Beiträge von Morgenrot

    Hallo Suse,

    Zitat

    Er ist hat keine Probleme,nur ich mecker immer an allem rum.

    ja ne, ist klar :wink: Diesen Satz habe ich x - Mal gehört.
    Lass dich nicht beirren, den wirst du noch öfter hören, wenn du deinen Weg weitergehst.
    Er wird immer andere Schuldige finden, die für deine Macken verantwortlich sind.
    Das Forum, der Psychologe, und, und, und.
    Das ist einfacher, als bei sich hinzusehen.

    Anfangs hab ich mich damit gar nicht gut fühlen können, weil mir bewußt wurde, wie wenig er mir meine eigene Sicht auf die Dinge, und meine eigene Meinung zugesteht un zutraut.

    Das wird aber besser, denn du weißt ja, das es von dir kommt. Würden wir nur Meinungen übernehmen, wie ein Rezept, könnten wir den Weg nicht oder nur sehr schwer gehen.
    Wichtig ist für mich, das ich auch selbst dahinterstehen kann, was ich mache. Das wir uns dabei die Hilfe holen, die wir brauchen, kann uns nur stark machen.

    Ich hoffe, du hattest einen guten Sonntag für dich, ohne Stress.

    lg Lämmchen

    Hallo Suse,

    Zitat

    Hinterher denkt man es war ja gar nicht so schlimm
    ,du hättest nur dies oder das tun,oder sagen müssen ,dann wärs gar nicht so ausgeartet.
    Wie blöd kann ein erwachsener Mensch eigentlich sein?

    Wie ich diese Sätze kenne. :evil::evil:
    Immer wieder neu versuchen, machen tun, und sich dabei weiter verbiegen.
    In unserer Hoffnung auf Besserung lassen wir uns zu Marionetten machen, immer in dem Glauben und der Hoffnung etwas zu ändern.
    Bei mir mußte diese Hoffnung erst einmal auf Null gehen, bevor ich erste Schritte gehen konnte.

    Zitat

    Kann nur in ganz kleinen Schritten vorwärts gehen,es wird mir schnell zuviel und ich trete die Flucht zurück an.


    Jeder darf sein eigenes Tempo haben. Kein Schritt ist umsonst gegangen, auch wenn er noch so klein scheint.
    Es ist ein Schritt in ein neues Leben, dessen Richtung nicht mehr vom Alkohol bestimmt wird.
    Das Wissen, das ich meinen Mann nicht vom trinken abhalten kann, egal was ich tue, gibt mir Freiheiten für diese Schritte.
    Dein Walkingkurs ist ein guter Schritt auf diesem Weg.


    lg Lämmchen

    Hallo Bernd,

    ich begrüße dich auch noch herzlich, wenn auch verspätet.
    Es ist schön zu lesen, wie sich bei dir vieles zum positiven wendet.

    Ich habe heute morgen deinen Thread gelesen, und mir ist dieser Satz aufgefallen:

    Zitat

    Ich habe HIER ( Forum ) festgestellt, daß, wenn ich etwas schreibe, sage ich mir im inneren den Text vor. Also für mich in dem Moment ein Selbstaustausch und das Kenne ich nicht -- und das ist gut so!


    Mir ist in den letzten Tagen etwas ähnliches aufgefallen.
    Es gibt Dinge, die ich hier geschrieben habe, die ich noch nie ausgesprochen habe.
    Da ich mir aber auch alles noch einmal laut vorlese, vor dem abschicken, ist es mir unbewußt gelungen.
    Ausgesprochenes wird mir bewußter, und verliert einiges an Schrecken.

    lg Lämmchen

    Hallo ihr lieben,

    Es sollte ursprünglich ein letzter Versuch für meinen Mann werden, um ihn vom trinken abzuhalten. Ich hatte einfach nur Alkohol eingegeben. Da hätte ich gerne ein Rezept gehabt.
    Dann fand ich die Grundbausteine der Nüchternheit, habe sie mir durchgelesen, und dachte, dass schaffst du nie. Da macht er nicht mit.

