Vater trinkt!Ich suche Rat

  • Liebe Aitvaras,

    leider kannst Du nichts machen, Du kannst ihm zu nichts bewegen, dass kann er nur alleine indem er erkennt, dass er ein Problem hat. Du selbst kannst nur was fuer Dich tun und Dein Augenmerk wieder auf Dich lenken.

    Das mit den Konsequenzen hast Du sehr gut erkannt, Deine Mutter handelt nicht konsequent, sie bleibt bei ihm, aus welchen Gruenden auch immer, aber da kannst Du leider auch gar nichts machen. Wichtig ist, dass Du fuer Dich ueberlegst, was Du machen kannst, damit Du wieder gluecklich wirst. Du sagst Dein Vater schlaegt Dich nicht (mehr), heisst das er hat das mal getan? Was machst Du denn derzeit, gehst Du noch zur Schule, zur Uni oder machst Du eine Ausbildung? Hast Du schonmal ueber eine eigene Wohnung nachgedacht?

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hallo Aitvaras,

    ich kann Deine Situtation gut verstehen, da wo Du stehts habe ich vor 15 Jahren gestanden. Mein Stiefvater hat auch getrunken, hat uns aber nicht geschlagen, aber es war auch immer sehr nervenaufreibend. Auch meine Mutti hat ihn nicht verlassen.

    Du kannst wirklich nichts machen, Alkoholismus ist eine sehr tueckische Erkrankung, da es eine Suchterkrankung ist, kannst Du dem Suechtigen nicht plausibel erklaeren und klarmachen, dass er krank ist. Dein Vater will es nicht hoeren, Deine Mutti hat es schon versucht und er sieht es nicht ein, dass er aufhoeren soll. Leider ist Deine Mutti unkonsequent und trennt sich in der Hinsicht nicht, aber wenn Du sehr darunter leidest, solltest Du Dich bei der Suchtberatung erkundigen, die sollten Dir auch weiterhelfen koennen, denn Du hast es nicht verdient in einer gewalttaetigen Umgebung aufzuwachsen, dass ist Stress hoch zehn und Du musst Dich doch noch auf Dein Abi konzentrieren. Lass Deinen Papa machen, helfe ihm nicht, denn nur NICHT-HELFEN kann einen Alkoholiker aufmerksam machen. Sprich vielleicht nochmal mit Deiner Mutti, vielleicht geht sie mit Dir auch zur Suchtberatung und erkundigt sich, wenn nicht, musst Du auch Deine Mutti machen lassen und Dich ganz auf Dich konzentrieren. Hast Du denn vielleicht Oma oder Opa bei Dir in der Naehe oder andere Verwandten zu dem ihr engeren Kontakt hegt?

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Liebe Aitvaras,

    ich kann Dich gut verstehen, Du siehst Deine Mutter leiden, willst helfen, Du springst hier ein und uebernimmst eine Rolle, die Dir nicht gehoert. Deine Mutter hat genauso die Entscheidung in ihrer Hand, sie kann wenn sie will einen Weg finden. Du kannst fuer Deine Eltern nichts machen auch Deine Mutti muss selbst erkennen, das sie konsequent sein muss. Die Suchtberatungsstelle ist ein guter Anlauf, ich wuerde Dir raten, Dir auch dort Hilfe zu holen. Du selbst und das schreib ich aus eigener Erfahrung, wirst wenn Du Dich jetzt selbst auf Deine Mutti konzentrierst und ihr helfen wirst, an diesem helfen-wollen kaputt gehen. Schau zu, dass Du fuer Dich anfaengst Dir mit Deinen 19 Jahren schonmal ein eigenes Leben aufzubauen, Du kannst auch mit Deiner Mutti drueber sprechen und offen sein, aber helfen kannst Du nicht, denn sie will Deinen Vater nicht verlassen und sie muss selbst erkennen wozu das fuehrt.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hi Aitvaras,

    Dein Papa wird erstmal weiterhin so sein wie er ist, er erkennt seine Krankheit leider nicht, das kannst Du flehen, betteln, schimpfen es wird nicht helfen, Deine Mutter ist leider auch nicht aktiv. Ich bin damals mit 19 daheim ausgezogen. Allerdings hatte ich meine Ausbildung beendet und habe dann schon richtig Geld verdient, bei Dir ist das anders, Du stehst kurz vor Deinem Abi. Wenn es wirklich so schlimm daheim ist, versuche so schnell wie moeglich Dir einen Termin bei der Suchtberatungsstelle geben zu lassen, eventuell koennen die Dir weitere Tips geben. Vielleicht ist auch hier jemand, der Erfahrungen damit gesammelt hat, was man machen kann.

    Ich weiss, leider kannst Du nichts machen, Du kannst leider Deinen Vater und Deine Mutter nicht wachruetteln. Ich kenn das Gefuehl, man fuehlt sich hilflos, man sieht woran es liegt, aber alle anderen scheinen blind zu sein. Aber leider leider kannst Du nur nach Dir schauen.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • hi aitvaras

    sei mir net böse, aber ein bißchen grinsen musste ich wie ich deine posts gelesen hab. einfach nur weil du mich sehr an mich in meiner anfangszeit (und noch a gutes stückle länger) hier erinnerst, da könnt mein name auch drunter stehn :lol:

    wie ich mich hier angemeldet hab wußte ich das ich meiner mutter net helfen kann - zumindest theoretisch, aber damit leben konnte ich noch nicht. ich hab immer wieder versucht sie zur einsicht zu bringen, in gesprächen, brief etc. - dachte irgendwann muss sie es doch kapieren. zur einsicht gebracht hat sie nix, aber mir hat es geholfen zu kapieren das ich ihr wirklich nicht helfen kann. sie soll ihr leben leben und ich meins - auch wenn beide wege sehr weit getrennt sind, mir geht es endlich gut dabei :D

    wenn du deinem vater die liste geben willst, dann tu das, ich wüßte nicht was du dabei verlieren kannst. entweder er zeigt einsicht und läßt sich helfen (was aber sehr selten vorkommt, mach dir dabei lieber net soviel hoffnung auch wenn ich's dir wünsche) oder aber es hilft dir zu akzeptieren das du wirklich nichts machen kannst.

    und zu den agressiven verhalten deines vaters:
    mein vater war früher auch immer sehr agressiv, wenn ich etz zurückdenke, erinner ich mich auch daran das der alkohol auch in seinem leben eine wichtige rolle gespielt hat. ich glaube der alkohol hat seine agressionen verstärkt, eben diesen charakterzug extrem zum vorschein gebracht, evtl. bei deinem vater genauso :?

    deine mutter ist erwachsen, sie könnte sich ja auch von ihm trennen. keiner zwingt sie dazu, das alles mitzumachen! du bist das kind, es ist nicht deine aufgabe dich um sie bzw. auch um deinen vater zu kümmern!

    die idee mit der suchtberatung finde ich gut, ich war auch schon mal dort, ich selber fands aber net so toll was aber daran lag, das der herr mir nichts neues erzählt hat. schau dich mal um, es gibt bestimmt in deiner umgebung eine, die gibts glaub inzwischen in so gut wie jeder stadt.

    liebe grüße

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!