Hallo Wilma,
Ich habe das Gefühl, wir haben einiges aufzuarbeiten.
ich denke, dass du damit sehr richtig liegst. Es bleibt auch einem Angehörigen nicht in den Kleidern hängen und deshalb sollte er sich auch um Hilfe bemühen. Es reicht auch für die Angehörigen nicht aus, wenn der Alkoholiker nichts mehr trinkt. Dann beginnt auch die Arbeit für ihn. Er kann sich an Suchtberatungen für Angehörige und an Selbsthilfegruppen für Angehörige wenden. Da kann er sich erkundigen. Was ich nicht tun würde, ihn hier auf das Forum aufmerksam zu machen, das ist deine Gruppe.
Er sagte dann: hast Du dich gefragt, wie es mir ging?
Das klingt verletzt und fast auch verbittert.
Das sind wir als Angehörige ja oft auch. Der Alkoholiker wird nüchtern und nimmt wieder am Leben teil. Plötzlich habe ich dann jemanden neben mir der sich wieder einmischt, der mitreden will, was ich vorher alleine wuppen mußte. Das ist eine gewaltige Umstellung. Nach dem nüchtern werden, beginnt die Arbeit für beide.
Mit großer Wahrscheinlichkeit ist er auch noch skeptisch. Wenn ich mir überlege wie oft mir angekündigt wurde, nichts mehr trinken zu wollen und jedesmal wurden Hoffnungen zerstört. Es ist eben Neuland für beide.
lg Morgenrot