich bei ihm nicht stimmt.
    Ach ja sein Vater war auch Alki und ist es immer noch und seine Kindheit war geprägt von Gewalt und Alkohol. Aber alles nicht mehr mein Problem er muss sich selbst mit sich auseinandersetzen wollen, das hab ich jetzt endlich mal kapiert.

    Ich brauch Stärke die ich sammeln muss um auch dann stark zu bleiben, wenn er merkt ich bin nicht die, die bei ihm die Unzufriedenheit auslöst, wenn er merkt das auch ohne mich uns seiner Tochter nichts ändert im Gegenteil wahrscheinlich alles schlimmer wird. Ich brauch Kraft und Selbstbwusstsein Mut und jegliche Hilfe um endlich aus diesem Teufelskreis daraus zu kommen. Ich bin doch nicht blöd, ich schäme mich so schwach zu sein.

    Verflixt

  • Liebe Verfixt,

    gut, dass Du Dich hier angemeldet hast und Dein Herz ausgeschuettet hast.

    Scham ist der erste Schritt zur Erkenntnis. Suche aber die Verantwortung nicht bei Dir alleine, sei froh, dass Du erkannt hast und dass Du bereit bist jetzt konsequent zu sein.

    Versuche positiv in die Zukunft zu schauen, Du und Deine Tochter werdet wieder Ruhe haben, Du kannst nachts durchschlafen, musst Dir nicht immer Gedanken machen wann er betrunken nach Hause kommt.

    Sei konsequent, vielleicht tauscht Du auch am 01.03. die Schloesser aus, damit Du da wirklich auch Deine Grenzen setzt und sicher bist, dass er nicht einfach so in die Wohnung kommt.

    Die Zeit der Trennung ist nicht so schlimm wie die Zeiten in dem Du gelitten hast, wenn er getrunken hast. Denk einfach mal so, mit Konsequenz kann es nur bergauf gehen.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Ja es wird hart werden, schon in der Woche als ich ihn vor die Tür gesetzt habe ging es rapide mit ihm bergab. Ich hab gesagt zu ihm kuck dich doch mal an wie du aussiehst und säufst nur noch. Antwort: Was soll ich denn sonst machen....
    Ich glaub er weiss wirklich nicht, was er "nur" mit sich selbst anfangen soll.

  • @Jenny2

    Ja du hast recht. Ich glaube auch noch nicht wirklich daran das er zu diesem Datum auch geht. Kann auch gut sein, das er sich einen Tag vorher umentscheidet. Echt schizophrene Züge.

    Ich hoffe du hast recht, das die zeit der Trennung nicht so schlimm ist.
    Im Moment kuck ich nur in ein Schwarzes Loch.

    Das schlimmste ist das Gefühl versagt zu haben, meiner Tochter nicht eine glückliche Familie bieten zu können und immer wieder vor Augen zu haben wie schön es doch sein könnte, wenn....... Blöd ich weiss.

  • Liebe Verflixt,

    versuch Dich nicht auf Deinen Ex zu konzentrieren, wenn er trinkt, dann trinkt er, versuch Dich auf Dich zu konzentrieren. Versuche Deine ganze Kraft in Dich und Deine Tochter zu setzen. Es geht darum, dass er auszieht, dass er seine Sachen nimmt und geht. Hol Dir Unterstuetzung von Aemtern, Freunden, Familie, da ist Licht am Ende des Tunnels ganz sicher.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Das ist es wahrscheins, ich zerbrech mir dauernd den Kopf und analysiere und mach und tu, aber im Endeffekt bringts ja nix.

    - Wieso will er es nicht besser machen, er hats doch in der Kindheit selbst erlebt wie es ist

    - Wieso kann er sich nicht an seiner Familie erfreuen und sieht diese eher als Belastung

    - Was sucht er denn? Warum kann er sich nicht zufrieden stellen, jeder andere wäre froh um das was er hat.

    - Woher kommt diese Unzufriedenheit? Vielleicht ist es ja ganz simpel alles und er liebt mich halt wirklich nicht.

    ...etc. etc.

    Wie kann man seine Gedanken denn abstellen am besten und wie bekommt man die "scheiss egal mach was du willst, interessiert mich nimmer" Phase.

  • Hi Verflixt,

    Du hast noch Gefuehle fuer ihn, aber stell Dir doch nicht die Fragen, die er sich stellen sollte, denn darauf kannst Du nicht antworten:

    Stell Dir mal lieber diese Fragen:

    Warum bleibe ich bei jemanden dem ich egal bin und der mich nicht liebt?

