Beiträge von Morgenrot

    hallo,

    Aber das ich Alkoholiker bin, scheint sie nicht wahrhaben zu wollen.

    mich hat dieser Satz sehr stutzig gemacht.

    Ich gebe ja hier nur meine Erfahrungen weiter, die ich in Jahrzehnten mit einem nassen Alkoholiker sammeln "durfte".

    Mittlerweile ist er fast 6 Jahre trocken.

    Als er es endlich erkannt hatte, das er Alkoholiker ist, und er zur Entgiftung im Krankenhaus war, war mir klar, das unser Haus alkoholfrei sein muß, dass habe ich auch getan, aber alles andere war seine Verantwortung.

    Mein erster Gedanke war, als ich diesen Satz gelesen habe, sie will ihn in der Sucht halten.

    Denn das Trocken werden als Partner zu begleiten, ist nicht einfach, da müssen beide an sich arbeiten.

    Das kann sehr schwer sein, weil mein xy im nassen Zustand mitunter auch "bequemer" war, da wollte er nicht unbedingt mitreden, das alles ändert sich ja meist, wenn jemand trocken wird.

    Ok, und was mache ich nun damit?

    Einfach nur mal im Hinterkopf behalten, auch COabhängige können abstruse Gedanken haben, weil sie oft der Meinung sind, sie alleine wissen, was für den Alkoholiker am besten ist.

    lg Morgenrot

    hallo Ole,

    letztendlich mußt du wissen, ob du so leben kannst und willst. Hinter deiner Partnerin herlaufen mit dem Alkotestgerät, ist das Partnerschaft?

    Die 2,5 Promille zeugen von einer hohen Alkoholtoleranz, die sie sich angesoffen hat.

    die Ladys aus ihrer WG meinten, dass sie im Zeitraum des Zusammenlebens von Juli bis April, überhaupt keinen Tropfen getrunken hat, nicht mal eine Weinbrandbohne wollte sie.

    vielleicht sind die aber auch froh, dass sie weg ist, und sie sich nicht mehr kümmern müssen.

    Sie ist zu Doktor, Klinik, Therapie und Selbsthilfegruppen bereit, aber als Ukrainerin stellt sich natürlich die Kostenfrage. Doktor und Entgiftung macht die Krankenkasse, beim Rest ist es erstmal unklar.

    wenn sie bereit, kann sie zum Doktor gehen, und erste Schritte einleiten, das würde dir ihre Ernsthaftigkeit zeigen. Der Doktor kann sich Dolmetscher besorgen, alles kein Problem.

    Selbsthilfegruppen sind in der Regel kostenlos, und bei allem anderen wird ihr geholfen, sollte sich wirklich ernsthaft wollen.

    Magst du dich hier weiter austauschen? Ich schicke dir mal den Bewerbungslink für den offenen Bereich, wo dann der eigentliche Austausch beginnt:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/


    lg Morgenrot

    Hallo Jay,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    klebt irgendein Nachbar bestimmt am Fenster und kriegt das mit...ist einfach extrem unangenehm,da man sich einfach immer mehr eingeengt fühlt und sich auch fremdschämt....

    vieles von dem was du beschreibst, könnte auch von mir sein.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie sich das Fremdschämen anfühlt. Mir war es irgendwann egal und ich habe zuerst enge Familie und Freunde eingeweiht, wie es bei uns hinter den Kulissen aussieht.

    Das war befreiend, und fremd schämen brauchst du nicht, du mußt nichts wegen "der Leute" aushalten.

    Nasse Alkoholiker täuschen, tarnen und tricksen, damit sie nichts unternehmen müssen. Du bist nicht verantwortlich, schau dass es dir besser geht. Ihm kannst du nicht helfen.

    Magst du dich hier weiter austauschen? Ich schicke dir den Bewerbungslink für den offenen Bereich, wo dann der eigentliche Austausch beginnt:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/


    lg Morgenrot

    herzlichen Glückwunsch zu 14 Jahren ohne Alkohol. Sicher ist es schade, das du nicht früher aufhören konntest, dafür lebst du aber sicherlich jetzt bewußter, und ich wünsche dir, das dies noch seeeehr lange so bleibt, und du immer das erste Glas stehen lassen kannst.

    lg Morgenrot

    Hallo Ernst,

    herzlich Willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Du mußt dich nicht schlecht fühlen, irgendwann wird es unerträglich. Dann spätestens sollte man etwas für dich tun. Diesen Schritt hast du gemacht.

    Deiner frau hättest du nicht helfen können, aber jetzt hast du Zeit zu schauen, dass es dir besser geht.

    Ist dein Nick gleichzeitig dein realer Name und wenn es so ist, möchtest du ihn behalten?


    Du hast dich ja schon für die offenen Bereiche beworben und wirst dann auch bald freigeschaltet.


    lg Morgenrot

    hallo Julia,

    das ist deine Gruppe und da sollte er auch nicht mit dazukommen. Da hast du vollkommen recht.

    Du mußt ihm aber auch nicht anderes vorschlagen, eine Selbsthilfegruppe findet er auch ohne dich, über Ärzte, Suchtberatungen usw.

