Beiträge von Morgenrot

    Hallo Weitsicht,

    jetzt bin ich in deinem Thread angekommen. Jedenfalls in deinem neuen. :wink:

    Ich habe noch sehr wenig bei den "Kindern" gelesen, ich denke da ist noch viel Angst in mir, mir klar zu machen, was meine beiden Kinder vielleicht auch so erlebt haben wie ihr alle, und dass obwohl ich immer versucht habe, sie rauszuhalten.

    Ich will aber versuchen, dies zu ändern.

    Dann finde ich bei dir diesen Satz, der gerade heute auf mich zutrifft.

    Zitat

    man soll nie in die zukunft gehn, mit tränen aus der vergangenheit.


    Vergangenes werden wir sicher nicht los, es wird immer zu uns gehören, und wir dürfen auch Tränen weinen deswegen.
    Diese Tränen können unsere Blicke wieder klarer werden lassen, und uns bewußt machen, dass wir eine Zukunft vor uns haben.

    Ich habe vor einiger Zeit einen Spruch gefunden, der wie ich finde gut dazu passt. Lasse ihn dir einmal sinngemäß hier.

    Ich muß meine Zukunft nicht nach einer leidvollen Vergangenheit beurteilen, oder mich von ihr einengen lassen.
    Für das Heute habe ich Wege zum heilen gefunden, auf denen ich immer sicherer gehen kann, wenn ich mir die Zeit dazu gebe

    Ich finde mich bei dir auch im Kampf gegen die Pfunde wieder. :oops:
    Ich kenne das Gefühl sehr gut, etwas füllen zu wollen, damit es mir gut geht.
    Leider ist das immer nur von kurzer Dauer, aber diese Erkenntnis können wir einsetzen. Gelingt mir noch nicht sehr oft, aber es kann ja besser werden.

    lg Lämmchen

    Hallo Damilein,

    willkommen bei uns im Forum.

    Diese Gefühlsschwankungen kenne ich von meinem Mann nur zu gut.
    Einmal agressiv, dann wieder sanft und verträglich.
    Ich habe auch jahrelang versucht mich diesen "Launen" anzupassen, und alles dafür zu tun, das es nicht zu Ausrastern kommt.
    Genützt hat es nichts, im Gegenteil. Ich war so damit beschäftigt, ihm alles recht zu machen, dass ich mich aus den Augen verloren habe.
    Irgendwann wußte ich nicht mehr, was mir gut tut.

    Fang an, dich und deine Bedürfnisse wichtig zu nehmen,
    , denn er wird es sicher nicht tun.


    lg Lämmchen

    Hallo Maddson,

    ich hoffe, du hattest gestern einen guten Tag für dich.

    Ich freue mich für dich, das du in dem Gespräch so bei dir bleiben konntest.
    Ich wünsche dir noch viele solcher Momente, und nicht aufgeben, wenn es mal nicht so gut läuft. Immer dran bleiben. :wink:

    lg und einen knuddel zurück
    Lämmchen

    Hallo Maddison,

    Zitat

    Er: "Dann denke mal darüber nach, warum ich trinken musste!"


    Diesen Satz habe ich zig - mal gehört, und ihn immer wieder angenommen. Mich noch mehr zurückgenommen, ich hab mir manchmal gewünscht unsichtbar zu sein, damit er keinen Grund hat zu trinken.

    Zieh dir diesen Schuh nicht an, du hast ihn nicht gezwungen zu trinken. Solche Schuldzuweisungen haben uns zu Marionetten gemacht. Wir haben alles getan, damit es ihnen gut geht, in der Hoffnung, es würde sich etwas ändern. Aber das tut es nicht. Versuche mehr für dich zu tun, schau hin, was dir gut tun könnte.

    Dieses annehmen der Schuld mußte ich für mich durchbrechen. Natürlich geht es nicht von heute auf morgen, ich habe mir das anfangs jeden Tag neu vorgenommen, wenigstens 1x diese Schuldzuweisungen nicht anzunehmen.

    Sei nicht so streng mit dir, auch wenn es scheinbar nicht gleich klappt mit deinen Veränderungen. Alles braucht seine Zeit, und denk immer daran, wie lange wir in dieser Rolle verharrt haben, da schafft keiner einen kompletten Wandel in kurzer Zeit.

    lg Lämmchen

    Hallo Dippche,

    Zitat

    Denn Freunde ist für mich ein Fremdwort,habe mich ja immer mehr in mein Schneckenhaus zurück gezogen.Nur niemand zeigen wies mir wirklich gehtund ja niemand einladen.


