wenn der andere tut als wäre nichts gewesen...

  • wie geht ihr damit um, wenn der andere nach einem üblen streit, in dem ihr beschuldigt wurdet, an allem schuld zu sein (geld, wohnung, alle andren probleme...), so tut als wäre nie etwas gewesen (sich aber sehr wohl daran erinnert und scheinbar selbst tief verletzt ist)??

    ich habe bisher immer mitgemacht, weil es für mich leichter war, so zu tun als ob nie etwas gewesen wäre. da wußte ich aber noch nichts von co-abhängigkeit.

    seit dem letzten streit fällt mir schwerd das system aufrecht zu erhalten. ich bin daher reserviert und freundlich, aber nicht mehr herzlich uund offfen. scheinbar stiftet das verwirrung. ich schätze, das wird mir dann als nächstes auf den kopf geknallt.

    wie seid ihr in der phase der "erknntnis" dass ihr co´s seid, mit solchen streitereinen umgegangen und den folgenden friedensangeboten, wenn es welche gab?

    lg
    ff

  • ich als Co und Friedensliebendes Wesen hab die Entschuldigung schon angenommen aber dann auch versucht ein offenes Gespräch zu führen, in dem ich meine Gefühle schildere...und nach Lösungen gesucht habe.

    Cu Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • ich schaffe es gerade nicht, ihre entschuldigungen anzunehmen, weil sie nicht ernst gemeint sind...ich kann das nicht vergessen, was sie mich alles geschimpft hat und wofür sie mir dei schuld gegeben hat...

    mit ihr reden bringt nichts, weil sie es anders sieht, aus prinzip heraus. es würde nur noch mehr verletzen, wenn ich sage wie ich die sache sehe und dan doch nur wieder angegriffen werde. damit kann ich nicht umgehen zur zeit, weil ich aus den depressionen und ängsten nicht rauskomme...

    mir kommt so vor, dass es andererseits egal ist, was ich sage und mache, denn es ist ohnehin immer falsch.

    lg
    ff

  • Ach genau, jetzt erinnere ich mich wieder an deine Situation. Vielleicht solltest du nicht immer neue Threads aufmachen, damit man die Vorgeschichte nachverfolgen kann.
    Wenn Dir das alles zuviel ist. Lass es doch einfach. Du ziehst doch eh aus. Hauptsache Dir geht es so am besten. Dir muß es gut gehn und Du mußt damit klarkommen...allerdings halt auch immer mit dem Nebensatz möglichst andere nicht zu verletzen. Deinen Standpunkt kannst Du ja vielleicht auch noch später darlegen wenn es Dir notwendig erscheint!
    Loslassen ist das Zauberwort...durchatmen un weitergehn.

    LG Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • hallo karotte,
    danke dir.

    die macht der gewohneheit . das mit den neuen threads :) ich bin das so gewöhnt aus anderen foren - hier ist das also nicht so gern gesehen? ich habs noch nicht ganz durchschaut, wie es hier läuft...sorry auf jeden fall! ich wollte deshalb einen neuen thread aufmachen, weil es mich interssiert, wie andere genau mit dieser Situation umgehen oder umgegangen sind.

    ja, das mit dem Nebensatz "andere möglichst nicht zu verletzen" ist wohl der Knackpunkt. bei meiner freundin ist es so, dass sei ohnehin immer sehr schnell verletzt ist, egal was ich mache (oder auch andere). sie findet immer etwas, wenns ihr nicht gut geht. wenn nicht gerade ich die böse bin, dann ist es jemand anders.

    ist sie beschäftigt läßt sie mich in ruhe, ist sie arbeitslos, dann läßt sie alles an mir aus.

    ja, du hast wohl recht, mir muss es gut gehen. irgendwie begreife ich mein verhalten ja auch als fortschritt, denn früher hätte ich mich nicht getraut mich eine woche nicht zu melden. was sich auch geänert hat, dass die friedensangebote nicht mehr von mir kommen, sondern von ihr. für ihre verhältnisse bemüht sie sich regelrecht, mich nicht zu verlieren, kommt mir vor.
    das problem bei mir ist, dass ich sehr nachtragend bin. ich merke mir jahrelang wenn jemand eine abfällige bemerkung gemacht hat. machmal jahrzehnte. ich verzeihe diese dinge dann nicht gern. und grabe sie dann fieserweise aus, wenn ich auf genau dieselbe art angegriffen werde ("...damals hast du dies und das gesagt" - "nein, du hast vorher dies und das gesagt...." hin und her.)
    und wenn mir jemand vorschreiben will, wie ich zu leben habe, dann flippe ich aus und sehe nur mehr rot.

