Beiträge von Morgenrot

    Hallo Peter,

    noch ein verspätetes willkommen an dich.

    Ich habe heute morgen deinen Beitrag im CO Bereich, bei Charly gelesen, und möchte dir ganz herzlich dafür danken.

    Er hat mir gerade sehr gut getan, denn als CO "vergisst" man gerne.
    Danke fürs erneute, klare Augen öffnen.

    lg Lämmchen

    Hallo ihr lieben,

    Dagmar ich glaube auch, das all diese Gefühle dazu gehören. Ich weiß nicht mehr, was ich früher damit gemacht habe, einfach weggedrängt, es ging mir schlecht, und ich habe nichts getan, es zu ändern.

    Im Gegenteil, ich habe darauf gehofft und vertraut, das andere doch endlich sehen müssen, wie schlecht es mir doch geht.
    Das ich mich damit immer tiefer in die Opferrolle reingebracht habe, konnte ich nicht wahrnehmen.
    Das wird mir erst jetzt deutlich, wie sehr ich da verstrickt war, wo ich dabei mein Leben zu leben, und für mich immer neues entdecke.

    Ich kann und darf mich an meinen, auch manchmal kleinen Schritten freuen, es ist nicht das große, alles auf den Kopf stellende was mich zufrieden machen kann.

    Gestern war es meine Zeit, auf meinem Balkon, die ich mit einer schönen CD genossen habe.
    Ich bin heute zufrieden mit meinem Weg, das zählt.
    Natürlich weiß ich, das noch vieles vor mir liegt, wie z. Bsp. die räumliche Trennung von meinem Mann.

    Ich will darauf vertrauen, das ich auch das schaffe, auch wenn ich kleine Schritte gehe.
    Dranbleiben Lämmchen, und nicht nachlassen.


    lg Lämmchen

    Hallo Trauerkloss,

    ich kann mich Karsten in vollem Umfang anschließen.

    Am 22.4 habe ich dir in deinem Thread "lernen" geschrieben, und dir einige Fragen gestellt.
    Seit dieser Zeit ruht dieser Thread, und 2 Tage später machst du einen neuen auf.

    Wir investieren Zeit in deine Threads um dir zu antworten, vieles kann ich sogar nachvollziehen, denn ich habe lange genug auch so gedacht wie du.
    Aber, wenn dann als Antwort die Tagesabläufe deines Mannes kommen, ist mir das persönlich zu wenig.

    Hier gehts um dich, nur darüber erfahren wir sehr wenig.

    Vielleicht liest du dir mal deine Beiträge durch, und merkst dabei, wie sehr dein Mann, dein Leben bestimmt, und welchen Raum er einnimmt.
    Wo bleibst du dabei?


    lg Lämmchen

    Hallo Jochen,

    herzlich willkommen im Forum.

    Zitat

    und ich schäme mich für meine mutlosigkeit


    Es gibt keinen Grund, dich zu schämen. Ich und viele andere hier, wissen, was in dir vorgeht, und wie schwer es ist ein solches Gespräch zu führen.
    Da ist ganz viel Angst im Spiel, auch vor der Reaktion des anderen.

    Denn meistens wird ja alles abgestritten, und die eigenen Wahrnehmungen werden so gekonnt zerstreut, das man an sich selbst zweifelt.
    Wenn ich daran denke, was mir mein Mann alles aufgetischt hat, an Lügen, Ausreden usw. Das fatale daran ist, das ich ihm lange Zeit nur zu gerne geglaubt habe, weil ich wollte, das alles gut wird.

    Helfen kann ich ihm nicht, dieser Schritt müßte von ihm ausgehen, das heißt: Krankheitseinsicht.
    Ich kann nur etwas für mich tun, und damit habe ich mit Hilfe des Forum beginnen können.

    ich wünsch dir ganz viel Kraft.
    lg Lämmchen

    Hallo Trauerkloss,

    bei Zicke fand ich diesen Satz von dir.