    Was machst wenn "deine Empfehlungen" nichts bewirken? Es kann da bei uns Angehörigen ganz schnell passieren, dass wir uns wieder Schuhe anziehen, die nicht passen.

    lg Morgenrot

    Hallo Pitthe,

    Tatsächlich hatte ich die Hoffnung hier so etwas wie eine Anleitung zu finden, wie ich es schaffen kann für meine Frau, meine Familie und natürlich auch für mich selbst ein möglichst "positive Ergebnis" zu erreichen ....wie dumm von mir (und das meine ich nicht ironisch) so etwas zu denken.

    diese Hoffnung haben/hatten viele, auch ich.

    Vieles habe ich erst gar nicht verstanden, das kam aber mit dem Lesen der vielen Beiträge. Bei vielen war es ähnlich wie bei mir. Das hat nichts mit Dummheit zu tun. Wir müssen erst einmal an den Punkt kommen, wo wir verstehen, das wir nicht helfen können.

    Erfahrungsgemäß fällt es Männern etwas schwerer, diese Hilflosigkeit anzunehmen ( ist nicht ironisch gemeint. ) Das sehe ich auch in meiner realen Gruppe, sehr wenige Männer, und oft bleiben sie dann weg, wenn etwas erkannt wurde.

    Du bist hier nicht alleine.

    lg Morgenrot

    Hallo,

    Das ständige Überlegen, ob es noch Sinn hat/ob er es ernst meint und ob ich alles einfach aufgeben will ist anstrengend und raubt mir so viel Kraft.

    du mußt nicht überlegen, dieses ich sag mal grübeln, kostet wirklich sehr viel Kraft.

    Schau doch mal, ob bei ihm Taten folgen. Bemüht er sich um Termine wie Suchtberatung, Entgiftung usw. Du wirst du ganz schnell spüren ob es ihm ernst ist.

    Nachdem er gesagt hat, dass er möchte, dass ich an seiner Therapie teilhaben kann,

    es ist seine Therapie, die sollte er für sich machen. Dieses "teilhaben" zieht dich nur wieder in eine Verantwortung, die du nicht hast.

    Wenn später mal ein Paargespräch stattfinden sollte, würdest du informiert.


    lg Morgenrot

    hallo Zabeth,

    noch auf der Suche nach wissenschaftlichen Publikationen zum Konzept der Co-Abhängigkeit.

    1. Ich befreie mich von deiner Sucht, von Helmut Kolitzus

    2. Wenn Frauen zu sehr lieben, von Robin Norwood

    wissenschaftliche Abhandlungen wirst du da eher wenige finden, denn die COabhängigkeit ist ( noch ) keine Krankheit. Wundert mich auch nicht, wenn ich überlege, wie lange es gebraucht hat, das Alkoholismus anerkannt wurde.

    Wenn du diese beiden Bücher liest, wirst du ein Muster erkennen, welches die COabhängigkeit ausmacht.

    Der nasse Alkoholiker ist das Suchtmittel der COs um ihn herum, ob es dir gefällt oder nicht.

    Denn wir Cos haben den Alkohol ständig im Kopf und kreisen in unseren Gedanken um den Alkoholiker.

    lg Morgenrot

    Hallo,

    Wirklich überrascht war keiner. Ganz im Gegenteil: von meiner Familie hatte bisher niemand etwas gesagt, weil sie sich nicht einmischen wollten.

    das habe ich 1:1 genauso erlebt, nachdem ich mich geöffnet habe, haben auch andere reagiert. Einige haben es geahnt, andere gewußt.

    lg Morgenrot

    Hallo,

    In den Situationen kämpfe ich mit ihr dann, zugegeben von mir gesteuert, den Entzug durch, so wie ich das sehe um ihr das Leben zu retten!

    von dir gesteuert??? Wer oder was befähigt dich einen kalten Entzug zu überwachen? Das ist in allerhöchstem Maße fahrlässig, damit gefährdest du eher ihr Leben, als es zu retten.

    Da ich auch beruflich mit dem Thema befaßt bin, weiß ich, das Krankenwagen immer ausrücken. Es ist egal wieviele Male angerufen wurde. Sie bringen den nassen Alkoholiker erst einmal ins Krankenhaus, und wenn er dort " nur " seinen Rausch ausschläft und dann wieder geht.

    Es kann niemand gegen seinen Willen in der Klinik festgehalten werden.

    lg Morgenrot

    Hallo,

    mit diesem Forum schaffen könnte, wenn er denn wirklich komplett und dauerhaft abstinent sein wollte und bereit wäre, dafür Einschränkungen (Risikominimierungen) einzugehen. Und beides ist leider nicht der Fall.

    Das würde nicht funktionieren, denn es könnte sich keiner von euch beiden auf sich konzentrieren. Das ist ja der Sinn einer Selbsthilfegruppe, dass sich jeder auch selbst reflektieren kann. Du brauchst deinen Raum.

    Ich hätte es wissentlich niemals zugelassen das mein nasser xy hier gesschrieben hätte.

    Die wichtigste Antwort hast du dir ja schon selbst gegeben, dass ist seine mangelnde Bereitschaft.


    lg Morgenrot