Beiträge von Morgenrot

    Hallo Tautropfen,

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    Und nicht alle Schuld lässt sich schön reden.


    ich bin überzeugt davon, das du alles so gut gemacht hast, wie du konntest.
    Du hast deinen Kindern bestimmt nicht wissentlich geschadet.
    Nach so vielen Jahren Achterbahnfahrt beginnt das sortieren und lernen sich wieder selbst zu vertrauen.
    Ich empfinde das heute noch als sehr schwer, das steckt so tief drinnen, das meine Wahrnehmungen falsch sind, aber es lohnt sich dranzubleiben.


    lg Morgenrot

    Hallo Maggy,

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    aber ist das nicht ein wenig zu verharmlosend? Klar, er sagte ausdrücklich, dass das nur mit dem Willen meines XY geht,


    ich finde es schon verharmlosend. Du kannst dir den Mund fusselig reden, wenn ein Alkoholiker keine Einsicht hat, nützt ihm auch kein Wille.
    Alkoholismus ist eine Krankheit und keine Willensschwäche.
    Nur so vom lesen, und ohne deinen XY zu kennen, würde ich sagen er macht sich was vor, und du läßt dir etwas vormachen.
    Du glaubst was er sagt, weil du es glauben willst.
    Ich kenne solche Situationen, ich habe gehofft, gehofft, und nochmal gehofft. und der XY hat weiter gesoffen.
    Warst du bei einer Suchtberatung, oder bei einem "normalen" Psychologen?
    Würde dir auf jedenfall den regelmäßigen Austausch hier empfehlen, denn dann bleibst du am Thema dran.


    lg Morgenrot

    Hallo Elisa,

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    Es macht mich einfach so wütend, dass er einfach der Meinung ist, dass er halt ab und zu zu viel trinkt,


    Ich habe die Erfahrung gemacht, das mich Wut lähmt. Solange ich nur wütend war, konnte ich nicht ins handeln kommen.
    Klar ist immer auch Wut dabei, aber selbst die größte Wut und alles appellieren hat nichts gebracht, weil er sein Problem bis heute nicht sieht.
    Tu etwas für dich.


    lg Morgenrot

    Hallo Elisa,

    Herzlich Willkommen zurück.

    Zitat

    um mir zu beweisen, dass er kein Alki ist.


    hast du das wirklich geglaubt, oder wolltest du es glauben. So kann kein Beweis geführt werden, aber das weißt du ja jetzt.
    Diese Versprechungen habe ich auch zig mal gehört.

    Deine anderen Fragen gehen ins juristische, das können wir hier nicht beantworten.
    Kannst du dich an einen Anwalt wenden?
    Wenn es "normal" läuft, sollte kein Kind in der alleinigen Obhut eines nassen Alkoholikers sein.
    Das ist aber meine persönliche Meinung, aber für dich ist es wichtig, das du dich vorab schon informierst.
    Dann kannst du deinen Standpunkt auch sehr viel deutlicher vertreten.


    lg Morgenrot

    Hallo Kati,

    Herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    Du bist nicht für deine Mutter verantwortlich, und kannst ihr auch nicht helfen, solange sie keine Problemeinsicht hat.
    Ich weiß, wie schwer es ist sich abzugrenzen, und wir hören ja auch viel von anderen, das wir uns kümmern sollen usw.

    Es wäre wichtig, etwas für dich zu tun. Lebst du mit ihr zusammen, oder in der Nähe?


    lg Morgenrot

    Hallo Neustart,

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    Frage: wann, wie sollte ich mit dem großen Kind reden? Hat da jemand Erfahrung?


    Ich konnte mit meinen Kindern erst reden, als ich nichts mehr vertuschen wollte, als ich angefangen habe darüber zu reden.
    Ich kann mich noch sehr gut an das erste Gespräch mit meiner Tochter erinnern.
    Da hat sie sehr viel gefragt, aber auch mitgeteilt, wie lange sie schon wußte, das bei uns etwas nicht stimmt.
    Natürlich konnte sie das als Kind noch nicht benennen, aber sie hat sehr genau gespürt, das es bei uns anders war, als bei ihren Freundinnen zuhause.
    Dieses Gefühl trug sie seit der Grundschulzeit mit sich herum, und hat es nicht thematisieren können, weil ich zu diesem Zeitpunkt einfach noch nicht in der Lage war, darüber mit ihr zu reden.
    Die Kinder bekommen sehr viel mit, auch wenn sie vielleicht nicht alles einordnen können. Dieses nicht einordnen können, verunsichert die Kinder.
    Sie stellen sich darauf ein, und versuchen alles richtig zu machen, und sind schneller im Alkoholkreislauf des vertuschens und verleugnens drin, als du dir denken kannst.
    Das sind dann sehr wohl CO - Anteile, denn Kinder fühlen sich sehr schnell schuldig.


    lg Morgenrot

    liebe Nuna,

    Zitat

    Vielleicht stimmt ja was nicht mit mir


    das ist die typische Denkweise von uns CO`s. Alle anderen ticken richtig, aber wir sind falsch.
    Das wäre ein erster Punkt, den du angehen kannst, dir immer wieder sagen: ich, meine Wahrnehmungen und Gefühle sind ok.
    Es ist wichtig, das du erst einmal wieder beginnst dir zu (ver)trauen.

