Beiträge von Morgenrot

    Hallo Olive,

    herzlich willkommen bei uns im Forum.

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    Ist die Veränderung (hin zur Selbständigkeit und Unabhängigkeit vom Mann. echt, frag ich mich selbst manches Mal in gedanken; und hält dieser zustand jetzt an, oder vergeht er wieder 8so wie er eigentlich irgendwie aus dem nichts "über mich" gekommen kist, zerplatzt er wieder wie eine seifenblase (bald oder irgendwann).


    Ich möchte versuchen dir zu antworten, wie ich es empfinde.
    Ich kenne auch diese Zerrissenheit und das verunsichert sein, bei Veränderungen.
    Meine Veränderungen waren und sind echt, aber sie werden teilweise von Unsicherheiten begleitet. Daher kommen vielleicht deine Bedenken, es könnte wie eine Seifenblase zerplatzen.
    Natürlich geht es vielleicht nicht immer so glatt, wie man es sich wünscht, und ich habe auch immer wieder mal Zeiten, wo ich an allem zweifele.
    Ich bin mir aber mittlerweile sicher, das sich mein eingeschlagener Weg nicht mehr rückgängig machen lässt.
    Mit der zeit wirst du immer sicherer werden, und diese Sicherheit hat bei mir dazu geführt, das ich mein Verhalten teilweise schon verinnerlicht habe.
    Ganz am Anfang war es bei mir nur reine Kopfarbeit, und ich habe mich in ganz vielen Situationen hinterfragen müssen.
    Dieses neue Verhalten können und sollten wir üben, denn dadurch gelangen wir zur Sicherheit.

    Ich wünsche dir, das du auf deinem Weg bleiben kannst.

    lg Lämmchen

    Hallo Andi,

    herzlich willkommen bei uns im Forum.

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    es fehlt nichts. offensichtlich hat meine frau gestern nacht nicht getrunken. schade ist nur, dass ich mich gar nicht freuen kann,


    Kann es sein, dass du dich nicht freuen kannst, weil du im Grunde ahnst, das dies kein sicheres Indiz für ein nicht trinken ist?
    Ich habe mich einmal gefreut, das mein Mann nichts getrunken hatte, und hab es auch geglaubt. Womit ich nicht gerechnet hatte, ist der Einfallsreichtum. Da wurden leere Flaschen mit Wasser gefüllt.

    Du kannst deiner Frau nicht helfen, sie alleine muß für sich zu der Erkenntnis kommen, das sie zumindest ein Alkoholproblem hat.

    Ich weiß wie schwer der Weg ist, dies anzuerkennen. Das heißt ja schließlich seine Machtlosigkeit zu sehen und sie dann irgendwann zu akzeptieren.

    Natürlich kannst du es ansprechen, das ist auf jeden Fall besser, als zu schweigen.
    Denn dieses Schweigen wird dich mit der Zeit einengen, bei mir hat es außerdem zu Kontaktverlusten geführt, weil ich glaubte, ich muß zuhuse sein, damit mein Mann nichts trinkt und nur nichts nach draußen dringt.

    Als ich begonnen habe, offener mit dem Thema umzugehen, habe ich erfahren, das einige sehr wohl mitbekommen hatten, das mein Mann trinkt.

    Ich habe mir für mich Hilfe gesucht, hier im Forum, bei einer Suchtberatungstelle, und in einer Angehörigengruppe.
    Das trinkverhalten meines Mannes ist das gleiche geblieben, aber ich konnte für mich erkennen, das es nicht in meiner Macht liegt, etwas daran zu verändern.


    lg Lämmchen

    Hallo Käferchen,

    Ich versuche keine Ratschläge zu geben, sondern von eigenen Erfahrungen zu berichten, um damit vielleicht zum nachdenken anzuregen.

    Denn Ratschläge können auch Schläge sein, die meinem gegenüber nichts bringen, außer das er sich noch mehr runter gezogen fühlt, weil er vielleicht noch nicht soweit ist.