    Warum denke ich, dass ich sojemanden verdient habe?

    Warum freue ich mich nicht auf die Zukunft?

    Du hast einen Denkprozess angestossen, da zermartert man sich das Hirn, denn wie gesagt, wir als Co's wollen die Veraenderung nicht, wir hassen Veraenderungen.

    Versuche Dich auf die positiven Dinge zu konzentrieren, Dein Kind, Deine Freunde.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Eins muss ich noch loswerden.

    Das ganze Lesen hier, das selbst reflektieren, in die tiefen der Vergangenheit schweifen. Anfangen "aufzuwachen".

    Stelle ich mir echt langsam die Frage wer hier die gestörtere Persönlichkeit ist. Der Suchtkranke oder der Co

    Ich finde es unglaublich welchen "Kopfkinos" man hier ausgeliefert ist :shock:

    Welcher Therapeut ist den für einen Co der Richtige? Sollte dieser spezialisiert sein? Oder sollte man erst mal irgendwohin wo man sich wohl fühlt?

  • Hi Verflixt,

    natürlich ist es wichtig das man sich erstmal wohl fühlt.

    Aber einer der sich mit Sucht auskennt ist nicht verkehrt oder aber psychosomatisch wäre auch noch eine Option.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hallo verflixt,

    sprich doch mit Deinem Hausarzt mal darüber. Er kann Dir sicher Empfehlungen geben, welcher Therapeut für Dich gut ist.

    Mein Tip wäre ein Verhaltenstherapeut der sich mit Suchtkrankheiten auskennt.

    Schliesslich wollen/sollten wir Co's ja an unserem Verhalten etwas ändern.

    Übrigens könnte Dir auch eine Suchtberatungsstelle weiterhelfen oder Du wendest Dich direkt an Deine Krankenkasse.

    All das sind Anlaufstellen, um den für Dich richtigen Psychologen zu finden.

    Und es lohnt sich bestimmt!!!

    Lieben Gruß
    Speedy

  • Danke für die Tipps.

    Ich habe von meinem Hausarzt das Diakonische Werk empfohlen bekommen, die würden mir auch weiterhelfen um eine Mutter Kind Kur in Anspruch zu nehmen, Richtung psychosomatisch und Rückenschule.
    Ebenso gibt es dort Selbsthilfegruppen.

    Mein Hausarzt schätzt auch ein, das meine Rückenprobleme und daraus resultierende Kopfschmerzen auch psychosomatisch bedingt sind. Weil ich verkrampft durchs Leben laufe. :cry:

    Zu guter letzt hab ich wieder ein Wochenende überstanden. Sein Auszugstermin steht nun fest für den 15. Gott sei dank, er ist wieder jeden morgen zwischen drei und vier besoffen heim gekommen und hat auf der Couch geschlafen. Wir gehen uns aus dem Weg, bei uns herrscht nur Stille.
    Auf der einen Seite fühle ich mich gut und stark auf der anderen Seite habe ich Angst, dann erst richtig in ein Loch zu fallen wenn er weg ist. Weil man dann mit sich alleine ist.
    Ich hoffe das ich bis dorthin in einer Selbsthilfegruppe bin um mich weiter aufrecht zu erhalten. Durch das Forum hier und durch meine eigenen Aktivitäten habe ich im Moment keine Gefühlsschwankungen mehr ihm gegenüber. Also wenn wir uns über den Weg laufen, o.ä. und er hat mich schlecht behandelt oder ignoriert, ist es mir kilometertief in den Magen gefahren und ich war unfähig den Rest des Tages noch gut zu gestalten.
    Mittlerweile hat sich das geändert und ich reagiere Gefühlsmäßig gar nicht mehr. Will aber nicht gleich juhuu schreien, die schlechten Tage kommen wieder, da bin ich mir sicher. Und irgendeine Aktion wird er schon vollbringen um mich wieder an einen Tiefpunkt zu bekommen.

    Und weiter werde ich jeden Tag der Woche meine Wege gehen
    So long....

