Hallo Dagmar,
Zitatmeine Entzugserscheinungen betrachte.
Wo du das so beschreibst, wirds mir auch klar. Ist schon komisch, auf der einen Seite bin ich froh, ihn nicht mehr auf alles ansprechen zu müssen, und das Thema Alkohol nicht mehr zu meinem zu machen, etwas für mich zu tun.
Dann komme ich aber immer wieder mal in Situationen, wo ich denke: Du mußt ihn doch mal erinnern, sonst denkt er, es ist alles ok. Sind das jetzt Entzugserscheinungen, weil man sich nicht mehr in diesem Maß kümmert?
Dieses sich nicht mehr um alles kümmern, ist Erleichterung und gleichzeitig manchmal auch schlechtes Gewissen.
Ich denke geschüttelt haben wir lange genug, und sie haben es immer noch nicht verstanden, ganz einfach, weil der Alk stärker ist.
Irgendwann können wir nur kapitulieren, wenn wir einsehen das wir keine Chance haben gegen den Alk.
Habe da ein Bild vor Augen, das so grausam anzusehen war, aber es mußte wohl so sein, damit ich wach wurde.
Er stand mit der Flache im Arm da. So richtig im Arm, boooah war das hart zu erkennen, das diese Flasche die eigentliche Geliebte ist.
Da war auch erst einmal nur Wut, aber dieses Bild hat sich eingebrannt, und meine innerliche Trennung weiter voran getrieben, wenn auch noch der Schritt der räumlichen Trennung fehlt, aber ich bin innerlich immer weiter weg von ihm.
lg Lämmchen