    Zitat

    Ich weiß noch nicht so recht hier, wo ich schreiben soll, in meinen Threads gehts mit Antworten nicht recht weiter.


    Du hast in jedem Thread den du aufgemacht hast Antworten bekommen, bist aber wenig oder gar nicht darauf eingegangen.
    Kann es sein, das dir die Antworten nicht passen?
    Was erwartest du an Antworten? Das wir hier kollektiv über deinen trinkenden Mann "herfallen". ? Er ist krank, und nur er kann daran etwas ändern, und seine Krankheit stoppen.

    Von ihm wissen wir genug, aber was ist mit dir? Ich schließe mich Oiseau an, wenn sie schreibt.

    Zitat

    Also, wenn du Antworten haben willst, solltest du auch über dich etwas schreiben.

    Ich kann dich bis zu einem gewissen Punkt verstehen, das du versuchst deinen Mann ändern zu wollen. Das kenne ich von mir auch, habe es selbst lange genug probiert.
    Aber irgendwann mußt du doch auch an den Punkt kommen, wo dir klar wird, das du ihn nicht ändern kannst, und für dich feststellen, das eine Änderung nur über dich gehen kann.
    Du bist immer noch dabei, dir etwas schön zureden. Mein Mann geht auch arbeiten, und erledigt die Arbeiten im und am Haus, er ist trotzdem nasser Alkoholiker.

    lg Lämmchen

    Hallo ihr lieben,

    danke Gotti, das du mal wieder bei mir reingeschaut hast. Hat mich sehr gefreut. :lol:

    Zitat

    Aber dann klingt doch so viel Trauer aus deinen Worten, dass ich - gern dabei gewesen wäre, um dich fest in den Arm zu nehmen.


    Ja Gotti, es war Trauer dabei, aber vielleicht war die Zeit dafür gekommen, sie zu erleben, und sich ihr zu stellen.

    So habe ich es für mich erlebt, aber, und das ist das neue, was ich immer öfter bei mir spüre, mir kann es trotzdem gut gehen.
    Irgendwie habe ich das Gefühl mehr Platz in mir zu haben, seitdem ich für mich so einiges geändert habe.

    Ich muß nicht mehr krampfhaft gute Miene machen, und die angeblich schöne Fassade aufrecht erhalten.
    Das schafft Platz und es wird dadurch auch Kraft frei, die ich für mich nutzen kann.

    Natürlich ist nicht alles gut, aber das erwarte ich auch nicht.
    Ich habe gelernt mich auch über kleine Schritte freuen.

    Ich will für mich spüren lernen, wann für etwas die richtige Zeit gekommen ist, und mich nicht von meiner Unruhe, eine Entscheidung fällen zu müssen, leiten lassen.
    Wenn ich tief in meinem inneren zu etwas JA sagen kann, dann passt es.


    lg Lämmchen

    Hallo Jeniqua,

    ich drück dich einfach mal, und wünsch dir alle Kraft, die du in deiner Situation brauchst.

    Lass dir Zeit, du wirst sicher trauern können, wenn der für dich richtige Zeitpunkt gekommen ist.
    Bei der Trauer sind dann alle Gefühle richtig, die hoch kommen, lass sie alle zu, und unterdrück keines.

    ganz liebe Grüße
    Lämmchen

    Hallo Trauerkloss,

    ich lebe auch noch mit meinem Mann zusammen. Als ich jetzt deinen Thread gelesen habe, fiel mir auf, wie sehr du dich immer noch abhängig machst von seinem Befinden.

    Ich kann dich verstehen, ich habe mich auch sehr lange an Dingen festgehalten, die mich immer wieder haben hoffen lassen. Hoffen drauf, das er sich doch noch ändert.

    Das ist für mich der falsche Weg gewesen, denn dieses Hoffen und Bangen kostet Kraft, und die bin ich nicht mehr bereit, für ihn einzusetzen, um dann doch doch wieder enttäuscht zu werden.