    ich bin einfach noch sehr veletzt über die erkenntnisse, die der streit gebracht hat. dass ich eine co bin, dass sie ernsthaft krank ist (paranoia, narzisstische Züge...) und ich im grunde auch krank bin. und sogar schon körperlich krank bin.
    ich glaube, ich wehre mich noch immer einzusehen, dass nun der Punkt erreicht ist, wo ich mich um mich sorgen muss. alte muster zu durchbrechen ist sehr schwer für mich.
    aber ich werde es schaffen, das weiss ich. ich hab schon viel geschafft, also warum nicht auch das!

    lg
    ff

  • Liebe Feelfree, Veränderungen sind meistens sehr schwer, auch für alle anderen. Das ganze ist ein Prozess und oft sind die kleinen Schritte die ausschlaggebenden. Geduld braucht man auch...is bei mir ganz genauso.
    Aber weißt Du dieses nachtragend sein ist vorallem für Dich selbst nicht gut. Wenn Du das ganze Zeugs in Dir vergräbst "vergiftet" es Dich. Es wäre für Dich selber viel besser die Dinge loszulassen, Dich von den Begebenheiten zu verabschieden. Vielleicht auch mal zu versuchen nicht zu verurteilen, sondern zu beobachten. Schenke Dir selbst die Freiheit indem Du alte Geschichten, vorallem die die Dir nicht gut tun, gehen läßt, Ihnen Tschüß sagst, und versuchst im Jetzt zu leben und es DIR gut gehn zu lassen. So zu Leben wie Du es möchtest!

    Sei gegrüßt
    Alles Gute für deinen Weg
    Und auf die nächsten 24 Stunden

    Jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt und sei er noch so klein!

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • hi karotte,

    du hat recht, es belastet mich sehr, diese vielen verletztungen. ich kann nicht anders, es fallen mir jeden tag welche ein, situationen in denen ich nur "ausgehalten" habe was sie von sich gegeben hat.

    ich weiß ich sollte das loslassen können, aber ich kann nicht. es ist wie ein zwang und ich glaube, ihc habe echt schon so etwas wie eine zwangsneurose entwickelt.
    ständig habe ich angst vor ihren vorwürfen. denn die kommen wie das amen im gebet. per sms, per post-it in der küche, am telefon...

    wie verzeiht man jemandem, der einem das eigenen leben wegnehmen wollte zu den eigenen gunsten? ich kann das nicht.

    und wenn ich dann anrufe un auch tu als wär nichts gewesen, damit friede herrscht, fühlt es sich wie verrat an mir selber an.

    lg
    ff

  • Warum nimmst Du nicht einfach Abstand? Hol Dir ne neue Handynummer...ausziehen tust Du ja eh, also beühren dich auch die Zettel nicht mehr in Zukunft...Und Du mußt auch nicht verzeihen...wenn Du das später mal kannst und willst kannst Du das später machen, aber Du mußt nicht. Bist ja auch nicht Jesus. Echt ich geb Dir den Rat. Nimm Abstand!

    Viele Grüße
    Laß Dich nicht unterkriegen!

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • hallo karotte,

    im moment kostet es mich mehr kraft "hart" zu bleiben, als nachzugeben. aber das war ja schon immer so...ich hasse mich dafür, wenn ich wieder frieden machen will, und anrufe obwohl es nur aus reinem pflichtgefühl heraus ist. ich weiß ich sollte drüber stehen. am wochenende kommst sie von ihrem freund zurück in die wohnung. ich mag ihr nicht begegnen. wenn ich aber nicht in die wohnung gehe, wird sie es mir wieder vorhalten es wäre wegen ihr. was ja auch stimmt. mich kostet das dämliche spiel echt kraft. heute war ich beim arzt und lass mir mal die neben nieren checken, weil ich aus dem stresstief nicht mehr herauskomme.

    danke dir karotte für deine worte. du machst mir jedesmal aufs neue mut. wenn ich deine zeilen lese, wird mir immer klar, dass ich in einem kranken system verstrickt bin, und mit einer kranken person zusammenlebe, und selber auch krank bin.