    Ich halte es so, das ich nur zu dem etwas schreibe, was ich selbst erlebt habe, und woran ich für mich arbeite, oder gearbeitet habe.
    Denn nur solche Dinge kann ich glaubhaft rüberbringen. Bei Gefühlen und Situationen die ich nicht kenne, halte ich mich zurück, auch wenn ich vieles vielleicht nachvollziehen kann.

    Mir hilft es selbst häufig weiter, wenn ich in der ICH- Form schreibe, dadurch werde ich auch immer wieder angeregt nachzudenken, und nicht selten finde ich darüber neue Ansatzpunkte und Möglichkeiten.


    lg Lämmchen

    Hallo Katze,

    herzlich willkommen bei uns im Forum.

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    Ich denke für die alten Hasen hier sind das alles alte Themen , aber ich fange erst an nach zu denken und ob ich da so immer richtig liege?


    Ob alte oder junge Hasen, :wink: wir befinden uns alle gemeinsam auf dem Weg, unsere CO - Abhängigkeit zu begreifen, und daran zu arbeiten.

    Hier kann sich jeder von jedem etwas mitnehmen.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für deinen Weg.

    lg Christiane

    Hallo Kathrin,

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    hat allerdings lange lange gedauert,bis ich das auch so konnte,


    Ich glaube, das dies ein Prozess ist, der uns immer begleitzen wird. Manchmal wird es besser gelingen und es wird auch Situationen geben, in denen es uns sehr schwer fallen wird.

    Aber wir müssen ja nicht alles auf einmal schaffen. Nehmen wir uns die Zeit, die wir brauchen.

    lg Lämmchen

    Hallo ihr lieben,

    ich habe mir in den letzten Tagen Gedanken darüber gemacht, ob es einen Unterschied gibt zwischen: Abfinden und annehmen.

    Möchte euch meine Gedanken dazu hierlassen.

    Ja, ich bin der Meinung, das es da einen Unterschied gibt.

    Für mich klingt abfinden, irgendwie nach Zwang. ich muß mich in etwas ergeben, was ich nicht ändern kann.
    Aber mit dem abfinden ändert sich für mich noch lange nichts, ich verbleibe in meiner Rolle, auch in der Opferrolle, wenn ich mich nur abfinde.
    Dieses abfinden ist ein passiver Vorgang, und entspringt oft aus der Angst vor Veränderungen. Wenn ich mich mit etwas abfinde, hab ich aber lange noch nicht den Kampf für oder gegen etwas aufgegeben, er ist immer noch in mir.
    Das abfinden bringt mich schneller wieder zu dem Punkt, wo ich denke: Ich arme, warum ich, usw.

    Annehmen klingt viel besser. Annehmen kann man ein Geschenk, ein Kompliment, auch das kann schwer sein, und man muß es lernen.

    Mit dem annehmen kann ich aber diese Kämpfe beenden, und für mich abschließen, und loslassen.
    ich kann meine Auflehnung gegen Dinge beenden, auf die ich sowieso keinen Einfluß habe.
    Der Gelassenheitsspruch umfaßt in meinen Augen sehr viel davon.

    ich will probieren, die Dinge mit denen ich mich abgefunden habe, annehmen zu können, und damit in vielen Bereichen aktiv zu werden.
    Die Zeit die ich dazu brauche, werde ich mir nehmen, weil es ein gutes Gefühl ist, etwas zum Abschluß gebracht zu haben.

    lg Lämmchen

    Hallo Mary,

    ich wünsche dir und deinen Kindern ein schönes Wochenende. ich darf arbeiten an diesem Wochenende.

    Zitat

    Aber da bin ich mal etwas vorsichtiger und warte ab was die Zukunft bringt.


    Da hast du vollkommen recht, wir haben uns lange genug auf jeden Hoffnungsschimmer gestürzt, und sind immer wieder enttäuscht worden.
    Machen wir uns weiter unabhängig vom Verhalten anderer.

    lg Lämmchen

    Hallo Kopfmensch,

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    Wie bleibe ich standhaft und halte ihn von meinen Co-Knöpfen fern?