    Zitat

    Gestern mähte er auch unseren Rasen


    hat meiner auch gemacht gestern, na und? Ich bin mir sicher, ohne das ich nachgesehen habe, denn das tue ich nicht mehr, das nebenbei so maches konsumiert wurde.

    Fang an, bei dir hinzusehen. Ich weiß, wie schwer das ist, und es tut auch weh, aber es lohnt sich.
    Dein Mann ist für sich verantwortlich, und wegen dir wird er sich nicht verändern.
    Sieh den Tatsachen ins Auge, und lass dir nichts vormachen von ihm, denn sie können sehr gut schauspielern. Damit wollte mich mein Mann auch ruhigstellen.

    Ich will dich nicht angreifen, jeder ist für sich selbst verantwortlich. Auch wenn ich noch nicht getrennt bin, ich arbeite an mir, und gehe Schritt für Schritt weiter. Meine Freiräume werden größer, aber dafür mußte ich sehr genau bei mir hinsehen.

    lg Lämmchen

    Hallo ihr lieben,

    möchte euch ein wenig von meinem ersten Urlaub ohne meinen Mann, aber mit Tochter, ihrem LG und meiner kleinen Enkelin erzählen.

    Die Hinfahrt habe ich geteilt, bin am Gründonnerstag bis HH gefahren, und habe dort bei einer Freundin übernachtet.
    Wir haben einen schönen, langen Spaziergang durch den Hamburger Stadtpark gemacht, und am Planetarium in der Sonne gesessen.
    Abends waren wir dann noch lecker essen.

    Karfreitag bin ich dann weiter an die Nordsee gefahren, wo mich meine Tochter vom Zug abgeholt hat.

    An diesem Tag plagte mich das schlechte Gewissen, meinen " armen " Mann zuhause gelassen zu haben.

    Ich weiß, es klingt bescheuert und ist es sicher auch, vielleicht hätte ich mir für den ersten Urlaub alleine, eine andere Ecke an der Nordsee suchen sollen.
    Wir waren schon sehr oft gemeinsam dort.

    Ostersamstag hatte ich einen schönen Tag, mit ganz viel frischer Seeluft, am Wasser sitzen, in die Wellen schauen und nichts tun.
    Am abend einen wunderschönen Sonnenuntergang, und dann Openair Gottedienst mit Osterfeuer.
    Singen von Liedern, die ich schon seit ewiger Zeit kenne, und dann einfach die Gedanken laufen lassen.
    Zum Abschluß sollte jeder seinem Nachbarn einen Wunsch mit nach Hause geben.
    Mir wünschte eine wildfremde Person, das ich in allen Stürmen des Lebens, Ruhe in mir finden kann.
    Ich war sprachlos, wie das mal wieder passte.

    Der erste Ostertag war sehr entspannt. Wir haben morgens lange und ausgiebig gefrühstückt.
    Danach bin ich lange mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Immer am Wasser entlang.
    Da ich mich verfahren hatte, fand ich auf diese Weise ein ganz uriges Cafè.
    Dort konnte ich schön in der Sonne sitzen, einen Cappuccino und ein Stück Friesentorte geniessen.

    Zwischendurch kam ein Anruf meines Mannes, der meine Stimmung fast wieder zum kippen gebracht hätte, obwohl er nicht viel gesagt hat:
    " Wünsche dir frohe Ostern, grüß unsere Tochter, und tschüss."
    Das war der Anruf für mein schlechtes Gewissen, sollte auf diese Art mal wieder geweckt werden. Der Tonfall passte jedenfalls dazu.
    Ist ihm aber nur vorrübergehend gelungen.
    Am Abend war ich noch im Watt, herrlich kalt. Aber man bekommt ganz schnell wieder warme Füße hinterher.

