Beiträge von Morgenrot

    Hallo Paddy,

    ich kann verstehen, was das mit dir macht. Aber es ist wirklich so, das sie vieles vergessen, und die ganz alltäglichen Dinge nicht mehr regeln können.
    Habe ich auch gerade letztens wieder erlebt.
    Da steht man davor, und denkt: Das kann doch alles nicht wahr sein.
    Alkohol ist ein Nervengift, und es verändert Menschen in einer Form, die man sich kaum vorstellen kann.
    Mir hat dieses erlebte letzte Woche noch einmal klar gezeigt, das ich nicht nur dann einen kranken Mann habe, wenn er getrunken hat, sonder durchgehend, das schlägt sich auch auf die nüchternen Momente nieder.

    lg Lämmchen

    Hallo Cecily,

    da kann ich mich Julchen nur anschließen. Ich arbeite auch in diesem Bereich, und an Geld ist eine LZT noch nicht gescheitert.

    Mir scheint, es sind eher die bekannten Ausreden, die immer wieder angeführt werden, um nichts unternehmen zu müssen.

    lg Lämmchen

    Hallo Nina,

    herzlich willkommen im Forum.
    Komm in Ruhe an, und nimm dir Zeit zum aufwachen.

    Ich habe auch den Eindruck, das dein Mann nichts ändern will, und dich nur bei der " Stange " halten will. Das tut er mit den nahezu typischen Aussagen.

    Zitat

    Ist das normal so zu tun , als wäre gar nichts los.


    Sie bagatellisieren alles und häufig so gekonnt, das du an deinen eigenen Wahrnehmungen zweifelst.
    Du hast in dem Gespräch gut reagiert wie ich finde.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch bei uns.


    lg Lämmchen

    Hallo Cecily,

    ich habe meinem Mann auch gesagt, das ich mir jetzt Hilfe für mich hole, eine gute Beratungstelle wird auch nicht auf dein Alter anspielen, sie werden dir Gespräche anbieten, bei denen du ein Menge über dich lernen kannst.
    Selbst nutze ich diese Gespräche schon seit März, es geht sehr tief, aber es hilft, auch wenn es erst einmal weh tun wird.

    Natürlich wird er davon nicht begeistert sein, und wird jede Veränderung an dir, als aufhetzen von anderen ansehen. Damit mußt du rechnen.

    Zitat

    er hat mich aufgebaut, hat mich vor meiner Vergangenheit gerettet und mir ein Zuhause geschenkt


    dieser Satz könnte von mir stammen, und jetzt " mußt " du dankbar sein, und alles aushalten? Nein, kein Mensch sollte sich selbst so aufgeben, das er zu einer Marionette wird, das ist dann dein Sumpf.

    Ich habe mich auch so verbiegen und manipulieren lassen. Zum Schluß war ich auch in der Isolation, weil man sich ja nicht mehr traut, mit dem Partner wegzugehen, weil man die Auftritte hinreichend kennt.

    Heute danke ich dem Tag, an dem ich dieses Forum gefunden habe, denn damit begann meine Öffnung.
    Es ist ein schwerer Weg, aber auch eine Befreiung, wenn man sich nicht mehr verstellen muß.

    lg Lämmchen

    Hallo Cecily,

    mir kommt deine Geschichte sehr bekannt vor.

    Zitat

    irgendwie erscheint mir vieles noch extremer als das was ich durchlebe ..


    ist in meinen Augen mittlerweile die erste CO - Falle, in die man immer gerne tappt, geht mir auch noch öfter so. Alles abwiegeln, und ach, so schlimm ist es auch nicht.
    Es ist für dich schlimm ab da, wo du darunter leidest, egal, was du bei anderen liest.

    Zitat

    ch traue mich nicht wirklich was dazu zu sagen daher er alles runter spielt ...sofort blockt und mir irgendwie ein schlechtes Gewissen einredet ...


    lerne deinen Wahrnehmungen zu vertrauen, ich weiß, es ist schwer. Er wird immer wieder versuchen, dir ein schlechtes Gewissen zu machen.
    Du kannst ihm nicht helfen, das muß er selbst tun.

    Du kannst aber etwas für dich tun, mir steht es nicht zu, dir zu einer Trennung zu raten, da ich diesen Schritt auch noch nicht getan habe.
    Aber ich habe mich distanziert, emotional bin ich weit weg von ihm.

