Beiträge von Morgenrot

    Hallo Dafina,

    willkommen zurück.

    Niemand kann einen nassen Alkoholiker heilen.
    Nur er selbst kann seine Krankheit stoppen, er bleibt aber immer Alkoholiker.

    Zitat

    20 Jahre habe ich gekämpft und mich fertig gemacht wegen ihm, und jetzt soll es so einfach gewesen sein?


    Ich kenne diese Gedanken gut, mir erging es ähnlich.
    Ich hatte Jahrzehnte geredet und alles dafür getan, das er nicht mehr trank, und nichts passierte. Dann hatte er seinen ganz persönlichen Tiefpunkt, mit dem ich nichts zu tun hatte, und wird trocken.
    Das nagt am eigenen Selbstbewußtsein, aber dafür kann der Alkoholiker nichts, daran müssen wir selbst arbeiten.
    Wir COs haben nicht die Macht einen Menschen zu ändern.
    Was die plötzliche Veränderung in seiner Familie angeht, das kann stimmen, muß aber nicht. Schließlich sind sie auch Angehörige.
    Ich bin mir sicher, das du alles getan hast, das machen wir COs ja gerne und ausgiebig.
    Versuche etwas für dich zu tun, damit es dir besser geht.

    lg Morgenrot

    Hallo Coup,

    Zitat

    Das höre ich in letzter Zeit öfter


    ich arbeite auch in diesem Bereich, und kann es bestätigen, das es angeboten wird.
    Ich halte es für "Geldmacherei", so erhält man sich die Patienten.
    Ein Alkoholiker kann nicht kontrolliert trinken, genauso wie ich als ehemalige Raucherin auch nicht lange brauchen würde, um wieder auf die Menge meiner Zigaretten zu kommen, die ich vor 9 Jahren geraucht habe.

    lg Morgenrot

    hallo Lunki,

    wir haben uns ja bereits bei deiner Vorstellung gelesen.

    Zitat

    steht es mir denn zu, dass von meinem Partner einzufordern auf sein Feierabendbier zu verzichten?


    Als mein xy trocken wurde, war das für mich gar keine Frage, und es bedeutet für mich auch keinen Verzicht.
    Unser Haus ist alkoholfrei und von Anfang an, habe ich das auch Freunden von mir mittgeteilt, es ist kein einziger weg geblieben.
    Such das Gespräch mit deinem Partner.


    lg Morgenrot

    Hallo Maria,

    du wirst sicher bald frei geschaltet, Karsten weiß Bescheid.

    Zitat

    Gerne würde ich einfach nur mal weg .


    das kann ich dir gut nachfühlen. Wichtig wäre eben, das du beginnst dich abzugrenzen.
    Für mich war es damals eine große Erleichterung, als ich aus dem gemeinsamen Schlafzimmer raus bin. Dieser Alkoholdunst, einfach unerträglich.
    Das habe ich dann aber auch so gesagt, nichts beschönigt.
    zu lernen, das ich nicht immer zuhause sein muß war schierig, da ich noch lange im Hinterkopf hatte, das ich vielleicht doch Einfluß auf die Trinkerei nehmen könne.
    Er wird trinken, wenn du weg bist und wenn du zuhause bist. Wenn du dir dessen bewußt wirst, kannst du etwas für dich tun.
    Finde dein Tempo und steh dazu, das ist sehr wichtig.


    lg Morgenrot

    hallo Maria,

    Zitat

    Vorgestern hat er alkoholfreies Bier geholt , nun steht aber wieder richtjges Bier zuhause . Er wird halt nicht wach . Er sagte er wird es reduzieren


    das sind alles klare Hinweise darauf, das er noch nichts verstanden hat.
    Wichtig ist, das du dior deine Wahrnehmungen nicht nehmen läßt, denn das beherrschen nasse Alkoholiker sehr gut.
    Er trägt die Verantwortung für sein Handeln und muß auch die Konsequenzen ziehen.