    Ich kann dich verstehen, wir haben uns isoliert und geschämt, keiner sollte hinter die Kulissen schauen.
    Ich habe auch aus Angst niemanden mehr eingeladen, und irgendwann kam dann auch niemand mehr.

    Erst nachdem ich hier im Forum begonnen habe zu schreiben, habe ich meiner Freundin etwas erzählen können.
    Die Antwort hat mich damals überrascht, denn sie hatte die richtige Ahnung.
    Es wissen sicher auch in deiner Umgebung mehr Leute davon, als du ahnst.

    Bei mir haben alle geschwiegen, um mich nicht zu belasten. Du wirst dich sicher auch nach und nach öffnen können.
    Ich bin mir erst wie eine Verräterin vorgekommen, als ich ehrlich ausgesprochen habe, was los ist.
    Aber es war auch erleichternd für mich, mich nicht mehr verstellen zu müssen und immer neue Geschichten erfinden zu müssen, warum und wieso ich etwas nicht mitmachen kann.

    Dippche, ich habe mir auch immer Harmonie gewünscht, und in meinen Augen alles dafür getan. Das war leider alles nicht genug.
    Diese Harmoniesucht ist typisch bei uns COs, aber sie geht auf unsere Kosten.

    Versuch dir etwas gutes zu tun, nur für dich.
    Lass dich nicht entmutigen, wenn dir erst einmal nichts einfällt. ich hatte absolut keinen Plan, was mir gut tun könnte.
    Ich habe mit Kleinigkeiten begonnen, selbst die fielen mir schwer.
    Es muß wirklich geübt werden.

    Ich wünsche dir dass du dir etwas gutes tun kannst.

    lg Christiane

    Hallo Maddison,

    Zitat

    25 Jahre, immer in der Hoffnung, es wird irgendwann einmal gut werden.

    ich kann dir diesen Satz so gut nachfühlen. Da tut man alles, damit es gut wird, und bekommt dann ein solches Ergebnis präsentiert.
    Weißt du, als ich an diesem Punkt war, wo ich dachte es sei alles umsonst gewesen, und mich fragte, was ich denn noch hätte anders machen können, noch besser, in diesem Moment habe ich meinen Mann gesehen, als er draußen an einem Holzstapel stand, und "liebevoll" seine Flasche im Arm hatte. Da hab ich ganz deutlich gespürt, das der Platz in seinem Arm belegt ist, und ich keine Chance habe, gegen die Flasche in seinem Arm.

    Abschied von Hoffnungen zu nehmen tut sehr weh, aber ab diesem Zeitpunkt konnte ich erst richtig beginnen, etwas für mich zu tun, etwas, damit es mir gut geht.
    Ich wünsche dir, dass du heute etwas schönes für dich finden kannst.

    ich drücke dich, wenn ich darf
    lg Lämmchen

    Hallo Dippche,

    ich kann mich in vielem wiederfinden, was du schreibst. Es ist gut, dass du beim Arzt warst, und beginnst etwas für dich zu tun.

    Zitat

    Ob das richtig ist ,weiss ich auch nicht.


    Wer kann schon beurteilen, was in einer solchen Situation richtig oder falsch ist.
    Wichtig ist, wie es sich für dich anfühlt, wie es dir damit geht.
    Wenn du dich mit einer Entscheidung gut fühlst, ist es für diesem Moment auch richtig und gut für dich.
    Das kann morgen anders sein, wichtig ist, das es im Heute passt. Morgen kann ich dann weiter gehen.
    Ich kann nur von mir sagen, das es mich erleichtert, in kürzeren Zeitrahmen zu denken. Was morgen kommt, wird sich zeigen, dqarauf habe ich heute keinen Einfluß. Gelingt mir auch nicht immer, aber es wird besser.
    Diese Zeit dürfen wir uns geben.
    Wir haben es verlernt, auf uns zu schauen, weil wir uns meistens nur um andere gekümmert und gesorgt haben.

    Pass auf dich auf

    lg Lämmchen

    Hallo Liz,

    herzlich willkommen bei uns.

    Zitat

    Oh, tut das gut, sich darüber Gedanken zu machen.

    Kann dir diesen Satz nachfühlen, auch wenn es am Anfang ungewohnt ist, an sich zu denken.
    Ich kann mich gut erinnern, das ich anfangs gar nicht wußte, was mir gut tun könnte.
    Zu lange war mein Augenmerk auf andere gerichtet, und ich hatte mich verloren.
    Ich wünsche dir eine gute Reise auf dem Weg zu dir. Es ist wirklich spannend, was man dabei erleben kann.

    lg Lämmchen

    Hallo Dippche,

    herzlich willkommen bei uns.