    Draußen war es ein grauer Tag, und ich wurde immer mutloser. Bis ich dann den Bereich von den COs fand und dort gelesen habe.
    Ich wußte, das es das gibt, und das ich wohl einen Hang in diese Richtung habe, aber ist doch normal in meinem Beruf.

    Ich habe fast atemlos viele Geschichten gelesen, und hab gedacht. Die haben alle meine Geschichte geschrieben.
    Da wußte ich hier bleibst du, hier wird man dich verstehen.

    Jetzt ist ein Jahr vergangen, ich habe keine Minute bereut, die ich hier zugebracht habe.
    Oft verbringe ich hier Stunden, aber die sind für mich gut angelegt.


    lg Lämmchen

    Hallo Lena,

    ich danke dir sehr. Ich bin auch im Netz auf der Suche, aber es wäre sehr nett, wenn du schauen könntest.

    Ich war ja schon mal dort, und ich weiß vom HBF den Weg, zu dieser Veranstaltung.
    Natürlich können wir auch U - Bahn benutzen.

    Danke dir schon mal im vorraus.

    lg Lämmchen

    Hallo Heike,

    ich bin tief berührt von deiner Geschichte, und möchte dich bei uns herzlich willkommen heißen.

    Zitat

    .ich denke ich muss nur die hoffnung nicht aufgeben.es muss doch irgend etwas geben damit er zur vernunft kommt


    zur vernunft kann er nur se4lbst kommen, da kannst du nichts dazu tun. Es liegt nicht in deiner Hand.

    Es tut weh, dies für sich zu erkennen. Aber wenn du es erkannt hast. dann wirst du bestimmt auch eine Erleichterung spüren können.
    So ging es mir. Als ich mir bewußt wurde, dass es nicht in meiner Hand liegt, ob er aufhört zu trinken oder nicht, habe ich aufgeatmet.

    Ich habe mich in meiner Beziehung auch verbogen, und habe immer neue Wege gesucht, um ihn davon abzuhalten.
    Dabei bleibst du auf der Strecke.

    Fang an, dich wichtig zu nehmen und achte auf dich.

    Es ist schwer aus diesem Kreislauf auszubrechen, aber nicht unmöglich.
    Sei es dir wert.

    lg Lämmchen

    Hallo ihr lieben,

    da es in diesem Jahr keinen 29. 2 gibt, nehm ich mir mal die Freiheit zu sagen, dass ich heute vor einem Jahr hier aufgeschlagen bin.

    Es sollte ursprünglich ein letzter Versuch für meinen Mann werden, um ihn vom trinken abzuhalten. Da hätte ich gerne ein Rezept gehabt.
    Dann fand ich die Grundbausteine der Nüchternheit, habe sie mir durchgelesen, und dachte, dass schaffst du nie. Da macht er nicht mit.

    Draußen war es ein grauer Tag, und ich wurde immer mutloser. Bis ich dann den Bereich von den COs fand und dort gelesen habe.
    Ich wußte, das es das gibt, und das ich wohl einen Hang in diese Richtung habe, aber ist doch normal in meinem Beruf.

    Ich habe fast atemlos viele Geschichten gelesen, und hab gedacht. Die haben alle meine Geschichte geschrieben.
    Da wußte ich hier bleibst du, hier wird man dich verstehen.

    Jetzt ist also ein Jahr vergangen, ich habe keine Minute bereut, die ich hier zugebracht habe.
    Oft verbringe ich hier Stunden, aber die sind für mich gut angelegt.

    Ich möchte keine Bilanz ziehen, denn ich weiß, dass mich so etwas oft runter zieht, und das will ich nicht.
    Mir gehts heute gut, das alleine zählt, was morgen ist, sehen wir dann.

    Im Rückblick kann ich heute sehen und annehmen, dass ich mich verändert habe.