    Zitat

    Ich weiß auch nicht mehr weiter .


    das glaube ich dir gerne, so war es bei mir auch. Ich habe dann langsam angefangen etwas für mich zu tun, und mich abzugrenzen.
    Kannst du am Wochenende etwas schönes unternehmen, nur für dich?

    Möchtest du dich hier regelmäßig austauschen, dann wird dich Karsten für die offenen Bereiche freischalten.


    lg Morgenrot

    Guten morgen Maria,

    Ich finde es wichtig, das ich als Angehörige akzeptieren konmnte: Ich kann meinem Mann nicht helfen, egal wie sehr ich mich anstrenge.
    genaoso wichtig ist es, das du deinen Wahrnehmungen vertraust. Er wird sein Alkoholproblem nicht zugeben, solange er kein Problembewußtsein hat.
    Diese Trinkpausen können durchaus vorkommen, deshalb kann dein Mann trotz allem Alkoholiker sein.
    Was kannst du für dich tun, damit es Dir besser geht, hast du da eine Idee?


    lg Morgenrot

    Hallo Moony,

    Zitat

    Ich habe ihm nun des Öfteren vorgeschlagen, dass wir uns trennen


    es ist ganz wichtig bei nassen Alkoholikern nur das anzukündigen, was ich oder du auch verwirklichen können und wo wir bereit dazu sind.
    Nur ankündigen und nichts tun führt dazu das du nicht mehr ernst genommen wirst, das dein gegenüber denkt, er könne alles mit dir machen.
    So habe ich das erlebt, und der Beitrag von Correns macht mir Gänsehaut, er zeigt das ganze Dilemma der COs kurz und knackig formuliert.
    Ich habe damals auch mit Menschen gesprochen, die mir wichtig waren, und habe gesagt, wie es wirklich aussieht. Natürlich möchte das der nasse Alkoholiker nicht.
    Aber diesen Kreislauf des Schweigens und Vertuschens zu durchbrechen ist für uns ein wichtiger erster Schritt.


    lg Morgenrot

    Hallo Mooney,

    herzlich Willkommen bei uns.

    Mir kommt vieles so bekannt vor, was du beschreibst. Ich kenne es auch, dieses immer wieder verviedlichen und sich selbst in Frage stellen.
    Die Vernunft hat lange alles klar, aber die Gefühle streiken, die machen da einfach nicht mit.
    Ich habe dann immer gedacht, ich habe mich noch immer nicht genug angestrengt, oder ich übertreibe. Heute weiß ich, das dies auch Teil der Manipulation durch den nassen Alkoholiker war.
    Ein großer Teil lag aber auch bei mir, weil ich immer wieder dachte, ich könne helfen.
    Nein kann ich nicht und auch du nicht. Eine Suchtberaterin nannte es mal " den Größenwahnsinn der COs. Oh, wie war ich sauer, denn ich war ja alles, aber größenwahnsinnig doch nicht. Ich lag quasi am Boden, fühlte mich zerstört.
    Ich war wütend auf sie, ich weiß aber heute, wie recht sie hatte.

    Zitat

    Wahnsinn, von der Vernunftseite sehe ich das recht klar aber das Gefühl will einfach nciht mitspielen.


    Das dauert, und muß regelrecht geübt werden. Oft ist es auch wichtig, einfach nur auf die Vernunft zu hören.
    Traust du deinen Gefühlen?
    Ich konnte das von mir nicht sagen, denn ich habe mich auch vom nassen Alkoholiker manipulieren lassen.
    Er hatte die Pulle in der Hand, und sagte "ich trink doch nicht".
    Ich habe die Flasche deutlich gesehen, und wußte das ich belogen wurde, aber in mir kamen dann wieder Zweifel, heute für mich nicht mehr vorstellbar.
    Ruf bei Therapeuten an[, die haben jetzt auch offene Sprechzeiten, wo sie dir zeitnah zumindest erst einmal ein entlastendes Gespräch anbieten sollten.
    Du kannst auch bei der Suchtberatung anrufen, die beraten auch Angehörige, so konnte ich damals auch die Wartezeit auf einen Therapieplatz überbrücken.
    Dort konnte ich mehrfach zu Gesprächen hingehen.