    Ich kann dich sehr gut verstehen, dieses auf und ab der Gefühle, ist wie Achterbahn fahren.

    Möchte mich Caro anschließen, und dir an Herz legen einen Arzt aufzusuchen, damit DU für DICH Hilfe bekommst.
    Nimm dich wichtig, denn es wird kein anderer für dich tun.

    lg Lämmchen

    Hallo Zwetschke,

    ich möchte dich herzlich willkommen heißen, bei uns im Forum.

    Ich kann dir deine Verzweiflung nachfühlen, denn ich hatte die gleichen Gedanken wie du.
    Zur Notwendigkeit einer Trennung kann ich dir nichts schreiben, denn ich bin auch noch bei meinem Mann.
    Ich habe mich von ihm distanziert, und wieder mehr an mich gedacht.
    Durch diese Veränderung meiner Denkweise, ist mir einiges bewußt geworden. Wie mich, das denken und sorgen für meinen Mann eingeengt hat.
    Langsam verliert der Gedanke an eine Trennung seinen Schrecken, und ich habe erste Schritte in diese Richtung unternommen. Anwaltliche Beratung, und Informationen über kleine Wohnungen eingeholt.

    All das braucht aber Zeit, und sollte in dir reifen. Setz dich nicht unter Druck, aber beginne etwas für dich zu machen. Etwas was dir gut tut.
    Hier geht jeder seinen Weg, in seinem Tempo. Fang an, deinen Blick auf dich zu richten. Auch kleine Schritte sind Schritte, auf deinem Weg.

    lg Lämmchen

    Hallo Weitsicht,

    danke dir, für deine Glückwünsche. :lol::lol: Du hast recht, es ist ein tolles Gefühl, so ein kleines Wunder im Arm zu halten.

    Zitat

    wir haben uns zwar noch nicht ausgetauscht,


    Das liegt daran, das ich lange Zeit nur im geschlossenen Bereich geschrieben habe. Das will ich jetzt ändern, und auch hier wieder mehr schreiben.

    Beim Gedichte schreiben kommt es bei mir sehr auf die jeweilige Tagesform an. Manchmal geht gar nicht, und dann wieder kommt es einfach so, aus mir heraus.

    Zitat

    dass am Ende des Tunnels "Licht" ist, egal was auf mich zukommen mag.


    Weißt du, wie kostbar diese Erkenntnis ist, lass und das Licht nicht aus den Augen verlieren.

    Ich werde mich an meinen freien Tagen einmal bei dir einlesen, dann kann ich dir auch besser antworten.

    lg Lämmchen

    Hallo zusammen,

    auch ich schreibe im geschlossenen. Als ich hier ins Forum kam, begann ich im offenen zu schreiben. Merkte aber sehr bald, das ich sehr tief gehen muß, um mich zu begreifen.

    Daraufhin habe ich sehr lange nur im geschlossenen geschrieben, ich habe mich einfach nicht getraut im offenen zu schreiben.
    Jetzt spüre ich da bei mir eine Veränderung an und in mir, und ich schreibe hier wieder mehr. Einfach weil ich mich sicherer fühle.


    lg Lämmchen

    Hallo ihr lieben,

    Bei mir hat sich in den letzten Tagen viel getan.

    Mir gehts es gut, und ich fühle eine Stärke in mir, die ich bisher nicht gekannt habe.
    An meiner äußeren Situation hat sich nicht viel geändert, meine jetzt im Bezug auf meinen Mann.

    Etwas ganz wichtiges ist aber doch geschehen: Ich bin Oma einer Enkeltochter geworden. :lol::lol:

    Dann war ich bei einer Wohnungsbaugesellschaft, und habe mich nach kleinen Wohnungen erkundigt. Ist zwar zur Zeit eine Flaute, aber ich bleibe da am Ball.

    Durch meine reale SHG tun sich neue Kontakte auf, unter anderem mit einem berenteten Kollegen, den ich über unsere Leiterin wieder gefunden habe.
    Am Donnerstag haben wir einen schönen Tag zusammen verbracht. Bin im Moment am staunen, welche Möglichkeiten sich durch Offenheit ergeben.
    Ich brauche mich nicht mehr zu verstecken, weil mein Mann trinkt. Die Zeit ist zu Ende.

    Als ich im Forum ankam, hätte ich mir das nie träumen lassen, das ich mal so etwas schreiben kann.