    Es gibt von meiner Seite keinen Schutz und keine Entschuldigungen mehr, wenn er sich " daneben " benimmt, und ausfällig wird.
    Das ist sein Ding, gib ihm die Verantwortung für sein Leben zurück.

    Lass dich auf keine Diskussionen ein, wenn er getrunken hat. Du bekommst immer die gleichen Antworten: Ich hab alles im Griff, kann jederzeit aufhören, usw, Du kennst sicher noch mehrere Ausreden von seiner Seite.

    Ich wünsche dir die Kraft für deinen richtigen Weg

    lg Lämmchen

    Hallo Flo,

    Zitat

    "Hilfe durch nicht-Hilfe" ?

    Es ist schwer zu verstehen, aber Erdling hat recht. Dein Freund braucht das tiefe Loch, um für sich etwas ändern zu können, oder seinen ganz persönlichen Tiefpunkt. Das werden dir hier die tzrockenen Alkoholiker bestätigen.

    Hilfe durch Nichthilfe beinhaltet z. Bsp. ihn nicht zu schützen, klare grenzen setzen, keine Gespräche wenn er getrunken hat. Ihm keine Aufgaben abnehmen, er hat alleine die Verantwortung für sich.
    Wenn er alkoholisiert Auto fährt, kann ich nur hoffen, dass er bald seinen Führerschein abgeben darf, bevor er noch mehr Schaden anrichten kann damit.

    Flo ich weiß, das sind harte Worte. Auch mir gelingt es nicht immer, sie umzusetzen, es bedeutet ein Umdenken.
    Wenn du magst lies mal hier:
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…bhaenigkeit.php
    da findest du wichtige Informationen für dich.

    lg Lämmchen

    Hallo Yba,

    ich finde, du passt ganz gut hierher.
    Das es in die leer aussieht, kann ich mir denken. Der Mittelpunkt der Sorgen ist weg. Dein Mann ist auf dem Weg in die Trockenheit.

    Jetzt könntest du dich DIR selbst zuwenden, und mehr für dich tun.
    Du fühlst dich vordergründig erleichtert, aber spürst auch eine Erschöpfung, ich denke das ist normal.
    Diese Zeit solltest du dir auch geben, um dann wieder eigene Bedürnisse erkennen und wahrnehmen zu können.

    Vielleicht kannst du dich alten Hobbys zuwenden, die du lange vernachlässigt hast, oder überlegen, was dir sonst Spaß machen könnte.
    Da findest du sicher etwas, das wünsch ich dir.

    lg Lämmchen

    Hallo Orlando,

    Zitat

    Das gibt mir das Gefühl, dass ich hier irgendwie falsch bin, zumindest etwas geschrieben habe, zudem es nichts zu sagen gibt.

    Du bist auf keinen Fall falsch, manchmal braucht man nur etwas länger um antworten zu können.
    Kein Mann hat das recht dich zu benutzen, um seine Bedürnisse zu befriedigen.
    Kann mir sehr gut vorstellen, wie du dich da gefühlt hast.

    Zitat

    weil ich ihn sehr lieb habe und gerne neben ihn bin, wenn er nüchtern ist.


    Liebe Orlando, ist es wirklich Liebe? Ich könnte jemanden der meine Grenzen so massiv mißachtet nicht mehr lieben, aber ich brauchte ihn, weil ich mich ja kümmern mußte.
    Das ist unser CO sein. Ich kann dir nicht zur Trennung raten, weil ich selber noch nicht getrennt bin.
    Du stehst ganz am Anfang, und eine solche Entwicklung braucht Zeit.
    Ich spüre nur, das ich je mehr ich mich mit dem Thema Trennuing auseinandersetze, es mir vertrauter wird.
    Anfangs konnte ich es mir auch absolut nicht vorstellen, aber das hat sich geändert.
    Sorg gut für dich, das es dir besser geht, und setz dich nicht unter Druck.
    Es ist dein Weg, du gehst ihn für dich.


    lg Lämmchen

    Hallo Lilly,

    Zitat

    Und blieb dort auch nach Möglichkeit nicht lange, auf Feiern beispielsweise, ich trank dort dann möglichst unauffällig wenig,


    Das kenn ich sehr gut, das man(n) sich da zusammenreißt, oder aber seinen Ausraster bekommt. Beides ist möglich, dazwischen gibts nichts.

