Bin kraftlos und leer,...

  • Hallo Summer,

    ein Entzug ist für den Betroffenen Schwerstarbeit!

    In vielen Entgiftungskliniken z.B. gibt es in der ersten Zeit eine Kontaktsperre.

    Dein Freund braucht jetzt alle Kräfte für sich!

    Gib' ihm die Zeit, die er braucht!

    Er wird sich bei Dir melden, wenn er dazu in der Lage ist!

    Bedenke aber auch, dass die eigentliche Trockenheitsarbeit erst nach der Entgiftung beginnt.

    Es wird viele Veränderungen in seinem Leben geben und auch er wird sich verändern.

    Es wird ihn und auch Dich viel Kraft kosten, wenn Du denn bereit bist, ihn zu unterstützen.

    Aber nun lasse ihn erstmal seine Entgiftung hinter sich bringen und habe einfach Geduld!

    Lieben Gruß
    Speedy

  • Ach Summer, Summer,
    nu laß deinem Freund doch endlich mal Zeit!

    Ich kann deine Not nachvollziehen, ich bin selber eine Co. Wir haben uns in unserer Beziehung nur auf unseren Partner konzentriert und uns dabei selbst verloren. Und nun klammerst du und klammerst du - weil du dich selbst verloren hast, dich selbst nicht mehr fühlst.

    Du hast doch schon Antworten bekommen von Speedy und auch sunny. Laß deinem Freund jetzt die Zeit, die er jetzt braucht und
    NUTZE DIESE ZEIT FÜR DICH!

    Und, Summer, du schreibst, er HAT sich nun gemeldet - er denkt also an dich und euer Kind, obwohl es ihm schlecht geht. Nun laß es gut sein, er ist in guten Händen, laß ihm die Zeit, die er braucht, um die Entgiftung zu machen und auch danach braucht er noch ganz viel Kraft und Zeit für sich selbst.

    Vermutlich ist das nicht gerade die Antwort, die du hören willst - glaube mir, wir Cos hier im Forum können das alle gut nachempfinden, wie es dir jetzt geht, wir sind da auch durch, wir haben gelernt (lernen müssen), unseren Partner loszulassen und uns um uns selbst zu kümmern. Und glaube mir, wenn du dich erst selbst wiedergefunden hast - was meinst du wie viel besser es dir geht!

    Nutze die Zeit, die dein Freund für sich braucht und kümmere dich um dich selbst und vor allem um eure Tochter! Ich kann mir vorstellen, daß dein Freund einfach nicht die Kraft hatte, mit seiner vielleicht weinenden Tochter zu telefonieren! Und weißt du warum deine Tochter so unglücklich ist? Klar vermißt sie ihren Papa, aber sie spürt doch auch deine Verzweiflung! Du kannst ihr "die Starke vorspielen" so viel du willst, sie SPÜRT, daß das nicht stimmt und das wird sie umso mehr verunsichern!
    Sei ehrlich zu ihr, sage ihr, daß Papa krank ist, daß du dir Sorgen machst und deshalb traurig bist, aber das du zuversichtlich bist, daß alles wieder gut wird - oder so ähnlich. Das wird ihr mehr helfen, als wenn du ihr etwas vorschwindelst, was nicht ist...

    Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg
    beim Wiederfinden deines Selbst! :wink:
    Feuervogel

  • Liebe Summer,

    ich kenne diese Gefühle auch. Aber sage mal, willst Du überhaupt, dass er sich verändert?? Anstatt froh zu sein, dass er etwas unternimmt und ihn dabei zu unterstützen, geht es Dir nur darum, dass er Deine Seelenqualen und Verlustängste mildern soll – auch auf die Gefahr hin, dass der Entzug scheitert? Denke mal darüber nach.

    Auch Du bist süchtig: Co-abhängig. Und auch Du brauchst professionelle Hilfe. Und selbst wenn er Dir tausend mal am Tag sagen würde, wie sehr er Dich liebt – Du glaubst es nur, solange Du die Kontrolle über ihn hast, ihn manipulieren kannst und das Gefühl hast, das er hilflos ist und Dich braucht. Vielleicht hast Du nur Angst, das er Dich trocken nicht mehr braucht und autonomer wird und Du die Macht verlierst, er vielleicht sogar der Stärkere wird. Du hast unbewusst Angst vor dieser Veränderung.

    Ich kann Dich aber beruhigen. Wenn er das schafft und Du ihn dabei unterstützt, indem Du ihm die Zeit lässt, wirst Du und Deine Tochter vielleicht irgendwann das erste mal ein Mann vorfinden, der wieder Verantwortung übernehmen kann – wäre das nicht viel besser als jetzt?

    LG, Ettena

  • Hallo Summer,

    lass es bitte:

    Zitat von Summer7

    Ich möchte ihm so gerne eine SMS schreiben, das ich an ihn denke und das ich glücklich bin, das er das macht, und das er immer auf mich zählen kann.

    Er muss jetzt erstmal mit sich zurecht kommen!!

    Kümmere Du Dich um Dich, denn Du bist schon so tief in Deiner Co-Abhängigkeit verstrickt, dass Du eigentlich selber Hilfe brauchst.

    Sorry.... das klingt vielleicht hart, aber ich weiss, wovon ich rede, denn ich habe das Speilchen 25 Jahre mitgemacht und wäre daran fast kaputt gegangen.

    Du schreibst, Du möchtest so gerne, dass er sich verändert - ich kann das nachvollziehen!

    Aber...... es werden Veränderungen sein, die Du jetzt noch gar nicht nachvollziehen kannst.

    Lasse ihn erstmal machen.... kümmere Dich um Deine Kleine und um Dich.

    Er muss jetzt an sich arbeiten und erstmal beweisen, dass es ihm auch ernst ist!

    Das klingt hart... ich weiß!

    Aber wir haben die Erfahrungen schon hinter uns - und glaube mir, es wird nicht einfach, denn es ist leider nicht damit getan, nur nichts zu trinken - und alles ist gut! Es wird noch ein hartes Srück Arbeit auf Euch zukommen - spare Dir die Kraft bis dahin... Du wirst sie brauchen!!!

    Lieben Gruß
    Speedy

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