    Sicherlich nicht in Riesenschritten, aber so wie ich es kann, in meinem Tempo.
    Ich habe realisiert, wie tief ich im CO - Leben verhaftet war, noch bin, und vor allem wie lange schon.
    Das passierte nicht erst mit meinem Mann, sondern gewisse Strukturen waren schon vorher angelegt.
    Dessen bin ich mir bewußt geworden, dieses erkennen war und ist schmerzhaft, aber nach jedem Stückchen, was ich erkennen darf, fühle ich mich später dann auch wieder leichter.

    Durch das Forum bin ich mutiger geworden, ich habe mich Menschen in meinem realen Umfeld öffnen und benennen können, wie es in mir tatsächlich aussieht.

    Ich habe mich einer realen SHG anschließen können, die mir auch wichtig ist.
    Dadurch haben sich weitere Kontakte ergeben, ich habe einen berenteten Kollegen wieder getroffen, von dem ich heute sagen kann, er ist mir fast ein väterlicher Freund geworden.

    Für heute bin ich zufrieden, ich bin ganz nah bei mir. Das kann ich nur sein wenn ich mir und auch anderen gegenüber ehrlich bin.

    Ich weiß, dass ich noch einen langen Weg vor mir habe, aber der schreckt mich heute nicht.
    Wenn die Zeit für weitere Schritte gekommen ist, werde ich es spüren und wissen.
    Dann werde ich auch den Mut und die Kraft dazu haben, diese zu gehen.


    lg Lämmchen

    Hallo Trauerkloss,

    ich gehe auch in eine reale SHG von AL Anon, aber auch das ist Arbeit an mir. Da kann die Gruppe sich nennen wie sie will. Es setzt immer Eigeninitiative vorraus.

    Zitat

    um mich zu informieren, wie es den anderen Ehefrauen von Alkoholikern geht.


    das ist für mich ein falscher Ansatz, eine SHG, real oder hier bei uns im Forum, ist keine Informationsveranstaltung. Da kann ganz schnell der Gedanke aufkommen: So schlimm ist es bei mir ja noch nicht, also brauch ich nichts tun.
    Ich persönlich hätte da kein gutes Gefühl, in welcher SHG auch immer, wenn ich wüßte, es will sich ja jemand "nur" mal informieren.

    Zitat

    aber so schlimm ist das Alk.problem bei meinem Mann noch nicht.


    Hast du für dich persönlich erkannt, das du keine Chance hast, gegen den Alkohol?
    Ich habe auch lange so gedacht.
    Heute frag ich mich, wollte ich es verniedlichen, damit ich nicht hinsehen brauchte.
    Ich habe es lange genug schön geredet, das will ich nicht mehr.
    Es scheint dich doch zu belasten, das alleine ist Grund genug etwas für sich zu verändern.
    Ich lebe auch noch mit meinem Mann zusammen, und ich weiß, wie schwer es ist sich nach so langer Zeit zu trennen, aber der Gedanke daran wird immer konkreter und verliert auch an Schrecken.
    Lass dir Zeit, und deine Gedanken reifen.

    lg Lämmchen

    Hallo ihr lieben,

    vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.

    Ich suche für einen Kollegen und mich in der Zeit vom 1.04.09 - 4.04. 09 ein günstiges Hotel in München. Es sollte in der Nähe der psychiatrischen Klinik in der Nußbaumstr. sein.
    Es darf 60 Euro für die Nacht nicht übersteigen, da unser Arbeitgeber nicht mehr bezahlt.

    lg Lämmchen

    Hallo Klaus,

    herzlich willkommen bei uns im Forum.

    Zitat

    Kennt jemand diese Situation, vor allem mit dem Nicht-und dann doch aufhören wollen.


    Ich glaube diese Situatiuon die du beschrieben hast kennen viele. Mir ist sie sehr gut bekannt.
    In Phasen in denen ich mit meinem Mann reden kann, bekomme ich auch alles mögliche an Versprechungen.
    Ich habe sehr lange auch an diese Versprechungen geglaubt, dann kam immer wieder Hoffnung auf, aber gleichzeitig mit der Hoffnung begann ich wieder ein Stück mehr, mich zu verbiegen.
    Wollte doch alles dafür tun, das mein Mann seine Versprechungen einhalten konnte.