    Ostermontag morgen war ich einkaufen, und bin fündig geworden.
    Habe tatsächlich Schuhe in meiner Größe bekommen, sogar wählen konnte ich.
    Jetzt habe ich Schuhe für alle Gelegenheiten, zum Preis den ich sonst schon für ein Paar bezahlt habe, nur diesmal waren es vier paar

    Nachmittags bin ich am Strand gelaufen, danach bin ich noch lange auf einer Bank sitzen geblieben,und hab einfach aufs Wasser gesehen.
    Ich hätte nie gedacht, das mir das so gut tut.
    Ich fühlte mich irgendwie weit weg, und ganz ruhig.
    Es ist so vieles neu, was ich in diesen Tagen erlebt habe, oder ich sehe es mit anderen Augen.

    Vieles habe ich früher wohl nicht wahrgenommen, weil meine Gedanken immer beim Alkoholkonsum meines Mannes waren.
    Der hat hier immer Fahrradtouren gemacht, stundenlang, und kam meist angetrunken zurück.

    In diesem Ort steckt ja viel Erinnerung an gemeinsame Urlaube, und erst jetzt in diesen Tagen ist mir aufgegangen, wie blauäugig ich doch war, und wie sehr ich ihm vertraut und geglaubt habe, weil ich daran glauben wollte, das alles gut werden könnte.

    Dienstags war ich wieder sehr lange mit dem Fahrrad am Wasser unterwegs. Auf "meiner" schönen Bank bin ich dann richtig eingeschlafen. Solch eine Ruhe hab ich bisher nur sehr selten bei mir wahrnehmen können.
    Weil ich mir gar nicht die Zeit genommen hätte, so lange
    einfach nur auf einer Bank zu sitzen und nichts zu tun

    Am Abend waren wir dann so als Abschluß für meine Tochter nochmal essen, sie mußten Mittwoch zurück.
    Wir hatten von unserer Vermieterin ein Lokal empfohlen bekommen. Dort gab es Schnäppchenbüffett.
    Bestellungen wurden aufgegeben, in dem man einen Flyer ausfüllte, und ihn in Tresennähe an eine Wäscheleine klammerte.
    Das sah schon recht lustig aus.
    Die Einrichtung war schon etwas gewöhnungsbedürftig und hatte einiges zu bieten,von Antiquitäten bis zum Kitsch.

    Mit meiner Vermieterin habe ich mich auch mal lange unterhalten. Natürlich wurde nach meinem Mann gefragt, dafür kennen wir uns zulange.
    Ich bin bei der Wahrheit geblieben, ich mag nicht mehr lügen und vertuschen.
    Sie kann sich das alles kaum vorstellen, "er war doch immer so nett."
    Sie hätte mir nie etwas angemerkt, wie es wirklich in mir aussieht.

    Am Donnerstagnachmittag bin ich gut zuhause angekommen.

    Der Abschied von dort oben ist mir, wie immer, sehr schwer gefallen.
    Meine Vermieterin hat mir noch ganz viel Kraft gewünscht, und das bei ihr immer ein Zimmer für mich frei ist, wenn ich Luftveränderung brauche.

    Daran werde ich sicher denken, wenn ich mal wieder an die Nordsee will.


    lg Lämmchen

    Hallo Suse,

    sorry, das ich dir erst jetzt schreibe. War über Ostern im Urlaub, und bin erst gestern zurück gekommen.

    Zitat

    Überall höre ich nur,ich müßte meinen Mann verlassen,damit es mir gut geht,aber dass ich das nicht so einfach kann, versteht niemand.


    Diese gutgemeinten Ratschläge können einen auch erschlagen.
    Das schlimme daran ist, das wir es ja wissen, aber wenn ich es dann immer wieder unter die Nase gerieben bekomme, fühle ich mich nur noch mieser.
    Diese Ratschläge kommen oft von Personen, die wirklich keine Ahnung haben.
    Das schätze ich hier im Forum, keiner sagt, du mußt. Es gibt kein Patentrezept.

    Zitat

    Ich glaube,es ist noch nicht mal mein Mann,an dem ich hänge,es ist mehr meine Wohnung,die Umgebung ich weiß nicht wie es beschreiben soll,es ist einfach mein Leben das ich aufgeben soll.Ich bin auch nicht materiel eingestellt und weiß nicht,warum ich auf einmal so an allem hänge.