    Ich weiß das es wieder Tiefpunkte geben wird, aber dieses Wissen soll mich nicht mehr daran hindern, zu geniessen, wenn es mir gut.
    Es darf mir gut gehen. Nur ich alleine kann dafür sorgen, das es so ist.
    Andere haben es nie für mich übernommen, und werden es auch nicht.

    Ich will nicht mehr dahin zurück, das es mir gut gehen kann, wenn andere mit mir zufrieden sind.
    Ich weiß, das ich noch einen weiten Weg vor mir habe. Aber nur ich kann für mich etwas ändern.

    lg Lämmchen

    Hallo Skybird,

    ich habe gestern eine besondere Art der ICH- Stärke erlebt.
    Aber nicht bei mir, sondern bei meinem kleinen Patenkind.

    Ich hatte meiner Mutter zum Geburtstag ein selbstgemaltes Bild geschenkt. Wurde ausgepackt, und auf die Eckbank gelegt.
    Die anderen Geschenke kamen auf einen Geschenketisch.
    Habe dazu nichts sagen können, fühlte mich nur wieder abgelegt und nicht wichtig.
    Sagen konnte ich nichts dazu. Kurze Zeit später kommt mein kleines 8- jähriges Patenkind mit dem Bild zu meiner Mutter, und sagt ihr: Oma du hast ja das Bild in der Küche vergessen, das muß noch auf den Geschenketisch, da sind soviele schöne Farben drauf.
    Meine Mutter, ach das hab ich ja ganz vergessen. Sagt die kleine ganz kess: das glaub ich nicht, mein Bild hast du ja auch mitgenommen, und das lag oben drauf.

    Die kleine hat sich nicht mit dieser Erklärung zufrieden gegeben, sie hat ihrer eigenen Wahrnehmung getraut, und diese standhaft vertreten.
    So konnte ich von dieser kleinen etwas lernen.

    lg Lämmchen

    Liebe Olive,

    Zitat

    (bin ehrlich, berichte auch von "schlimmen" Dinge, für die ich mich immer geniert habe), UND? - ich werde nicht weggestossen, sondern "ins Herz geschlossen".

    das ist deine Veränderung, da ändert sich dein Umfeld auch. Das ist das Ergebnis, wenn wir uns beginnen zu öffnen, und ehrlich zu anderen sind.
    Das habe ich selbst erlebt, und ich war genauso erstaunt wie du.
    Ich habe Angst gehabt vor negativen Reaktionen, aber die traten nicht ein.

    Zu deinem Tempo kann ich dir nur sagen, versuch es anzunehmen. Bei mir ist es eher langsamer.
    Sei aber nicht allzu enttäuscht, wenn es mal langsamer geht, denn auch dann wird man dich mögen. :lol:

    Ich freu mich für dich, das du eine Wohnung gefunden hast.


    lg Lämmchen

    Hallo Skybird,

    mich läßt dieses man nicht los.

    Früher hab ich mir sicherlich nicht viel dabei gedacht. Heute versuche ich da bewußter drauf zu achten.
    Das mit dem ICH geht doch schon beim schreiben los. Was hat man uns in der Schule schon beigebracht: Beginne nicht jeden Satz mich ICH
    Das setzte sich dann fort, und so nach und nach verschwand das Wort irgendwie aus meinem Vokabular, weil ICH gleichbedeutend mit Egoismus war.
    Ich mußte wirklich das sprechen in dieser Richtung neu lernen. :oops::oops:
    Genauso wie ein Nein. Da kenne ich auch die verschiedensten langatmigen Erklärungen, aus Rücksichtnahme auf andere. :oops:

    Zitat

    Man lebt so"


    So ähnlich war mein Satz auch: Immer so weiter, alles beim alten.
    Zu diesem Thema gibt es einen schönen Spruch, den ich dir mal sinngemäß hierlassen möchte:
    Ein guter Freund ist jemand, der dir nach der Frage : Wie geht es dir? genügend Zeit für eine ehrliche Antwort läßt.

    Vielleicht gibt es deshalb nur wenige, wirklich gute Freunde.

    lg Lämmchen

    Hallo Andrea,

    Zitat

    das sie immer mehr durchdrehen , desto mehr sich der co loest.


    das kann ich auch nur bestätigen. Mein Mann versucht alles, um mich von meinem Weg abzubringen. Mal auf die sanfte Art, und dann wieder mit Ausrastern bis hin zu Selbstmorddrohungen.
    Sie spüren sehr deutlich, das wir uns verändern, und dem versuchen sie entgegen zu wirken.

