hallo Biggi,
ich habe dich für die offenen Bereiche freigeschaltet und dein Thema dorthin verschoben. Du kannst dich hier jetzt austauschen. Eine Bitte haben wir aber, bitte schreibe in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich.
lg Morgenrot
hallo Biggi,
ich habe dich für die offenen Bereiche freigeschaltet und dein Thema dorthin verschoben. Du kannst dich hier jetzt austauschen. Eine Bitte haben wir aber, bitte schreibe in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich.
lg Morgenrot
Hallo Matilda,
Wahrscheinlich ist das alles ganz "normales" Suchtverhalten, aber mir hilft es gerade sehr, das hier aufzuschreiben.
ja es ist normales Suchtverhalten, denn ich habe es sehr ähnlich erlebt. An der Seite eines nassen Alkoholikers war ich quasi alleinerziehend. Leider ist es so, dass du die von dir beschriebenen Situationen erst im nachhinein erkennst, das kommt daher, weil du dich mehr mit dem Thema Sucht beschäftigst und vieles beginnst zu verstehen.
Es ist doch gut, das dir das aufschreiben gut tut. Das hilft auch beim verstehen und sorgst sicher für so machen AHA - Effekt.
lg Morgenrot
Wie sollte es auch anders sein, das ist ja das Grundproblem, die Ursache warum wir hier angemeldet sind.
das trifft für die erste Zeit mit Sicherheit zu, dass habe ich auch so erlebt. Ich bin auch eine Angehörige, und ich muß versuchen, den nassen Alkohoiker nicht mehr als das Grundproblem zu sehen, denn das lähmte mich, und machte mich handlungsunfähig.
Ich habe in keinem Satz von Trennung gesprochen, sondern nur davon, dass wir uns auch um uns kümmern sollten. Wir können die Sauferei nicht verhindern, nicht ein Glas wird wegen uns weniger getrunken.
Hallo Holdy,
könnte ich hunderte Stunden in andere Sachen investieren, als mich als CO weiterzubilden und zu verstehen, warum sie säuft und was eine Sucht ist.
das ist es eben, du solltest dich nicht als CO weiterbilden und versuchen Sucht zu verstehen. Das ist genau dass, was wir Angehörige lernen sollten. Lernen auf sich selbst zu schauen, und Dinge zu tun, die mir gut tun. .
Ich kann keinem nassen Alkoholiker helfen, der keine Hilfe will, und der keine Krankheitseinsicht hat. Natürlich sind hier COs erwünscht, und sie tauschen sich auch aus. Es ist aber als Angehöriger nicht unsere Aufgabe ständig um die nassen Alkoholiker zu kreisen. Uns darf es trotzdem gut gehen, das mag erst einmal befremdlich klingen, aber es der einzige Weg etwas für sich zu tun, um nicht mit dem nassen Alkoholiker vor die Hunde zu gehen. Denn deren Spirale führt nur nach unten, wenn sie nicht verändern.
lg Morgenrot
Hallo Beysah,
herzlich willkommen bei uns. Ich habe dich für die offenen Bereiche freigeschaltet, und wünsche dir einen guten Austausch. Du kannst jetzt überall schreiben, nur bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich.
lg Morgenrot
Hallo Lilo,
herzlich willkommen bei uns.
Leider ist es ja so, dass ein von Angehörigen "verordneter" Entzug zu 99 % keinen Erfolg bringt.
Das ist gesetzlich so n Sache, aber wäre er nicht freiwillig geblieben hätten wir den Richter kommen lassen.
wie kommst du darauf, dass du die Befugnis dazu hast? Die Indikation eines richterlichen Beschlusses stellt immer ein Arzt und kein Angehöriger. Selbst wenn der Arzt einen Antrag stellt, wird der nochmals genauestens überprüft. Die Polizei kann nur eine 24 Stunden Unterbringung anordnen, spätestens dann muß erneut überprüft werden.
Mit seinen Eltern dann das Messer weg und ihm - edit, Medikament - gegeben. Was für ein Kampf.
Das stelle ich mir sehr dramatisch vor, aber selbst als jemand der in diesem Bereich arbeitet, hätte ich ihm dieses Medikament nicht verabreicht in seinem besoffenen Zustand. Das hätte ich nie verantworten wollen, denn es hätte gewaltig schief gehen können.
Ich weiß, wie schwer es die Angehörigen haben und das da sehr viel Leid entsteht, aber du hast nur die Chance dich abzugrenzen und etwas für dich und dein Kind zu tun. Würde es dir wirklich wünschen, dass er den Therapie schafft, aber rechnen würde ich damit nicht, denn er scheint ja keine Krankheitseinsicht zu haben.
lg Morgenrot
hallo Loka,
zum zitieren: Du gehst mit gedrückter linker Maustaste über den Text, den du zitieren willst. Dieser Text wird dann blau und dann erscheint gleich unterhalb eine kleine blaue Leiste, wo du auswählen zwischen speichern und einfügen. Dann einfach nur das entsprechende anklicken. Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt.