    Kann es vielleicht sein, das du irgendwo, tief in dir, meinst, das er gehen solle, so quasi als " Verursacher" ?
    Diese Gedanken kommen mir auch manchmal, die sind aber wenig produktiv, weil ich dann ganz schnell wieder bei der Schuldfrage bin.
    Aber Krankheit ist keine Frage der Schuld.

    Zitat

    Wie war das bei euch,war es auch so schwer.


    Ich bin auch noch nicht getrennt, aber ich habe mir meine Freiräume geschaffen.
    Ich bin wieder mehr unterwegs, igel mich nicht ein, und tue das, was mir gut tut.
    Ich war ohne meinen Mann im Urlaub, aber mit Tochter und Enkelkind.
    Ich habe vieles zum ersten mal richtig wahrnehmen können, und bin dankbar für die Eindrücke.

    Für jeden von uns wird der Weg vielleicht ein wenig anders aussehen. Wichtig ist doch, das wir uns überhaupt auf den Weg gemacht haben.
    Für dich fände ich es wichtig, das du dein ganz eigenes Tempo findest und annehmen kannst.
    Ich bin auch der Typ für die kleinen Schritte, obwohl ich sie gerne größer machen würde.
    Aber was nützen mir große Schritte, die mich zwar weiterbringen, aber vielleicht nur halbherzig.
    Ich muß für mich hinter jedem einzelnen Schritt stehen können, nur dann kann er mich weiterbringen.
    Wichtig ist einzig und alleine, das du dich dabei gut fühlen kannst.

    lg Lämmchen

    Liebe Suse,

    ich find es klasse, das du dich getraut hast. Du wirst sehen, das nächste Mal wird dir das trauen schon etwas leichter fallen.
    So gehts weiter, Schritt für Schritt auf dem Weg zu DIR
    Du schaffst das, ganz bestimmt!!

    lg Lämmchen

    Hallo Suse,

    du liest dich wirklich besser. Mein eigenes Zimmer warauch die erste sichtbare Abgrenzung.
    Es ist schön wieder ruhig schlafen zu können, ich freu mich für dich, das du diesen Schritt durchgezogen hast.

    Glaub mir, andere Schritte werden folgen, und auch du wirst wieder lachen, das geht nämlich auch, wenn nicht alles gut ist.

    Ich sehe keinen Rückfall, wenn du für dich planst. Plane dir schöne Dinge für dich, die dir gut tun.
    Werde wieder offener für andere Menschen, unser Leben hat sich lange genug nur um eine Person gedreht.

    Geh deinen Weg, in deinem Tempo, auch ich komme mir oft vor, wie eine Schnecke, aber ich weiß, das mir Schnellschüsse nichts bringen.
    Überleg mal, was du gerne mal wieder tun würdest, und dann tust du es.
    Ich habe mit Kleinigkeiten begonnen.
    Bleib auf deinem Weg.

    Jetzt muß ich ganz schnell schlafen, hab morgen Frühdienst, aber ich wollte dir gerne noch antworten.

    lg Lämmchen

    Hallo Morgan,

    Zitat

    Und ich bin entsetzt, verletzt und muss die Hoffnung, die ich ja immer hatte, begraben.


    Das hat auch mir verdammt weh getan, als ich mich davon verabschieden mußte, meinen Mann "trocken lieben" zu können.
    Dabei habe ich gemerkt, das ich mich selbst aufgegeben habe. Ichj mußte ja immer parat stehen, damit es ihm gut ging.

    Wir leben noch in einem Haus, aber von einem zusammenleben, kann ich nicht mehr sprechen.
    Ich lerne mich immer weiter abzugrenzen von ihm, ich will mein Leben selbst beeinflussen, und es nicht mehr vom jeweiligen Alkoholpegel meines Mannes abhängig machen.
    Ich habe keine Chance gegen den Alkohol. Nur er alleine kann sich diese Chance geben, etwas dagegen zu unternehmen.