    Das ist eine Frage, die uns sicher immer wieder beschäftigt. Ich glaube dazu muß man sich und seine Knöpfe erst einmal genau kennen.
    Es kann dir passieren, und ich schreib da aus Erfahrung, das du denkst, du hast wieder einmal einen Knopf gefunden, und den nächsten der noch aktiv ist, den übersieht man.

    Ich habe gerade in letzten Tagen einen Knopf erkannt, der mich immer wieder beherrschte.

    Wichtig ist in meinen Augen, sich eben dieser Knöpfe bewußt zu werden, aber auch, nicht allzu hart mit sich zu sein, wenn man es nicht gleich schafft, diese abzustellen.

    Auch hier ist Geduld gefragt, denn was wir ao lange gelebt haben, ist nicht in kurzer Zeit umzuwerfen.
    Du hast schon viel für dich erreicht, und das darfst du auch mal geniessen, denn an der Co Abhängigkeit arbeiten wir auch unser Leben lang.

    lg Lämmchen

    Liebe Andrea,

    erstmal möchte ich dir deine Frage aus einem anderen thread beantworten:

    Zitat

    was ist EKA,


    Eka ist die Abkürzung für Erwachsene Kinder von Alkoholikern.

    Mir tut es weh zu lesen, wie du dich selbst klein und unwichtig machst. Du bist keine kapuute Ware.
    Du bist eine Frau, die erkannt hat, das sie so nicht mehr weiterleben will und kann.
    Zu dieser Erkenntnis kommt nicht jeder.

    Natürlich hat alles seine Spuren hinterlassen, und wir sind tief verletzt worden, aber wir haben uns auf den Weg gemacht. Ich bin mir sicher auch du wirst spüren, das da noch einiges heilen kann.
    Ich habe vor ein paar tagen einen Spruch gefunden, im übrigen von einer amerkanischen Autorin, den ich dir gerne hierlassen würde. Hab ih sinngemäß aufgeschrieben.

    Ich muß meine Zukunft nicht nach einer leidvollen Vergangenheit beurteilen, oder mich von ihr einengen lassen.
    Für das Heute habe ich Wege zum heilen gefunden, auf denen ich immer sicherer gehen kann, wenn ich mir die Zeit dazu gebe

    lg Lämmchen

    Hallo Miriam,

    Herzlich willko9mmen bei uns im Forum.

    du hast deinen Bruder auf seinen Alkoholkonsum angesprochen und ihm klar gemacht was du denkst.

    Zitat

    eine Therapie muss er sich doch selbst suchen, oder?


    eine Therapie und alles andere was davor liegt, wie Arztbesuch, Suchtberatung ist seine Sache.
    Es bringt ihm nichts, wenn er es wegen dir, oder wegen jemand anderen macht. Er muß es für sich wollen.


    lg Lämmchen.

    Hallo Minchen,

    ich wünsche es dir wirklich sehr, das dein Mann etwas verstanden hat.
    Ob es eine Beruhigungstaktik ist, wirst du sicher bald merken.

    Wenn er es ernst meint, geht eure Arbeit an euch, und jeder an sich selbst erst richtig los.

    lg Lämmchen

    Hallo Minchen,

    Zitat

    weiß jetzt überhaupt nicht was ich davon halten soll er trinkt die letzten zwei tage nix mehr

    Minchen ich kann deine Freude darüber verstehen, das er nichts mehr trinkt.

    Aber was tut er sonst noch dafür? Arzt, Suchtberatung, Selbthilfegruppe usw?
    Denn nur den Alkohol weglassen reicht eben nicht, das kannst du hier sehr oft lesen.

    Achte weiter gut auf dich, und pass auf dich auf. Mach dein Befinden nicht von seinem Alkoholkonsum abhängig.
    Wenn er nur eine Trinkpause macht, und alles bald wieder von vorne los gehen sollte, was ich dir auf keinen Fall wünsche, was machst du dann?


    lg Lämmchen

    Hallo Minchen,

    herzlich willkommen bei uns im Forum.

    Zitat

    aber das er streit anfängt nur um sich wieder richtig voll laufen zu lassen das sieht er nicht und andere auch nicht er hat geschafft viele gegen mich auf zu bringen weil er dennen ja klat weiß gemacht hat ich würde immer wider streit anfangen is nicht schön wenn man merkt das nicht viele hinter einem stehen!

