Hallo ich bin 40 Jahre alt und mein Mann ist Alkoholiker.Wir sind seit über 20 Jahren verheiratet.
Unser Sohn ist 19 Jahre alt und mir (leider)eine große Stütze.
So genau weiß ich nicht wann es begann, aber man lernt ja das es eine schleichende Sache ist.In seiner Familie wurde immer sehr viel getrunken( erschreckend viel)und es wurde auch zur Problemlösung genutzt.
Mein Mann selber ist seit vielen Jahren sehr krank ist sehr schwer mehrfach operiert wurden und ist nicht mehr arbeitsfähig.Was ihn sehr belastet, da er immer sehr tatkräftig war.Er leidet auch sehr zum Beispiel beim Einkaufen das er nicht viel und schwer tragen darf.
Irgendwann vor ca. 1 Jahr begann es zuviel zu werden mit dem Alk.und ich habe geredet und geredet, ich liebe ihn sehr und weiß das es ein guter Mensch ist aber es ging so nicht weiter.Ich habe schon viel aufgegeben um ihn in seiner Krankheitsgeschichte zu unterstützen, aber für Teufel Alkohol bin ich nicht bereit.Zuerst nur Drohungen meinerseit mit Trennung, dann habe ich Nägel mit Köpfen gemacht und mir aus dem Internet einen Scheidungsantrag ausgedruckt und ihn ausgefüllt.Dann die Einsicht bei ihm und die Entgiftung und viele Pläne des Trocken werdens.
Ich hoffe er schafft es und bin voller Zuversicht. Und habe höllische Angst vor einem Rückfall. Wie verhalte ich mich da richtig, was soll ich tun .
Ich bin neu
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Chris40 -
17. April 2008 um 09:55
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hallo chris!
schön das du dich hier fürs forum entschieden hast,sei herzlich willkommen!
als ich deinen post las kam mir sofort der gedanke das dir als angehörige eines alkoholikers eine selbsthilfegruppe sicher helfen könnte.da dies hier auch ne shg ist,wirst du auch hier halt,hilfe und gehör finden können.allein der austausch mit "gleichgesinnten"hilft...
könntest du dir vorstellen auch in eine reale shg zu gehen?ich selber,gehe neben diesem forum einmal in der woche zu al anon,meiner "wohlfühlgruppe,lächel...ich bin "nur"ein erwachsenes kind von alkoholkranken eltern.könnte also auch etwas für deinen tapferen sohn sein...
dort findet könnt ihr/du einfach mal nur für DICH/EUCH etwas tun.und das tut sooooooo gut,wie ich es niemals erwartet hätte.es ist wie ein stück der solang vermissten familie,für mich...
durch den austausch dort nehm ich nach jeder sitzung immer wieder kraft und energie für die nächsten tage mit.du brauchst auch überhaupt keine angst zu haben das du dort nicht verstanden wirst.ALLEN dort geht es wie DIR!alle kamen irgendwann einmal mit denselben ängsten,kummer und nöten dort an.
auch deine angst vor einem erneuten rückfall kann ich absolut verstehen.viele verzweifelte frauen leben es mir in der shg vor,wie sie "besser"mit ihrer angst weiter leben können.anhand ihrer erfahrungen(manche gehen schon jahrzehnte dort hin)kannst du dort auch "abgucken und es für dich und dein leben weiter verwenden...du brauchst nicht mit deiner situation allein bleiben,du solltest "nur"einen neuen "fremden"schritt wagen.einen schritt für DICH!
lies hier mal in ruhe und sammle dadurch ein wenig kraft...
auf jeden fall wünsche ich dir und deiner familie alles erdenklich gute und selbstverständlich das dein mann es schaffen wird.
in liebe los lassen,sich selber in liebe begegnen...
liebe grüsse caro
p.s.versuche durch kleine schritte zu erkennen das nicht dein mann der mittelpunkt eures lebens ist.DU hast nämlich auch noch ein eigenes...
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