  • Hallo verflixt,

    Zitat

    Das schlimmste ist das Gefühl versagt zu haben, meiner Tochter nicht eine glückliche Familie bieten zu können

    Das selbe habe ich auch immer gedacht, bei meinen Kindern. Bis ich ein Gespräch beim Jugendamt wegen des Sorgerechts hatte und genau das angesprochen habe. Die Frau hat mir geantwortet: Sie können doch trotzdem eine glückliche, wahrscheinlich viel glücklichere Familie sein, als wenn sie bei ihrem Mann geblieben wären!"
    Ich habe lange darüber nachgedacht und weiß inzwischen, sie hatte Recht!
    Natürlich stellt man sich das Bild einer glücklichen Familie immer vor Mutter, Vater, Kind(er), aber Du wirst sicherlich, nachdem die Trennung überwunden ist, sehr viel zufriedener sein, wenn Du das Glück nicht mehr nur in "Raten" genießen kannst und ansonsten völlig fertig bist - und damit wird es auch Deiner Tochter sehr gut gehen! Dann seit ihr doch eine glückliche Familie, wenn auch eine recht kleine :wink: !

    Laß´deswegen den Kopf nicht hängen, Du hast nicht versagt, Du bist nicht diejenige, die die Familie kaputtmacht, Du bist nicht die, die trinkt - ohne Rücksicht auf Verluste.

    Liebe Grüße Lenjana

  • Heute ist kein guter Tag. Ich bin traurig.

    Ich habe erkannt, das ich immer noch darauf warte, das eine Veränderung eintritt. Aber nach wie vor werde ich gemieden und man geht sich so gut wie es geht aus dem Weg.
    Ich habe immer noch jeden Tag die Hoffnung das er morgen kommt und sagt er hat alles eingesehen und kapiert, lässt sich helfen und ändert was in seinem Leben. Das dies nicht passiert, holt einem nach ein paar Tagen des eingeredeten gut gehens und Kraft haben alles durchzuziehen, wie ein Hammer wieder ein. Batsch umgeworfen, wieder überwältigt von Trauer und Emotionen und auch Wut.
    :roll:

    Ich habe festgestellt, das ich versuche ihn loszulassen und mich zu trennen doch nur wieder, mit der Hoffnung das er kapiert und was ändert.
    Also wieder nicht wirklich für mich. Ich warte, harre aus und hoffe das was passiert in seinem Kopf. Ich tue das auch ebenso vordergründlich für unsere Tochter, auch wieder nicht vordergründig für mich.

    Aber wie lang dauert es, bis jemand seinem persönlichen Tiefpunkt erreicht, Monate, Jahre, nie.... Und schon wieder drehen sich alle Gedanken um ihn, mit Fragen auf die ich keine Antwort bekomme.

    Ist es nicht doch wieder die typische Co-Abhängigkeit mit einer Trennung denjenigen wieder in die Bahnen zu schieben, die man gern hätte, mit dem Unterschied, das am Ende vielleicht doch was Gutes (man hofft aber doch mehr auf die andere Variante) für einen Selbst rausspringt. Entweder er kapierts und alles wird wieder gut irgendwann oder er kapierts nicht und für dich wirds trotzdem gut?


    Er ist doch intelligent, wieso kommt er da nicht selber drauf.
    Hach sinnlos.....

    Traurige Grüße
    verflixt

  • Zitat von verflixt


    Aber wie lang dauert es, bis jemand seinem persönlichen Tiefpunkt erreicht, Monate, Jahre, nie....

    Hach sinnlos.....

    Hallo verflixt,

    bei uns ist ein sonniger Tag, aber was ist sinnlos? Sinnlos wäre es, wenn Du Dir keine Gedanken machen würdest, damit fängt alles an und das kann lange dauern, aber es passiert was, bekommt einen Sinn, für Dich.

    Es gibt Menschen, die finden ihren Sinn in einem permanenten Höhepunkt, es liegt in Deiner Hand da runter zu kommen.

    LG Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo,

    ich lese Dich ne WEile denn bei mir läuft es im Moment auch auf eine Trennung hinaus. Wir sind mittlerweile schon 12 Jahre zusammen mit Unterbrechungen!!!

    Zitat

    Ich habe immer noch jeden Tag die Hoffnung das er morgen kommt und sagt er hat alles eingesehen und kapiert, lässt sich helfen und ändert was in seinem Leben. Das dies nicht passiert, holt einem nach ein paar Tagen des eingeredeten gut gehens und Kraft haben alles durchzuziehen, wie ein Hammer wieder ein. Batsch umgeworfen, wieder überwältigt von Trauer und Emotionen und auch Wut.
    Mit den Augen rollen

    Ich habe festgestellt, das ich versuche ihn loszulassen und mich zu trennen doch nur wieder, mit der Hoffnung das er kapiert und was ändert.


    DU sprichst mir aus der Seele.

    Kopf hoch, wir müssen da durch, irgendwie.