    Ich kann dir nur raten, dir einen Arzttermin zu holen. Es ist wichtig, das du erst einmal körperliche Ursachen ausschließen läßt.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft, und drück dich

    lg Lämmchen

    Hallo Andi,

    Dein ganzer Beitrag hätte von mir sein können. :oops: Genauso habe ich auch gedacht.

    Zitat

    " bei jeder anderen krankheit ist es selbstverständlich dass der gesunde dem kranken hilft und pflegt. jeder wird bewundert, der bedingungslos und aufopferungsvoll dem kranken zur seite steht. wieso soll das bei alkohol so gar nicht gelten.


    Suchst du nach Bewunderung und Schulterklopfen von anderen? Das sind eindeutige Co - Symptome, weil wir uns immer über die Anerkennung von anderen definieren.
    Ich habe lange gebraucht, um mir darüber klar zu werden, aber was bringt dir die Anerkennung, wenn du dabei selbst auf der Strecke bleibst?
    Ich kann dir von mir sagen, das mein Selbstbewußtsein auf Null war, und manchmal noch immer ist. Das es mir nur gut gehen konnte, wenn es den anderen auch gut ging.

    Zitat

    es muss ja nicht unter aufgabe der eigenen persönlichkeit sein.


    das aufgeben der eigenen Persönlichkeit geht schleichend, das habe ich gar nicht bewußt wahrgenommen.
    Hier mal ein Treffen abgesagt, Feste gemieden, mir eingeredet, zuhause ist es am scvhönsten, da fühl ich mich wohl, ich brauche keine anderen Aktivitäten.
    Das ganze hat mich in die Isolation geführt, ich hatte kaum noch Kontakte nach außen.
    In dieser Zeit habe ich das nicht vermisst, denn ich war ja beschäftigt. Mit der Krankheit meines Mannes, für ihn war ich da, räumte ihm alles aus dem Weg, damit er keinen Grund zum trinken hatte.
    Aber er hatte immer einen, und natürlich war ich die schuldige. Er führte die absurdesten Gründe an.
    Auch die habe ich versucht abzustellen, und zum Schluß habe ich mich gefühlt wie eine Marionette.

    Zitat

    jetzt gilt es, so objektiv wie irgend möglich, nach wegen zu suchen, ihr zu helfen ohne sie blos zu stellen oder sie in irgendeiner form zu demütigen, sondern ihr das gefühl zu geben, dass jemand da ist, der ihr beisteht und mit ihr einen weg sucht, wieder gesund zu werden.


    Ich konnte nicht objektiv sein, dazu war ich zu nah dran, und zu tief in der
    CO - Falle gefangen.
    Du kannst ihr den Weg aufzeigen, aber sie muß sich alleine auf den Weg machen. Damit meine ich Arzt aufsuchen, Suchtberatung usw.
    Wenn du mit bloßstellen, Entschuldigungen für das Verhalten deiner Frau meinst, dann kann ich dir sagen, das es nicht ohne geht.
    Denn erst wenn sie spürt, das du ihr Verhalten nicht mehr deckst, sieht sie vielleicht einen Grund, etwas zu verändern.
    Ich weiß, wie schwer das ist, plötzlich nicht mehr bei der Arbeitsstelle anzurufen, und sie mit irgendwelchen erfundenen Dingen zu entschuldigen.
    Fällt mir auch heute noch schwer, aber im Kopf weiß ich, das es richtig ist.

    Zitat

    also wie kommt man konstruktiv und vielversprechend zu so einer aussprache


    du kannst mit einem nassen Partner keine konstruktive Aussprache führen, er wird dich mit seinen Gründen überrennen.
    Gründe zum trinken wird er immer finden.

    Zitat

    ich mag es nicht glauben und werd es auch nicht so schnell akzeptieren.


    Das konnte ich auch anfangs nicht glauben und akzeptieren, aber als CO solltest du genauso vor dem Alkohol kapitulieren, wie der Alkoholiker selbst. Das fiel mir sehr schwer, weil ich ja immer der Macher sein mußte. Also wollte ich das auch in den Griff bekommen.
    Aber ich stehe dem Alkohol machtlos gegenüber, er ist stärker als ich jemals sein kann.

    Andi, vieles mag sehr hart klingen, aber ich gebe hier nur meine eigenen Erfahrungen weiter. Leider waren und sind es zum Teil sehr schmerzhafte Dinge, die wir lernen und erfahren.
    Wenn du magst, lies mal hier:
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…bhaenigkeit.php

    lg Lämmchen