    Ich habe lange gebraucht um diesen Kreislauf zu erkennen, und dem entgegenzusteuern.
    Auch heute höre ich noch diese Versprechungen, schenke ihnen aber keinen Glauben mehr.
    Ich habe erkannt, dass dies von seiner Seite dazugehört, um mich in meinem bisherigen Verhalten zu halten.

    Diesen Kreislauf zu unterbrechen ist schwer, und es hat viel Kraft gekostet.
    Ich komme immer wieder in Situationen wo ich denke, ist das jetzt CO oder nicht.
    In solchen Fällen, wo ich nicht sicher bin was, und ob ich etwas tun sollte, versuche ich ruhig zu bleiben und erstmal abzuwarten.
    Manches klärt sich dann, bei anderem ist wieder eine deutliche Entscheidung von mir gefragt.

    Vieles konnte ich am Anfang nur mit dem Kopf erreichen, weil mir meine Gefühle was anderes vorgegaukelt haben.
    Ich befinde mich nach wie vor in einem Lernprozess, in dem ich sicher auch Fehler mache, aber daraus kann ich für mich nur lernen, und es beim nächsten Mal anders und besser machen.

    Es war anfangs ganz neu für mich, darauf zu achten, dass es mir gut geht. Das es mir gut gehen darf.
    Ich wünsche dir, dass du dir auch diese Frage stellst: Was brauche ich, damit es mir gut gehen kann.

    lg Lämmchen

    Hallo Maddison,

    Zitat

    Ich will mich nicht selbst so total unter Druck setzen.

    Da kann ich dir nur zustimmen, es geht immer auch mal einen Schritt zurück.
    Mach alles in deinem Tempo, und so, dass es dir dabei gut geht.
    Ich erreiche für mich auch nichts, wenn ich mich unter Druck setze, denn dann wirds zum Krmpf, und den haben wir lange genug gehabt.

    lg Lämmchen

    Hallo Zwetschke,

    Zitat

    Leider komme ich von meiner Co Abhängikeit nicht einfach so los. Ich fürchte , das wird ein jahrelanger Prozess werden.


    Das wird es sicherlich, denn je mehr ich mich damit auseinandersetze und tiefer gehe, spüre ich das diese CO - Strukturen, schon sehr, sehr lange in mir drin sind.
    Bei meinem Mann konnte ich sie dann "richtig ausleben"Manche Erkenntnisse werden weh tun, aber auch sie werden dich weiter bringen, auf deinem Weg zu dir.

    lg Lämmchen

    Hallo ewu,

    Zitat

    Ich war auf Beratungsstellen aber dort schien es wichtiger zu sein über Kostenträger der Therapie zu sprechen statt über meine Problem.


    Ich gehe seit einem knappen Jahr zu einer Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes und werde dort mit Einzelgesprächen, als CO, betreut.
    Da bin ich noch nie nach Kostenträger gefragt worden.

    Bei einer stationären Therapie wird es einen Kostenträger geben müssen, aber das zu regeln und zu klären, dazu solltest du auch Hilfe von diesen Beratungsstellen bekommen.

    Ich weiß nicht ob es da unterschiedliche Regelungen in den einzelnen Bundesländern gibt.

    lg Lämmchen

    Hallo Löwenherz,

    herzlich willkommen bei uns im Forum.

    Zitat

    Sie ist noch sehr in der Opferrolle

    Daraus kann sich nur jeder für sich befreien. Menschen in der Opferrolle warten auf Mitgefühl von anderen, und dass andere ihr Leid erkennen.

    Ich schließe mich da auch nicht aus, ich habe auch lange so gedacht: Es muß doch endlich mal jemand merken, wie schlecht es mir geht.

    Es hat keiner gemerkt, der Weg kann nur über deine Schwester selbst gehen.
    Du kannst ihr dabei nicht helfen, vielleicht braucht sie noch Zeit um ihr Leid zu erkennen und anzunehmen.
    Es gehört Mut dazu, sich seine Situation anzusehen, und sich darüber nachzudenken, wie man alte Wege verlassen, und neue finden kann.


    lg Lämmchen