    Sei froh, Deine Tochter ist noch zu klein, meine Töchter sind4 und 9 Jhare alt, da sieht die Sache schon ganz anders aus. :evil:

  • Hallo und guten Morgen alle zusammen,

    @engel1000: Ich wünsche dir auch alles gute und viel Kraft *fühl dich gedrückt*

    @schneggsche: Wir können uns die Hand geben :wink: Dir auch alles gute und einmal fest drück.

    Wie nah man Menschen sein kann ohne sie zu kennen oder sie zu sehen.
    :)

    Nun weiter zu meiner Geschichte, ich habe den Schlußstrich gezogen, nachdem er gestern Nacht um zwei polternd durch die Wohnung gezogen ist, ohne jegliche Rücksicht, dann hat sogar noch sein Telefon gebimmelt und er ist aufs Klo zum Telefonieren.
    Ich bin dann aufgestanden und hab gefragt, ob er noch ganz geschüsselt ist und ob er denn jeglichen Respekt verloren hat. Ein Wort das andere, jedenfalls meinte er dann, das er den Auszugstermin herbeisehnt und er seine Freiheit wieder haben will. Und ich soll ! bei meiner nächsten Beziehung aus meinen Fehlern lernen ! :shock:

    Mag ja sein, jeder hat seine Fehler, aber was der da abgezogen hat rechtfertigt sowas doch überhaupt nicht. Ebenso hätte er schon seit zweieinhalb Jahren sowieso keine Gefühlsregungen mehr. :shock:
    Alles klar, also seit unser Kind geboren wurde. Also nur verarscht oder was und einfach zu feige um selbst einen Schlussstrich zu ziehen, deshalb sauft man sich zwei Jahre durch die Gegend und schmeisst sich Tabletten ein. Deshalb zieht man andere Menschen mit runter? Wie schwach ist das denn....Ich kann gar nicht sagen, wieviel Schimpfworte mir gerade einfallen.

    Jedenfalls hab ich mir vorgenommen jetzt ist es Zeit so richtig egoistisch zu werden und dann hat er einen Grund mich so zu behandeln.
    Hab heute morgen die Schlüssel abgemacht von meiner Wohnung (läuft seit März nur auf meinen Namen) und hab ihm geschrieben, da er sich ja nach seinem Auszugstermin sehnt, herzlichen Glückwunsch, ist es heute soweit !

    UND DIESMAL KOMMT ER NICHT WIEDER REIN !
    :twisted:

  • Mit meinen Fehlern meinte er hauptsächlich, das predigen und biegen wollen wie ich es gern hätte. Ich hätte ihn sooo klein mit Hut gebogen, obwohl er alles versucht hätte die Beziehung aufrecht zu erhalten.

    Natürlich hat er damit auch noch Recht teilweise das predigen und das sollst du besser machen und kümmer dich mehr um die Kleine, geh mal mit ihr spazieren oder zeig ihr die Welt, hör auf mit den Tabletten, geh zum Psychiater, lass dich behandeln, lass uns doch dies und jenes versuchen, bleib doch heute mal zu hause geh nicht weg, ... bla bla kann ich mir schon vorstellen, das es einen Menschen zermürbt und auch verletzt, weil er ja jeden Tag vorgehalten bekommt, was er alles falsch macht und wie er vermeintlich versagt.

  • Hallo Verflixt,

    super gemacht. :!:

    Ich freue mich hier auch mal von so starken Frauen zu lesen! Sicher sieht es innen bei dir nicht so aus, aber deine Entscheidungskraft finde ich stark.
    Weiter so.!!!

    Klar hat er versucht euere Beziehung aufrecht zu halten. Er wollte ja sicher nicht aus dem gemachten Nest ausziehen! Und du "Böse" hast ihn noch dazu immer wieder genervt mit deiner Predigerei !! -- Also TZ, TZ, TZ !! Das kann ein Mann - noch dazu ein armer abhängiger - nicht aushalten.!

    Also " genervt" habe ich auch sehr oft. Ist doch klar, was kann man denn sonst tun.

    Ich wünsche dir für die nächsten Tage auch noch viel Kraft, deinen Weg weiter so zu gehen,
    Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hi,

    wenn wir ehrlich sind, dann machen wir sie ja auch klein und nehmen ihnen ihr Selbstvertrauen welches schon sehr gering ist.

    Aber wir tun es aus Unwissenheit und Hilflosigkeit weil wir denken das es der richtige Weg ist.

    Liebe Grüsse
    Elocin

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