    Meine Chance ist es zu erkennen, wie tief ich ich drin hänge, wie sehr mein Leben davon bestimmt wurde, und weiter auf meinem Weg zu bleiben.

    lg Lämmchen

    Hallo Lobanshee,

    Zitat

    Ist das aus der Sicht der Kindphase?


    Ohne dieses Urvertrauen, trauen wir uns weniger zu. Das beginnt schon in der Kinderzeit.
    Ein Kleinkind kann nur dann erste Schritte gehen, und sich somit von der Hand der Mutter lösen, wenn es weiß, die Mutter ist trotzdem da, auch wenn ich loslasse.

    Summiert sich nicht vorhandenes Urvertrauen, mit weiter erlebtem Vertrauensmißbrauch. wird die Ängse verdrängt, sie sind aber in uns und werdent immer größer.

    Zitat

    Geborgenheit setzt Abhängigkeit voraus?


    Wenn ich mich zum Bsp. einem Partner öffne, mit meinen Gefühlen Wünschen, Bedürfnissen usw. begebe ich mich in gewissem Maße in eine Abhängigkeit.
    Ich bin davon "abhängig" das er achtsam damit umgeht, und sein Wissen nicht mißbraucht, oder mich damit verletzt.

    Ich hoffe, es ist jetzt etwas deutlicher geworden. Für mich war es klar und einleuchtend, sicher weil ich die Vorträge gehört habe.

    lg Lämmchen

    Liebe Suse,

    Zitat

    Bin wieder ganz am Anfang und mir geht es sehr schlecht,bin müde,traurig,einsam und so allein.

    ach menno, ich drück dich mal.

    Es tut mir leid, das du bei der Suchtberatung solche Erfahrungen gemacht hast.
    Ich hatte da bei unserer Suchtberatung wohl ganz viel Glück.

    Darf ich dich fragen wie du dich dort angemeldet hast? Vielleicht sind da die Weichen schon in eine falsche Richtung gelegt worden.
    Ich habe damals klipp und klar gesagt, das ich die Ehefrau eines nassen Alkoholikers bin, und für mich Hilfe möchte.

    Aber es gibt durchaus Therapeuten die sich mit CO Dingen einfach nicht auskennen.
    Gib nicht auf, und erkundige dich weiter.

    Zitat

    Zu hause hab ich dann überlegt,vielleicht hat sie ja recht so schlecht gings ja nicht.Vielleicht soll ich einfach wieder weiter machen.


    He Suse, mach nicht dein Befinden von der Meinung anderer abhängig. Das haben wir doch lange genug getan.
    Du fühlst dich schlecht, also ist das auch so. Punkt.
    Lass dir nichts einreden, damit machst du dich wieder unwichtig, und gehst zurück in die zweite Reihe.
    Du bist wichtig, vergiss das nicht.

    Was ist denn passiert? Du bist scheinbar auf jemanden getroffen, der alles nach einem Fragekatalog abarbeitet.
    Mach dich auf, geh zum nächsten. Solange bis es passt, sei es dir wert.

    Eine Kur bekommst du auch über deinen Hausarzt. Sprich mit ihm offen über deine Lage.

    Ich schick dir ganz viel Mut, für deine nächsten Schritte. Geh weiter, und pass auf dich auf.

    lg Lämmchen

    Hallo Lobanshee,

    das war der Inhalt der Vorträge in meinen Worten wiedergegeben, und gleichzeitig das wichtigste, was ich mir daraus mitnehmen konnte.
    Mir ist dadurch einiges klarer geworden.

    lg Lämmchen

    Hallo ihr lieben,

    Ich habe am WE an einem Selbsthilfetag teilgenommen, und möchte euch davon etwas hierlassen.


