Hallo Matilda,
Ich kann dich sehr gut verstehen, und ich kenne diese Gedanken alle.
Wenn ich mit den Kindern gehe, dann klappt er zusammen
er klappt auch mit dir zusammen. Bisher sind es nur Lippenbekenntnisse. Wenn er etwas tun will, soll er Nägel mit Köpfen machen. Was er momentan mit dir macht, sind Manipulationen um in Ruhe weitersaufen zu können. Es ist unsere Hoffnung, und die kenne ich sehr gut von früher, die uns immer wieder weitermachen lässt.
Es ist genauso wie Pummelblume schreibt, jeder Funken Hoffnung läßt uns weitermachen. Hat auch mich weitermachen lassen, bis ich zu dem Punkt kam, an dem mir klar wurde, was ich tue. Mir wurde ein Krümel hingeworfen und ich hab gierig danach gegriffen, aber nichts hat sich geändert.
Meine Kinder haben das alles mitbekommen, aber damals konnte ich nicht mit ihnen reden, ich war mit der "heilen Welt" beschäftigt, die ich unbedingt erhalten wollte, obwohl sie lange kaputt war. Das tut mir bis heute leid, heute kann ich mit ihnen darüber reden, aber es macht immer etwas mit mir, wenn mein Sohn mir sagt: Ich hatte keinen Vater wie meine Freunde, aber ich hatte einen tollen Opa und natürlich dich.
Dann kommt mir immer wieder hoch, wie sehr alle meine Anstrengungen bzgl. einer heilen Familie ins Leere gelaufen sind
Man klammert sich ja an jeden Strohhalm, sobald er mal einen Tag nix trinkt oder nur ein Fünkchen einsichtig ist.
Pummelblume, du darfst hier schreiben, nur die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich, alles gut.
Diese Strohhalme sind sehr oft nur Beruhigungspillen für uns COs.
lg Morgenrot