Bin wieder am Anfang - aber ich schaffe es.

  • Servus Anna3003,

    Zitat

    ich stehe nach vielen Rückfällen wieder ziemlich am Anfang meiner Trockenheit.


    Hast Du für Dich herausgefunden, was Du diesmal anders machen möchtest?

    Ich wünsche Dir viel Kraft!

    LG
    Spedi

  • Hallo Anna (sunshine)

    schön, dass Du auch hierher gefunden hast,
    oder bist Du schon länger hier? (angemeldet seit 4.4.07)

    egal

    Ich gehe jetzt für zwei Stunden in meine SHG, bin aber am späteren Abend wieder hier; vielleicht können wir dann ein bisschen plaudern. Oder ich erzähle Dir einfach von mir. Ein bisschen kannst Du schon über mich aus meiner Lebensgeschichte hier im Forum herauslesen, wenn Du magst.

    Bis dann
    LG Michael

  • Servus Anna3003,

    manchmal ist "einfaches Aushalten" die einzig wahre Alternative. Früher hast Du Probleme mit Alkohol "bekämpft". Willst Du jetzt im Rahmen der "Selbstmedikation" erst mit pflanzlichen Sachen anfangen, Dich wieder "zuzudröhnen", um dann vielleicht irgendwann eine (echte) Medikamentenabhängigkeit als Suchtverlagerung zu haben?!?

    Versuch's doch mal mit einem regelmäßigen Spaziergang, richtig stramm, vielleicht am Abend?
    Oder mit autogenem Training, progressiver Muskelentspannung , Joga, was es sonst noch so an nicht stofflichen Dingen gibt.
    Vielleicht hilft ja auch ein heisses Bad oder ein Saunabesuch?

    Finde es heraus, was Dir gut tut und für Dich als Methode zum Abreagieren und zum Entspannen geeignet ist.
    Lerne Dich kennen, so wie Du bist - ohne jegliche "Hilfsmittelchen"!

    LG
    Spedi

  • Hallo Anna,

    ich kenne auch dieses eigenartige nervöse "Kribbeln", diese innere Unruhe, die im Magen so einen Druck erzeugt, dass ich mir gewünscht hätte: Jetzt eine Pille oder ein Drink - und alles entspannt sich.
    Die Pille oder der Drink waren aber nicht da, und so wurde ich auch noch unzufrieden. An Konzentration auf irgendwelche Aufgaben war gar nicht zu denken.

    Dann habe ich mich an meine Therapie erinnert; und da gab es zwei Möglichkeiten: Zum Einen die progressive Muskelentspannung, die zwar sehr hilfreich war, die mir aber alleine schwer fällt, weil ich mich ja gleichzeitig auf die Übungen konzentrieren will aber auch meine Gedanken fliegen lassen soll.
    Also nahm - und nehme - ich die zweite Möglichkeit:
    Ich setze mich mit meinen Gefühlen auseinander, indem ich mir Fragen stelle: Warum bin Ich unzufrieden? Wovoe habe ich Angst? Was kann denn schlimmstenfalls passieren? Kann ich etwas ändern? Warum ändere ich es dann nicht? Gibt es einen anderen Weg? Oder muss ich das aushalten?

    Da ich meistens niemanden in meiner Nähe habe, dem ich meine Gedankenspiele zumuten möchte, nehme ich dann auch schon einmal ein Papier, und versuche, meine Gedanken strukturiert aufzuschreiben. Damit bin ich zwar noch nie richtig fertig geworden, aber ich habe beim Schreiben gespürt, wie der Druck nachließ.

    Inzwischen habe ich noch andere Möglichkeiten für mich entdeckt: 1. Das Schreiben gelingt auch ganz gut am Rechner (Word-Datei oder Forum) und
    2. Jede Art von sportlicher Bewegung, egal zu welcher Tageszeit, bringt mir tolle Zufriedenheitsgefühle. Dabei ist es einmal der forsche Spaziergang mit oder ohne Walking-Stöcke, mal eine Stunde Pilates oder auch mal drei Stunden Fitness-Studio inclusive Sauna.

    Alles ist besser als die gewünschte Pille oder der entspannende Schluck, denn ich tue was für mich, bleibe auf meinem Weg zur zufriedenen Abstinenz, und die Welt ist noch keine Sekunde lang deswegen stehen geblieben.

    Liebe Grüße Michael

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