    systemveränderungen sind so schwer, ich bin so down. kann das wirklich davon sein,dass ich erkannt habe, dass diese frau durchgeknallt ist, und dass ich eine co bin? ich fühle mich nur mehr antriebslos und traurig, ich bin gerade manl fähig, für die wichtigsten sachen zu sorgen tagsüber, aber mehr geht momentan nicht.
    ist das normal? ich denke nicht...bin gespannt was beim arzt-chekc rauskommt.

    lg
    ff

  • Liebe Feelfree, geht mir ganz genauso, bin auch down und müde...und traurig. Hatte gestern wieder "Streit" mit meinem Freund und war dann den ganzen abend alleine, hab mich in den schlaf geheult und mir für heute vorgenommen das Handy auszulassen, die Klingel hab ich leise gestellt und bin grad dabei mir nen Plan für den Tag zu machen damit ich einigermaßen abgelenkt bin. Also Hier is ja auch die Co-Abteilung...wir sind oder waren alle mal krank.

    Auf die nächsten 24 h
    Kopf hoch!

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Zitat von Angel7575

    Ich nehme das immernoch einfach so hin und hoffe das es mir hilft mich weiter von ihm zu entfernen.

    wow...der satz hat mich jetzt beim lesen tief getroffen...ich denke mir das gleiche, manchmal. es klingt nur so extrem...dieser satz drückt für mich viel aus.

    ich kann nur sagen, dass wir jetzt serh distanziert sind zueinander. sie quält sich bestimmt auch damit ab, das weiss ich, aber scheinbar kann sie es leichter wegstecken, einen streit zu verdauen. wahrscheinlich weil sie schon so viel hatte (mit andren leuten).

    Sie versucht jetzt bei mir eine arrogante tour, eine "mir kannst du nichts anhaben" strategie. ich denke viel zu viel in ihren bahnen. am wochenender will ich gern mit meinem freund weg fahren. am wochenender kommt sie aber auch heim, nur für 2 tage und fährt wieder. nachdem ich mir bei unserem schlimmen krachvor ein paar wochen anhören musste, ich sei nie daheim, und das sicher nur wegen ihr (verffolgungs-wahn lässt grüßen) habe ich sogar angst, weg zu fahren, weil sie wieder glauben könnte, es sei wegen ihr, da es genau an dem WE ist, wo sie heim kommt.

    müsste mir das nicht egal sein? müsst ich nicht eigentlcih denken: soll sie glaubenwas sie will? sollte ich nicht denken: ich bin nicht dazu da, um mich nach ihr zu richten und zu drehen? wie bescheuert bin ich eigentlich ....ich glaube, ich hab auch einen verfolgungswahn. das kann doch nicht normal sein, wenn man so tickt, wie ich.

    lg
    ff

  • sollte ich vielleicht drüber reden mit ihr? dass ich das alles nicht vergessen kann? aber ich denke es bringt nichts, da ich ja die böse bin in dem spiel. es geht nur wieder darum, dass ich scheinbaren frieden haben will, absolution sozusagen von ihr, dass ich eh alles richtig mache, und es ihr leid tut. es tut ihr aber nicht leid, das ist eine tatsache. und der frieden - das spiel kenn ich ja schon, das hält nie lang, es ermächtigt sie scheinbar immer nur wieder, mir neue vorwürfe zu machen wegen nichts.

    ich bin einfach so verletzt, immer noch. ist das nachtragend? auch egal...ich versuch mich jetzt abzulenken und geh an die luft!

