Hallo Andi,
Dein ganzer Beitrag hätte von mir sein können.
Genauso habe ich auch gedacht.
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" bei jeder anderen krankheit ist es selbstverständlich dass der gesunde dem kranken hilft und pflegt. jeder wird bewundert, der bedingungslos und aufopferungsvoll dem kranken zur seite steht. wieso soll das bei alkohol so gar nicht gelten.
Suchst du nach Bewunderung und Schulterklopfen von anderen? Das sind eindeutige Co - Symptome, weil wir uns immer über die Anerkennung von anderen definieren.
Ich habe lange gebraucht, um mir darüber klar zu werden, aber was bringt dir die Anerkennung, wenn du dabei selbst auf der Strecke bleibst?
Ich kann dir von mir sagen, das mein Selbstbewußtsein auf Null war, und manchmal noch immer ist. Das es mir nur gut gehen konnte, wenn es den anderen auch gut ging.
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es muss ja nicht unter aufgabe der eigenen persönlichkeit sein.
das aufgeben der eigenen Persönlichkeit geht schleichend, das habe ich gar nicht bewußt wahrgenommen.
Hier mal ein Treffen abgesagt, Feste gemieden, mir eingeredet, zuhause ist es am scvhönsten, da fühl ich mich wohl, ich brauche keine anderen Aktivitäten.
Das ganze hat mich in die Isolation geführt, ich hatte kaum noch Kontakte nach außen.
In dieser Zeit habe ich das nicht vermisst, denn ich war ja beschäftigt. Mit der Krankheit meines Mannes, für ihn war ich da, räumte ihm alles aus dem Weg, damit er keinen Grund zum trinken hatte.
Aber er hatte immer einen, und natürlich war ich die schuldige. Er führte die absurdesten Gründe an.
Auch die habe ich versucht abzustellen, und zum Schluß habe ich mich gefühlt wie eine Marionette.
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jetzt gilt es, so objektiv wie irgend möglich, nach wegen zu suchen, ihr zu helfen ohne sie blos zu stellen oder sie in irgendeiner form zu demütigen, sondern ihr das gefühl zu geben, dass jemand da ist, der ihr beisteht und mit ihr einen weg sucht, wieder gesund zu werden.
Ich konnte nicht objektiv sein, dazu war ich zu nah dran, und zu tief in der
CO - Falle gefangen.
Du kannst ihr den Weg aufzeigen, aber sie muß sich alleine auf den Weg machen. Damit meine ich Arzt aufsuchen, Suchtberatung usw.
Wenn du mit bloßstellen, Entschuldigungen für das Verhalten deiner Frau meinst, dann kann ich dir sagen, das es nicht ohne geht.
Denn erst wenn sie spürt, das du ihr Verhalten nicht mehr deckst, sieht sie vielleicht einen Grund, etwas zu verändern.
Ich weiß, wie schwer das ist, plötzlich nicht mehr bei der Arbeitsstelle anzurufen, und sie mit irgendwelchen erfundenen Dingen zu entschuldigen.
Fällt mir auch heute noch schwer, aber im Kopf weiß ich, das es richtig ist.
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also wie kommt man konstruktiv und vielversprechend zu so einer aussprache
du kannst mit einem nassen Partner keine konstruktive Aussprache führen, er wird dich mit seinen Gründen überrennen.
Gründe zum trinken wird er immer finden.
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ich mag es nicht glauben und werd es auch nicht so schnell akzeptieren.
Das konnte ich auch anfangs nicht glauben und akzeptieren, aber als CO solltest du genauso vor dem Alkohol kapitulieren, wie der Alkoholiker selbst. Das fiel mir sehr schwer, weil ich ja immer der Macher sein mußte. Also wollte ich das auch in den Griff bekommen.
Aber ich stehe dem Alkohol machtlos gegenüber, er ist stärker als ich jemals sein kann.
Andi, vieles mag sehr hart klingen, aber ich gebe hier nur meine eigenen Erfahrungen weiter. Leider waren und sind es zum Teil sehr schmerzhafte Dinge, die wir lernen und erfahren.
Wenn du magst, lies mal hier:
https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…bhaenigkeit.php
lg Lämmchen