Hallo ihr lieben,
Ich habe mir heute und gestern mal so meine Gedanken gemacht zum Thema:
wie ich mich vom Druck und Kampf befreien und gelassener werden kann.
War eine Hausaufgabe meiner Therapeutin von der Suchtberatung.
Zuerst einmal ist mir aufgefallen, wann ich unter Druck gerate, und die "Faust im Nacken" spüre, die mir sagt : du mußt
Das beginnt damit, wenn ich wieder mal längerfristige Pläne mache, und mir dazu noch Termine setze.
Dann liegt meine Konzentration nicht bei mir, und nicht im Heute. Ich verliere mich aus den Augen, und gerate ins schwimmen.
Das alles mache ich mir selbst, ohne Beteiligung von außen. Dann kommt meist auch noch der Leistungsgedanke dazu.
Ein gutes Beispiel dafür, ist meine Zeit hier im Forum. Als ich mich hier angemeldet habe, habe ich mir ein Zeitlimit gesetzt, wannn ich" mit allem durch sein wollte".
Diese Zeit würde ja in gut 4 Wochen ablaufen, das war die ganze Zeit scheinbar in meinem Hinterkopf.
Die Zeit verrinnt, und du hast nichts geschafft. Jetzt mach aber mal, und leg einen Gang zu. Was sollen die denn denken, ein Jahr hier und noch nichts geschafft. Die Faust im Nacken eben, und nicht nur da.
Ich kann aber nicht einfach nur machen, ich will verstehen, warum ich etwas mache. Will es verinnerlichen, für mich annehmen und verstehen.
Wie kann ich erwarten, das ich in einem knappen Jahr alles gelernt, verinnerlicht, und auch noch praktisch umgesetzt habe.
Das eigene Tempo finden, schreibt sich so leicht. Aber wie schwer ist es umzusetzen, wenn ich in Gedanken immer schon vorrauseile.
Das führt dazu, das ich das erreichte nicht mehr sehe, und mich nicht mehr darüber freuen kann.
Solch eine Vorgehensweise kann ( mich ) auf die Dauer nur unzufrieden machen.
In dieser Situation hab ich vorgestern abend, diesen Spruch gelesen, und daran möchte ich mich orientieren.
Lasse ihn euch mal sinngemäß hier:
Ich muß meine Zukunft nicht nach einer leidvollen Vergangenheit beurteilen, oder mich von ihr einengen lassen.
Für das Heute habe ich Wege zum heilen gefunden, auf denen ich immer sicherer gehen kann, wenn ich mir die Zeit dazu gebe
Ich will wieder dahin zurück, wo ich in der Weihnachtszeit war. Da ist es mir gelungen Bei mir zu sein, und jetzt kann spüren, wie es sich anfühlt, wenn man es nicht mehr ist.
Heute habe ich wieder versucht damit anzufangen. Habe einen langen Spaziergang gemacht, und danach noch gemalt.
Was ich nie für möglich gehalten hätte, dabei gelingt es mir, die Zeit einfach zu vergessen.
Morgen früh gehe ich mit einem guten Freund frühstücken, darauf freue ich mich schon. 
lg Lämmchen