    lg Morgenrot

    hallo SimKu,


    Zitat

    Die wurde uns früher immer in Abrede gestellt und unsere Eindrücke wurden als kindlich übertrieben dargestellt, das möchte ich keinesfalls für meine Kinder.


    das gleicht dem, was ich erlebt habe sehr. Trotz allem bin ich die Falle getappt, weil ich meinen Kindern die "heile" Welt, die schon lange keine mehr, nicht nehmen wollte.
    Deine Mutter wird Wege finden ihren Enkel zu sehen, da bin ich mir sicher, die habe ich auch immer gefunden, leider wohnen meine nicht gerade um die Ecke.
    Ich habe aber immer Wege gefunden, weil ich es wollte. Ich war sogar immer mal ein paar Tage mit ihnen im Urlaub.
    Lass dir keine Schuldgefühle einreden auch nicht von deiner Mutter, sie steht vielleicht unter starkem Druck und spürt ihre Hilflosigkeit, kann dem aber noch kein Handeln entgegensetzen.
    So hab ich es zumindest meim lesen empfunden.

    lg Morgenrot

    Hallo SimKu,

    herzlich Willkommen bei uns in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Ein Alkoholiker wird immer Gründe für sein Trinken finden. Du kannst deinen Vater nicht davon abhalten, es ist seine Verantwortung.
    Meine Enkelkinder hatten zeitweise keinen Kontakt zu ihrem Großvater, alleine schon gar nicht. Das hat meine Tochter auch sehr deutlich formuliert und auch begründet.
    Ein angetrunkener oder betrunkener kann keine Verantwortung für ein Kind übernehmen, ich habe auch versucht "abzupuffern", aber das war der falsche Weg. Das weiß ich heute.
    Wichtig ist auch, die Wahrnehmungen der Kinder nicht in Abrede zu stellen, oder zu verharmlosen, das geht nach hinten los.
    Habe ich auch selbst erlebt.
    Ich würde meinem Kind sagen, das der Opa krank ist, mehr braucht es bei einem 3- jährigen sicher erst einmal nicht.
    Wenn aber Fragen kommen sollten, dann in einfachen kindgerechten Worten erklären, auf keinen Fall belügen, das wäre in meinen Augen die schlechteste aller Möglichkeiten.
    Möchtest du dich hier regelmäßig austauschen?


    lg Morgenrot

    hallo Sorra,

    Zitat

    Hilflos zu sein, kommt für mich gleich auf = ich habe keinerlei Wirken auf der Welt.


    so in diese Richtung ging es bei mir auch, und als ich meinen nassen Alkoholiker zuhause losgelassen hatte, fing ich an, mich auf die zu "stürzen" die mir auf der Arbeit begegneten. Ich arbeite nämlich auch noch in diesem Bereich.
    Im Bereich Sucht bist du ein hilfloser Helfer, für den nassen Alkoholiker.
    Investiere deine Energie in dich, denn du bist es wert.

    Zitat

    Wohnt ihr noch immer unter einem Dach?


    ja, er ist jetzt seit einem Jahr abstinent. Deshalb ist aber noch lange nicht alles gut.
    Plötzlich hast du jemanden im Haus, der sich wieder einbringen will, der sein neues Leben leben möchte. Das ist eine 180° Wendung, und da sind beide gefordert.
    Ich bin gespannt, wie es sich weiter entwickelt. Nach so langen nassen Jahren, traue ich mich noch nicht von einer Trockenheit zu schreiben.
    Da spüre ich immer wieder, wieviel Vertrauen da verloren gegangen ist.


    lg Morgenrot

    Hallo Emma,

    auch von mir noch ein herzliches Willkommen hier im Forum.

