was soll ich nur tun?

  • Hallo ich such hilfe,

    fühl Dich hier erstmal herzlich Willkommen.

    Den Rat, den Du schon bekommen hast, kann ich Dir ebenfalls empfehlen, aber mit einem kleinen Zusatz.
    Da Dein Kumpel da schon eine ablehnende Haltung gzeigt hast, würde ich auch seiner Frau empfehlen, eine Suchtberatungsstelle für sich selbst aufzusuchen.
    Der trinkende Teil in der Familie muß sich selbst um Hilfe kümmern, aber auch die Angehörigen, denn es liegt ein harter Weg hinter ihr, aber auch noch ein ganz harter Weg vor ihr. Dafür brauchen Angehörigen Hilfe und eine Anlaufstelle.

    Ich freue mich daruf, mehr von Dir zu lesen. Lies Dich hier ganz viel durch die Lebensgeschichten, und Du wirst erkennen, daß es nur diesen Weg gibt. Wir als Außenstehende können nicht, aber auch gar nichts tun, außer Lösungswege aufzuzeigen...den Weg muß jeder selbst gehen, oder langsam untergehen.

    Liebe Grüße
    S.Käferchen [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/smilie/tiere/k025.gif]

  • Hi Ichsuchehilfe,

    erstmal herzlich Willkommen.

    Ich kann gut verstehen, dass Du Dir Gedanken ueber Deinen Freund machst, aber wie meine Vorschreiberlinge schon geschrieben haben, koennt ihr nichts machen, als Deinen Kumpel machen zu lassen.

    Wenn jemand keine Krankheitseinsicht hat, dann passiert da gar nichts, sondern derjenige muss erst seinen persoenlichen Tiefpunkt erreichen, um zu sehen, dass er Hilfe braucht.

    Wenn er nuechtern ist, koennt ihr ihn natuerlich darauf ansprechen und ihm auch wie schon einmal vorgeschlagen, die Nummer einer Suchtberatungsstelle geben, alles andere muesst ihr ihm selbst ueberlassen.

    Wenn seine Frau ihm droht mit Trennung, dann kann ich nur sagen, soll sie sich dessen bewusst sein, dass sie das auch durchziehen muss, denn leere Drohungen ziehen den Alkoholiker nur noch mehr in die Sucht und das Spiel von Alkoholismus und Co-Abhaengigkeit beginnt.

    Dein Kumpel muss erkennen, dass er ein Problem hat und das kann er nur, wenn Familie und Freunde bestimmte Sachen nicht verdecken. Wie z.B. Fehlen auf der Arbeit wegen Alkoholismus, vollgepinkelte oder vollgebrochene Klamotten, Entschuldigen bei Freunden und Verwandten und vertuschen seines Problems.

    Alkoholismus kann toedlich enden, wenn der Suechtige nichts tut und sein Umfeld sollte durch Nichthelfen und Konsequenzen den Suechtigen einfach auf seinen persoenlichen Tiefpunkt drauf zusteuern lassen, damit er schneller erkennen darf. Reden hilft naemlich nicht bei einem Suchterkrankten, nur Konsequenz und Nichthilfe.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Servus "ich such hilfe",

    wie immer ganz direkt: sag mal, wenn es "nur" ein Kumpel ist, warum legst Du Dich dann "so ins Zeug"?

    Komm' mir jetzt nicht mit "man kann nicht wegsehen". Kann es sein, dass Du da mehr dahinter siehst / gerne mehr hättest als nur eine Kumpelei??

    Oder kommt da ganz generell Dein "Helfersyndrom" durch?

    Werd Dir doch mal klar darüber, warum Dich das Thema bei einem Kumpel so belastet, dass Du Dich derart engagierst. Und dann arbeite an Dir, um diesen Knoten zu lösen. Und ihn lässt Du einfach so lange saufen, bis er nicht mehr mag und "aufwacht". Anders wird das nix...

    LG
    Spedi

  • Zitat von ich such hilfe


    ist es falsch, sich sorgen um personen zumachen, die man kennt und auch nicht verlieren möchte? ich würde das auch so bei meiner freundin machen die nur ne freundin ist, odre bei verwandten, bekannten oder nachbarin. Wenn sie mir wichtig sind. genauso würden mir die anderen doch auch helfen, wenn ich krank oder süchtig wäre.

    kann man denn nicht evrstehen, daß man nicht zusehen kann, wenn jemand so tief abrutscht. klar weiß ich, daß er sich selbst helfen muß, aber deswegen darf man sich doch wohl noch gedanken machen?