    Deswegen geh ich jetzt öfters alleine, und kann es geniessen.
    Beides ist möglich, dazwischen gibts nichts.

    Zitat

    Erledigungen auf Ämtern, Bankerledigungen, Gänge zu Versicherungen etc. waren nix für mich, das schon ich alles auf meinen damaligen Partner ab, wenn möglich. Was sollte ich da ?


    Der Grund für diesen Thread war, die Reaktion von ihm, rund um die plötzliche Krankenhausaufnahme meiner Tochter.
    Hat mir aber auch noch einmal sehr deutlich gemacht, wo seine Prioritäten liegen.

    lg Lämmchen

    Hallo ihr lieben,

    dann will ich mal versuchen zu beschreiben, was sich getan, oder nicht getan hat.

    Zitat

    Denn ich denke auch öfters ans liebe Lämmchen, wat sie wohl so macht, wie sie so vorankommt


    das ist aber lieb von dir, Lilly, freut mich. :lol:

    Ich versuche mehr und mehr, mich über scheinbar kleine Dinge, die ich für mich verändern kann zu freuen.

    Habe einen ersten Beratungstermin bei einer Anwältin gehabt, um mich ein wenig schlau zu machen, was so alles auf mich zukommen kann.
    Das war für mich ein großer Schritt,
    aber ich fühle mich jetzt besser gewappnet, bei dem was auf mich zukommen kann.

    Ein wichtiger Punkt, an dem ich immer noch sehr arbeiten muß, ist das Thema: Vertrauen in mich und mein Tun zu haben.
    Da sitzen andere Sätze viel tiefer, die dann immer wieder hochkommen, und mich bremsen.
    Mache mich immer noch zuviel von anderen abhängig.
    Habe mich immer an anderen orientiert, um nicht aufzufallen, nicht aus der Reihe zu tanzen, und das alles nur, um nicht wieder Ablehnung spüren und ertragen zu müssen.
    Aber auch hier tut sich was, ich habe nicht mehr so häufig das Gefühl, andere schützen zu müssen.
    Gehe offener mit der Sucht meines Mannes um, habe es sogar geschafft, relativ offen mit meiner Mutter darüber zu reden.
    Dadurch hat sich auch mein Verhältnis zu ihr, deutlich entspannt, und ich bin dankbar dafür.

    Durch meine Teilnahme an der realen SHG hab ich einige wertvolle Kontakte knüpfen können, unter anderem habe ich durch unsere Leiterin einen berenteten Kollegen wieder getroffen, der auf lange Jahre Trockenheit zurückblicken kann.
    Habe dadurch Ansprechpartner, die im Notfall für mich da sein wollen. Das sind ganz neue Erfahrungen, die es aber nur geben konnte, weil ich offen war, und nicht mehr das Gefühl hatte, ich muß die "heile Welt" vorspielen.

    Ich orientiere mich immer mehr von zuhause weg, wobei das Wort zuhause eigentlich schon gar nicht mehr passt.
    Denn zuhause, da fühl ich mich wohl, und das tue ich hier nicht, zumindest dann nicht, wenn mein Mann auch zuhause ist.
    Habe meine Frauengruppe wieder aufleben lassen, und geh regelmäßig hin. War Ende Oktober zu einem super tollen Konzert in Frankfurt, das war ein alter Traum von mir, diesen Sänger mal live erleben zu können, und den hab ich mir erfüllt. Im September habe ich Freunde in Berlin besucht, und war das erste Mal im Leben in der Oper. Da habe ich das erstemal wieder spüren können, was es heißt zu leben, ich habe nicht einen Gedanken an meinen Mann gehabt, was er wohl macht, oder so. Hatte ich alles vernachlässigt, etwas für mich zu tun.

    Mein Mann trinkt nach wie vor, und irgendwie kann ich an ihm meine Veränderungen ablesen, wenn ich mal selbst nicht glaube, das sich bei mir etwas getan hat. Diese Momente sind natürlich auch immer wieder mal da.
    Sein Einfallsreichtum, mich wieder "in die Spur bringen zu können", nimmt teilweise groteske Züge an.
    Ich lebe quasi in einer WG mit ihm, habe meine eigenen Bereiche im Haus,
    und geb ihm die Verantwortung für sein Leben zurück. Klappt noch nicht immer, aber immer öfter. :wink:
    Aber mein Ziel ist weiterhin, die räumliche Trennung. Warum ich diesen Schritt noch nicht gehen kann, weiß ich für mich noch nicht. Auch hier hoffe ich, das ich spüre, wann der richtige Zeitpunkt da ist.
    Das ist mir in letzter Zeit oft passiert, hab mich vorher immer "verrückt" gemacht, wegen schneller Lösungen.
    Alles sollte gleich und sofort passieren, aber das kann es nicht.
    Ich muß auch mit mir Geduld haben, ich mag diese Wort nicht besonders, aber es ist so wichtig.