    Dein xy spielt das perfide Spiel der nassen Alkoholiker, Wenn du.... dann mach ich. Vergiss es, das wird nie eintreffen.
    Er wird immer Wege finden um dich als angeblich schuldige darstehen zu lassen.
    Natürlich muß er auf das Forum schimpfen, denn es ja eine Gefahr für ihn, du spurst nicht mehr, wie er es will, und wir alle, die dir "einreden", das du deinen Weg gehen mußt, und ihm nicht helfen kannst, sind die bösen.
    Solche Verhaltensweisen kenne ich auch sehr gut, und die Versprechungen eines nassen Alkoholiker kannst du allesamt vergessen.
    Du kannst ihm nicht helfen, du kannst nur dir helfen.

    lg Morgenrot

    hallo Sorra,

    ich bin dir noch eine Antwort schuldig.

    Zitat

    Wieso findest du, soll ich gar keinen Kontakt zu ihm haben? Ist das nicht wie Bestrafung? Als würde ich ihm den Rücken kehren, wenn es ihm am schlechtesten geht?


    Das Verhalten im Umgang mit Suchtkranken ist ein anderes, als mit vielen anderen kranken Menschen.
    Du kannst keinem Suchtkranken helfen, wenn er es nicht will, du solltest dich schützen, da ist es egal ob Bruder, Partner oder Freund.
    Ich habe auch mal einen solchen Satz in der Suchtberatung gehört, vom "Größenwahnsinn der CO`s". zuerst war ich sehr wütend, aber als ich mich immer weiter vorgearbeitet habe, wußte ich, das dieses Dame recht hat.
    Gestehe dir deine eigene Hilflosigkeit doch erst einmal ein, denn nur dann kannst du den nächsten Schritt gehen.
    Solange du immer noch denkst, dies und das könnte ich noch tun, wird das nichts.
    Es ist in den meisten Fällen so, das der Alkoholiker seinen persönlichen Tiefpunkt braucht, und den sollte kein CO hinauszögern. Denn das tun wir, mit unserer Hilfe.
    Es hat lange gedauert bis ich das so annehmen konnte, und es umsetzen konnte.
    Räumlich habe ich mich nicht getrennt, wir haben unter einem Dach gelebt, aber ich habe mich nicht mehr um seine Belange gekümmert, ihn nicht versorgt.
    Er ist für sich selbst verantwortlich und ich habe mich Schritt für Schritt in ein Leben gewagt, wie ich es wollte, egal was der nasse Alkoholiker dazu sagte.
    Er hat sich in dieser Zeit sehr vernachlässigt, sah teilweise sehr schlecht aus, und ich hatte ihn aufgegeben, ich habe gedacht, er lebt nicht mehr lange.
    Irgendwann kamen 2 Ereignisse, wo es anscheinend bei ihm gefunkt hat, auf jeden Fall hat er jetzt seit einem Jahr nicht getrunken.


    lg Morgenrot

    hallo Sorra,

    herzlich willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    da hast du dir ja einiges ausgedacht, um deinen Bruder vom Alkohol zubefreien. Die haben nur alle einen Nachteil, es wird nicht funktionieren.
    Wenn er trinken will, wird er es weiter tun, deshalb bekommst du von keinem Richter eine Zwangseinweisung.
    Die Mitglieder von AA gehen nicht missionieren und holen jemand von zuhause ab.
    Das Thema totschweigen ist auch nicht sinnvoll, dann denkt er, es sei wieder alles in Ordnung.
    Dir bleibt 3b, denn du kannst nichts tun, solange dein Bruder kein Problembewußtsein hat. Da nützen leider auch die ganzen Hilferatgeber nichts.
    Alles geht nur über ihn.
    Wenn er es nicht einsieht, hast du keine Chance.
    Das habe ich selbst so erlebt, es ist schwer dies zu erleben, und noch schwerer ist es einzusehen, das wir nicht helfen können.


    lg Morgenrot