    Hallo ich such hilfe,

    jetzt hast Du Dir aber ein mächtiges Stück Co mit Sahne gegönnt.

    Eine Krankenschwester kann nur helfen, wenn sie nicht selbst auf der Pritsche liegt, da liegst Du aber schnell, wenn Du Dein Programm durchziehst.

    Weiß Du warum all die Menschen hier auf den Seiten sind?
    Weil sie wie Du irgendwann anfingen zu helfen, das kann dauern, aber auch 20 Jahre sind plötzlich schnell vorbei. Verstehen kann Dich bestimmt jeder, deshalb bist Du hier ja auch nicht alleine. Sellbsthilfegruppe, sich selbst helfen.

    Es ist alles erlaubt, der Alkoholgenuß unterliegt der Eigenkontrolle des Anwenders. Deine Aufopferung durch Pflege bestimmst Du.

    Hilfe durch Nichthilfe heißt es in der Sucht. Bist Du denn schon süchtig, nach helfen?


    Lieben Gruß kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo ich such hilfe,

    natürlich darf man sich Gedanken machen, aber Du darfst es nicht zu Deinem Problem machen.
    Die meisten hier versuchen seit Langem einen Weg zu finden, der Krankheit Alkohol bei Partner/ Freunden den Garaus zu machen. Die Erfahrung aer zeigt, daß man als Außenstehender wirklich nichts tun kann. Und auch zeigt die Erfahrung, daß ganz viele, die Hilfe für den Alkoholkranken aufbringen wollen, am Ende selbst krank werden und in die Co-Abhängigkeit rutschen.

    Es ist gut, daß DU Dir hier Hilfe suchst, aber versuche es doch mal auch von der anderen Seite zu sehen, nämlich Dir hier Hilfe zu holen, Dich mit der Unabdingbarkeit vertraut zu machen, daß DU absolut nichts machen kannst. Den Schritt in die Trockenheit kann und muß Dein Kumpel wirklich alleine gehen.
    Es werden ganz harte Zeiten auf Euch zukommen, wenn er weiterhin uneinsichtig ist. Daher auch immer wieder die eindeutigen Aufforderungen, etwas für sich selbst zu tun, um die Schmerzen, den Kummer und die Frustrationen aufarbeiten zu können, daß der Alkoholiker Eure Hilfe nicht annimmt, wenn er es nicht will.

    Lies doch mal, was am Ende einer Co-Abhängigkeit steht:
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…topic10302.html


    Liebe Grüße
    S.Käferchen

  • Servus "ich such hilfe",


    ich bringe es mal auf den Punkt: wenn mir ein "Kumpel" in einer derart intimen Situation "helfen" wollte, dann würde ich ihm ganz klar sagen, dass er sich mal lieber um seine eigenen Dinge kümmern soll und ich mich mit meiner Familie um meine Dinge kümmere.

    In Bayern nennen wir das auch "Gschaftlhuberei" oder schlicht unerwünschte Einmischung. Du überschreitest als Außenstehender (und das bist Du als "Kumpel") damit ganz natürliche Grenzen.


    Daher auch meine Frage, ob Du Dir eventuell "mehr" wünscht als "nur" Kumpelei. Das würde diese Grenzverletzung der Intimsphäre erklären.

    Sonst kann ich Kaltblut nur zustimmen: Großes Stück Co mit Extra-Sahne...

    LG
    Spedi

  • Hi Ichsuchehilfe,

    tsja, da kann ich Kaltblut und Spedi auch nur wieder zustimmen. Du musst Deinen Freund und seine Frau machen lassen. Da kannst Du rein gar nichts machen. Dein Kumpel und seine Frau muessen selbst sehen wie sie damit klarkommen. Die Frau schaut weg, hat sich wahrscheinlich erstmal ausgeweint und nun vertraut sie ihrem Mann wieder, weil er sagt, dass er es als nicht schlimm empfindet.

    Was willst Du da machen, Wanderprediger spielen? Ihn zu eine Therapie zwingen, ihn unter Druck setzen mit irgendwelchen Mitteln? Wenn keine Krankheitseinsicht vom Alkoholiker da ist, dann kannst Du da nichts machen und dann solltest Du da auch die Finger von lassen, so schwer wie es Dir auch faellt, Dein Kumpel darf und muss fuer sich selbst entscheiden. Wenn Du Dich da jetzt naemlich verbeisst, wirst immer tiefer und weiter auf einer Co-Schien fahren und dann machst Du das Problem Deines Kumpels und seiner Frau zu Deinem Problem, da gibt es doch bestimmt bessere Sachen in Deinem Leben, oder?

    Alles Liebe,

    Jenny

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