    Durch das bewußt werden meiner CO Abhängigkeit, bin ich an Punkte gelangt, die ich eigentlich für längst abgeschlossen gehalten hatte.
    Das geht zurück bis in meine Kindheit, und zeigt mir ganz klar, das da die Wurzeln liegen.
    Dieses erkennen, tut sehr weh. Ich kann und darf aber diesen Schmerz zulassen. Danach wird dann wieder einiges klarer, und es gibt Platz für neues.

    Wichtig ist für mich, das ich das was sich im Kopf abspielt, auch verinnerliche. Denn es kommen immer wieder die "kleinen Teufelchen", die mir sagen wollen, was ich darf und was nicht.

    Mein Sohn ist inzwischen auch ausgezogen, in der ersten Zeit hat es natürlich sehr weh getan, und ich habe lange gebraucht um ihn loszulassen. Meine Tochter ist ja schon lange ausgezogen, und macht mich im Februar zur Oma. Am Wochenende hatte sie vorzeitige Wehen, lag im Krankenhaus, aber jetzt ist wieder alles in Ordnung.

    Der Auszug der Kinder, ist für viele ein umdenken und ein Neubeginn ihrer Partnerschaft.
    Umdenken ist es für mich auch, aber wie mein Neubeginn aussieht weiß ich noch nicht. Ich bin auf dem Weg dahin, es für mich herauszufinden.

    Gerade die letzten 2 Wochen waren wieder mal ein Beispiel für hoch und tief. Achterbahn eben.
    Wenn ich mich gut fühle, kommen häufig auch wieder die Löcher, die noch nicht mal etwas mit meinem Mann zu tun haben müssen.
    Dabei verliere ich mich so sehr aus den Augen, das ich sogar wieder anfange an meinem erreichten zu zweifeln.

    Im Moment geht es mir gut, auch wenn nicht alles gut ist. Morgen werde ich für ein paar Tagezu einer Freundin fahren.


    lg Lämmchen :wink:

    Hallo ir beiden,

    Zitat

    aber das find ich nun wieder ziemlich CO...

    kann aber auch ne Chance sein, zum zusätzlichen reflektieren, liebe Karotte, oder für mich auch ne Chance, mich im offenen Bereich mehr einzubringen.
    Eine zusätzliche Öffnung.

    lg Lämmchen

    Hallo Spedi,

    Zitat

    sondern vielleicht auch Verhaltensmuster,

    Ich hoffe, ich kann hier auch als CO, etwas beitragen, oder eine Anregung geben. :wink:

    Weihnachten wird in meinen Augen vielfach überfrachtet. Mit Erwartungen und Wünschen wie alles zu sein hat.
    Da wird Harmonie ganz groß geschrieben. Alles soll passen, perfekt sein, Familie soll zusammen sein, usw. das kennen sicher viele.
    Genau da wird es dann mehr und mehr zum Krampf, wenn ich versuche alles wegzudrücken, was sonst im Argen liegt.
    Nicht umsonst hat an diesen Tagen, die Telefonseelsorge "Hochkonjunktur".
    Dem kann man vorbeugen, indem man seine Erwartungen nicht zu sehr nach oben schraubt, und jedem auch an diesen Tagen seinen Freiraum zugesteht.
    Ich kann an diesen 3 Tagen nicht das leben, oder nachholen, was mir übers Jahr auch nicht gelingt.
    Das mal meine Gedanken dazu.

    lg Lämmchen

    Hallo,

    Was mir heute bei meinem Mann aufgefallen ist, er kann überhaupt nicht mehr damit umgehen, wenn etwas unvorhergesehenes eintritt.
    Damit ist er total überfordert.
    Er ist nicht in der Lage umzuschalten, und alles was seinen engen Rahmen sprengt ist störend, nervend und lästig.

    Mich würde interessieren, wie ihr das seht.

    lg Lämmchen