    Es gab zwei Vörträge von Psychologen der Klinik zum Thema, und im Anschluß daran, jeweils Gruppen. In den Gruppen waren max. 10 Teilnehmer, so das ein guter Austausch möglich war.
    Es waren nur sehr wenige Angehörige anwesend, so das ich in meiner Gruppe die einzige CO war.

    Thema war : Angst - Ursache und Motor der Sucht.

    Zuerst wurde in einem Vortrag herausgearbeitet, das jeder Mensch Angst hat.
    Das die Angst etwas durchaus gesundes ist, weil sie eben auch eine Warnfunktion hat.
    Es gibt Ängste die jeder kennt, die uns begleitet von Kindesbeinen an.
    Angst vor neuen Lebensumständen, denen wir schon als Kinder ausgesetzt sind. Wie z. Bsp.
    - bei Kindergarteneintritt, Einschulung usw.
    Jede größere Veränderung macht erst einmal Angst. Das zieht sich durch unser Leben.

    Wie wir damit umgehen, und wie wir der Angst begegnen können, das liegt daran, wie und in welcher Form wir auf der anderen Seite Verlässlichkeit erfahren haben.
    Ob wir die Sicherheit verinnerlichen konnten: Egal was passiert, es ist immer jemand für mich da.
    Wenn dieses Urvertrauen vorhanden ist, wenn wir es erfahren haben, schaffen wir es in den meisten Fällen, mit der Angst gut umzugehen, und die als das anzusehen, was sie sein sollte, ein Warnsystem vor eventuellen Gefahren.

    Da also jeder Reifungs- oder Entwicklungschritt erst einmal Angst macht, verhilft uns also das Urvertrauen, das wir Möglichkeiten finden und aktivieren um diese Angst zu bewältigen.
    Durch die Bewältigung der Angst, können wir weiter reifen, und werden bei der nächsten Veränderung in unserem Leben ähnlich verfahren.

    Haben wir dieses Urvertrauen nicht erworben, haben wir kein zu - trauen zu uns.
    Wir trauen uns nicht zu, uns der Angst zu stellen. Wir bleiben in der Angst stecken.
    Das führt widerum dazu, das wir nicht weiter reifen können, durch das nicht weiter reifen, bilden sich sich Persönlichkeitsdefizite.
    Wir können nicht angemessen mit Veränderungen und Belastungen umgehen.
    So wird die Angst nach und nach immer größer, und wir können nicht mehr gesund damit umgehen.
    Sie wird verdrängt, und wir sind nicht mehr in der Lage, uns unseren Ängsten zu stellen.

    Das ist der Punkt, wo Angst beginnt krank zu machen. Es entstehen Phobien, Depressionen, Panikattacken und / oder Sucht.

    Bei der Entstehung der krankhaften Angst überwiegt das Gefühl der Bedrohung, die Selbstsicherheit ist nicht ausgeprägt.

    Wenn wir diese Selbstsicherheit mehr und mehr entwickeln können, kann die Angst schwinden.


    Im zweiten Vortrag ging es um die widersprüchlichen Sehnsüchte in unserem Leben.

    Wir sehnen uns nach Autonomie, nach Eigenständigkeit. Dafür braucht es eine Lösung, ein abnabeln.
    Dieses abnabeln macht Angst, weil wir uns gleichzeitig auch nach einer Geborgenheit sehnen, die aber widerum eine Abhängikeit vorraussetzt.
    Wenn ich mich geborgen fühlen will, muß ich mich öffnen können, mich zu einem Teil " nackt " machen, z. Bsp. vor einem Partner.
    Erfahre ich aber, das dieses "abhängig" machen, ausgenutzt wird, ensteht Wut.

    Die Kunst besteht also darin, mit den widersprüchlichen Sehnsüchten in meinem Leben klar zu kommen, und dies in einer Waage zu halten.
    Da schließt sich dann wieder der Kreis zum Urvertrauen.
    Denn nur wenn ich mir dieses Urvertrauens bewußt bin, kann ich diese widersprüchlichen Sehnsüchte nebeneinander stehen lassen.

    lg Lämmchen