    Zitat

    Ab wann ist genug genug?


    das entscheidet jeder für sich, sozusagen als Tiefpunkt für sich. Als ich begann etwas zu ändern, hatte ich die Tabletten, mit denen ich allem ein Ende machen wollte, im Haus.
    Dann habe ich dieses Forum entdeckt, und war plötzlich nicht mehr alleine, das hat mir sehr gut getan.


    lg Morgenrot

    Hallo Ray's a Laugh,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.
    Komm erst einmal in Ruhe an, und fühl dich wohl bei uns.
    Wenn du hier die Geschichten liest, ergibt sich für dich sicherlich das eine oder andere.
    Die Geschichten ähneln sich ja sehr oft.
    Ich finde es gut, dass du dieses Thema jetzt angehen willst, und wünsche dir einen guten Austausch.


    lg Morgenrot

    Hallo Neustart,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    Deinen Link mußte ich entfernen, zum einen weil es ein Fremdlink war und zum anderen tauschen wir uns hier im Forum nicht über reduzierendes und kontrolliertes Trinken aus.
    Es zeigt mir aber, wie tief du in der COabhängigkeit steckst, denn du suchst nach Lösungen für sie, schreibst aber auch, sie sieht kein Problem.

    Ich kenne das nur zu gut, da werden Lösungen gesucht, die der andere gar nicht will. Du kannst ihr nicht helfen, solange sie ihr Problem nicht sieht.

    Zitat

    ich habe anscheinend das Problem und solle Gespräche führen, da mein Vater Alkoholprobleme hatte.


    du hast ein Problem mit ihrem Alkoholkonsum, und das solltest du sehr ernst nehmen.
    Deine negativen Gefühle in puncto Alkohol sind nicht falsch, es sind deine ureigenen Wahrnehmungen und wenn du sie einem nassen Alkoholiker mitteilst, wird er genau so und nicht anders reagieren.

    Zitat

    weil wenn ich gefragt werden sollte warum ich mich trennen möchte... dann bleibt mir nur ein Wort. Alkohol.


    das reicht. Niemand der nicht mit einem nassen Alkoholiker gelebt hat, kann ermessen, was es bedeutet.
    Du sagst die Teilnehmer in der Gruppe seien viel schwerer belastet als du, das mag vielleicht sein, aber das heißt in meinen Augen nur, dass sie den Weg schon gegangen sind, der dir noch bevorsteht.

    Zitat

    Wenn ich DAS erzähle, geraten sie selbst in meine Lage und kontrollieren sie automatisch bei jedem Treffen und verändern ihre Wahrnehmung.


    Als ich begann zu reden, war es für mich eine riesige Erleichterung, und ich war sehr überrascht, dass es alle schon wußten, nur keiner hatte etwas gesagt.
    Was andere mit deiner Info machen, ist nicht deine Sache, dafür trägst du keine Verantwortung. Ich bin mir fast sicher, das sie es auch wissen.
    Fang an etwas für dich zu tun, für dich etwas zu verändern. Du kannst nur dich ändern und sonst keinen anderen Menschen auf dieser Welt.
    Sei es dir wert, und fange heute damit an.


    lg Morgenrot

    Hallo Tautropfen,

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    .Der Arme ist krank,kann nichts dafür


    stimmt, er ist krank und kann nichts dafür. Aber Alkoholismus kann vom Erkrankten gestoppt werden, wenn er sein Problem erkennt und aktiv wird.
    Das kann ich bei kaum einer anderen Krankheit. Du hast das Bsp. der Chemotherapie angeführt, klar macht die ein Erkrankter alleine, aber er hat damit noch lange keinen direkten Einfluß auf den weiteren Verlauf.

    Schuldgefühle kenne ich auch sehr gut, aber du hast keine Schuld, oder hast du ihn zum trinken genötigt?
    Als ich hier ins Forum kam, wurde mir dieser Satz so ähnlich geschrieben, damals kam er mir vor wie ein Freispruch. Vielleicht wirkt es ja auf dich auch so, das kann erst einmal sehr erleichtern.


    lg Morgenrot

    Hallo Tautropfen,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.