  • Liebe Feelfree,

    als ich noch sehr stark in meiner Co-Abhaengigkeit verankert war, habe ich immer Bestaetigung bei anderen Menschen gesucht, ich wollte hoeren, dass sie mich gern haben, dass ich alles richtig mache und wehe mir ist ein Fehler unterlaufen, dann hab ich mich tausendmal dafuer entschuldigt. Bei meinem damaligen alkoholkranken Freund habe ich auch immer alles totdiskutieren muessen, ich wollte endlich, dass er sieht, dass ich Recht damit habe, dass er Alkoholiker ist, aber auf Teufel komm raus wollte er damit nicht rausruecken, er hat auch das Spielchen von "war ja nicht wirklich schlimm gewesen oder war ja nie was gewesen" gespielt. Klar, denn er wollte seine Sucht ja nicht loslassen, er wollte daran festhalten und er hat sich immer wieder eingeredet, dass alles nicht so schlimm ist, es gibt schlimmeres oder es war ja nicht so schlimm. Ich aber musste fuer mich erkennen, dass ich loslassen muss und ich nicht Mutter Theresa bin und mich um alle kuemmern muss, denn helfen kann man einem Suchtkranken nicht, wenn er nicht sehen will. Wir Co's sind da wie Pitbulls wir beissen uns fest und wollen nicht mehr loslassen, weil wir uns so festgebissen haben, sehen wir gar nicht mehr all die Moeglichkeiten um uns herum und wie wir ein schoenes Leben leben koennen. Konzentriere Dich auf Dich selbst und nicht auf Deine alkoholkranke Partnerin und ihr verhalten.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • hallo jenny, ja du sagst es. ich brauche auch immer diese bestätiung von aussen, zwar jetzt in der letzten zeit immer weniger, weil sich einfach auch meine freundeskreis ziemlich "aussortiert" hat, und diese neuen freundschaften anders sind als meine alten. auch meine freundin ist aus früheren zeiten, wir kennen uns ewig. (sie ist übrigens nicht meine partnerin, sondern wir woihnen zusammen seit 12 jahren - ich habe einen freund, der sich das alles nur mehr kopfschüttelnd ansieht).

    in dieser "freundschaft" ist viel passiert, und in der langen zeit haben sich verhaltensweisen eingeschliffen, die damals vielleicht ok waren, es heute aber nicht mehr sind. damals war ich der schwächste mensch den ich kenne und glaubte ich sei stark. heute bin ich tatsächlich geschwächt, und glaube nicht mehr daran, dass freundschaft ewig andauern muss. nicht so.
    nicht wenn man immer nur angeschnauzt wird. ich werde am wochenende wegfahren, auch wenn das wetter nicht so gut wird. einfach nur, um ihr aus dem weg zu gehen und ihr gleichzeitig zu zeigen, dass sie für mich nicht mehr so wichtig ist, dass ich wegen ihr mein wochenende opfere, nur weil sie mal wieder heimkommt nach wochen. sie wird mir bestimmt einen dämlichen vorwurfsbrief/sms schreiben, weil ich ein paar ihrer blumen gekillt habe aus versehen. aber auch das ist mir egal. ich will sie nicht sehen und aus.

    lg
    ff

  • Hi Feelfree,

    sorry fuer das Missverstaendnis. Warum kann Deine Freundin sich denn nicht ne eigene Wohnung suchen, vielleicht solltest Du ihr da mal die Pistole auf die Brust setzen.

    Denk an Dich, Du musst Dich wohlfuehlen und niemand sollte Deine Grenzen ueberschreiten oder Dich ausnutzen, egal ob suchtkrank oder nicht.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • hallo jenny,

    macht nichts wegen dem missverständnis. es stimmt, ja, wenn ich schreibe oder erzähle hört es ich an, als wäre es meine partnerin :)

    daran erkannt man ja auch etwas: nämlich wie verwachsen das ganze ist. es geht auch schon über 10 jahre. und früher haben wir eben zusammen gesoffen, und ich kriegte ein problem damit und versuchte aufzu hören. hat nicht lange gehalten, dann hab ich auch schon wieter gesoffen. erst als ich meinen freund kennlernte, der das nicht tolerierte, hörte ich auf. und seither ist mein freund der böse, und ich auch. meine beziehung sei schuld,d as unsere freundschaft nun nicht mehr funktioniere. und überhaupt sei ich eine schlechte freundin, denn ich würde immer einen konkurrenzkampf draus machen, wer nun trockener sei und wer besser lebe (??)

    wie auch immer...ich habe gestern eine einladung zum essen ausgeschlagen von ihr, und heute fahre ich weg um mich irgendwo zu sonnen (und habe sie nicht gefragt ob sie mit will - das kann sie mir dann wieder an den kopf knallen!). morgen hat sie keine zeit, also werden dann wochen vergehen bis wir uns wieder sehen. ich ahbe ein schlechtes gewissen, weil ich mir denke, vielleicht bin ich zu radikal. aber ich will, dass sie sieht, ich lebe jetz mein eigenes leben, und mache dinge auch OHNE sie, auch wenn wir uns nur mehr alle heiligen zeiten sehen. ich will dass sie kapiert, dass jetzt ein neuer wind weht. und ich muss wohl aushalten,d ass sie möglicherweise beleidigt sein wird.

    lg
    ff

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