Ja, definitiv Ja. Wenn wir zusammen sind, trinkt er nie.
Damit übernimmst du eine Verantwortung, die du definitiv nicht hast. Nur er selbst trägt die Verantwortung für seinen Konsum . Ich habe anfangs auch immer gedacht, dass mein Mann im Urlaub nichts trinkt, bis mir klar wurde, warum er so ausgedehnte Fahrradtouren unternahm. Nasse Alkoholiker sind wahre Meister im täuschen, tarnen und tricksen.
lg Morgenrot
hallo Loka,
dann ist er zu 95% aller Fälle betrunken, wenn ich nach Hause komme
bist du der Meinung, dass er nur 1 Glas weniger trinkt, wenn du zuhause bist? Das wäre ein Trugschluß, denn wegen dir oder mir, trinken sie kein Glas weniger.
Es motivierte ihn nicht, sondern endete regelmäßig mit einem Rückschlag .
er suchte einen Grund zu trinken, und den findet ein nasser Alkoholiker immer, da wird alles an möglichen und unmöglichen Gründen hervor geholt. Die Gruppe war sicher nicht kontraproduktiv, wahrscheinlicher ist, dass er keine Krankheitseinsicht zeigt.
es gibt sogar viele Personen im Bekanntenkreis, die gar nicht wissen, das er Alkoholiker ist.
und sicher genauso viele die ganz genau wissen was los ist. Es sagt ihm vielleicht nur keiner.
lg Morgenrot
Hallo Loka,
herzlich willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe.
Manchmal wünsche ich mir, dass er sich einfach totsäuft.
aus diesem Satz spricht deine pure Verzweiflung, aber auch deine Wut, und ich glaube mal das fast jeder Angehörige schon mal in eine solche Richtung gedacht hat.
Ihm aber den Tod zu "wünschen" bringt dich in keinster Weise weiter. Es zeigt eher deine tiefe Verstrickung. Der Weg als Angehörige verläuft wie eine Achterbahn zwischen hoffen und wieder enttäuscht werden. Es kommt darauf an, dass wir Angehörige ins handeln kommen. Etwas für uns tun, und eben auch in einer respektvollen Haltung gegenüber dem nassen Alkoholiker zu bleiben, das heißt aber noch lange nicht, dass ich seine Handlungen gut finde. Es geht darum, dass ich meine Verstrickungen erkenne.
Dein Mann scheint immer nur Trinkpausen einzulegen, daran kannst du nichts ändern, aber du kannst etwas für dich tun? Hast du vielleicht eine Idee, was dir gut tun könnte? Richte deine Energie in diese Richtung, an seiner Trinkerei änderst du nichts.
lg Morgenrot
Hallo Aruula,
ich möchte dir auch mein herzliches Beileid zum Tode deiner Mutter aussprechen.
Vielleicht ist es gut so, dass die Hoffnung immer wieder da ist.
dieser Satz hat mich gerade angesprochen, und ich weiß nicht, ob die Aussage richtig ist. Hoffnung ist im Prinzip etwas gutes, aber solange ich früher Hoffnung hatte bin ich nicht ins handeln gekommen. Kleinste Veränderungen haben Hoffnung genährt, nur um dann wieder tief zu fallen. Irgendwann konnte ich dann nicht mehr hoffen, und ab da gab es bei mir Bewegung. Ich konnte für mich Dinge verändern.
Auf der anderen Seite stelle ich es mir schwer vor, keine Hoffnung mehr zu haben. Hoffnungen zu haben, ohne sie von Menschen abhängig zu machen, ohne mich abhängig zu machen von dem Menschen weswegen ich hoffe, denn sonst würde es eine dauernde Achterbahnfahrt bedeuten.
Booah was für ein Thema, danke dafür. Ich weiß auch gerade nicht, ob mein Beitrag so ankommt wie ich ihn meinte.
lg Morgenrot
liebe Nika,
herzlichen Glückwunsch zu 2 Jahren in Freiheit. Mögen da noch viele Jahre dazu kommen.
lg Morgenrot
herzlichen Glückwunsch und alles Gute zu 10 Jahren ohne Gift
Hallo Kalinka,
weil es für mich unangenehm ist, die ganze Nacht seine Bierfahne in der Nase zu haben.
das kannst du ändern, in dem du in einem anderen Zimmer gehst. Ich habe dass sehr genossen , als ich endlich ohne den Gestank schlafen konnte.