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    die sich in eine krankhafte Coabhängigkeit entwickelt haben


    hast du irgendeine Idee, wo du da ansetzen willst. Was willst du für dich als erstes ändern, nach der neuen Wohnung? Das ist ja schon ein grioßer Schritt, aber COabhängigkeit kann in sovielen Bereichen des Lebens nachhaltig wirken. Für mich war und ist es wichtig dieses zu erkennen.


    lg Morgenrot

    liebe Urmel,

    deine Gadanken, Gefühle usw. sterben ja nicht mit, und außerdem haben dich deine Eltern geprägt, das legst du nur sehr schleppend ab.
    Das ist harte Arbeit, da in ein anderes Fahrwasser zu kommen, und umzudenken.
    Dieses Umdenken geht nur Schritt für Schritt, und du solltest nicht zuviel auf einmal wollen, denn dann ist wieder die Enttäuschung vorprogrammiert.


    lg Morgenrot

    hallo LeMa,

    zuerst möchte ich dir ein gutes Neues Jahr wünschen.

    Ich bin zwar kein EKA, aber ich habe solche Verletzungen auch erlebt, und weiß wie weh sie tun.
    Es ist wichtig, das deineMutter die Konsequenzen ihres Verhalten spürt.
    Warum hörst du dir das an?
    Kannst du dir vorstellen, die Situation zu verlassen, lass sie alleine weiter schimpfen. In meinen Augen ist es ganz wichtig, dich abzugrenzen.
    Solche Beleidigungen muß sich niemand bieten lassen, auch keine Tochter von ihrer Mutter.


    lg Morgenrot

    Hallo Melina,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    Zitat

    Die Therapeutin hat mit ihm wohl tatsächlich über das Erlernen des sogenannten kontrollierten Trinkens gesprochen.


    Ich habe noch keinen einzigen trockenen Alkoholiker getroffen, bei dem kontrolliertes Trinken funktioniert hätte.
    Das würde er auch in jeder Selbsthilfegruppe zu hören bekommen. Dies ist bei Therapeuten nicht der Fall, gibt ja kaum welche die Abstinenzerfahrung weiter geben können. Nur vom anlesen und lernen kann Sucht nicht verstanden werden.
    Woher weißt du, ob er seit 2,5 Monaten nichts getrunken hat? Hast du ihn kontrolliert?
    Einem nassen Alkoholiker kannst du seine Angaben über seinen Konsum nicht glauben, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Die haben soviele Tricks auf Lager, da kannst du nur staunen.

    Warum willst du wachsam bleiben? Aufpassen ob er etwas trinkt? Liebe Melina vergiß es, er wird seine Nischen finden.
    Du bist machtlos, und wenn es dir beim "angesäuselt" sein schon zuviel wird, warum willst du dir es dann antun?
    Du kannst ihn nicht retten, und kündige auch bitte nur Konsequenzen an, die du auch ausführst. Du machst dich ansonsten unglaubwürdig, und glaub mir, er weiß ganz genau, wie er dich wieder beruhigen kann.
    Sei WACHSAM für dich und deine Tochter.
    Ich habe es selbst erlebt, die ganzen Versprechungen, die Lügen, ich bin dabei fast mit kaputt gegangen.
    Pass auf dich auf.


    lg Morgenrot

    Hallo Calippo,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    Du kannst deinem Partner nicht helfen, solange er selbst sein Problem nicht sieht.
    Du solltest aber deine Beobachtungen und Gefühle sehr ernst nehmen, und obwohl ich dich nicht kenne, weiß ich, das du dir nichts einredest.
    Ich kenne diese Gedanken von mir, dieses immer wieder abwiegeln und vor sich verharmlosen.
    Auch wenn du nicht kontrollierst, ist dein Leben vom Alkoholkonsum deines Partners beeinträchtigt.
    Du schreibst selbst:

    Zitat

    bin ich mittlerweile zu einem traurigen bedrückten mensch geworden , was ich in wirklichkeit überhaupt nicht bin.


    du kannst nur etwas für dich ändern, und versuchen aus dem Hamsterrad auszusteigen.
    Kannst du Situationen verlassen, wenn er "ausrastet" und dich beschimpft, oder hörst du dir das an?
    Das hat mich immer sehr zermürbt. Er sollte spüren, das sein Handeln Konsequenzen hat.


    lg Morgenrot

    Hallo Marielou,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    Zitat

    Es geht nicht um mich sondern um meinen Mann


    Das sehe ich ganz anders, es geht sehr wohl um dich. Deinen Mann kannst du nicht ändern, er wird trinken, wenn er sein Problem nicht erkennt.
    Deine Strichlisten und das Reden nützen da nichts, ohne Einsicht, wird er dir nur immer wieder erzählen, wie falsch du doch liegst.
    Es ist wichtig, etwas für dich zu tun, damit es dir gut geht.

    lg Morgenrot

    liebe Uschi,

    Zitat

    ps. morgenrot,ich danke dir das du nie aufgegeben hast mich hierher zu lotsen!!


    habe ich gerne gemacht. Ich mußte auch erst an einen gewissen Punkt kommen, wo ich eingesehen habe, das ich Hilfe brauche.
    Ich habe mich damals so unendlich alleine gefühlt, und es tat richtig gut zu spüren, dass ich nicht alleine bin.


    lg Morgenrot