    Natürlich braucht er ein Alibi um wieder zu trinken, und dir dann noch die Schuld dafür geben. Kommt mir sehr bekannt vor. Immer die anderen, einen Grund werden sie immer finden.

    Warum läßt du zu, das er dich bei anderen " anschwärzt ". Damit droht mir mein Mann auch immer.
    Ich weiß, wir haben immer dafür gesorgt, das nichts nach außen dringt. Alles vertuscht, immer entschuldigt.
    Wenn du bereit bist, offener damit umzugehen, das alles nicht mehr zu tun, und offen zu sagen was wirklich Fakt ist, wirst du sicher auf Menschen treffen, die dich verstehen.

    Als ich das erste Mal einer Freundin erzählt habe, das mein Mann trinkt, war die gar nicht überrascht.
    Sie hat mir geantwortet: Wer nachmittags um bei A... an der Kasse schon eine Fahne hat, der hat sicherlich ein Problem.
    Viele Menschen wollen einem nicht weh tun, und schweigen deshalb.

    Ich bin auf jeden Fall froh, das ich keine Durchfälle oder sonst irgendwelche hochakuten Erkrankungen mehr vorschiebe, um z. Bsp. nicht auf ein Fest zu gehen.
    Da ging doch immer die Angst mit, heute gehe ich oft alleine, war anfangs komisch, aber ee tut gut.

    lg Lämmchen

    Hallo Trauerkloss,

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    Müsst ihr bei euren Alkol.kr, Männern auch aufpassen, was ihr sagt, die sind schnell beleidigt?


    Ja, das mußte ich auch, aber nicht nur was ich sage. Auch das ich tue, oder nicht tue, führt bei ihm zu beleidigt sein, zum ausrasten usw.

    Heute versuche ich nicht mehr aufzupassen, denn dieses aufpassen engt uns ein, jedenfalls hat es mir sehr oft. den Hals zugeschnürt.
    Oder aber, ich bin gleich mit ausgrastet, über seine Ignoranz, nicht einzusehen, das er ein gewaltiges Problem hat.

    Dabei ist es für mich ein Vorteil, das ich ihn nicht mehr auf seinen Konsum ansprechen muß und ich erledige auch nur noch Dinge für ihn, die mich unmittelbar auch betreffen. Habe ihm für die anderen Dinge seine Verantwortung zurückgegeben.

    Ich weiß, das er bei mir Veränderungen in meinem Verhalten spürt, denn die Palette seiner "Maßnahmen" reicht auch jetzt noch von Agressio, über beleidigen um dann wieder auf die Schiene, des Bemitleidenswerten Mannes zu gehen, der so schlecht von mir behandelt wird.

    Wenn ich in Situationen komme, wo ich spontan nicht weiß, was das richtige handeln von meiner Seite wäre, gehe ich raus aus der Situation, lasse sie so stehen.
    Ich bin dabei immer weniger auf seine Aktionen einzugehen.

    Zitat

    ich kann mich in unserem Haus bewegen , wie und wo ich mich möchte,


    ach, wie ich das kenne. Bist du auch oft an Orten, wo man dich nicht " brauchen " kann, weil man da den Konsum stört?
    Lass dich nicht einengen.

    lg Lämmchen

    Liebe Andrea,

    ich hoffe, es geht dir und deiner Tochter wieder besser. Auf jeden Fall wünsche ich eucvh beiden gute Besserung.

    Mir geht es heute gut, und auch gestern war ein guter Tag. Was morgen sein wird weiß ich nicht. :wink:

    Noch vor nicht allzu langer Zeit konnte ich mir das gar nicht vorstellen, dass es mir gut gehen kann, auch wenn sich nichts ändert, am Alkoholkonsum meines Mannes.
    Ich spüre immer mehr, dass es an mir liegt, mich zu ändern, meine Einstellung, und mein Verhalten.

    Es tut gut zu sehen, das mein Befinden nicht abhängig ist, von dem, was mein Mann trinkt, sondern das es an mir ist, etwas für mich tun.


    lg Lämmchen