Mein Mann hat leider kaum Interesse, neue Leute kennen zu lernen.
Das kannst ebenfalls nur du ändern, ich bin damals auf die Menschen zugegangen, wo mir Kontakt wichtig war, und den ich vorher quasi auf Eis gelegt hatte.
Was kannst du für dich tun? Hast du denn da eine Idee?
lg Morgenrot
Hallo Holdy,
Vielleicht würde das eine Veränderung bei ihr auslösen, um evtl. endlich in Therapie zu gehen etc.?
in meinen Augen sind solche Überlegungen nicht zielführend für uns COs. Ich darf nichts mit dem Gedanken tun, vielleicht wird er/sie ja dadurch trocken. Das geht meist gründlich daneben, er/sie muß ihren Tiefpunkt erreichen und du als CO hast da null Einfluß.
Wenn ein Alkoholiker trocken wird, ist auch nicht alles gut, dann beginnt die Arbeit erst. Ich habe lange gebraucht, um wieder vertrauen zu können. Es gibt absolut keine Sicherheiten, dass er/sie tatsächlich auch trocken bleibt.
Was sagt dein Bauchgefühl?
lg Morgenrot
Herzlichen Glückwunsch zu 8 monaten ohne Gift.
lg Morgenrot
Hallo Holdy,
herzlich willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe.
Welche sinnvolle Gründe gibt es dafür?
Wie lange deine Frau diese Situation noch duchhalten wird, kann dir leider niemand beantworten. Deine Frau hat noch keine Krankheitseinsicht in ihre Suchterkrankung. Sie wird deshalb weitertrinken.
Wir Angehörige können niemand vom trinken abhalten, das ist kein gutes Gefühl. Wir, und auch du sollten deshalb etwas für uns tun, damit es uns besser geht.
Wenn du dich hier austauschen möchtest, gebe ich dir den Link für den offenen Bereich. Einfach kurz bewerben, dann wirst du dafür freigeschaltet.
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
lg Morgenrot
Hallo Nala,
ich möchte dich ja nicht verlassen aber ich merke das du nicht mehr willst
spürst du hier die Manipulation? Es ist wie bei nassen Alkoholikern üblich, die Verantwortung der anderen. Er will dich nicht verlassen, aber er merkt das du nicht mehr willst. Du hast jetzt erst einmal wieder was zum nachdenken, ob du vielleicht auch nicht willst, die Zeit hat er schon mal wieder zum weiter trinken für sich.
lg Morgenrot
Los, das ist auch gut, das du den Weg wieder gefunden hast. . Natürlich ist es in einer realen Gruppe noch mal anders. Da kommt Gestik und Mimik noch dazu. Ich wollte sie dir auch nicht ausreden. ![]()
Hallo Monstera,
Danke für eure Antworten, ich hab mich eben für den offenen Bereich beworben (hoffe ich zumindest, ich bin mir nicht sicher ob es geklappt hat 😅)
alles gut, hat alles gut geklappt. ![]()
wie es weitergehen soll von alleine wird er sich nie die Hilfe suchen können, die er braucht. Allein schon weil er gar nicht denkt, DASS er sie braucht.
so lange er seine Krankheit nicht sieht, und glaubt keine Hilfe zu brauchen, bist auf verlorenem Posten, du kannst ihn nicht trockenlegen, weder mit guten noch mit bösen Worten, ein nasser Alkoholiker findet immer einen Grund um zu trinken.
Es fällt mir einfach schwer zu glauben, dass unsere Beziehung nicht gut ist, es gibt so viele schöne Momente und seine Gehässigkeiten sind auch bestimmt nicht kalkuliert, das glaube ich nicht. Eher aus einem Selbstschutz heraus…
In meinen Augen und aus meiner Erfahrung sind solche Gehässigkeiten sehr wohl überlegt. Damit gibt er dir die Schuld, du hast etwas zum nachdenken hinterfragst dich, und er hat erstmal wieder Ruhe vor dir und kann saufen. Klingt hart, sind aber Tatsachen, leider. So gesehen ist es tatsächlich wie ein Selbstschutz für ihn.
lg Morgenrot
Hallo Los,
habe ich entschlossen mich in eine Selbsthilfegruppe für Angehörige zu begeben und der verdammten Co-Abhängigkeit an den Kragen zu gehen.
du bist schon seit einem Jahr in einer Selbsthilfegruppe, du hast sie nur nicht genutzt. Das passiert oft, weil viele denken, es alleine schaffen zu wollen. Wir sind 24 Stunden hier, also willkommen zurück und hau in die Tasten. Sich noch in einer realen Gruppe anzumelden finde ich nicht schlecht, nimm alles, was du an Hilfe bekommen kannst.
lg Morgenrot